why the bridge building analogy fails and the war analogy succeeds from Effective UI Book

Ich habe ein kurzen Text aus einem Buch abgetippt. Es beschreibt die Situation/Prozess der Softwareentwicklung. Hier bei handelt es sich um Softwareentwicklung für Lösungen die von Menschen bedient werden. Das Buch Effective UI kann ich nur empfehlen bis jetzt. Es geht weniger um gutes Design, als gute Software. Grade im Bereich Web und Mobile kann das Buch einigen Entwicklerinnen und Entwicklern helfen. Das Besondere ist, dass es nicht wie andere Bücher bla bla nur über hochtrabende Methoden spricht und wie alles Apfel Like wird. Es behandelt das Thema schon recht pragmatisch und richtet sich an Entwicklungs-Teams in Unternehmen oder auch SE-Consultants.

To demonstrate how uncertainty and the unknown are inevitable components of a software development project, we`ll examine why the bridge building analogy fails and the war analogy succeeds. But even with the aid of analogies, it`s extremely difficult to explain why uncertainty and the unknown are unavoidable to someone who’s never been in the trenches of a software development project. Much of the understanding comes from seeing how design, creativity, and inspiration factor into every aspect of building an application. It also comes from having seen how false certainty, and the demand for it, can cause failure and lead to poorly designed products. It`s difficult to explain or prove this fact expect to state it this way for now: you understand your project far less than you think you do.

And so do your stakeholders, by the way. For your project to be successful, you need to cultivate in yourself and in your stakeholders a certain humility and a recognition that, for as much as you know, you know very little, and that the essence of the project is to investigate and solve a complex problem and not simply to implement a known solution. Embracing this humility of unknowing isn`t a resignation to defeat or admission of weakness, but rather is a state of wisdom required to allow you to succeed.

[…]

Everything required to design a bridge to a valley is knowable in advance and can be planned to an extremely high level of accuracy before construction begins. All of the important goals, variables, and constraints can be accurately obtained before design begins.

[…]

Once those key considerations have been discovered, the design of the project begins and can be entirely completed before construction starts. With accurate and complete design in hand, construction is then all about ensuring the pieces all come together as designed. Construction is not concerned with any remaining questions about design and isn`t burdened by the risk that the design will change during the course of construction.

By contrast, a general preparing for a battle can estimate the strength and disposition of his forces, the resources and capabilities available to him, the attitudes an aptitudes of his commanders in the field, the lay of the battlefield, the strategic goals of the battle, the state of the enemy`s forces, and the parameters for success. He also has history and personal experience to help him intuit how events will unfold. Based on this knowledge, he can formulate a plan for the battle.

But this plan, no matter how carefully devised, is inherently incomplete and imprecise. It is wholly premised on estimates of the conditions before the battle and entirely ignorant of the unforeseen conditions that arise during the battle. These unforeseen conditions are based as much on vagaries of weather, emotion, chance, and uncertainty as they are on even the best-laid plan. This reality is the basis for the famous quote:

No battle plan survives first contact with the enemy. – Helmut von Moltke

The same is true for software development. No matter how well you think you understand the domain and no matter how earnestly you`ve thought through the requirements, there is still great uncertainty in the original facts ans premises and a vast depth of the unknown still awaiting you. As with battle, the outcome will be determined at least as much by what comes during the course of the project as by what comes before it.

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Hier der amazon Link: http://www.amazon.de/Effective-UI-Building-Experience-Software/dp/059615478X und noch der „native shop“ oreilly.com/shop/

Spiegel-Online und PR-Aktion von Roland Berger

Dieser Blogbeitrag bezieht sich auf den Spiegel-Online Artikel „Abschiedsmail des Roland-Berger-Chefs Außen hart, innen ganz weich“.

In dem Artikel wird kurz beschrieben wie hart, kalt die Top Berater Branche ist und auch sonst alles was der Berater Blues hergibt. In diesem Zusammenhang wird die Abschiedsmail vom grade verabschiedenden Roland Berger Chef Burkhard Schwenker als absolutes Gegenteil dieser nicht erstrebenden Welt positioniert. „Es ist der seltene Einblick in das Innenleben eines Topmanagers: Burkhard Schwenker, bis vor kurzem Chef der Unternehmensberatung Roland Berger, zeigt in seiner Abschiedsmail an die Mitarbeiter Selbstkritik und Emotionen – und schreibt sich den Frust von der Seele.“ An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass Burkhard Schwenker in den Aufsichtsrat von Roland Berger wechselt und nicht grade sich traurig und frustriert von der Firma abwendet. Ich habe mir die E-Mail auch durchgelesen, aber ich konnte diesen Frust und die Emotionen nicht finden. Ich weiß nicht wie der Autor Sven Böll so drauf ist, der diesen Artikel verfasst hat, dass er Emotion, Selbstkritik und Frust in der E-Mail heraus liest. Für mich liest sich die E-Mail als ein reiner PR-Artikel. Die Erfolge und die starken Werte von Roland Berger werden heraus gestellt. Es wird beschrieben wie sie („we are a partnership, it’s ‚US‘, not me“) die Krise gemeistert haben, weil sie so besonders („the new Fink study shows how good we really are in the eyes of the market!“) sind und immer genau wissen was sie tun („we have been right in saying that the economy willstart growing again fast and significantly!“). Für mich war es sehr schwer bis dahin etwas von dem was bei Spiegel-Online steht zu finden. Dann kommt Schwenker in seiner E-Mail zu Konkurrenten Bashing (ist ja eine interne e-mail und keiner da draußen liest es 😉 „And today? Anything heard about Mitchell Madison? Or Diamond Cluster? Alix in Europe has become quiet, ADL is facing very tough times, Monitor as well. ATK is just slightly bigger than we are, but has twice as many Partners – you can imagine what that means.“ So dann werden noch die etwas besseren Beratungen genannt, aber heraus gearbeitet was denen gegenüber Roland Berger fehlt. “ …as long as we stick to some core values of our business: giving independent and objective advice, delivering outstanding quality, combined with entrepreneurial thinking and fast execution. And this is what we stand for! Secondly: I don’t know exactly what it is, but there is something special in our DNA.“ Mein Gott so was selbs bewusstes und abgehobenes habe ich selten gehört. Den Spruch „in our DNA“ kann ich auch nicht mehr hören. Hat sich den Slogan auch eine Beratung aus gedacht? Kommt bei jedem dritten Unternehmen vor ( vgl. „Mobile is in our DNA“ Plam).

Wo in dieser e-mail ist echte Emotionen außer der Hinweis „As you can imagine, this e-mail is a very emotional undertaking.“. Ja „imagine“ ist das richtige Wort den lesen kann man das nicht. Was ist im Kopf von dem Journalisten vorgegangen als er diesen Artikel geschrieben hat, ich würde gerne ein Kommentar von ihn dazu bekommen. Er ist auch nicht der typische Spiegel-Online Praktikant der die Artikel schreibt, sondern Head of Spiegel Online Wirtschaft.

Grade der letzte Abschnitt lässt nichts von Selbstkritik und Frust aufkommen „Together with the Partners and me, the new EC has already initiated a new strategy process, heading for the right cornerstones: drive further growth, get a strong foothold in the emerging markets, foster international cooperation, set the right incentives. I don’t have any doubts about the future of our firm!“ .

Ich frage mich, ob Roland Berger die e-Mail plus Interpretation an Spiegel Online gegeben hat oder ob tatsächlich ein „erfahrener“ Journalist Dinge so ignorant deuten kann. „Und der Erfolg der Firma sei nicht allein sein Verdienst, sondern von allen: „It’s US, not me!“ Überhaupt scheint Schwenker sich all den Frust und die Freude der vergangenen Jahre von der Seele getippt zu haben. Zumindest gefühlt ist das Ausrufezeichen das am häufigsten gebrauchte Satzzeichen.“ Wie beschrieben sehe ich die Ausrufezeichen als Unterstreichung der Stärke, den von schlechtem ist nie die Rede. Das ein CEO bald Aufsichtsrat grade mit Internationalem Team von „UNS“ spricht ist klar, er will ein Team, ein Unternehmen, das ist Coaching und Führung 1 und 1. Für mich ist NICHT „Schwenkers Mail eine Mischung aus „Ein bisschen aus dem Inneren preisgeben, ein kleinwenig nach außen treten“.“ Es ist reine Promo intern und extern!

@SPIEGEL_wirtsch please, think before you post!

Prof. Kruse im Interview bei Scope: eine qualitative Bewertung

Ich gebe mal eine qualitative Bewertung zu Prof. Dr. Peter Kruse. Ich will hier kein Wiki Eintrag zu Ihm schreiben. Ich habe ein Interview von 70 min auf Scope mit ihm gesehen. Meine Bewertung bezieht sich auf die Äußerungen aus diesem Interview. Ich hoffe Prof. Kruse ist nicht böse wegen der Bewertung. Das Wort „Bewertung“ habe ich in dem Interview gelernt. Vorher hätte ich Feedback oder Meinung gesagt.
Mir gefallen die Aussagen nicht, ich führe das mal kurz aus. Ich sehe, dass einfache Dinge sehr komplex dargestellt werden und kompliziert beschrieben. Themen sind Netzwerke und Lernen kurz gesagt. Dabei geht er natürlich auf das Internet als komplexes Netzwerk ein.
Viele Aussagen die er in dem Interview trifft sind faktisch nicht richtig, z.B. das YouTube seine beste Zeit schon hatte. Für mich ist das ganze sehr viel heiße Luft. Ich benutze hier ein Zitat aus einem Kommentar: „Oft beziehen Geisteswissenschaftler ihre Autorität nur aus dem Umstand, dass sie Banales unverständlich (mithilfe einer überzüchteten Terminologie) ausdrücken.“ genau das passiert hier.
Die Behauptung, dass das Internet momentan erstickt und auch die Bewertungssysteme die auf Statistik beruhen uns nicht weiter bringen (Googles Pagerank, Amazons Empfehlung). Leider stimme ich hier nicht zu. Natürlich sind semantische Netze gut, aber ich sehe kein muss. Vieles was als nicht funktionierend dargestellt wird von ihm in dem Interview funktioniert.
Die Möglichkeit mit Menschen aus anderen Kulturen Kontakt zu haben und auch mit diesen zu arbeiten und zu lernen wird als ein Problem dargestellt. Natürlich kann es Probleme geben, diese sind in der Anzahl wesentlich kleiner als hier beschrieben. Das Thema macht die Musik, in der globalisierten Welt sprechen alle über dasselbe und verhalten sich ähnlich bei der Kommunikation über das Netz. Wenn ich über ein spezielles mathematisches Problem mit Studierenden aus der ganzen Welt spreche, haben wir in dem Augenblick dieselbe Kultur, die Mathe-Kultur. Das Selbe gilt auch wenn ich mich über das iPohne informiere und unterhalte.
Natürlich kann es bei aufgepusteten Terminologien Probleme geben, weil da jeder sein Luftballon platzieren will. Ähnliches habe ich auch bei anderen Publikationen von Geisteswissenschaftler festgestellt gesehen. Es waren keine Geisteswissenschaftler am „Start“ als das Internet los ging und „Web2.0“ auch nicht. Jetzt muss alles erklärt und mit Begrifflichkeiten bedeckt werden. Man will ja jetzt dabei sein. Ich rede nicht von sinnvollen Projekten, die jetzt auch gerade aus der Geisteswissenschaft gestartet werden. Die Internet und „Web2.0“ als Werkzeug nutzen. Nein, sondern die die jetzt die Weisheit mit Löffel gegessen haben. Gerade für die die Funktionsweise des Netzes zu komplex geworden ist und zu kompliziert zum Verstehen und jetzt versuchen Begriffe zu finden oder Lösungen haben für nicht vorhandene Probleme. Diese lassen sich halt gut an Unternehmen (Enterprise 2.0) verkaufen. Ich will auf gar kein Fall die Arbeit von Prof. Kruse schlecht reden, aber am Ende des Tages spricht da ein Berater der seine Firma platziert. So viele Buzz Wörter habe ich selten in 70 Minuten gehört.
Ich freue mich auf Eure Meinung, gerade wenn ihr eine andere Meinung habt. Ich habe schon von einigen gehört, dass Sie Prof. Kruse genial finden.

PS: Vergleicht einfach die Beiden Videos:
http://de.youtube.com/watch?v=Wvi-dM-KFQs
http://www.youtube.com/watch?v=yL_-1d9OSdk

PPS: Ich schließe in keinem Fall aus, dass ich das Interview nicht verstanden habe. Mir also die notwendige Fähigkeiten und Fertigkeiten dazu fehlen.

PPPS: Es kommen auch sehr viele wirklich intelligente Dinge im Interview vor, aber zum Themen Unternehmen und Wirtschaft. Die Dinge die mit Netzwerk, Internet, Web2.0 usw. sehe ich kritisch. Halt Vorstellung seiner Firma. Kluges Marketing von einem klugen Unternehmer.

Karriere Sprungbrett Top Strategie Beratung Consulting

In meinem letzten Blogeintrag Was ich mit 45000 mache! habe ich geschrieben, dass es einen Zusammenhang zwischen Top-Strategie-Beratungen und wichtige Managerposten gibt. Gerade in DAX-Unternehmen und natürlich auch in anderen großen Konzernen. Da lese ich heute, dass es einen Wechsel an der Spitze von Google Deutschland gegeben hat. Stefan Tweraser ist nun Country Director Sales. Was zum Thema passt ist, dass er auch mal bei McKinsey gearbeitet hat und nun an die Spitze von Google rückt. Früher rückten die Berater bei Konzernen wie die Post auf die guten Plätze, aber nun sind auch IT-Unternehmen dran. Bei StudiVz und den restlichen Vzs hat es vor längerem ein Wechsel gegeben. Malte Cherdron ist dort Chief Marketing Officer (CMO) und soll für den Erfolg von StudiVz. MeinVz SchuelerVz sorgen. Na wo hat er wohl mal gearbeitet? OK, die Frage war zu einfach. Bei McKinsey.

Die Liste lässt sich sehr gut beim Post Vorstand fortsetzen. Dr. Frank Appel Vorstandsvorsitzender, Dr. Wolfgang Klein Finanz Dienstleistungen und Hermann Ude LOGISTIK (Global Forwarding, Freight) alle waren mal bei McKinsey. Sehr wichtig ist, dass die Vorgänger auch alle bei McKinsey waren. Dr. Edgor Ernst (Ex-Finanzvorstand), Dr. Klaus Zumwinkel (Ex-Vorstandsvorsitzender) und Dr. Wulf von Schimmelmann (Ex-Finanzdienstleistugen). Das Vererben der Position an einem McKinsey-Mann (Mckie) ist der coole Trick an der Sache. Gut ist es für McKinsey die Aufträge in gute zweistellige Millionen Betrag von der Post (Deutsche Post World Net) bekommen. Ich bin ehrlich sehr begeistert von diesem System. Nicht dass man denkt es ist nur ein Beispiel an dem ich mich aufhänge. Bei anderen Konzernen sind auch genug Mckies oder Leute aus den anderen Beratungen dabei. Dr. Zumwinkel war im Aufsichtsrat der Telekom, jetzt ist von Schimmelmann drin. Utz Claassen der Held von EnBW war auch mal bei McKinsey. Chief Financial Officer (CFO) der Deutschen Börse Thomas Eickelmann früher bei Roland Berger Leiter der Finanzdienstleistungen.

Ich denke das reicht an Beispielen. Wer will kann ja bei Xing weiter suchenJ. Der Einstieg bei einer Top-Strategie-Beratung bietet eine gewisse Möglichkeit in eine sehr gute Position in der Wirtschaft zugelangen. Das Netzwerk und die Seilschaften welche man bildet in der Zeit helfen einem weiter bei späteren Geschäften. Der Kollege von heute ist der Kunde von morgen. Der Zusammenhang von Karriere und den speziellen Beratungen sollte nun etwas klarer sein.

Was ich mit 45000 mache!

Wie sehr sind wir von unserer Umwelt oder dem was wir lesen beeinflussbar? Leider weiß ich keine Antwort auf diese Frage; eigentlich bin ich froh, dass ich die Antwort nur abschätzen kann für mich. Vor einiger Zeit hatte ich in meinem Blog gefragt:45000 € was ist es Wert? Was kann man damit machen? Ich habe mich sehr gefreut über zahlreiche Kommentare zu dem Beitrag.

Die Frage die damit verbunden ist, war welchen Job ich als nächstes annehmen soll. 45000 Euro ist ca. der Netto Unterschied in der Bezahlung in den nächsten 2,5 Jahren, zwischen den Varianten. Die Entscheidung beschäftigte mich schon über ein Jahr. In Geld oder Ehre? Gibt es überhaupt Geld und Ehre? hatte ich einige meine Gedanken zum Thema Berufswahl zusammengefasst. Hauptsächlich ging es um Consulting, wissenschaftliche Tätigkeit an der Uni oder Einstieg in einem IT-Unternehmen/ Dienstleister. Seitdem habe ich Zahlreiche Bücher, Artikel gelesen und Firmenkontaktmessen besucht. Mich auf jeglichen Carrer-/Jobportal angemeldet. Sicher mit mehr als 100 Leuten Unterhaltungen zu dem Thema geführt. Ich war bei einigen Vorstellungsgespräche und Assessment-Center.

In der ganzen Zeit war ich auf der Suche nach der Frage was einen Menschen, in diesem Fall mich, glücklich macht. Dieses sollte natürlich auch Nachhaltig sein. Themen wie Familie, Freunde, Geld und Ansehen kommen bei meiner Entscheidung sehr stark vor. In diesem Zusammenhang habe ich mich auch mit den Top-Beratungen wie McKinsey, A.T. Kearney und BCG beschäftigt. Was mich unweigerlich zum Thema Elite und den Publikationen von Julia Friedrichs führte.

Jetzt komme ich zum Dilemma, ich weiß nicht wieso ich meine Entscheidung wirklich getroffen habe. Seit ich ca. 2002 eine Kienbaum Studie gelesen habe über die Chancen von nennen wir es deutschen mit Imigrationshintergrund, wollte ich es irgendwie anders machen als in dieser Studie. Nicht nur die Studie sondern auch einige andere Forscher haben festgestellt, dass die oben genannte Gruppe kaum Chancen auf sehr gute Positionen in der Industrie oder Wirtschaft hat. Dagegen hat sie in der Wissenschaft bessere Möglichkeiten. Ich wollte immer in der Wirtschaft mit dabei sein und irgendwie „Manager“ werden, am besten irgendwo Vorstand bei einem DAX-Unternehmen. Leider musste ich einsehen, dass die meisten Positionen über Netzwerke und Klüngeln vergeben werden und nicht nach Leistung. Das heißt ich muss in eine Top-Beratung um überhaupt eine Chance zu haben um irgendwie und irgendwann ganz oben mit zumischen.

Probleme bei der Sache: Mein Abitur war nicht so gut: Danke an meine Lehrer die mir immer sagten: „Ach, auf Dein Abi schaut niemand später!“ und ich war nicht im Ausland. Ich weiß, dass die Ansprüche hoch sind, immer hin habe ich alle Prüfungen in meinem Hauptstudium mit 1.0 gemacht, daher kann ich gewissen Illusionen haben. Na ja, ich habe es erst mal nicht in eine Strategie Beratung geschafft (ich muss sagen ich habe es nicht ehrlich versucht) aber ich konnte einige andere Angebote mir abholen. Zum Glück auch Top-Management Beratungen dabei. Die 45000 Euro Netto Differenz, erklären sich halt einfach daraus, dass die Angebote sehr gut waren, nicht McKinseys 65000 Euro pro Jahr Brutto Angebot aber nicht gerade sehr weit davon entfernt. Ich bin richtig stolz auf mich, denn die Angebote die ich hatte waren finanziell die besten von all meinen Freunden und Kommilitonen. Ich weiß es ist materialistisches Denken. Macht mir aber erst mal herzlich wenig aus, denn ein Ziel von meinem Studium war so ein Jobangebot. Das kann ich jetzt abhaken.

Nun weiß ich nicht, ob ich beeinflusst wurde oder nicht .z.B. von Julia Friedrichs. Ich habe mich gegen Consulting entschieden und für schlechte Mensa, kleine Wohnung usw. Oder wie ein Freund, Chrisp, sagte: „Nein, für Forschung, Idealismus und intellektuelle Herausforderungen!“ Die Meisten meiner Freunde halten die Entscheidung gut passend für mich und viele haben es schon lange gewusst, dass ich mich so entscheide. Die 45000 Euro Netto könnt ich noch reinholen irgendwann, sagen sie. Ich passe jetzt wieder in die Statistik; das ärgert mich. Imigrationshintergrund à Wissenschaft…was hat mich zu der Entscheidung bewogen? der Imigrationshintergrund? die gut Mensch Artikel? die anti matirialistische Erziehung? die Einfachheit hier weiter zu forschen? die Neugierde für die Forschung? der Drang was Neues zu entdecken? der Dr. Titel? meine größenwahnsinnigen Ideen? die besseren Chancen mit dem Dr. in die Strategie Beratung ein zusteigen?

Was denkst Du wieso ich jetzt wissenschaftlicher Mitarbeiter werde an der Uni?

Gestatten: ELITE

Es ist schon sehr lange her, dass ich ein Buch direkt an einem Abend durchgelesen habe. Gestern habe ich mir das Buch „Gestatten: Elite“ von Julia Friedrichs gekauft. Das Buch hat alle meine Erwartungen erfüllt, so dass ich es direkt an einem Stück durch lesen musste. Wie komme ich auf dieses Buch, das am 14. Februar 2008 erschienen ist?

Die Arbeiten von Julia Friedrichs verfolge ich seit September 2006. Zu der Zeit habe ich ihren Beitrag „Traumjob Berater – Schein und Alltag einer Erfolgsbranche“ bei Monitor gesehen (den Beitrag kann man noch Online sehen unter: http://www.wdr.de/tv/monitor/real.phtml?bid=827&sid=151 ). Durch den Beitrag inspiriert habe ich dann nach weiteren Artikel von ihr gesucht und bin dann auf den Zeitungsartikel „McKinsey und Ich“ in der Zeit gestoßen von ihr (der Artikel ist noch Online verfügbar unter: http://www.zeit.de/2006/21/McKinsey_21?page=all ). Mir hat der Artikel sehr gut gefallen. Es brachte mich sehr zum Nachdenken über den Job des Beraters. Vor allem da ich selbst Überlege in die Beratung zu wechseln, aber das ist ja ein anderes Thema.

Durch ihre Recherchen bei McKinsey stellt sich Julia Friedrichs die Frage, was ist eigentlich Elite. Sie selbst wurde bei ihrer Recruiting Reise mit den Mcis, dort zum ersten Mal als Elite bezeichnet. In Ihrem Buch geht Sie auf die Suche nach der Elite und der Frage nach was ist eigentlich Elite. Internate, Business Schools und „elite“ Kindergarten besucht Sie und führt Zahlreiche interessante Interviews mit Professoren, Aktivisten und Studenten.

Die Ergebnisse die sie präsentiert, stimmen genau mit denen überein die ich selbst in den letzen 18 Monaten gemacht habe. Meine Gespräche und Unterhaltungen waren nicht immer so zielgerichtet, aber diese gleichen sich sehr stark mit Julias Erzählungen. Ein gutes Beispiel sind die Eltern, die selbst früher Idealisten waren und eher links eingestellt, welche aber jetzt nichts dagegen hätten, wenn der Sohn oder die Tochter doch nun bei „groß Kapitalisten“ anheuern würde, statt einen etwas unsicheren Job zumachen. Die Meisten meiner Freunde reagieren ähnlich wie ihre Freunde, wenn ich ihnen erzähle, dass ich mir einen Job, als Berater gut vorstellen kann. Die meisten meiner Freunde finden, man hat dann kein Leben mehr und das Geld sei dieses nicht Wert. Zu dem Thema habe ich ja im September in meinem Blog geschrieben gehabt: Geld oder Ehre? Gibt es überhaupt Geld und Ehre? Wobei ich jetzt statt Ehre sagen würde Ansehen oder Gesellschaftliches Ansehen.

Ich kann jedem das Buch empfehlen, weil es einen schönen Einblick in eine andere Welt gibt. Es zeigt, dass die Elite nicht Elite ist, weil sie viel kann und leistet, sondern auch weil schon ihre Eltern Elite waren und sie sich Elite leisten können. Klar, sind sehr viele fleißig die „Elite“ sind, aber sie hatten andere Chancen. Andere Schüler und Studenten die denselben Fleiß an den Tag legen oder sogar mehr, werden es nie „so weit“ bringen. Diese Erkenntnis ist keine Neuigkeit, aber das Buch zeigt sehr schön Beispiele hierfür.

Julia Friedrichs schimpft zu keinem Zeitpunkt auf die Elite, sie versucht nur zu verstehen und zu erklären. Ein großes Lob an Sie für das gut recherchierte Buch und der sehr angenehmen Erzählweise. Sie schreibt mit sehr viel Humor und Liebe zum Detail. Das Buch ist bei Hoffmann und Campe erschienen und kostet 17,95€. Ich freue mich auf weitere Arbeiten von Julia Friedrichs.

Präsentationstraining mit A.T. Kearney

Vor einiger Zeit war ich bei einem Präsentationstraining von A.T. Kearney. Das Training war vom Market Team Aachen organisiert. Was oder wer das Market Team ist könnt ihr am besten auf deren Webseite nach lesen: http://www.market-team.org So das Training find morgens um 9:00 im Technologie Zentrum in Aachen statt. Anwesend waren fünf Leute vom Market Team vier Mädels und ein Junge und dann noch wenn ich mich nicht irre so sieben oder achte andere Studierende. Die meisten schon nahe dem Ende des Studiums. A.T. Kearney war vertreten durch einen Principal und einem Einsteiger.

Mein Erwartung von dem Tag war es einfach mal A.T. Kearney kennenzulernen und zuschauen was sie so drauf haben. Ganz kurz, A.T. Kearney war früher ein Beratung mit McKinsey zusammen. Irgendwann haben sich die Beiden Gründer getrennt und haben Ihr eigenes Ding gemacht. Mit dieser Erzählung hat auch der Workshop angefangen. Dann wurde kurz das Unternehmen vorgestellt. Es war halt der übliche Beraterblues. Was die Geschäftsfelder sind, wie man arbeitet usw. Eigentlich soll sich die Vorstellung ja unterscheiden von den anderen Beratern, aber es hört sich immer gleich an. Ich finde es in diesem Zusammenhang interessant, dass auch Sie den Kunden begleiten und nicht einfach ein „Case“ abgeben und weg sind wie Andere. Leider habe ich diese Anderen noch nicht getroffen und ich glaube ich habe nun alle Großen und einige Kleine kennen gelernt.

So dann ging es zum Training. Das Training nennt sich K.R.I.S.P. Das ist auch ein Modul was die Berater bei A.T. Kearney besuchen. Dort geht es aber zwei Tage lang. Das Gute war, dass es direkt praktisch los ging. Jeder hat präsentiert und wurde aufgenommen auf Video. Das Video ist man dann in einem anderen Zimmer mit dem Principal durch gegangen und hat Tipps bekommen. Wir hatten zwei mal zwei Präsentationen mit jeweils Theorie-Input dazwischen. Eigentlich hatte ich keine Erwartungen, dass ich etwas lernen könnte, aber ich bin sehr begeistert von dem Training. Es hat sehr viel gebracht. In Vortragen bin ich schon eigentlich ganz gut geübt, aber der Principal hatte es drauf und die Tipps waren sehr gut. Ich kann jedem das Training empfehlen.

Zur Infos über A.T. Kearney, der Principal war selbst Informatiker aus Aachen (RWTH), also schon mal sympathisch. Man hat erfahren, dass A.T. Kearney auch in Dubai tätig ist und dort auch gutes Geld macht momentan. Sie haben z.B. den großen Flughafen in Dubai von der Stunde 0 an mit beraten und begleitet. Die Berater waren echt nett und schienen was von ihrem Handwerk zu verstehen. Ich kann nicht sagen, dass ich dieses Gefühl bei den meisten anderen Beratern, die ich getroffen und gesprochen habe, gehabt habe. Schön ist auch, dass Sie auch sehr gute Kontakte zur RWTH pflegen. Das heißt sie haben einige Professoren mit denen Sie gerne zusammen arbeiten. Diese betreuen wohl die Promotionen von A.T. Kearney Beratern.

Natürlich war das Ganze auch eine kleine Werbeveranstaltung für A.T. Kearney um spitzen Nachwuchs zubekommen. Wie bei den anderen Top-Berater kommt man auch hier nicht so einfach rein… 1er Abi, 1er Vordiplom, 1er Diplom und gute Praktika plus Auslandsaufenthalt und Softskills. Das ist nicht wenig!

Am Ende des Tages muss ich schon sagen, dass A.T. Kearney anders ist. Hat mir sehr gut gefallen der Tag und außerdem gab es noch eine A.T. Kearney Tasse geschenkt.