our rock stars are not your rock stars! Wer sind Deine Rock Stars?

Viele Wissenschaftlerinnen, Forscher und Entwickler arbeiten irgendwo etwas im Verborgenen. Selten bekommen wir mit wer was „gezaubert“ hat, was unser Leben eventuell etwas einfacher oder ein Stück besser macht.

Vor, zwei oder drei Wochen habe ich von einem Kollegen den Tipp bekommen mir die neue Intel Werbung an zu schauen. Für die, die es noch nicht kennen oder das Video mal auf englisch sehen wollen hier ist es:

Die Werbung hat mich sehr beeindruckt. Sehr gut! Es Zeigt sehr schön wie Forscher und Entwicklerinnen ihr eigenen Rock Stars haben. Viel zu selten finde ich kommt das zu Sprache oder wird in den Medien angesprochen. Die Leute, die tatsächlich etwas kreatives nützliches machen stehen oft in den Hintergrund für die Gesellschaft. Klar, sind die Forscherinnen und Entwickler nicht die typischen Super Stars, die dauernd in den populären Medien präsentiert werden. Eine bessere Kommunikation von diesen würde vielleicht helfen, dass der Fachkräftemangel in Deutschland im F&E nicht so groß werden würde.

Ich habe auch meine persönlichen Rock Stars aus dem IT Bereich. Der erste ist Jef Han (aka Jefferson Y. an). Er hat 2006 den low bugget multitouch display vorgestellt. Ich fand es unglaublich, wie er für unter 500 $ diesen Tisch zusammengesetzt hat. Hier zu kamen die coolen Applikationen. Mit seiner Vorstellung begann quasi diese Touch und Iphone Sache. Mit seiner Idee der einfachen kosten günstigen Realisierung von multi-Touch und den dazu gehörigen Interaktionen, hat er den Stein ins Rollen gebracht. Seine geniale doch einfache Idee und dessen Einfluss auf die Szene haben mich beeindruckt.

Hier ein kurzes Video von 2006. Ein ausführlichen Überblick bekommt man bei seinem TED Talk .Ich weiß nicht mehr wie oft ich dieses Video geschaut habe.

Der andere Rock Star ist für mich Jon Rubinstein. Sein Vortrag zum Palm Pre hat mir gut gefallen. Er erzählt am Anfang etwas über sich und wie er dazu gekommen ist jetzt bei Palm zu arbeiten. Das war richtig cool. Er ist definitiv ein Rock Star. Bevor er zu Palm gegangen ist war bei Apple, wohl führend beim IPod Team. Er ist definitiv ein Vorbild, ein Informatiker (computer scientist) der es ganz nach oben geschafft hat. Seine Erfahrung und Meinung zählen und er ist nicht der “typische” Geek. In den ersten paar Minuten des Videos zu Palm Pre ist er zu sehen.

So wer sind Deine Rock Stars. Es müssen keine Informatiker, Entwickler sein. In jeder Disziplin gibt es solche Rock Stars die etwas veränder haben. Forschende und Vorbilder die Dich beeindruckt haben. Vielleicht ist auch noch ein “lokaler Underground Star” wie Christian Spannagel, der momentan an den PHs und Schulen für Rock sorgt. Also schreib ein Blogbeitrag oder einfach ein Kommentar hier über Dein Rock Star!

P.S.: Man darf nicht vergessen, dass jeder Rock Star eine Band hat :-)

GZSE: das Selbst und die Motivation

Am letzten Dienstag (18.05.2009) habe ich in meiner Übung wieder versucht die Neuron Prinzipien anzuwenden. Dieses Mal waren wir in einem kleinerem Seminarraum bei uns auf der Hörn. Die Studierenden wurden aufgefordert die Tische umzusetzen und sich im Kreis zusetzen. Es gab ein kurzes Rumoren bei ein paar Studies, aber schnell wurde dann der Raum umgestaltet.

Die Studierende hatten sich in der Woche mit Benutzeranforderungen und verschiedene UML Notationen für Use Cases beschäftigt. Sie arbeiten weiter an ihrem MoBlogging Tool fürs Android. Mein Schwerpunkt für diese Stunde war neben dem Standard Inhalt, Selbstvertrauen und Motivation der Studies.

Am selben Morgen twitterte zufällig auch Christian Spannagel: “Lehr-Erkenntnis des letzten Jahres: Kümmere dich immer zuerst um das Selbst und um die Motivation der Lernenden. Dann erst um die Kognition.”

Am Anfang gab es von mir ein kurzes Feedback zu den Übungsabgaben die am Morgen gemacht worden waren. Jetzt war der Punkt Motivation dran. Ich denke dass Studierende dann motiviert sind etwas zu lernen und Zeit zu investieren, wenn sie wissen wofür sie es brauchen. So habe ich erst einmal gefragt, ob sie schon wüssten was sie später machen werden als Technik-Kommunikatoren und ob dieses schon einmal mit ihnen irgendwo thematisiert wurde. Es stellte sich heraus, dass noch niemand den Studierenden aus dem zweiten Semester und auch den in höheren Semester irgendwie besprochen hat. Ganz am Anfang hat wohl ein netter Professor gesagt, dass die Studies später Gebrauchsanleitungen schreiben werden. Diese Aussage ist mit das unproduktivste was ein Professor oder Professorin sagen kann. Damit nimmt man jede Lust und Motivation den Studierenden selbst aktiv zu werden.

Da nicht ganz klar war was man in Zukunft macht als Tkler und Tklerin (was ich mir schon gedacht hatte) bekamen die Studies die Aufgabe zusammen zutragen was sie gerne später machen würden. Eine Studentin ist an die Tafel gegangen um die Stichpunkte aufzuschreiben. Es war dieselbe Studentin die auch das letzte mal es gemacht hat. Ich muss feststellen es gibt eine Scheu an die Tafel zu gehen leider, da hilft nicht das gute zureden. So sammelten die Studierenden ihre Berufswünsche an der Tafel und diskutierten etwas wie man welche Tätigkeiten unter einem Begriff packen kann. Es kamen recht realistische Berufe und Tätigkeiten bei rum. Ich hätte mir noch ein paar extravakante Jobs gewünscht, aber dafür ist die Scheu in der Gruppe zu groß gewesen. Der Studi der gern Surflehrer werden würde hat es doch eher, als es um an die Tafel anschreiben ging, den Beitrag zurück gezogen.

Nicht alle Berufe waren den anderen Mitstudierenden klar, so gab es eine kleine Erklärungsrunde zu den Jobs. Ach ja, als ich fragte, ob den alle die angeschriebenen Jobs kennen gab es kein Wiederspruch von den Studies. Nur mit der Aufforderung, dass ich jetzt mal jeden fragen kann und eine Antwort bekomme, hieß es Erklärungen wären nicht schlecht. Es ist wirklich schwer eine Atmosphäre zu schaffen, dass man Fehler oder Unwissen zugeben kann. Nun haben einige Studierende die von ihnen genannten Tätigkeiten erklärt. Hier war es schwer dem Erzähler immer klar zu machen nicht mich anzuschauen, der außerhalb des Kreises irgendwo saß, sondern seinen Kommilitonen und Kommilitoninnen.

Nun ging es daran heraus zu finden welche Fähigkeiten jemand in diesen Berufen haben muss. Hier waren die zwei großen Punkte hohe Sprachliche Kompetenz und Fachkompetenz in dem technischen Feld, indem man arbeitet. Hier wurden unter Punkte genannt und viel diskutiert über die Kompetenzen und ihre Wichtigkeit. Hier schloss sich auch der Kreis zu der aktuell abgegebenen Übung und meinem Feedback. Hier sollte den Studierenden klar werden, dass Ausdruck und Form wichtig sind für die Notation der Anforderungen an einer Software und die dass die Studies in dem jeweiligen Gebiet ihre Fachkompetenz selbständig erhöhen müssen. Ich hätte mir auch den Mundfusselig reden können, dass bestimmte Kompetenzen wichtig sind und sie in den Übungen drauf achten müssen und niemand hätte es wirklich geglaubt oder um gesetzt. Durch die eigene Herleitung der Studierende wurde es ihnen wesentlich klarer was mein Feedback am Anfang der Stunde zu bedeuten hatte. Sie haben so selbst den Maßstab an Ansprüche an ihre Arbeit gelegt indem sie in den Diskussionen z.B. ein hohe sprachliche Fähigkeit und Genauigkeit verlangt haben.

Die nächsten 45 Minuten ging es um die Anforderungen an das MoBlogging Tool. Sie sollten die Schritte durchgehen die man braucht bis man ein Foto/Beitrag postet. Die Aufgabe wurde von allen in der Übung schon bearbeitet. Das Ergebnis war besser als gedacht J Am Anfang wollte niemand so recht Anfangen mit dem reden, dann aber ging es los. Mit Diskussion und Wiederspruch. Nach 15 oder 20 Minuten waren die Studierenden immer noch beim Anmelden Passwort eingeben und Einschalten, was die ersten Schritte sind. Das ganze ging auch noch 10 bis 15 Minuten weiter so mit ein paar Tipps von mir zur Technik und Anforderungen. In diesem Abschnitt wurde den Studierenden klar, dass Anforderungen nicht einfach zu erheben sind auch wenn man sich damit lange Beschäftigt hat. Die Antworten des Kundens (ich in diesem Fall) verschiedenen interpretiert werden können und zu unterschiedliche Lösungen führen. Daneben haben einige eingesehen, dass das Fachwissen auf dem Gebiet des MoBloggings, Web20 usw. noch nicht ausreichend ist. Was dazu führte, dass sie mehrheitlich bereit sind eine extra Vorlesung zuhören um ihr Fachwissen zu verbessern.

Meine Erkenntnisse aus der Stunde waren, dass einiges noch falsch läuft an der Uni. Die Studierende werde bis lang nicht zur Selbständigkeit und Neugierde ausgebildet. In vielen zwischen Kommentaren kam raus, dass einige sich z.B. das Programmieren nicht zutrauen, weil grade das von Außen so an sie herangetragen wird. Das von oben herab einiger Professoren und Professorinnen grade zu Studierende die ein Misch-Studiengang haben ist vollkommen unnötig. Hier spielen auch die Assistenten und Assistentinnen eine Rolle, die Vorlesungen betreuen. Daneben habe ich festgestellt, dass nicht alle sich trauen zusprechen auch wenn man sagt, es ist OK ihr könnt auch Fehler machen. Ein Student der immer wieder gute Beiträge hatte, aber diese nur seinem Nachbarn flüsterte, meinte er hielte diese Beiträge nicht für wichtig und unerheblich. An dieser Stelle habe ich erklärt, dass eine dieses egal sein sollte. Auch Fehler helfen weiter und man kann nichts Dummes sagen. Viele gute Dinge sind entstanden aus Ideen die erst einmal banal oder quer wirkten. Daraus ist entstanden: “aus egal wird genial”

” The Evolution Of Google ” Vision nicht noch schneller?

Ich habe dieses coole Video bei edufuture.de gesehen.Die Vision die in dem Video beschrieben wird entspricht sehr genau auch meiner Vorstellung von unserer Zukunft. Schuat es euch an:


Die dargestellte Zukunft wird bloss viel schneller kommen als erwartet wird. Durch Picasa (Google-Foto-Portal)  und deren Gesichtserkennungssoftware wird Google uns alle viel schneller kennen, als wir denken. Die Funktion, dass unser Mobiltelefon andere Personen erkennt und ihre Daten direkt downloaded wird nicht lange auf sich warten lassen. Ein kleiner Schritt in die Richtung sind schon die Poken, die grade ein kleinen Hype in der BarCamp-Szehne erleben. Poken sind kleine Plastik-Tierschen die alle Informationen über die eignen Sozialen-Netzwerke (im Film Avatare genannt) enthalten. Man kann sein eigenes Poken gegen das Poken eines anderen halten und tauscht die Informationen über die Avatare aus. Die Kombination der verschiedenen Techniken ist nicht grade schwierig. Mobiletelefon + Gesichtserkennung +Avatar-Adressbuch wird wohl schon in den kommenden Jahren erfunden und nicht erst 2015/16 .

Die Schlußvision im Film ist noch etwas weit weg für mich, aber diese unterscheidet sich nicht sehr von dem, dass alle ein Neuron sind in einem großen Gehirn.

Gender and no Diversity

Ich beschäftige mich seit längerem mit Gender und Diversity. Speziell an der RWTH Aachen University mit seinen Studierenden. Der größte Teil meines Interesses liegt in meinem Freizeitbereich, obwohl wir in unserer Forschungsgruppe den Schwerpunkt Gender und Diversity haben. Leider wird im Schwerpunkt nur der Aspekt “Gender” betrachtet und “Diversity” vernachlässigt. Das ist ein Thema für sich und wird später ein Mal in einem Beitrag behandelt werden.

An de RWTH Aachen University gibt es immer mehr eine Wandlung zu mehr Vielfalt. Es gibt das Integration Team, ein Lehrstuhl für Gender-Studies, verschiedene Förderprogramme für Frauen und ein kleinen Forschungsschwerpunkt im Excelence Cluster (wovon ich auch ein Teil bin). Neben den Förderprogrammen der der Universität gibt es noch Zahlreiche von der Wirtschaft geförderte Programme.

Bei all den Bemühungen und Forschungsprojekten ist mir etwas Negatives aufgefallen. Ich will nur den Augenmerk auf diesen Punkt lenken und hören wie es andere so sehen.

Meine These: Mit den meisten Programmen werden nur die Töchter, Schwestern und Cousinen von den Männern effektiv gefördert, die momentan an wichtigen Positionen sind. Nur für eine Bestimmte Gruppe (Schicht) öffnen sich somit die Türen, und damit ist Diversity kaum in der Gender-Förderung und Forschung gegeben.

Wie komme ich dazu so etwas zu behaupten? In den letzten Jahren habe ich mit einigen Frauen Gespräche zu dem Thema geführt. Vor allem mit Freundinnen denen ich vorgeschlagen habe an Förder-Programmen teilzunehmen. Viele ihrer Reaktionen haben mich sehr überrascht. Diese Freundinnen waren/sind Studentinnen und Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen in MINT-Fächer an der RWTH Aachen. Meine Stichprobe ist nicht viel besser oder schlechter als viele andere viel zitierte und vorgezeigte Studien. Leider musste ich bei vielen Studien fest stellen, dass 20 Studentinnen oder 15 wissenschaftliche Mitarbeiterinnen befragt wurden und die Ergebnisse wurden sehr verallgemeinernd dargestellt. Dieses will ich hier nicht tun sondern ein paar Beispiele erst einmal aus meinen Gesprächen nennen.

Beispiele:

Freundin 1 erzählte mir auf meine Nachfrage wieso an einem bestimmten Programm teilnimmt: “Och, ich passe da nicht so rein. Die Mädels da sind anders, mein Vater arbeitet beim Autohersteller xyz am Fließband. Die anderen Väter waren alle irgendwo im Management. Ich habe mich nicht so wohl gefühlt, denke nicht, dass das Programm etwas für mich ist oder ich die richtige dafür bin.”

Freundin 2 zu einem anderen Programm: ” Ich habe eine Ausbildung gemacht vorher und naja ich bin nicht so gut im Studium wie die anderen Mädels dort. Die haben alle ganz andere Sorgen als ich” und wieder die Aussage ich passe da nicht so gut rein.

Freundin 3 meinte, dass sie ihren Freund heiraten will und auch Kinder haben will. Mit der Einstellung kommt sie bei den anderen Mädels nicht so gut an, dass sie unbedingt Familie will, aber halbtags arbeiten oder später noch einmal nach dem Studium einsteigen möchte. So hat sie aufgehört zu den Treffen von ihrer Fördergruppe zu gehen.

Von diesen Gesprächen gab es noch einige. Das wichtige ist, dass grade die Dinge die von diesen Mädels bemängelt werden, den Zielen der Förderprogramme entsprechen. Vereinbarkeit von Familie und Beruf, allen dieselben Chancen geben usw. Leider ist es nicht so.

Ich nehme an das liegt an der Struktur der Programme an der RWTH Aachen. Gerade die RWTH ist nicht die vielfältigste Uni und die “Macher” der Programme sind nicht an Vielfalt interessiert. Nehmen wir z.B. Prof. Schuh (Top Professor für Werkzeug Maschinen und Mitglied des Rektorats), der mit einer Ingenieurin verheiratet ist und eine Tochter hat; dieser hat ein Interesse daran, dass einiges besser wird für seine Tochter. Die anderen Fördernden aus der Wirtschaft die ich kennen gelernt habe, hatten oftmals dasselbe Motiv: die Zukunft ihrer Töchter. So erfahren gerade die Bekannten und Familien von diesen als erstes von den Programmen und werden auch aktiv immer ermutig an diesen Teilzunehmen. Dazu kommt noch, wenn der Papi oder der Onkel Förderer sind, dann geht einiges leichter. Die Mädels, die dann in den Programmen landen, nehmen ihre Freundinnen mit, welche wohl auch aus demselben Garten stammen, denn der Apfel fällt ja nicht weit vom Stamm. Das heißt in den Stall kommen jetzt neben den Hengsten mit demselben Stallgeruch die Stuten mit demselben Stallgeruch. Ich verstehe das nicht als Vielfalt.

Ich finde es nur allzu natürlich, dass die Menschen so handeln. Ich setze mich für das Thema Vielfalt auch nur ein, damit meine Nichte und mein Neffe dieselben Chancen bekommen wie andere. Ich will daher Niemand einen Vorwurf für sein Handeln machen. Nur sollte man so ehrlich sein und dieses auch so darstellen. Es gibt Fortschritte, aber längst nicht die großen und vielfältigen wie sie immer verkauft werden. Chancen Gleichheit ist an der RWTH Aachen und an einigen anderen Stellen noch lange nicht gegeben.

Auf Diversity allgemein werde ich noch einmal extra in den nächsten Tagen eingehen.

Ich freue mich über Deine Meinung in den Kommentaren. Zum Schluss eine Klarstellung: Der Beitrag gibt meine persönliche Freizeitmeinung wieder. Ich spreche nicht für die RWTH Aachen University und auch nicht für das Lehr- und Forschungsgebiert Informatik 9 und ebenso nicht für die Gender und Diversity-Stipendiaten der RWTH Aachen University.

Gute Post

Jupi, heute Mal gute Post bekommen. In meinem Briefkasten war heute ein Brief von den Freunde und Förderer der RWTH Aachen e.V..
In dem Brief teilen sie mir mit dass “Als Anerkennung für Ihre herausragende wissenschaftliche Leistungen soll Ihnen die verliehene Springorum-Denkmünze im Rahmen einer Feierstunde ausgehändigt werden.”
Ich muss sagen ich habe mich sehr gefreut über diese Benachrichtigung. Die Springorum-Denkmünze erhalten Studierende der RWTH Aachen University die ihr “Examen” mit Auszeichnung abgeschlossen haben.
Leider bin ich am Tag der Verleihung auf dem IATEL (http://www.gkel.tu-darmstadt.de/iatel/). :-( Werde wohl diesen tollen Empfang nicht mitnehmen können. Ich hoffe ich erhalte die Münze trotzdem.
Ach was mir aufgefallen ist, ob es auch Freundinnen und Förderinnen der RWTH Aachen gibt? Gender & Diversity :-)

Neuronen Übung in Grundzüge der Software Entwicklung

Am letzten Dienstag (5. Mai 2009) habe ich unsere Übung zur Grundzüge der Software Entwicklung an der RWTH Aachen University etwas anders gestaltet, als diese üblich sind an unserer Universität. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass ich kein Lernen durch Lehren oder ein großartig neues didaktisches Prinzip angewendet habe. Ich habe nur versucht meinem Ziel jeden Studierenden jede Übung ein Stück besser zu machen gerecht zu werden .-) Bei der Vorbereitung habe ich mich an unsere Neuron Gedanken gehalten ( The class as brain / “neuron metapher” ) und an den methodische Aspekte einer Neuronenvorlesung von Christian Spannagel.

Die Übung findet im Rahmen der Veranstaltung “Grundzüge der Software-Entwicklung” (V1Ü2) statt. Die meisten Teilnehmende sind Studierende der Technik Kommunikation mit Schwerpunkt Informatik im zweiten Semester. An der Übung haben 30 Studierende teilgenommen, was knapp der Gesamtteilnehmerzahl an der Veranstaltung entspricht. Thema der Übung war die Erstellung eines Papierprototypen für ein Programm zum mobilen Blogging mit Photo Upload (MoBlogging-Tool). Die Studierende hatten zuhause in 3er Gruppen diese erstellt und mit gebracht. So nun beginnt die Übung:

Vorab kann ich sagen ich bin begeistert wie die 90 Minuten gelaufen sind. Das Verlauf der Übungsstunde hat meine Erwartungen übertroffen.

Die Übungsstunde war in vier Abschnitte eingeteilt:

  • Einführung
  • Marktplatz
  • Studierende reflektieren
  • Brainstorming als Vorbereitung der nächsten Aufgabe

Einführung

Als wir (mein skeptischer Kollege und ich) die Aula2 ( ein sehr großer Raum) betraten, hatte die Studierende sich im ganzen Raum verteilt. Von oben gesehen, sähe es aus wie zufällige gesprenkelt. Im ersten Schritt forderte ich die Studierenden auf einen Stuhlkreis ganz vorne zu bilden. Sie zögerten etwas, aber beim zweiten auffordern verstanden Sie, dass es wohl wirklich so gemeint ist. Nach kurzem Umräumen war es auch vollbracht und ich nehme an die Studierenden haben es etwas ungewohnt empfunden, aber haben sich wohlgefühlt. Zur Einführung habe ich ( wir saßen auch im Kreis) kurz etwas über Neuronen und dem Gehirn erzählt. Die wichtigsten Punkte waren: jeder ist ein Neuron; Kommunikation ist wichtig; jeder ist selbständig und selbstverantwortlich für sein Handeln. Wichtig war auch zu erwähnen, dass die Studierenden einfach alles sagen können, es gibt nichts falsches und es hat keine Auswirkung auf ihre Leistung was sie sagen oder nicht sagen.

Marktplatz

Beim Marktplatz ging es darum, dass die einzelnen Gruppen sich einen Tisch im Raum suchen, an dem sie ihren Prototypen vorstellen. Hierbei sollten die einzelnen Gruppen jeweils eine andere Gruppe besuchen. Für jeden Besuch war ca. 5 Minuten vorgesehen. So auch getan von den Studierenden, es gab zwei die am Kreis bleiben wollten, aber diese haben nach einer kurzen Aufforderung sich ein Tisch im Raum gesucht. Die Studierende unterhielten sich angeregt über Prototypen und führten diese vor. Hier bei bekamen sie immer Rückmeldung von der Besuchergruppe, was gut oder schlecht ist. In den Gesprächen wurden auch die Erfahrungen der einzelnen Gruppen ausgetaucht bezüglich ihren Prototypen oder des Erstellungprozesses (natürlich nicht so formal wie es sich jetzt hier liest). Mein skeptischer Kollege und ich liefen rum und haben hier und da nur zugehört.

Nach ca. drei Runden habe ich die Studierenden zusammen gerufen in den Kreis. An dieser Stelle gab es einen kleinen Input zu User-Testes. Es wäre besser, wenn die Studierenden Ihre Prototypen nicht vorstellen, sondern die anderen die Aufgabe ein Foto auf den Blog zu laden durch führen lassen mit dem Prototypen. Mit diesem Hinweis habe die Studierenden die nächsten Runden durchgeführt. Die User-Tests mit den anderen Gruppen liefen sehr gut und brachten den Studierenden viele Erkenntnisse auf die ich im Ergebnisabschnitt eingehen werde. Die Tests wurde nicht mit qualitativ hochwertiger Methodik durchgeführt, aber das Ziel ein Gefühl für die Nutzenden und ihren Mentalen Modellen zu bekommen ist zu 100% erreicht worden. So wurde den meisten Gruppen klar, dass sie z.B. nicht genügend Zustände modelliert hatten oder die Nutzenden andere Optionen und Pfade entlang gehen, als sie sich gedacht haben. Diese Erfahrung kann man sich nicht erlesen oder erzählt bekommen.

Studierenden Reflektion

Nach dem Marktplatz kamen die Studierende zurück in den Kreis. Nun sollten zwei Studierende nach vorne an die Tafel gehen um das folgende Gespräch zu moderieren und um Stichpunkte an die Tafel zu notieren. Zwei Freiwillige fanden sich schnell. Die Gruppe hatte die folgenden Leitfragen als Reflektionsgrundlage:

  • Was ist Euch aufgefallen als Ihr Eure Prototypen erstellt habt?
  • Welche Schwierigkeiten hattet ihr bei der Erstellung der Prototypen?
  • Was ist Euch generell an den Prototypen die Ihr gesehen habt aufgefallen?

Nach kurzer Stille motivierten die beiden Moderatoren ihre Kommilitonen und Kommilitoninnen zum mitmachen. Das Ergebnis der der Reflektion die ca. 30 Minuten dauerte lässt sich sehen. Die wichtigsten Aspekte des Prototypings und die häufig auftretenden Schwierigkeiten wurden erkannt. Während der Reflektionsphase haben der Skeptiker und ich außerhalb im Raum gesessen. Ich habe nur einmal erklärt, dass im Kreis immer Ruhe herrschen muss, und dass das Tafelbild abfotografiert wird und die Studierende keine Notizen sich machen müssen. Fast alle Studierende haben sich an der Diskussion beteiligt, einige mehr einige weniger. Ein kleines Problem war, dass es noch Schwierigkeiten gab, die Redebeiträge als Stichpunkt an die Tafel zuschreiben. Die wichtigsten Punkte wurden, aber immer festgehalten und genügend in der Runde besprochen. Es lief so gut, dass zum Schluss der Reflektionsrunde die Studierende an dem Punkt angekommen war, an dem die nächste Aufgabe für die darauf folgende Woche ansetzt (Anforderungsanalyse).

Brainstorming als Vorbereitung der nächsten Aufgabe

In den letzen ca. 15 Minuten sollte die nächste Aufgabe besprochen werden. D.h. es sind zwei andere Freiwillige Studierende (dieses Mal hat es etwas gedauert bis zwei sich gefunden hatten) nach vorne gegangen um das Brainstorming auf zu schreiben. Das Brainstorming lief etwas schleppend voran, da die Aufgabe (natürlich sprachliche Anforderungsanalyse) etwas unklar war. Nach kurzem nachdenken, sind die Studierende darauf gekommen, dass genau dieses das Problem ist und sie Wege finden müssen um mehr Informationen zu bekommen. Im Ergebnis lief das Brainstorming als Vorbereitung der nächsten Aufgabe sehr gut.

Insgesamt haben die Studierende alle Lernziele erreicht und haben diese selbständig, selbstverantwortlich und praktisch gelernt und erfahren. Hier zu gehörten z.B.:

  • mehr Funktionalität vs. Einfachheit der Bedienung
  • “Design” kann sehr unterschiedlich verstanden werden von verschiedenen Akteuren in einem Projekt
  • es gibt verschiedene Level eines Prototypen
  • man kann/ sollte sein Prototypen wegwerfen
  • Benutzende denken anders als die Entwickler selbst
  • Benutzende und Auftraggeber müssen im Entwicklungsprozess eingebunden sein/werden
  • Die Anforderungsanalyse ist sehr wichtig J
  • usw.

Natürlich ist die Form nicht optimal für alle Studierende. Es gab Studierende die nicht im 2. Semester sind, die eine Unterschriftenliste haben wollten um ihre Anwesenheit zu bestätigen. Waren überrascht, dass es keine Pflicht ist anwesend zu sein. Mir ist es egal ob jemand kommt oder nicht, die Studierende müssen verstehen, dass sie selbst verantwortlich sind für ihr Handeln. Wir können nur versuchen ein gutes Angebot für sie auf die Beine zustellen, dass die Studierenden mit Spaß zu unseren Veranstaltungen kommen und viel Lernen bei uns.

Was soll ich in der Freizeit machen? Stimme ab!

Momentan führe ich eine Umfrage durch auf http://twtpoll.com/axs2kj . Auf das Ergebnis bin ich sehr gespannt. Die Frage ist, ob ich wieder Basketballtrainer werden soll oder ob ich besser etwas anderes machen soll. Es gibt 6 Antwort Möglichkeiten von denen man eine wählen kann. Den Link habe ich gestern und heute Mittag über Twitter in die Welt gesendet. Gelichzeitig ist dieser auch als mein Facebook Statusmeldung eingegangen. Mal sehen wieviele Leute sich an der Umfrage beteiligen. Bis jetzt sind es 11 Personen. Eventuell werden es mehr Teilnehmer an der Umfrage nach diesem Blogbeitrag. Das Ergebnis der Umfrage ist direkt nach der Stimmabgabe sichtbar. Also geh auf http://twtpoll.com/r/axs2kj und stimme ab über meine Freizeit. Ich nenne das hier “Freizeitgestaltung 2.0″ J

EduCamp Nord-Süd-Gipfel?

Der Titel von diesem Beitrag ist geklaut von der EduCamp-Seite. Dort ist heute der Beitrag EduCamp Nord-Süd-Gipfel gepostet worden. Hier wird die Frage behandelt, ob das Herbst EduCamp 2009 in Graz oder in Graz und Hamburg statt finden soll. Wenn zwei Standorte ausgewählt werden, dann soll es durch die technischen Möglichkeiten die zur Verfügung stehen, eine virtuelle Kommunikation ins Leben gerufen werden.

Ich finde es schöner, wenn wir zu den BarCamps /EduCamps uns doch eher persönlich treffen, da wir die meiste andere Zeit im Jahr uns bei Twitter, Blogs, Skype usw. treffen. Klar, die Fahrt ist lang vom Norden nach Süden oder umgekehrt. Ich sehe es als Fair an, wenn ein BarCamp mal ganz im Süden ist. Die meisten anderen BarCamps finden in Hamburg oder Berlin statt. Mit einem EduCamp im Süden gibt man vielen neuen interessierte die Möglichkeit teilzunehmen. Eine zwei Teilung ist nicht gut für das EduCamp. Einige Teilnehmer der “Nord-Städte” würden, dann nicht in den Süden kommen, was ich persönlich sehr schade finden würde. Das Geld der Sponsoren ist nun auch nicht so reichlich, dass zwei sehr schöne Veranstaltungen gestaltet werden könnten. Auf www.educamps.de könnt Ihr abstimmen über Graz oder Graz/Hamburg. Je mehr Camper teilnehmen, um so klarer wird das Bild. Also gleich mal cklicken!

Die Diskussion hat für mich einen sehr positiven Aspekt, es zeigt es gibt reges Interesse an den EduCamps. Vor allem gibt es mehr “Ausrichter-Partner” als EduCamps. Erst aber kommt das Frühjahrs EduCamp vom 17. bis 19. April 2009 in Ilmenau. Dieses sehe ich schon mit großer Spannung entgegen.

Wo Frühjahr 2010 das EduCamp statt finden wird ist noch unklar, aber nach den Diskussionen jetzt, wird es sicher mehr als einen Bewerber geben. Ich wäre für eine Stadt auf der Mittelachse und vielleicht mal etwas westlich, da die Herbst EduCamps Nord(Berlin)/Süd(Graz) gelegen sind. Aachen z.B. liegt sehr schön auf der Mittelachse und ist westlich .-)

Mo & die Barcamps (der Vortrag)

Momentan habe ich eine leichte schreib Blockade, daher kommen meine Beiträge alle mit Verspätung.

Letzten Dienstag habe ich einen kleinen Vortrag über meine Reisen zu den verschiedenen BarCamps, DNAdigital usw. gehalten. Den Vortrag habe ich Aufgezeichnet und stelle es jetzt hier zur Verfügung. Neben meinem Reisebericht, habe ich am Anfang kurz erklärt was Twitter ist und was ein BarCamp ist. Natürlich habe ich hierzu Ressourcen aus dem Netz benutzt. Konkret heißt es, ich habe mehre Videos präsentiert. Falls jemand die Videos sich in besserer Qualität ansehen möchte hier sind diese verlinket und aufgeführt.

Der Vortrag ist folgendermaßen gegliedert:

  • Twitter
  • Barcamps
  • SLS
  • Scoyo
  • EduCamp2 Berlin #ec08
  • Barcamp3 Berlin #bcb08
  • ZooTool Vorstellung
  • CommunityCamp Berlin #ccb08
  • DNAdigital OpenSpace 1&2 Berlin #dna_d

Viel Spaß beim Video-Vortrag

Lust zu twittern?

Hast Du schon von Twitter gehört oder willst Du wissen was Twitter ist? Im WIRED Magazine ist der passende Artikel über Twitter, welcher genial ist. Der Artikel von Clive Thompson beschreibt sehr gut was twittern bedeutet. Es ist keine Erklärung der Anwendung Twitter, sonder viel mehr des praktischen Nutzen von Twitter. Clive Thompson nett den Artikel mit gutem Grund “How Twitter Creates a Social Sixt Sense” .Wer jetzt neugierig geworden ist wie dieser sechte Sinn sich ausdrückt, sollte den Beitrag ansurfen und es lesen. Bei dem Versuch den Text zusammen zufassen würde zuviel verloren gehen. Obwohl der Artikel dem gleicht, was Chrisp und ich immer versuchen bei unseren Erfahrungsberichten über Twitter rüber zubringen. Schön das die “Tweethearts, Princes of Twitter and Kings of the Web” auf der ganzen Welt dasselbe erleben und empfinden.

EDUCAUSE Learning Initiative hat einen Beitrag über Twitter heraus gebracht: 7 Things You Should Know About TwitterFazit Hier wird Twitter im Hochschulkontext betrachtet. Der Beitrag wird mit einem Szenario aus der verteilten wissenschaftlichen Arbeit eingeleitet, bevor sieben Fragen zu Twitter beantwortet werden.

Wer keine Lust hat zu lesen kann sich auch erst einmal diese Videos über Twitter anschauen, aber das richtige Verständnis für den Nutzen kommt mit den Berichten rüber.

Ich kann jedem Twitter und die beiden Berichte empfehlen!