Darum wollen so viele nach Berlin…

…weil Berlin jedem verspricht in Berlin sein Traum vom Leben erfüllen zu können. Berlin bietet für jeden die Chance dort sein Glück zu finden. Es geht nicht um Startups, es geht darum dass Berlin jedem Menschen offen steht. Berlin ist so gestrickt, dass jeder der zur Besucht kommt oder zum Bleiben einen Platz für sich findet. Hier gibt es so viele Freaks, dass der Freak in uns sich sagt: What The Fuck I´m normal…. In Berlin kann man sich immer irgendwo einordnen und seine Peergroup finden. Es ist egal wo man aus der Welt herkommt man findet noch jemand aus diesem Land. Ist das Abstammungsland groß genug kann man in Berlin wohnen, leben, arbeiten und zurechtkommen ohne deutsch zu sprechen. Berlin hat viele Parallelgesellschaften und unterstützt viele alternativen Lebensmodele.

Hier in Berlin kann jeder reich werden. Hier gilt noch vom Tellerwäscher zum Millionär. Legal oder illegal kann man seinen Weg hier gehen. (ich denke die meisten gehen ein Mischweg zwischen legal und illegal, sei es nur bei den Steuern). In Berlin kann jeder Topf seinen Deckel finden und dazu noch das ganze andere Tisch besteck. Die Leute wollen nicht nach Berlin weil es so Kulturell vielfältig ist, sondern weil sie in sich die Hoffnung haben hier sich selbst sein zu können. Wenn das eigene Ich doch einem nicht gefällt in Berlin, ist es groß genug für einen Neuanfang ohne den Ort verlassen zu müssen. Hier kann man sich neuerfinden ohne dass es jemand auffällt. Das ist eine Freiheit die es selten wo anders gibt.

Berlin hat alles; von all den Superreichen ganz oben, nicht nur die aus Deutschland, sondern von überall inzwischen. Berlin hat auch die ganz unten die als Ware Mensch über Menschenhändler nach Berlin gekommen sind. Mir fällt kein anderer Ort in Deutschland und sogar in Europa ein wo die Kluft zwischen Menschen so weit auseinander gehen kann, aber die Leute quasi Nachbarn sind. In Paris und London sind die Leute weit voneinander über Stadtteile getrennt. Hier ist es noch nicht so stark getrennt. Es zeichnet sich aber ab, dass sich Berlin in diesem Punkt ändern wird. Die Immobilienpreise gehen hoch und Leute werden in Randgebiete getrieben. Bin gespannt, ob hier die Vororte entstehen werden die Paris sich erschaffen hat.

Nur eins ist wichtig zu wissen, Berlin ist bloß nichts für jemanden der gerne in der Eifel wohnt.

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our rock stars are not your rock stars! Wer sind Deine Rock Stars?

Viele Wissenschaftlerinnen, Forscher und Entwickler arbeiten irgendwo etwas im Verborgenen. Selten bekommen wir mit wer was „gezaubert“ hat, was unser Leben eventuell etwas einfacher oder ein Stück besser macht.

Vor, zwei oder drei Wochen habe ich von einem Kollegen den Tipp bekommen mir die neue Intel Werbung an zu schauen. Für die, die es noch nicht kennen oder das Video mal auf englisch sehen wollen hier ist es:

Die Werbung hat mich sehr beeindruckt. Sehr gut! Es Zeigt sehr schön wie Forscher und Entwicklerinnen ihr eigenen Rock Stars haben. Viel zu selten finde ich kommt das zu Sprache oder wird in den Medien angesprochen. Die Leute, die tatsächlich etwas kreatives nützliches machen stehen oft in den Hintergrund für die Gesellschaft. Klar, sind die Forscherinnen und Entwickler nicht die typischen Super Stars, die dauernd in den populären Medien präsentiert werden. Eine bessere Kommunikation von diesen würde vielleicht helfen, dass der Fachkräftemangel in Deutschland im F&E nicht so groß werden würde.

Ich habe auch meine persönlichen Rock Stars aus dem IT Bereich. Der erste ist Jef Han (aka Jefferson Y. an). Er hat 2006 den low bugget multitouch display vorgestellt. Ich fand es unglaublich, wie er für unter 500 $ diesen Tisch zusammengesetzt hat. Hier zu kamen die coolen Applikationen. Mit seiner Vorstellung begann quasi diese Touch und Iphone Sache. Mit seiner Idee der einfachen kosten günstigen Realisierung von multi-Touch und den dazu gehörigen Interaktionen, hat er den Stein ins Rollen gebracht. Seine geniale doch einfache Idee und dessen Einfluss auf die Szene haben mich beeindruckt.

Hier ein kurzes Video von 2006. Ein ausführlichen Überblick bekommt man bei seinem TED Talk .Ich weiß nicht mehr wie oft ich dieses Video geschaut habe.

Der andere Rock Star ist für mich Jon Rubinstein. Sein Vortrag zum Palm Pre hat mir gut gefallen. Er erzählt am Anfang etwas über sich und wie er dazu gekommen ist jetzt bei Palm zu arbeiten. Das war richtig cool. Er ist definitiv ein Rock Star. Bevor er zu Palm gegangen ist war bei Apple, wohl führend beim IPod Team. Er ist definitiv ein Vorbild, ein Informatiker (computer scientist) der es ganz nach oben geschafft hat. Seine Erfahrung und Meinung zählen und er ist nicht der „typische“ Geek. In den ersten paar Minuten des Videos zu Palm Pre ist er zu sehen.

So wer sind Deine Rock Stars. Es müssen keine Informatiker, Entwickler sein. In jeder Disziplin gibt es solche Rock Stars die etwas veränder haben. Forschende und Vorbilder die Dich beeindruckt haben. Vielleicht ist auch noch ein „lokaler Underground Star“ wie Christian Spannagel, der momentan an den PHs und Schulen für Rock sorgt. Also schreib ein Blogbeitrag oder einfach ein Kommentar hier über Dein Rock Star!

P.S.: Man darf nicht vergessen, dass jeder Rock Star eine Band hat 🙂

Gute Post

Jupi, heute Mal gute Post bekommen. In meinem Briefkasten war heute ein Brief von den Freunde und Förderer der RWTH Aachen e.V..
In dem Brief teilen sie mir mit dass „Als Anerkennung für Ihre herausragende wissenschaftliche Leistungen soll Ihnen die verliehene Springorum-Denkmünze im Rahmen einer Feierstunde ausgehändigt werden.“
Ich muss sagen ich habe mich sehr gefreut über diese Benachrichtigung. Die Springorum-Denkmünze erhalten Studierende der RWTH Aachen University die ihr „Examen“ mit Auszeichnung abgeschlossen haben.
Leider bin ich am Tag der Verleihung auf dem IATEL (http://www.gkel.tu-darmstadt.de/iatel/). 😦 Werde wohl diesen tollen Empfang nicht mitnehmen können. Ich hoffe ich erhalte die Münze trotzdem.
Ach was mir aufgefallen ist, ob es auch Freundinnen und Förderinnen der RWTH Aachen gibt? Gender & Diversity 🙂

Back – Zurück

I´m back. Zurück nach langer Abwesenheit. In der Zeit habe ich an einem neuen Release von mir gearbeitet. Nun ist es soweit, Release ist public. Es gibt nicht viele neue Features, aber einige Dinge sind überarbeitet worden und einige Funktionalitäten ausgebaut. So freue ich mich auf mein neues Release von mir. Gerade befinde ich mich in der Phase indem ich die Features für die nächste Version erarbeite. Diese werden im nächsten Zyklus von mir umgesetzt. Tipp: Wenn man sich selbst neu entwirft ist ein User-Centered-Design nicht schwer und ist sogar zu empfehlen.

Für die Leser, welche mir bei Twitter folgen, gibt es wohl in diesem Beitrag nicht viel Neues. Sie hatten die Möglichkeit meine Tätigkeiten der letzten Wochen sehr detailiert zu verfolgen, da ich jetzt auch mobile-twittere. Die Folge ist, dass sich die Anzahl meiner Post sich dramatisch erhöht hat. Über meine Erfahrungen mit dem mobilem Internet werde ich ein eigenen Beitrag schreiben. Im Folgenden werde ich im Wesentlichen die nächsten Beiträge, die ich schreiben möchte benennen. Das ist wichtig, damit ich nicht vergesse was ich schreiben wollte und ein Druck aufgebaut wird um diese sobald wie möglich zu bloggen.

In den letzen Wochen war ich einige Tage in Berlin. Das SLS, EduCamp 2 ( ec08 ), DNA-Digital Treffen ( dna_d ) und BarCamp Berlin 2008 ( bcberlin3 ) fanden alle in der Hauptstadt statt. Das sind eine Menge Veranstaltungen in kurzer Zeit. Liegt wohl daran, dass gerade Web-Wochen sind (hmm, könnte eine Aktion bei McDonnalds sein). Zu allem will ich noch etwas Bloggen, damit meine Erfahrungen und das Wissen was ich gewonnen habe nicht verloren gehen.

Zu meiner Freude habe ich auf den Veranstaltungen sehr interessante Personen kennen gelernt und ein paar bekannte wieder getroffen. Eine neue Erfahrung war, sehr viele „Virtuelle Freunde und Bekannte“ im Realen zutreffen. Hinzu kommen noch die Personen die man von ihren Blogs oder Twitter kennt. Im vornherein hätte ich nicht gedacht, dass mein Mentales-Bild der Leute mit den realen Personen übereinstimmt. In den meisten Fällen sind die Personen so wie ich sie mir vorgestellt hatte oder „besser“. Diese Erfahrung zeigt mir, dass Authentizität ein wichtiger Punkt ist, bei den Bloggern und Twitterer denen ich folge. Authentizität wird in einem anderen Beitrag, wohl eine wichtige Rolle spiele.

Folgende Beiträge sind geplant als nächstes. Die Reihenfolge wird sicher nicht der Aufzählung hier entsprechen.

* SLS, Scoyo und die Rolle der privaten Wirtschaft in der Gesellschaft speziell in der Bildung

* EduCamp 2-008 kurzer Bericht

* Meine Session auf dem EduCamp und die Tools und Ideen die dort genannt wurden. (erscheint auch auf mixxt)

* Öffentliche Wissenschaft auf dem EduCamp

* DNA-Digital ein Bericht von dem OpenSpace

* BarCamp Berlin eine kurze Zusammenfassung meiner Eindrücke

* Mehre Artikel zu verschiedenen Tools und Sessions vom BarCamp Berlin, hier muss ich noch einige Tools testen.

* Weltverbesserung, öffentliche Wissenschaft, Neuronen und die Bankenkriese und wie sich daraus ein Bild ergibt.

Das sieht sehr stark nach viel Zeit die ich in der nächsten Woche in die Aufarbeitung der Reisen stecken muss. Es lohnt sich, für mich und eventuell auch für die Kollegen.

13 Dinge die man beachten sollte wenn man sein Verhalten ändern will

Ich habe einen tollen Artikel gelesen 13 Things to Avoid When Changing Habits. Es geht um den Weg wie ich am besten mein Verhalten verändere oder eine Gewohnheit los werde. z.B. mit dem Rauchen aufhören, mehr Sport zu machen oder jeden Tag zu an der Diplomarbeit zu schreiben. Die Tipps die dort gegeben werden kann ich sehr gut nach vollzeihen. Viele der Dinge habe ich auch selbst so erlebt. Ich sehe es sehr Erfolgversprechend wenn man sich an diesen 13 Dinge hält. Ich habe unten das ganze Mal kurz zusammen gefasst auf Deutsch.

  1. Immer nur eine Gewohnheit verändern. Setze Dir nur ein Ziel gleichzeitig. Das erhört die Erfolgschancen drastisch. Ein Ziel nicht zwei oder mehr! 1!
  2. Mach Dir ein Plan. Schreibe Deine Ziele auf. Notiere das Start-Datum und wann es Endet. Wichtig: bring es zu Papier und halte Dich dran.
  3. Halte es lange durch, halte Dich lange an Deinem Plan. keine halben Sachen. Erzähl jedem von Deinem Vorhaben. Schreib ein Blog, sag es Deiner Mutter, Deinen Arbeitskollegen, Deinem Bäcker und der Frau aus der Mensa. Leg Dein Plan auf Dein Schreibtisch und häng es an den Kühlschrank.
  4. Besorg Dir Unterstützung. Du solltest mehr als einen Supporter haben. Lass Dich von einem Freund, von Deiner Schwester, von Deinem Chef oder von Deiner Freundin unterstützen. Schließ Dich einer Gruppe an, z.B. einer (online-)Community die dasselbe machen. Sag Ihnen, dass Du Dich meldest, wenn Du Hilfe brauchst. Notier das in Deinem Plan.
  5. Bevor es los geht, werde Dir über Deine Motivation klar. Warum willst Du die Gewohnheit änder? Was wird Dich auf Kurs halten? Intrinsische Motivation ist wohl besser als extrinsische Motivation. Schreibe diese in Deinen Plan.
  6. Erkenne die Hindernisse. Wo könnten stolper Steine sein? oder woran bist Du das letze Mal gescheitert? Wenn es das erste Mal ist, dann mach eine kleine Recherche um Dir klar zu werden über mögliche Hindernisse. Mach Dir einen Notfallplan für die möglichen Hindernisse. Notiere diese in Deinem Plan.
  7. Führe Buch über Deine Fortschritte. Ein Tagebuch erinnert Dich daran Konsequent zu sein. Es motiviert Dich, weil Du nur positives eintragen möchtest. Es macht Deinen Prozess für Deine Unterstützer/Gläubiger sichtbar.
  8. Mach Dein Ziel Messbar und lege diese offen. Man diese ins Tagebuch oder Deinem Blog eintragen oder einem Freund emailen. Du kannst diese auch täglich einen Freund berichten. Hauptsache Du baust Dir ein System, dass Dich dran erinnert.
  9. Kenne Deine Schalter/Auslöser. Werde Dir bewusst bei welchen Gelegenheiten Du Deiner Gewohnheit nach gehst. Was sind die Auslöser für Dein Verhalten? Um Deine Gewohnheit zu besiegen musst Du alle Auslöser kennen. Suche Dir eine Strategie was Du tust wenn ein Schalter betätigt wird, also was machst Du statt der alten Gewohnheit. Notiere diese in Deinem Plan.
  10. Mach Dich schlau. Bevor Du los legst mach Dich schlau über das Thema. Auch während dessen hilft es Dir motiviert zubleiben, wenn Du Dich mit dem Thema auseinander setzt.
  11. Nicht zu früh mit der Konzentration nach lassen. Das heißt mindestens 30 Tage am Ball bleiben und nur auf das eine konzentrieren. Auch wenn es schon nach 14 Tagen gut läuft weiter nur das eine Verfolgen.
  12. Mach keine Ausnahmen. Sei immer konsequent. Ein Mal ist ein Mal zu viel. Die Regel ein Mal ist kein Mal zählt nichts, denn dann macht man es immer wieder. Pass auf die Auslöser auf und halte Dich an Deine Strategie. Also keine Ausnahmen!
  13. Mach weiter auch nach einem Ausrutscher. Steig sofort wieder ein nach einem Ausrutscher, damit es nicht mehr wird. Halte Dich an Deinen Plan. Frage Dich warum Du einen Fehler gemacht hast, und versuche diesen ab jetzt zu vermeiden.

Ich empfehle auch jeden das Original bei Zen Habits zu lesen. Es ist wesentlich witziger und schöner geschrieben. Vor allem ist es Umfangreicher mit Beispielen. Viel Erfolg bei Euren Vorhaben.

Was ich mit 45000 mache!

Wie sehr sind wir von unserer Umwelt oder dem was wir lesen beeinflussbar? Leider weiß ich keine Antwort auf diese Frage; eigentlich bin ich froh, dass ich die Antwort nur abschätzen kann für mich. Vor einiger Zeit hatte ich in meinem Blog gefragt:45000 € was ist es Wert? Was kann man damit machen? Ich habe mich sehr gefreut über zahlreiche Kommentare zu dem Beitrag.

Die Frage die damit verbunden ist, war welchen Job ich als nächstes annehmen soll. 45000 Euro ist ca. der Netto Unterschied in der Bezahlung in den nächsten 2,5 Jahren, zwischen den Varianten. Die Entscheidung beschäftigte mich schon über ein Jahr. In Geld oder Ehre? Gibt es überhaupt Geld und Ehre? hatte ich einige meine Gedanken zum Thema Berufswahl zusammengefasst. Hauptsächlich ging es um Consulting, wissenschaftliche Tätigkeit an der Uni oder Einstieg in einem IT-Unternehmen/ Dienstleister. Seitdem habe ich Zahlreiche Bücher, Artikel gelesen und Firmenkontaktmessen besucht. Mich auf jeglichen Carrer-/Jobportal angemeldet. Sicher mit mehr als 100 Leuten Unterhaltungen zu dem Thema geführt. Ich war bei einigen Vorstellungsgespräche und Assessment-Center.

In der ganzen Zeit war ich auf der Suche nach der Frage was einen Menschen, in diesem Fall mich, glücklich macht. Dieses sollte natürlich auch Nachhaltig sein. Themen wie Familie, Freunde, Geld und Ansehen kommen bei meiner Entscheidung sehr stark vor. In diesem Zusammenhang habe ich mich auch mit den Top-Beratungen wie McKinsey, A.T. Kearney und BCG beschäftigt. Was mich unweigerlich zum Thema Elite und den Publikationen von Julia Friedrichs führte.

Jetzt komme ich zum Dilemma, ich weiß nicht wieso ich meine Entscheidung wirklich getroffen habe. Seit ich ca. 2002 eine Kienbaum Studie gelesen habe über die Chancen von nennen wir es deutschen mit Imigrationshintergrund, wollte ich es irgendwie anders machen als in dieser Studie. Nicht nur die Studie sondern auch einige andere Forscher haben festgestellt, dass die oben genannte Gruppe kaum Chancen auf sehr gute Positionen in der Industrie oder Wirtschaft hat. Dagegen hat sie in der Wissenschaft bessere Möglichkeiten. Ich wollte immer in der Wirtschaft mit dabei sein und irgendwie „Manager“ werden, am besten irgendwo Vorstand bei einem DAX-Unternehmen. Leider musste ich einsehen, dass die meisten Positionen über Netzwerke und Klüngeln vergeben werden und nicht nach Leistung. Das heißt ich muss in eine Top-Beratung um überhaupt eine Chance zu haben um irgendwie und irgendwann ganz oben mit zumischen.

Probleme bei der Sache: Mein Abitur war nicht so gut: Danke an meine Lehrer die mir immer sagten: „Ach, auf Dein Abi schaut niemand später!“ und ich war nicht im Ausland. Ich weiß, dass die Ansprüche hoch sind, immer hin habe ich alle Prüfungen in meinem Hauptstudium mit 1.0 gemacht, daher kann ich gewissen Illusionen haben. Na ja, ich habe es erst mal nicht in eine Strategie Beratung geschafft (ich muss sagen ich habe es nicht ehrlich versucht) aber ich konnte einige andere Angebote mir abholen. Zum Glück auch Top-Management Beratungen dabei. Die 45000 Euro Netto Differenz, erklären sich halt einfach daraus, dass die Angebote sehr gut waren, nicht McKinseys 65000 Euro pro Jahr Brutto Angebot aber nicht gerade sehr weit davon entfernt. Ich bin richtig stolz auf mich, denn die Angebote die ich hatte waren finanziell die besten von all meinen Freunden und Kommilitonen. Ich weiß es ist materialistisches Denken. Macht mir aber erst mal herzlich wenig aus, denn ein Ziel von meinem Studium war so ein Jobangebot. Das kann ich jetzt abhaken.

Nun weiß ich nicht, ob ich beeinflusst wurde oder nicht .z.B. von Julia Friedrichs. Ich habe mich gegen Consulting entschieden und für schlechte Mensa, kleine Wohnung usw. Oder wie ein Freund, Chrisp, sagte: „Nein, für Forschung, Idealismus und intellektuelle Herausforderungen!“ Die Meisten meiner Freunde halten die Entscheidung gut passend für mich und viele haben es schon lange gewusst, dass ich mich so entscheide. Die 45000 Euro Netto könnt ich noch reinholen irgendwann, sagen sie. Ich passe jetzt wieder in die Statistik; das ärgert mich. Imigrationshintergrund à Wissenschaft…was hat mich zu der Entscheidung bewogen? der Imigrationshintergrund? die gut Mensch Artikel? die anti matirialistische Erziehung? die Einfachheit hier weiter zu forschen? die Neugierde für die Forschung? der Drang was Neues zu entdecken? der Dr. Titel? meine größenwahnsinnigen Ideen? die besseren Chancen mit dem Dr. in die Strategie Beratung ein zusteigen?

Was denkst Du wieso ich jetzt wissenschaftlicher Mitarbeiter werde an der Uni?

Was ist web2.0? oder Web2.0 wird zu 2.0 Zeitalter

Web2.0 Ist eins der wichtigsten Ausdrücke meines Lebens geworden in den letzen 20 Monate. Es ist überall. Vor allem 2.0 hängt an allem. Ich warte nur noch, dass mein Brot zu Brot2.0 wird. Nicht falsch verstehen, ich liebe Everything2.0. Everything2.0 trifft den Nagel glaube ich ganz gut auf den Kopf, so wie auch eine Gruppe bei Xing.com heißt. Für mich ist Web2.0 schon längst viel mehr, als von Tim O´Reilly beschrieben in What is Web 2.0. Web.20 ist schon längst nicht nur im Netz zu suchen. Das Verhalten von der Bürger hat sich verändert. Ich bin nicht mir sicher, ob ich sagen kann die Gesellschaft hat sich in ihrem Verhaltensmuster geändert oder nicht. Leider bin ich kein Soziologe. Ich wage mich doch zu schrieben: Web2.0 ist ein Zeitalter oder könnte für ein Zeitalter stehen. So wie auch die Industrialisierung ein Zeitalter ist. In den letzten Jahren habe ich oft von der Informationsgesellschaft gelesen als unser Zeitalter. Die Informationsgesellschaft ist nur die Vorstufe zu Web2.0, genau wie erst die Manufakturen mit Arbeitsteilung begannen, bevor es zu den Fabriken überging mit dem Einsatz von Maschinen und die Automatisierung von Arbeitsprozesse. Durch diese Veränderungen veränderte sich der Mensch in dem neuen Zeitalter. Das Selbstverständnis des Menschen, welches sich in seinem Handeln in der Gesellschaft verändert hat macht für mich ein Zeitalter aus. Mit Web2.0 verändern wir uns auch. Viele Prozesse und Werte habe sich in den letzen Jahren gewandelt. Durch diesen Wandel haben sich auch die Menschen als Teilnehmer an den Prozessen sich gewandelt oder angepasst. Der Arbeitnehmer wird zum Wissensarbeiter der immer mehr Knowledgemanagement in Kooperation und Kollaboration mit seinen Kollegen (Community) machen muss. Das Verständnis für Privatsphäre und Datenschutz verändert sich immer mehr. Es ist nicht nur die Selbstdarstellung oder der Umgang miteinander in Social Networks sonder auch das Verhalten bei anderen Dingen. Die freizügige Weitergabe von Daten beim Einkaufen mit der Payback-Karte oder der Treuekarte ist auch Web2.0. Der Käufer erstellt ein Einkaufsprofil von sich. Dieses ist öffentlich für die „Partner“ der Karte die dafür zahlen, es funktioniert nicht viel anders als Googles AdSense oder personalisierte Werbung bei StudiVz.

Genau wie auch in anderen Epochen gibt es im Web2.0 eine neue Ressource die sehr viel Wert ist und auch umkämpft ist: Daten. Daten bilden die wichtigste Ressource in diesem Zeitalter. Das Sammeln von Daten ist zu ein großem Geschäft geworden. Jetzt sind es nicht bestimmte Länder die expandieren wollen jetzt, sondern Multi-Nationale Unternehmen. Google stellt hierbei das British Empire dar. Google hat es in einer Dekade geschafft die wertvollste (86 Milliarden Dollar) Marke auf der Welt zu werden. Ihr Geschäft sind Daten. Genau wie das Großbritannien andere Länder verschluckte ins British Empire, hält es auch Google. Es verschluckte viele Firmen: Orkut, Writely (jetzt Google Docs), Youtube usw. Alle diese Unternehmen bringen neue personalisierte Daten für Google mit. Nun versucht Microsoft mit Google mit zu kommen genau wie einige andere die sich auf das Datensammeln begeben haben.

Auch klassische Dienste des Staates stellen sich um. Was auch ein Kennzeichen für ein neues Zeitalter ist. Der Bundesnachrichtendienst (BND) stellt sich z.B. bei Jobmessen, als große Firma dar die einfach International Datensammelt, so unschuldig wie Google oder Yahoo. Das Datensammeln ist die beste Waffe, die den Bürgern einen Schutz vor Terrorismus bieten kann. Es gibt immer mehr Gesetze die den Umgang mit den Daten „regeln“ sollen zum Schutz vor bösen Einflüssen. Hierbei ist aus einer Ecke der Begriff Stasi2.0 entstanden. Vorrats-Datenspeicherung betrifft auch die Oma die nichts mit Web2.0 zutun hat. Das zeigt, dass 2.0 nicht nur das Verhalten im Web betrifft, sonder eine Veränderung in der Gesellschaft beschreibt.

Zu User Generated Content kann ich sagen, dass ich schon lange bei Subway mein Sandwitch und bei Starbucks mein Café selbst generiere indem ich die einzelnen Zutaten bestimme. Gut den Content teile ich nicht mit der Welt, aber ich bestimme was passiert. Ich werde Teil des Prozesses. Nichts anderes passiert auch bei mymuesli.com, wo ich mein eigenes Müsli zusammen stelle und bestelle, halt web2.0.

Zum Glück bin ich mit der Idee nicht ganz allein, Tim O´Reilly sagte kürzlich zu dem Thema bei BBC: „It’s the most profound change since the advent of literacy. And it’s bigger than the industrial revolution.“

Ich sehe noch kein Ende der Veränderungen, die Dienste die unser Leben verändert haben, werden sich jetzt noch mobil machen. Es wird eine komplette ein Bettung in den Alltag statt finden. Wir verändern uns mit den Gegenständen um uns. Bin gespannt wann man über das 2.0 Zeitalter in den Geschichtsbüchern liest. (Falls da noch richtige Bücher gibt 🙂 )