Was ist ein Educamp? in 140 Wörtern

Ein Educamp ist eine Unkonferenz bei der der Schwerpunkt auf pädagogischen bzw. erziehungswissenschaftlichen Fragestellungen liegt. Der Fokus wird dabei meistens auf Medien und Bildung gesetzt.

Als Unkonferenz bezeichnet man Konferenzen, die offen und partizipativ gestaltet werden. Im Gegensatz zu traditionellen Konferenzen werden hier die Inhalte nicht vom Veranstalter, sondern von den Teilnehmern des EduCamps bestimmt und gestaltet. Der Veranstalter gibt nur ein Oberthema vor und ist für die gesamte Organisation zuständig. Jeder Teilnehmer kann in einem der vorgesehenen ca. 45 minütigen Sessionslots ein Thema seiner Wahl anbieten. Diesen Slot kann er dann ganz nach seinen Vorstellungen gestalten. Ob als Vortrag, Workshop, oder Diskussionsrunde die Entscheidung jedem selbst überlassen.

Teilnehmer des EduCamps sind normalerweise Wissenschaftler aus verschiedenen Bereichen, Lehrende, Studierende, Schüler, aber auch Vertreter kommerzieller Bildungsanbieter.

Das Ziel eines EduCamps ist es gemeinsam interessanter Themen zu bearbeiten.

THX to Kristina für den Text!

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our rock stars are not your rock stars! Wer sind Deine Rock Stars?

Viele Wissenschaftlerinnen, Forscher und Entwickler arbeiten irgendwo etwas im Verborgenen. Selten bekommen wir mit wer was „gezaubert“ hat, was unser Leben eventuell etwas einfacher oder ein Stück besser macht.

Vor, zwei oder drei Wochen habe ich von einem Kollegen den Tipp bekommen mir die neue Intel Werbung an zu schauen. Für die, die es noch nicht kennen oder das Video mal auf englisch sehen wollen hier ist es:

Die Werbung hat mich sehr beeindruckt. Sehr gut! Es Zeigt sehr schön wie Forscher und Entwicklerinnen ihr eigenen Rock Stars haben. Viel zu selten finde ich kommt das zu Sprache oder wird in den Medien angesprochen. Die Leute, die tatsächlich etwas kreatives nützliches machen stehen oft in den Hintergrund für die Gesellschaft. Klar, sind die Forscherinnen und Entwickler nicht die typischen Super Stars, die dauernd in den populären Medien präsentiert werden. Eine bessere Kommunikation von diesen würde vielleicht helfen, dass der Fachkräftemangel in Deutschland im F&E nicht so groß werden würde.

Ich habe auch meine persönlichen Rock Stars aus dem IT Bereich. Der erste ist Jef Han (aka Jefferson Y. an). Er hat 2006 den low bugget multitouch display vorgestellt. Ich fand es unglaublich, wie er für unter 500 $ diesen Tisch zusammengesetzt hat. Hier zu kamen die coolen Applikationen. Mit seiner Vorstellung begann quasi diese Touch und Iphone Sache. Mit seiner Idee der einfachen kosten günstigen Realisierung von multi-Touch und den dazu gehörigen Interaktionen, hat er den Stein ins Rollen gebracht. Seine geniale doch einfache Idee und dessen Einfluss auf die Szene haben mich beeindruckt.

Hier ein kurzes Video von 2006. Ein ausführlichen Überblick bekommt man bei seinem TED Talk .Ich weiß nicht mehr wie oft ich dieses Video geschaut habe.

Der andere Rock Star ist für mich Jon Rubinstein. Sein Vortrag zum Palm Pre hat mir gut gefallen. Er erzählt am Anfang etwas über sich und wie er dazu gekommen ist jetzt bei Palm zu arbeiten. Das war richtig cool. Er ist definitiv ein Rock Star. Bevor er zu Palm gegangen ist war bei Apple, wohl führend beim IPod Team. Er ist definitiv ein Vorbild, ein Informatiker (computer scientist) der es ganz nach oben geschafft hat. Seine Erfahrung und Meinung zählen und er ist nicht der „typische“ Geek. In den ersten paar Minuten des Videos zu Palm Pre ist er zu sehen.

So wer sind Deine Rock Stars. Es müssen keine Informatiker, Entwickler sein. In jeder Disziplin gibt es solche Rock Stars die etwas veränder haben. Forschende und Vorbilder die Dich beeindruckt haben. Vielleicht ist auch noch ein „lokaler Underground Star“ wie Christian Spannagel, der momentan an den PHs und Schulen für Rock sorgt. Also schreib ein Blogbeitrag oder einfach ein Kommentar hier über Dein Rock Star!

P.S.: Man darf nicht vergessen, dass jeder Rock Star eine Band hat 🙂

Blog nach Web2.0 von Tom Alby

Ich habe eine Mindmap über Blogs gemacht. Es soll einen Überblick sein von Blogs. Hierbei habe ich mich an das Blog Kapitelaus dem Buch Web 2.0 von Tom Alby gehalten.

Auf die MindMap clicken um diese zu vergrößern

AideRSS Hilfe bei Organisation von RSS Feeds

RSS ist toll. Für die noch nicht wissen was RSS-Feeds sind oder was dieses Orange Symbol ist, sollten bei Chrisp vorbei schauen. Im Beitrag RSS-Feeds abonnieren zeigt er was RSS ist und wie man es abonniert. Hier sind auch direkt zwei Videos so, dass es nicht langweilig wird.

Nun für die anderen die schon RSS nutzen. Mit der Zeit sammelt sich echt viel an, also Webseiten von den man das RSS abonniert hat. Etwas Unterstützung bei der Organisation und Bewertung gibt jetzt die Seite AideRSS.com .Hier kann man sich anmelden und seine RSS-Feeds sammeln und organisieren. Das Tolle ist, es strukturiert für einen die Feeds. Mit Hilfe von verschiedenen Faktoren, werden die einzelnen Beiträge bewertet und in verschiedenen Klassen eingeteilt. So kann ich mir immer einfach die wichtigsten oder besten Beiträge lesen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Inhalte zusammen zustellen. Was hilfreich ist, dass ich von meinen Listen auf AideRSS.com einen RSS abonnieren kann. z.B. kann ich von verschiedenen Basketball-Seiten die Feeds auf AideRss abonnieren. Dann kann ich sagen, er soll mir aus diesen die 10% Besten als RSS-Feed bereit stellen und ich abonniere nur diese noch. Habe 90% der Beiträge mir erspart.

Die Auswahl, was gut oder schlecht ist fällt z.B. über Anzahl Kommentare, Bookmarking bei SocialBookmarking Plattformen usw. Ich glaube AideRSS.com kann noch ein paar Dinge, aber habe noch nicht alles ausprobiert. Es gibt auch Einführungsvideos die helfen solle, zu verstehen wie man AideRSS.com nutzt und was es macht. Viel Spaß damit und schreibt mir mal Eure Erfahrungen und wo Ihr es einsetzt.

Was ist web2.0? oder Web2.0 wird zu 2.0 Zeitalter

Web2.0 Ist eins der wichtigsten Ausdrücke meines Lebens geworden in den letzen 20 Monate. Es ist überall. Vor allem 2.0 hängt an allem. Ich warte nur noch, dass mein Brot zu Brot2.0 wird. Nicht falsch verstehen, ich liebe Everything2.0. Everything2.0 trifft den Nagel glaube ich ganz gut auf den Kopf, so wie auch eine Gruppe bei Xing.com heißt. Für mich ist Web2.0 schon längst viel mehr, als von Tim O´Reilly beschrieben in What is Web 2.0. Web.20 ist schon längst nicht nur im Netz zu suchen. Das Verhalten von der Bürger hat sich verändert. Ich bin nicht mir sicher, ob ich sagen kann die Gesellschaft hat sich in ihrem Verhaltensmuster geändert oder nicht. Leider bin ich kein Soziologe. Ich wage mich doch zu schrieben: Web2.0 ist ein Zeitalter oder könnte für ein Zeitalter stehen. So wie auch die Industrialisierung ein Zeitalter ist. In den letzten Jahren habe ich oft von der Informationsgesellschaft gelesen als unser Zeitalter. Die Informationsgesellschaft ist nur die Vorstufe zu Web2.0, genau wie erst die Manufakturen mit Arbeitsteilung begannen, bevor es zu den Fabriken überging mit dem Einsatz von Maschinen und die Automatisierung von Arbeitsprozesse. Durch diese Veränderungen veränderte sich der Mensch in dem neuen Zeitalter. Das Selbstverständnis des Menschen, welches sich in seinem Handeln in der Gesellschaft verändert hat macht für mich ein Zeitalter aus. Mit Web2.0 verändern wir uns auch. Viele Prozesse und Werte habe sich in den letzen Jahren gewandelt. Durch diesen Wandel haben sich auch die Menschen als Teilnehmer an den Prozessen sich gewandelt oder angepasst. Der Arbeitnehmer wird zum Wissensarbeiter der immer mehr Knowledgemanagement in Kooperation und Kollaboration mit seinen Kollegen (Community) machen muss. Das Verständnis für Privatsphäre und Datenschutz verändert sich immer mehr. Es ist nicht nur die Selbstdarstellung oder der Umgang miteinander in Social Networks sonder auch das Verhalten bei anderen Dingen. Die freizügige Weitergabe von Daten beim Einkaufen mit der Payback-Karte oder der Treuekarte ist auch Web2.0. Der Käufer erstellt ein Einkaufsprofil von sich. Dieses ist öffentlich für die „Partner“ der Karte die dafür zahlen, es funktioniert nicht viel anders als Googles AdSense oder personalisierte Werbung bei StudiVz.

Genau wie auch in anderen Epochen gibt es im Web2.0 eine neue Ressource die sehr viel Wert ist und auch umkämpft ist: Daten. Daten bilden die wichtigste Ressource in diesem Zeitalter. Das Sammeln von Daten ist zu ein großem Geschäft geworden. Jetzt sind es nicht bestimmte Länder die expandieren wollen jetzt, sondern Multi-Nationale Unternehmen. Google stellt hierbei das British Empire dar. Google hat es in einer Dekade geschafft die wertvollste (86 Milliarden Dollar) Marke auf der Welt zu werden. Ihr Geschäft sind Daten. Genau wie das Großbritannien andere Länder verschluckte ins British Empire, hält es auch Google. Es verschluckte viele Firmen: Orkut, Writely (jetzt Google Docs), Youtube usw. Alle diese Unternehmen bringen neue personalisierte Daten für Google mit. Nun versucht Microsoft mit Google mit zu kommen genau wie einige andere die sich auf das Datensammeln begeben haben.

Auch klassische Dienste des Staates stellen sich um. Was auch ein Kennzeichen für ein neues Zeitalter ist. Der Bundesnachrichtendienst (BND) stellt sich z.B. bei Jobmessen, als große Firma dar die einfach International Datensammelt, so unschuldig wie Google oder Yahoo. Das Datensammeln ist die beste Waffe, die den Bürgern einen Schutz vor Terrorismus bieten kann. Es gibt immer mehr Gesetze die den Umgang mit den Daten „regeln“ sollen zum Schutz vor bösen Einflüssen. Hierbei ist aus einer Ecke der Begriff Stasi2.0 entstanden. Vorrats-Datenspeicherung betrifft auch die Oma die nichts mit Web2.0 zutun hat. Das zeigt, dass 2.0 nicht nur das Verhalten im Web betrifft, sonder eine Veränderung in der Gesellschaft beschreibt.

Zu User Generated Content kann ich sagen, dass ich schon lange bei Subway mein Sandwitch und bei Starbucks mein Café selbst generiere indem ich die einzelnen Zutaten bestimme. Gut den Content teile ich nicht mit der Welt, aber ich bestimme was passiert. Ich werde Teil des Prozesses. Nichts anderes passiert auch bei mymuesli.com, wo ich mein eigenes Müsli zusammen stelle und bestelle, halt web2.0.

Zum Glück bin ich mit der Idee nicht ganz allein, Tim O´Reilly sagte kürzlich zu dem Thema bei BBC: „It’s the most profound change since the advent of literacy. And it’s bigger than the industrial revolution.“

Ich sehe noch kein Ende der Veränderungen, die Dienste die unser Leben verändert haben, werden sich jetzt noch mobil machen. Es wird eine komplette ein Bettung in den Alltag statt finden. Wir verändern uns mit den Gegenständen um uns. Bin gespannt wann man über das 2.0 Zeitalter in den Geschichtsbüchern liest. (Falls da noch richtige Bücher gibt 🙂 )

Junior Prof goes Web2.0

Chrisp (Junior Professor) hat heute in seinem Blog geschrieben, dass er etwas Neues machen wird. Er geht mit seiner Arbeit als Wissenschaftler und Professor ins Web. D.h. er arbeitet in Wikis und lässt seine Arbeit von anderen diskutieren. Er schreibt über:“

  • Ich lege die didaktisch-methodischen Konzepte zu meinen Lehrveranstaltungen offen.
  • Ich reflektiere öffentlich meine Lehrerfahrungen.
  • Ich beschreibe meine Forschungstätigkeit und diskutiere neue Forschungsideen.“

Chrisp wird zum öffentlichen Wissenschaftler und wird damit Teil des Paradigmenwechsels an Universitäten. Ich muss sagen ich finde es sehr gut, dass jemand aus dem alten Paradigma („Profilierung, Egozentrik, Hierarchie, Misstrauen und Angst vor Irrtum (das klingt jetzt sehr negativ – es ist sicher eine Überzeichnung, aber die Tendenz stimmt).“ umsteigt.
Das Umsteigen ist nicht so einfach wie sich das anhört. Die eigene Arbeit offen zu Diskussion zu stellen braucht schon Nerven. Die Transparenz macht mehr Arbeit nehme ich an, aber sie bietet auch mehr Chancen für den einzelnen Prof. „Ich sehe dies als Möglichkeit, durch kollektive Wissenskonstruktion neue Ideenressourcen zu erschließen.“ Und andere Wissenschaftler können von seiner Arbeit lernen und diese weiterentwickeln.
Hier sehe ich ein kleines Problem, dass es viele geben wird die einfach sammeln werden und nicht teilen werden. Die „Undankbaren“, nenne ich sie mal, sind ein Problem vom neuen Paradigma. Sie werden es dem offenen Wissenschaftler das Leben schwer machen. Die Undankbaren werden alles Gute für ihre Publikationen sammeln, aber nichts zurück geben an die jeweilige Community. Ich denke über einen etwas längeren Prozess wird sich das Problem beheben, aber kurzfristig wird es wohl zu Frust führen ab und an. Insgesammt werden sich die Probleme schnell lösen, wenn die Gruppe/Community der offenen Wissenschaftler wächst.
Chrisp hat einen guten Weg eingeschlagen und hoffe, dass noch mehr Wissenschaftler und Professoren dem folgen werden. Dieses ist auch ein Web2.0 Weg.