von Dragons, Sharks, Löwen und StartUps

Als ich diesen Sommer im Silicon Valley unterwegs war, wurde eines Abends im Hotel auf die Sendung Shark Tank http://abc.go.com/shows/shark-tank aufmerksam gemacht. Ich habe mich sofort in die Sendung verliebt.

Das Konzept der Sendung ist recht einfach. Vorne sitzen fünf Geldgeber (Venture Capital, Wagniskapital aka Sharks), die selbst über erfolgreich eigene Unternehmen aufgebaut haben und verkauft haben. Pro Sendung kommen vier bis fünf StartUps, jung Unternehmende oder auch Unternehmer die Wachstumskapital suchen auf diese fünf Sharks zu.

Jedes Team oder einzeln Person hat ca. 2 Minuten seine Idee zu präsentieren und dann wird noch 5 bis 7 Minuten über die Idee diskutiert. Die Dauer ist nicht auf die Minute fest gelegt. Nach der Präsentation kommen die typischen Fragen von den Investoren zu Umsatz, Markt, Team und Prognosen. Entweder wird dann die Idee nieder gemacht oder einer oder mehre der Sharks machen ein Angebot für eine Beteiligung. Am Anfang der Präsentation sagen die Teilnehmenden wie viel Anteile sie gerne für wieviel Dollars abgeben wollen, z.B. 15% für 100.000$. Meistens wird daraus 30% für 100.000 $ nach den Verhandlungen.

Shark Tank bietet eine Plattform für junge Unternehmer und Unternehmerinnen ihre Produkte einem sehr breiten Publikum zu präsentieren und die Chance auf Wagniskapital.

Die aktuellen Investoren bei the Shark Tank sind

Alle diese Personen haben unglaubliche Kontakte und große eigene Unternehmen. Sie können mit ihrer „Macht“ den Unternehmen helfen und die Verkäufe stark steigern.

Beispielhaft wird Lori Greiner als  „Queen of QVC.“ bezeichnet und kann Produkte einfach bei QVC unterbringen. Daymond John ist der Macher der Marke FUBU er kann alle StartUps die aus der Mode-Welt kommen unterstützen und auch StartUps den einen starken Brand aufbauen wollen. Kevin O`Leary kennt sich mit jeglicher Lizenzierung und Patenten gut aus. So hat jeder Shark seine Vorteile und quasi ein Benefit, dass schwer zu erreichen ist für die Unternehmende. Das macht das Geld der Sharks zum Smart Money.

Ursprünglich kommt die Sendung aus UK und Canada, dort heißt die Sendung Dragons Den. Ich würde sagen das Dragon Format ist auch etwas mehr Europäisch mit Moderation und Erzähler. Shark Tank ist sehr straightforward. Im Prinzip funktionieren die Sendungen alle gleich. Nun soll die Sendung auch nach Deutschland auf VOX ausgestrahlt werden. In Deutschland wird die Sendung die Höhle der Löwen heißen. VOX sucht nun StartUps die gerne mit machen würden. Wann die Sendung startet ist unklar. Ich bin schon sehr gespannt, wer die deutschen Sharks aka Löwen sein werden. Im nächsten Blog Post werde ich dann meine möglichen Kandidaten besprechen. http://www.vox.de/medien/service/service_navigation/ueber_vox/3250c-18e5a2-be11-25/wagen-sie-sich-in-die-hoehle-der-loewen.html

Wir von bitstars (bitstars.com) aus überlegen auch schon, ob wir uns für die Höle der Löwen anmelden, sicher ein großer Spaß .)

2 Gedanken zu “von Dragons, Sharks, Löwen und StartUps

  1. Hi Mo,

    habe mich auch in das Konzept verliebt, allerdings durch Dragon’s Den. Leider ist die englische und amerikanische Version hierzulande weniger bekannt.
    Fand die Dragons sympatischer als die Sharks und vor allem die Produkte ansprechender. Bei Shark Tank hatte ich immer das Gefühl, jede Folge muss irgendein Startup mit Essen oder Ernährung dabei haben, während es beim englischen Pendant auch mal um Technologie ging.
    Neben den ganzen Singsang- oder Talent-Castings in Deutschland ist das sicherlich mal ein sehenswertes Konzept, allerdings bezweifle ich, dass die Qualität der Löwen und der vom TV-Sender herausgefilterten Ideen der deutschen Startups an die der Dragons und englischen Produktideen heranreicht, da es eben für’s deutsche Fernsehen „heruntergelevelt“ wird. Was meinst du?
    Bin gespannt auf deine Vorauswahl der Jurymitglieder.

    Besten Gruß

    • weniger bekannt ist gut🙂 es kennt wohl kaum jemand. Ich finde die Sharks besser als die Dragons. Ich denke die Unterschiede liegen in der Kultur. In den USA ist jeder und jede mehr oder weniger Bereit ein Risiko einzugehen. Ich sehe dafür zwei Gründe: 1. die Angestellten haben nicht den Arbeitnehmerschutz und Bequemlichkeiten wie in Deutschland 2. die Tradition zur Selbständigkeit ist in Immigranten-Länder einfach höher.
      Das führt auch dazu, dass einfache Leute das gründen was sie können z.B. ein Bread Puding Café🙂 Bei den UK „Technologien“ ist auch wirklich viel seltsames Zeug dabei, aber jeder der da mitmacht hat mein Respekt für den Mut und die Idee.
      Die UK Dragons stellen ihre Fragen wie Business Angels in Deutschland. Das sind die Fragen die ich von deutschen Investoren auch gewohnt bin. Die US Sharks sind da anders drauf und erkennen auch oft größere Visionen. Sie gehen Risiken ein, welche die die UK Dragons wohl nicht eingehen würden. Ich nehme an, dass die Sahrks auch „mächtiger“ sind als die Dragons aus UK.

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