Mehrere TK & Informatik HiWis gesucht

Dein zukünftiges Team:

Wir sind ein Forschungs- und Entwicklungs-Team, das sich mit Mobile & Cloud Software Engineering beschäftigt. Wir sind am Lehrstuhl Software Engineering (Informatik 3) angesiedelt. Aktuell beschäftigen wir uns mit:

  • Augmented Reality Anwendungen /Games (Android, Kinect, WP7)
  • Cloud Infrastrukturen für personalisierte mobile Dienste & Anwendungen
  • IT-Anwendungen & Services für Mobilität Konzepte der Zukunft
  • Secret Project

Wir suchen HiWis die jeweils verschiedene Interessen haben und unterschiedliche Aufgaben übernehmen sollen.

Deine möglichen Aufgaben:

  • Entwicklung von Applikation mit gängigen, sowie eigenen Tools und Frameworks
  • Design und kreative Gestaltung von Oberflächen und Interaktionen
  • Konzipierung und Realisierung von Apps und neuen Augmented Reality Anwendungen
  • Analyse und Erstellung von Nutzer- und Systemanforderungen
  • Erstellung und Durchführung von Nutzertests, Studien

Dein Profil:

Du willst Fähigkeiten in einem oder mehreren der folgenden Themen auf- & ausbauen:

  • Augmented Reality, Kinect, Computer Graphik, Bildbearbeitung
  • Konzipierung, Design von interaktiven mobilen und web Systemen
  • Entwicklung von Applikationen für Android, iOS, WP7, Cloud etc.
  • Requirement-Engineering

Damit wir uns im Team neben den Projekten auch unterhalten und Ideen entwickeln können, wäre es gut, wenn Du Interesse an einigen der hier genannten Dinge hast:

  • Herr der Ringe, Ritter der Kokosnuss, Game of Thrones
  • Big Bang Theory, How I Met Your Mother, Sex and the City, Dexter
  • Comics z.B. Batman, Punisher, Wolverine
  • Battlefield, GTA, CS, StarCraft
  • Star Trek, Star Wars
  • Fifa, ProEvo, Rock Band/ Guitar Hero

Unser Angebot:

  • Ab 10h pro Woche Arbeitszeit, flexible gestaltbar
  • Bei uns gibt es Club-Mate, Wasser und Nespresso usw.

Schicke Deine Bewerbung bitte an

Mostafa Akbari per E-Mail: akbari@cs.rwth-aachen.de

Ausschreibung als PDF hier

Die Stelle ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu besetzen. Die Eingruppierung richtet sich nach der Richtlinie für studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte. Die RWTH ist als familiengerechte Hochschule zertifiziert. Wir wollen an der RWTH Aachen besonders die Karrieren von Frauen fördern und freuen uns daher über Bewerberinnen. Frauen werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern sie in der Organisationseinheit unterrepräsentiert sind und sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen. Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Menschen sind ausdrücklich erwünscht.

BIl Cloud Computing http://en.wikipedia.org/wiki/Cloud_computing

Was ist ein Educamp? in 140 Wörtern

Ein Educamp ist eine Unkonferenz bei der der Schwerpunkt auf pädagogischen bzw. erziehungswissenschaftlichen Fragestellungen liegt. Der Fokus wird dabei meistens auf Medien und Bildung gesetzt.

Als Unkonferenz bezeichnet man Konferenzen, die offen und partizipativ gestaltet werden. Im Gegensatz zu traditionellen Konferenzen werden hier die Inhalte nicht vom Veranstalter, sondern von den Teilnehmern des EduCamps bestimmt und gestaltet. Der Veranstalter gibt nur ein Oberthema vor und ist für die gesamte Organisation zuständig. Jeder Teilnehmer kann in einem der vorgesehenen ca. 45 minütigen Sessionslots ein Thema seiner Wahl anbieten. Diesen Slot kann er dann ganz nach seinen Vorstellungen gestalten. Ob als Vortrag, Workshop, oder Diskussionsrunde die Entscheidung jedem selbst überlassen.

Teilnehmer des EduCamps sind normalerweise Wissenschaftler aus verschiedenen Bereichen, Lehrende, Studierende, Schüler, aber auch Vertreter kommerzieller Bildungsanbieter.

Das Ziel eines EduCamps ist es gemeinsam interessanter Themen zu bearbeiten.

THX to Kristina für den Text!

Going Diverse 2009 oder Wo ist Diverse?

Am Donnerstag und Freitag (29/30 10) hat die Going Diverse 2009 stattgefunden in Aachen. Die Going Diverse ist eine internationale Konferenz über Gender & Diversity. Die Austragung fand von der RWTH Aachen University her statt. An dieser Stelle ein großen Dank an das Team des Integration Teams der RWTH Aachen, die so gut organisierte Konferenz auf die Beine gestellt haben.

Auf der Konferenz waren eine Kollegin, ein Kollege und ich mit einem Poster-Vorstellung vertreten, das Poster werde ich sicher in kürze online stellen für jeden den es interessiert mit unserem Beitrag zum Poster.

Die Konferenz war sehr interessant, nicht nur von den Beiträgen sondern von den Gesprächen die ich geführt habe und Beobachtungen die ich gemacht habe. Direkt bei der Begrüßung und während der ersten Keynote ist mir aufgefallen, dass die Frauenquote bei über 90% lag. Es waren mehr als 120 Damen anwesend und ca. 10 Männer. Dieses soll nicht großes Thema dieses Beitrags sein, aber ich habe etwas nachgehorcht und einige der Genderexpertinnen auf dieses angesprochen. Ich hörte, dass die Quote hier sogar sehr gut ist. Auf anderen Gender & Diversity Tagungen und Konferenzen wäre sie wesentlich schlechter. Die Begründung warum das so ist, war auch überraschend einfach: Männer interessieren sich nicht für das Thema. Männern geht es ja gut in der Gesellschaft, daher sehen sie keine Notwendigkeit auf diese Veranstaltungen zu kommen und Teil der Gender & Diversity Community zu werden. Ich bin sehr froh, dass die Bemühungen mehr Diversität in den MINT (Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) Bereich zubringen sich nicht mit ähnlich einfachen Thesen abgeben. An dieser Stelle muss ich klar stellen, dass die MINT-Fächer aktiv sind in Richtung Diversity zum größten Teil der Verdienst der Frauen, die auf der Going Diverse waren ist. Wie gesagt die Geschlechter-Ausgeglichenheit auf der Going Diverse soll nicht das Thema hier sein, den dafür gibt es ja eine Antwort.

Eine viel komplexere Geschichte und mich noch mehr erschreckende Feststellung ist, der Diversity Aspekt unter den Frauen selbst! Note: ich habe ein Phänomen subjektiv beobachtet und andere Teilnehmende auf dieses Angesprochen. Ich habe keine wissenschaftliche Studie gemacht. Nichts desto trotz sehe ich in den Beobachtungen einen Ansatzpunkt, an dem die Gender & Diversity Community arbeiten sollte.

Die über 90% Frauen die an dieser Veranstaltung Teilgenommen haben bilden eine sehr homogene Gruppe. Dieses wurde von den vor allem erfahreneren Gender Expertinnen nicht so empfunden. Wenn ich diese fragte, ob die Frauen in der Fußgängerzone irgendwie dieselbe Homogenität aufweisen, wurde mir entgegnet, dass sei eine Wissenschaftliche Veranstaltung und dass sei halt eine andere Gruppe als die Frauen in der Fußgängerzone. Dann musste ich erwähnen, dass sogar die Universität eine andere diversität aufweist, ich bekam dasselbe Argument zurück. Mein Vorschlag einer Öffnung nach außen, um mehr Diversity einzubringen, wurde mit jeder kann doch kommen und niemand ist ausgeschlossen begegnet. Ach ja an dieser Stelle wurde wieder das Argument, es sein eine wissenschaftliche Konferenz und es hat seinen Rahmen, gebracht. Hier soll sich ausgetauscht werden; Ideen und Richtungen erkannt werden. Das ist ein Moment gewesen, wo ich sehr inne halten musste; und mich fragte ob sich die Leute selbst reden hören. Diese Ausreden werden seit Jahren kritisiert an Anderen, ich halte diese Argumentationskette für sehr schwach. Es gab auch die Einsicht, dass unser Bildungssystem und seine Durchlässigkeit schuld sei dran, dass so wenig diversität herrscht unter den Frauen. Ausreden finden ist sehr einfach! Ich bin nirgendwo auf Verständnis und die Bereitschaft gestoßen, dass etwas verändert werden sollte. Die Teilnehmerinnen in meinem Alter waren zum Glück meiner Meinung. Ein Dialog in der deutschen Gender und Diversity Community ist nötig. Es geht wie immer um Verlust von Einfluss, Veränderung der eigenen Ideologie und Richtungswechsel. Diese Dinge machen nicht nur Männern Angst.

International scheint, dass Problem nicht so in der Form zu existieren. Die Vortragenden aus Frankreich, USA, UK usw. erwähnten dass Gender und Diversity bei Ihnen nicht nur Gender ist, wie das klarer Schwerpunkt in Deutschland ist. Irritierend ist, dass eine in Deutschland studierte Doktorandin türkische Abstammung für ihre Forschung ins Ausland gegangen ist, um dort über Diversity in Deutschland ihre Promotion zu schreiben. Mir wurde von anderen Bestätigt, dass das Bild von der Going Diverse 2009 auf allen von ihnen besuchten Gender und Diversity Konferenzen gleich ist.

Ein interessanter Punkt ist, wieso haben andere Ländern, die eher Diversity Politik haben mit einer starken Fasste Gender, eine bessere Frauenquoten als hier in Deutschland. Meine These: Mehr Diversity führt zu mehr Erfolg auch im Bereich Gender. Wenn in einem Team nicht nur deutschstämmige Männer aus der Bildungs- und Oberschicht sind die auf Fußball stehen, ergeben sich ganz andere Strukturen an denen auch Frauen andocken können. Das Geschlecht ist nur eine Fasste von uns. Falls ein Mann aus Pakistan und einer aus Senegal im Team sind, spricht man auch beim SmallTalk auch nicht mehr nur über Fußball. Für Männer aus Pakistan ist z.B. Work-Life-Balance eine Thema; Abends Zeit für die Familie haben. Diversity ist Vielfalt in jeder Richtung. Ich möchte gerne Vielfalt gefördert sehen und nicht nur die „deutschstämmige Frau aus der Bildungs- und Oberschicht, die sich gerne für Umweltschutz einsetzt und Hip-Hop und House nicht mag“.

Man kann hier auch Kommentieren, für die die noch nicht auf einem Blog waren. Ich würde sehr gern lesen, dass ich unrecht habe und dass es nicht so ist wie ich es hier beschreibe, denn dann hätten wir wohl Diversity.

Gender and no Diversity

Ich beschäftige mich seit längerem mit Gender und Diversity. Speziell an der RWTH Aachen University mit seinen Studierenden. Der größte Teil meines Interesses liegt in meinem Freizeitbereich, obwohl wir in unserer Forschungsgruppe den Schwerpunkt Gender und Diversity haben. Leider wird im Schwerpunkt nur der Aspekt „Gender“ betrachtet und „Diversity“ vernachlässigt. Das ist ein Thema für sich und wird später ein Mal in einem Beitrag behandelt werden.

An de RWTH Aachen University gibt es immer mehr eine Wandlung zu mehr Vielfalt. Es gibt das Integration Team, ein Lehrstuhl für Gender-Studies, verschiedene Förderprogramme für Frauen und ein kleinen Forschungsschwerpunkt im Excelence Cluster (wovon ich auch ein Teil bin). Neben den Förderprogrammen der der Universität gibt es noch Zahlreiche von der Wirtschaft geförderte Programme.

Bei all den Bemühungen und Forschungsprojekten ist mir etwas Negatives aufgefallen. Ich will nur den Augenmerk auf diesen Punkt lenken und hören wie es andere so sehen.

Meine These: Mit den meisten Programmen werden nur die Töchter, Schwestern und Cousinen von den Männern effektiv gefördert, die momentan an wichtigen Positionen sind. Nur für eine Bestimmte Gruppe (Schicht) öffnen sich somit die Türen, und damit ist Diversity kaum in der Gender-Förderung und Forschung gegeben.

Wie komme ich dazu so etwas zu behaupten? In den letzten Jahren habe ich mit einigen Frauen Gespräche zu dem Thema geführt. Vor allem mit Freundinnen denen ich vorgeschlagen habe an Förder-Programmen teilzunehmen. Viele ihrer Reaktionen haben mich sehr überrascht. Diese Freundinnen waren/sind Studentinnen und Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen in MINT-Fächer an der RWTH Aachen. Meine Stichprobe ist nicht viel besser oder schlechter als viele andere viel zitierte und vorgezeigte Studien. Leider musste ich bei vielen Studien fest stellen, dass 20 Studentinnen oder 15 wissenschaftliche Mitarbeiterinnen befragt wurden und die Ergebnisse wurden sehr verallgemeinernd dargestellt. Dieses will ich hier nicht tun sondern ein paar Beispiele erst einmal aus meinen Gesprächen nennen.

Beispiele:

Freundin 1 erzählte mir auf meine Nachfrage wieso an einem bestimmten Programm teilnimmt: „Och, ich passe da nicht so rein. Die Mädels da sind anders, mein Vater arbeitet beim Autohersteller xyz am Fließband. Die anderen Väter waren alle irgendwo im Management. Ich habe mich nicht so wohl gefühlt, denke nicht, dass das Programm etwas für mich ist oder ich die richtige dafür bin.“

Freundin 2 zu einem anderen Programm: “ Ich habe eine Ausbildung gemacht vorher und naja ich bin nicht so gut im Studium wie die anderen Mädels dort. Die haben alle ganz andere Sorgen als ich“ und wieder die Aussage ich passe da nicht so gut rein.

Freundin 3 meinte, dass sie ihren Freund heiraten will und auch Kinder haben will. Mit der Einstellung kommt sie bei den anderen Mädels nicht so gut an, dass sie unbedingt Familie will, aber halbtags arbeiten oder später noch einmal nach dem Studium einsteigen möchte. So hat sie aufgehört zu den Treffen von ihrer Fördergruppe zu gehen.

Von diesen Gesprächen gab es noch einige. Das wichtige ist, dass grade die Dinge die von diesen Mädels bemängelt werden, den Zielen der Förderprogramme entsprechen. Vereinbarkeit von Familie und Beruf, allen dieselben Chancen geben usw. Leider ist es nicht so.

Ich nehme an das liegt an der Struktur der Programme an der RWTH Aachen. Gerade die RWTH ist nicht die vielfältigste Uni und die „Macher“ der Programme sind nicht an Vielfalt interessiert. Nehmen wir z.B. Prof. Schuh (Top Professor für Werkzeug Maschinen und Mitglied des Rektorats), der mit einer Ingenieurin verheiratet ist und eine Tochter hat; dieser hat ein Interesse daran, dass einiges besser wird für seine Tochter. Die anderen Fördernden aus der Wirtschaft die ich kennen gelernt habe, hatten oftmals dasselbe Motiv: die Zukunft ihrer Töchter. So erfahren gerade die Bekannten und Familien von diesen als erstes von den Programmen und werden auch aktiv immer ermutig an diesen Teilzunehmen. Dazu kommt noch, wenn der Papi oder der Onkel Förderer sind, dann geht einiges leichter. Die Mädels, die dann in den Programmen landen, nehmen ihre Freundinnen mit, welche wohl auch aus demselben Garten stammen, denn der Apfel fällt ja nicht weit vom Stamm. Das heißt in den Stall kommen jetzt neben den Hengsten mit demselben Stallgeruch die Stuten mit demselben Stallgeruch. Ich verstehe das nicht als Vielfalt.

Ich finde es nur allzu natürlich, dass die Menschen so handeln. Ich setze mich für das Thema Vielfalt auch nur ein, damit meine Nichte und mein Neffe dieselben Chancen bekommen wie andere. Ich will daher Niemand einen Vorwurf für sein Handeln machen. Nur sollte man so ehrlich sein und dieses auch so darstellen. Es gibt Fortschritte, aber längst nicht die großen und vielfältigen wie sie immer verkauft werden. Chancen Gleichheit ist an der RWTH Aachen und an einigen anderen Stellen noch lange nicht gegeben.

Auf Diversity allgemein werde ich noch einmal extra in den nächsten Tagen eingehen.

Ich freue mich über Deine Meinung in den Kommentaren. Zum Schluss eine Klarstellung: Der Beitrag gibt meine persönliche Freizeitmeinung wieder. Ich spreche nicht für die RWTH Aachen University und auch nicht für das Lehr- und Forschungsgebiert Informatik 9 und ebenso nicht für die Gender und Diversity-Stipendiaten der RWTH Aachen University.

Gute Post

Jupi, heute Mal gute Post bekommen. In meinem Briefkasten war heute ein Brief von den Freunde und Förderer der RWTH Aachen e.V..
In dem Brief teilen sie mir mit dass „Als Anerkennung für Ihre herausragende wissenschaftliche Leistungen soll Ihnen die verliehene Springorum-Denkmünze im Rahmen einer Feierstunde ausgehändigt werden.“
Ich muss sagen ich habe mich sehr gefreut über diese Benachrichtigung. Die Springorum-Denkmünze erhalten Studierende der RWTH Aachen University die ihr „Examen“ mit Auszeichnung abgeschlossen haben.
Leider bin ich am Tag der Verleihung auf dem IATEL (http://www.gkel.tu-darmstadt.de/iatel/). 😦 Werde wohl diesen tollen Empfang nicht mitnehmen können. Ich hoffe ich erhalte die Münze trotzdem.
Ach was mir aufgefallen ist, ob es auch Freundinnen und Förderinnen der RWTH Aachen gibt? Gender & Diversity 🙂

Neuronen Übung in Grundzüge der Software Entwicklung

Am letzten Dienstag (5. Mai 2009) habe ich unsere Übung zur Grundzüge der Software Entwicklung an der RWTH Aachen University etwas anders gestaltet, als diese üblich sind an unserer Universität. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass ich kein Lernen durch Lehren oder ein großartig neues didaktisches Prinzip angewendet habe. Ich habe nur versucht meinem Ziel jeden Studierenden jede Übung ein Stück besser zu machen gerecht zu werden .-) Bei der Vorbereitung habe ich mich an unsere Neuron Gedanken gehalten ( The class as brain / „neuron metapher“ ) und an den methodische Aspekte einer Neuronenvorlesung von Christian Spannagel.

Die Übung findet im Rahmen der Veranstaltung „Grundzüge der Software-Entwicklung“ (V1Ü2) statt. Die meisten Teilnehmende sind Studierende der Technik Kommunikation mit Schwerpunkt Informatik im zweiten Semester. An der Übung haben 30 Studierende teilgenommen, was knapp der Gesamtteilnehmerzahl an der Veranstaltung entspricht. Thema der Übung war die Erstellung eines Papierprototypen für ein Programm zum mobilen Blogging mit Photo Upload (MoBlogging-Tool). Die Studierende hatten zuhause in 3er Gruppen diese erstellt und mit gebracht. So nun beginnt die Übung:

Vorab kann ich sagen ich bin begeistert wie die 90 Minuten gelaufen sind. Das Verlauf der Übungsstunde hat meine Erwartungen übertroffen.

Die Übungsstunde war in vier Abschnitte eingeteilt:

  • Einführung
  • Marktplatz
  • Studierende reflektieren
  • Brainstorming als Vorbereitung der nächsten Aufgabe

Einführung

Als wir (mein skeptischer Kollege und ich) die Aula2 ( ein sehr großer Raum) betraten, hatte die Studierende sich im ganzen Raum verteilt. Von oben gesehen, sähe es aus wie zufällige gesprenkelt. Im ersten Schritt forderte ich die Studierenden auf einen Stuhlkreis ganz vorne zu bilden. Sie zögerten etwas, aber beim zweiten auffordern verstanden Sie, dass es wohl wirklich so gemeint ist. Nach kurzem Umräumen war es auch vollbracht und ich nehme an die Studierenden haben es etwas ungewohnt empfunden, aber haben sich wohlgefühlt. Zur Einführung habe ich ( wir saßen auch im Kreis) kurz etwas über Neuronen und dem Gehirn erzählt. Die wichtigsten Punkte waren: jeder ist ein Neuron; Kommunikation ist wichtig; jeder ist selbständig und selbstverantwortlich für sein Handeln. Wichtig war auch zu erwähnen, dass die Studierenden einfach alles sagen können, es gibt nichts falsches und es hat keine Auswirkung auf ihre Leistung was sie sagen oder nicht sagen.

Marktplatz

Beim Marktplatz ging es darum, dass die einzelnen Gruppen sich einen Tisch im Raum suchen, an dem sie ihren Prototypen vorstellen. Hierbei sollten die einzelnen Gruppen jeweils eine andere Gruppe besuchen. Für jeden Besuch war ca. 5 Minuten vorgesehen. So auch getan von den Studierenden, es gab zwei die am Kreis bleiben wollten, aber diese haben nach einer kurzen Aufforderung sich ein Tisch im Raum gesucht. Die Studierende unterhielten sich angeregt über Prototypen und führten diese vor. Hier bei bekamen sie immer Rückmeldung von der Besuchergruppe, was gut oder schlecht ist. In den Gesprächen wurden auch die Erfahrungen der einzelnen Gruppen ausgetaucht bezüglich ihren Prototypen oder des Erstellungprozesses (natürlich nicht so formal wie es sich jetzt hier liest). Mein skeptischer Kollege und ich liefen rum und haben hier und da nur zugehört.

Nach ca. drei Runden habe ich die Studierenden zusammen gerufen in den Kreis. An dieser Stelle gab es einen kleinen Input zu User-Testes. Es wäre besser, wenn die Studierenden Ihre Prototypen nicht vorstellen, sondern die anderen die Aufgabe ein Foto auf den Blog zu laden durch führen lassen mit dem Prototypen. Mit diesem Hinweis habe die Studierenden die nächsten Runden durchgeführt. Die User-Tests mit den anderen Gruppen liefen sehr gut und brachten den Studierenden viele Erkenntnisse auf die ich im Ergebnisabschnitt eingehen werde. Die Tests wurde nicht mit qualitativ hochwertiger Methodik durchgeführt, aber das Ziel ein Gefühl für die Nutzenden und ihren Mentalen Modellen zu bekommen ist zu 100% erreicht worden. So wurde den meisten Gruppen klar, dass sie z.B. nicht genügend Zustände modelliert hatten oder die Nutzenden andere Optionen und Pfade entlang gehen, als sie sich gedacht haben. Diese Erfahrung kann man sich nicht erlesen oder erzählt bekommen.

Studierenden Reflektion

Nach dem Marktplatz kamen die Studierende zurück in den Kreis. Nun sollten zwei Studierende nach vorne an die Tafel gehen um das folgende Gespräch zu moderieren und um Stichpunkte an die Tafel zu notieren. Zwei Freiwillige fanden sich schnell. Die Gruppe hatte die folgenden Leitfragen als Reflektionsgrundlage:

  • Was ist Euch aufgefallen als Ihr Eure Prototypen erstellt habt?
  • Welche Schwierigkeiten hattet ihr bei der Erstellung der Prototypen?
  • Was ist Euch generell an den Prototypen die Ihr gesehen habt aufgefallen?

Nach kurzer Stille motivierten die beiden Moderatoren ihre Kommilitonen und Kommilitoninnen zum mitmachen. Das Ergebnis der der Reflektion die ca. 30 Minuten dauerte lässt sich sehen. Die wichtigsten Aspekte des Prototypings und die häufig auftretenden Schwierigkeiten wurden erkannt. Während der Reflektionsphase haben der Skeptiker und ich außerhalb im Raum gesessen. Ich habe nur einmal erklärt, dass im Kreis immer Ruhe herrschen muss, und dass das Tafelbild abfotografiert wird und die Studierende keine Notizen sich machen müssen. Fast alle Studierende haben sich an der Diskussion beteiligt, einige mehr einige weniger. Ein kleines Problem war, dass es noch Schwierigkeiten gab, die Redebeiträge als Stichpunkt an die Tafel zuschreiben. Die wichtigsten Punkte wurden, aber immer festgehalten und genügend in der Runde besprochen. Es lief so gut, dass zum Schluss der Reflektionsrunde die Studierende an dem Punkt angekommen war, an dem die nächste Aufgabe für die darauf folgende Woche ansetzt (Anforderungsanalyse).

Brainstorming als Vorbereitung der nächsten Aufgabe

In den letzen ca. 15 Minuten sollte die nächste Aufgabe besprochen werden. D.h. es sind zwei andere Freiwillige Studierende (dieses Mal hat es etwas gedauert bis zwei sich gefunden hatten) nach vorne gegangen um das Brainstorming auf zu schreiben. Das Brainstorming lief etwas schleppend voran, da die Aufgabe (natürlich sprachliche Anforderungsanalyse) etwas unklar war. Nach kurzem nachdenken, sind die Studierende darauf gekommen, dass genau dieses das Problem ist und sie Wege finden müssen um mehr Informationen zu bekommen. Im Ergebnis lief das Brainstorming als Vorbereitung der nächsten Aufgabe sehr gut.

Insgesamt haben die Studierende alle Lernziele erreicht und haben diese selbständig, selbstverantwortlich und praktisch gelernt und erfahren. Hier zu gehörten z.B.:

  • mehr Funktionalität vs. Einfachheit der Bedienung
  • „Design“ kann sehr unterschiedlich verstanden werden von verschiedenen Akteuren in einem Projekt
  • es gibt verschiedene Level eines Prototypen
  • man kann/ sollte sein Prototypen wegwerfen
  • Benutzende denken anders als die Entwickler selbst
  • Benutzende und Auftraggeber müssen im Entwicklungsprozess eingebunden sein/werden
  • Die Anforderungsanalyse ist sehr wichtig J
  • usw.

Natürlich ist die Form nicht optimal für alle Studierende. Es gab Studierende die nicht im 2. Semester sind, die eine Unterschriftenliste haben wollten um ihre Anwesenheit zu bestätigen. Waren überrascht, dass es keine Pflicht ist anwesend zu sein. Mir ist es egal ob jemand kommt oder nicht, die Studierende müssen verstehen, dass sie selbst verantwortlich sind für ihr Handeln. Wir können nur versuchen ein gutes Angebot für sie auf die Beine zustellen, dass die Studierenden mit Spaß zu unseren Veranstaltungen kommen und viel Lernen bei uns.