Mehrere TK & Informatik HiWis gesucht

Dein zukünftiges Team:

Wir sind ein Forschungs- und Entwicklungs-Team, das sich mit Mobile & Cloud Software Engineering beschäftigt. Wir sind am Lehrstuhl Software Engineering (Informatik 3) angesiedelt. Aktuell beschäftigen wir uns mit:

  • Augmented Reality Anwendungen /Games (Android, Kinect, WP7)
  • Cloud Infrastrukturen für personalisierte mobile Dienste & Anwendungen
  • IT-Anwendungen & Services für Mobilität Konzepte der Zukunft
  • Secret Project

Wir suchen HiWis die jeweils verschiedene Interessen haben und unterschiedliche Aufgaben übernehmen sollen.

Deine möglichen Aufgaben:

  • Entwicklung von Applikation mit gängigen, sowie eigenen Tools und Frameworks
  • Design und kreative Gestaltung von Oberflächen und Interaktionen
  • Konzipierung und Realisierung von Apps und neuen Augmented Reality Anwendungen
  • Analyse und Erstellung von Nutzer- und Systemanforderungen
  • Erstellung und Durchführung von Nutzertests, Studien

Dein Profil:

Du willst Fähigkeiten in einem oder mehreren der folgenden Themen auf- & ausbauen:

  • Augmented Reality, Kinect, Computer Graphik, Bildbearbeitung
  • Konzipierung, Design von interaktiven mobilen und web Systemen
  • Entwicklung von Applikationen für Android, iOS, WP7, Cloud etc.
  • Requirement-Engineering

Damit wir uns im Team neben den Projekten auch unterhalten und Ideen entwickeln können, wäre es gut, wenn Du Interesse an einigen der hier genannten Dinge hast:

  • Herr der Ringe, Ritter der Kokosnuss, Game of Thrones
  • Big Bang Theory, How I Met Your Mother, Sex and the City, Dexter
  • Comics z.B. Batman, Punisher, Wolverine
  • Battlefield, GTA, CS, StarCraft
  • Star Trek, Star Wars
  • Fifa, ProEvo, Rock Band/ Guitar Hero

Unser Angebot:

  • Ab 10h pro Woche Arbeitszeit, flexible gestaltbar
  • Bei uns gibt es Club-Mate, Wasser und Nespresso usw.

Schicke Deine Bewerbung bitte an

Mostafa Akbari per E-Mail: akbari@cs.rwth-aachen.de

Ausschreibung als PDF hier

Die Stelle ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu besetzen. Die Eingruppierung richtet sich nach der Richtlinie für studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte. Die RWTH ist als familiengerechte Hochschule zertifiziert. Wir wollen an der RWTH Aachen besonders die Karrieren von Frauen fördern und freuen uns daher über Bewerberinnen. Frauen werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern sie in der Organisationseinheit unterrepräsentiert sind und sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen. Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Menschen sind ausdrücklich erwünscht.

BIl Cloud Computing http://en.wikipedia.org/wiki/Cloud_computing

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our rock stars are not your rock stars! Wer sind Deine Rock Stars?

Viele Wissenschaftlerinnen, Forscher und Entwickler arbeiten irgendwo etwas im Verborgenen. Selten bekommen wir mit wer was „gezaubert“ hat, was unser Leben eventuell etwas einfacher oder ein Stück besser macht.

Vor, zwei oder drei Wochen habe ich von einem Kollegen den Tipp bekommen mir die neue Intel Werbung an zu schauen. Für die, die es noch nicht kennen oder das Video mal auf englisch sehen wollen hier ist es:

Die Werbung hat mich sehr beeindruckt. Sehr gut! Es Zeigt sehr schön wie Forscher und Entwicklerinnen ihr eigenen Rock Stars haben. Viel zu selten finde ich kommt das zu Sprache oder wird in den Medien angesprochen. Die Leute, die tatsächlich etwas kreatives nützliches machen stehen oft in den Hintergrund für die Gesellschaft. Klar, sind die Forscherinnen und Entwickler nicht die typischen Super Stars, die dauernd in den populären Medien präsentiert werden. Eine bessere Kommunikation von diesen würde vielleicht helfen, dass der Fachkräftemangel in Deutschland im F&E nicht so groß werden würde.

Ich habe auch meine persönlichen Rock Stars aus dem IT Bereich. Der erste ist Jef Han (aka Jefferson Y. an). Er hat 2006 den low bugget multitouch display vorgestellt. Ich fand es unglaublich, wie er für unter 500 $ diesen Tisch zusammengesetzt hat. Hier zu kamen die coolen Applikationen. Mit seiner Vorstellung begann quasi diese Touch und Iphone Sache. Mit seiner Idee der einfachen kosten günstigen Realisierung von multi-Touch und den dazu gehörigen Interaktionen, hat er den Stein ins Rollen gebracht. Seine geniale doch einfache Idee und dessen Einfluss auf die Szene haben mich beeindruckt.

Hier ein kurzes Video von 2006. Ein ausführlichen Überblick bekommt man bei seinem TED Talk .Ich weiß nicht mehr wie oft ich dieses Video geschaut habe.

Der andere Rock Star ist für mich Jon Rubinstein. Sein Vortrag zum Palm Pre hat mir gut gefallen. Er erzählt am Anfang etwas über sich und wie er dazu gekommen ist jetzt bei Palm zu arbeiten. Das war richtig cool. Er ist definitiv ein Rock Star. Bevor er zu Palm gegangen ist war bei Apple, wohl führend beim IPod Team. Er ist definitiv ein Vorbild, ein Informatiker (computer scientist) der es ganz nach oben geschafft hat. Seine Erfahrung und Meinung zählen und er ist nicht der „typische“ Geek. In den ersten paar Minuten des Videos zu Palm Pre ist er zu sehen.

So wer sind Deine Rock Stars. Es müssen keine Informatiker, Entwickler sein. In jeder Disziplin gibt es solche Rock Stars die etwas veränder haben. Forschende und Vorbilder die Dich beeindruckt haben. Vielleicht ist auch noch ein „lokaler Underground Star“ wie Christian Spannagel, der momentan an den PHs und Schulen für Rock sorgt. Also schreib ein Blogbeitrag oder einfach ein Kommentar hier über Dein Rock Star!

P.S.: Man darf nicht vergessen, dass jeder Rock Star eine Band hat 🙂

GZSE: das Selbst und die Motivation

Am letzten Dienstag (18.05.2009) habe ich in meiner Übung wieder versucht die Neuron Prinzipien anzuwenden. Dieses Mal waren wir in einem kleinerem Seminarraum bei uns auf der Hörn. Die Studierenden wurden aufgefordert die Tische umzusetzen und sich im Kreis zusetzen. Es gab ein kurzes Rumoren bei ein paar Studies, aber schnell wurde dann der Raum umgestaltet.

Die Studierende hatten sich in der Woche mit Benutzeranforderungen und verschiedene UML Notationen für Use Cases beschäftigt. Sie arbeiten weiter an ihrem MoBlogging Tool fürs Android. Mein Schwerpunkt für diese Stunde war neben dem Standard Inhalt, Selbstvertrauen und Motivation der Studies.

Am selben Morgen twitterte zufällig auch Christian Spannagel: „Lehr-Erkenntnis des letzten Jahres: Kümmere dich immer zuerst um das Selbst und um die Motivation der Lernenden. Dann erst um die Kognition.“

Am Anfang gab es von mir ein kurzes Feedback zu den Übungsabgaben die am Morgen gemacht worden waren. Jetzt war der Punkt Motivation dran. Ich denke dass Studierende dann motiviert sind etwas zu lernen und Zeit zu investieren, wenn sie wissen wofür sie es brauchen. So habe ich erst einmal gefragt, ob sie schon wüssten was sie später machen werden als Technik-Kommunikatoren und ob dieses schon einmal mit ihnen irgendwo thematisiert wurde. Es stellte sich heraus, dass noch niemand den Studierenden aus dem zweiten Semester und auch den in höheren Semester irgendwie besprochen hat. Ganz am Anfang hat wohl ein netter Professor gesagt, dass die Studies später Gebrauchsanleitungen schreiben werden. Diese Aussage ist mit das unproduktivste was ein Professor oder Professorin sagen kann. Damit nimmt man jede Lust und Motivation den Studierenden selbst aktiv zu werden.

Da nicht ganz klar war was man in Zukunft macht als Tkler und Tklerin (was ich mir schon gedacht hatte) bekamen die Studies die Aufgabe zusammen zutragen was sie gerne später machen würden. Eine Studentin ist an die Tafel gegangen um die Stichpunkte aufzuschreiben. Es war dieselbe Studentin die auch das letzte mal es gemacht hat. Ich muss feststellen es gibt eine Scheu an die Tafel zu gehen leider, da hilft nicht das gute zureden. So sammelten die Studierenden ihre Berufswünsche an der Tafel und diskutierten etwas wie man welche Tätigkeiten unter einem Begriff packen kann. Es kamen recht realistische Berufe und Tätigkeiten bei rum. Ich hätte mir noch ein paar extravakante Jobs gewünscht, aber dafür ist die Scheu in der Gruppe zu groß gewesen. Der Studi der gern Surflehrer werden würde hat es doch eher, als es um an die Tafel anschreiben ging, den Beitrag zurück gezogen.

Nicht alle Berufe waren den anderen Mitstudierenden klar, so gab es eine kleine Erklärungsrunde zu den Jobs. Ach ja, als ich fragte, ob den alle die angeschriebenen Jobs kennen gab es kein Wiederspruch von den Studies. Nur mit der Aufforderung, dass ich jetzt mal jeden fragen kann und eine Antwort bekomme, hieß es Erklärungen wären nicht schlecht. Es ist wirklich schwer eine Atmosphäre zu schaffen, dass man Fehler oder Unwissen zugeben kann. Nun haben einige Studierende die von ihnen genannten Tätigkeiten erklärt. Hier war es schwer dem Erzähler immer klar zu machen nicht mich anzuschauen, der außerhalb des Kreises irgendwo saß, sondern seinen Kommilitonen und Kommilitoninnen.

Nun ging es daran heraus zu finden welche Fähigkeiten jemand in diesen Berufen haben muss. Hier waren die zwei großen Punkte hohe Sprachliche Kompetenz und Fachkompetenz in dem technischen Feld, indem man arbeitet. Hier wurden unter Punkte genannt und viel diskutiert über die Kompetenzen und ihre Wichtigkeit. Hier schloss sich auch der Kreis zu der aktuell abgegebenen Übung und meinem Feedback. Hier sollte den Studierenden klar werden, dass Ausdruck und Form wichtig sind für die Notation der Anforderungen an einer Software und die dass die Studies in dem jeweiligen Gebiet ihre Fachkompetenz selbständig erhöhen müssen. Ich hätte mir auch den Mundfusselig reden können, dass bestimmte Kompetenzen wichtig sind und sie in den Übungen drauf achten müssen und niemand hätte es wirklich geglaubt oder um gesetzt. Durch die eigene Herleitung der Studierende wurde es ihnen wesentlich klarer was mein Feedback am Anfang der Stunde zu bedeuten hatte. Sie haben so selbst den Maßstab an Ansprüche an ihre Arbeit gelegt indem sie in den Diskussionen z.B. ein hohe sprachliche Fähigkeit und Genauigkeit verlangt haben.

Die nächsten 45 Minuten ging es um die Anforderungen an das MoBlogging Tool. Sie sollten die Schritte durchgehen die man braucht bis man ein Foto/Beitrag postet. Die Aufgabe wurde von allen in der Übung schon bearbeitet. Das Ergebnis war besser als gedacht J Am Anfang wollte niemand so recht Anfangen mit dem reden, dann aber ging es los. Mit Diskussion und Wiederspruch. Nach 15 oder 20 Minuten waren die Studierenden immer noch beim Anmelden Passwort eingeben und Einschalten, was die ersten Schritte sind. Das ganze ging auch noch 10 bis 15 Minuten weiter so mit ein paar Tipps von mir zur Technik und Anforderungen. In diesem Abschnitt wurde den Studierenden klar, dass Anforderungen nicht einfach zu erheben sind auch wenn man sich damit lange Beschäftigt hat. Die Antworten des Kundens (ich in diesem Fall) verschiedenen interpretiert werden können und zu unterschiedliche Lösungen führen. Daneben haben einige eingesehen, dass das Fachwissen auf dem Gebiet des MoBloggings, Web20 usw. noch nicht ausreichend ist. Was dazu führte, dass sie mehrheitlich bereit sind eine extra Vorlesung zuhören um ihr Fachwissen zu verbessern.

Meine Erkenntnisse aus der Stunde waren, dass einiges noch falsch läuft an der Uni. Die Studierende werde bis lang nicht zur Selbständigkeit und Neugierde ausgebildet. In vielen zwischen Kommentaren kam raus, dass einige sich z.B. das Programmieren nicht zutrauen, weil grade das von Außen so an sie herangetragen wird. Das von oben herab einiger Professoren und Professorinnen grade zu Studierende die ein Misch-Studiengang haben ist vollkommen unnötig. Hier spielen auch die Assistenten und Assistentinnen eine Rolle, die Vorlesungen betreuen. Daneben habe ich festgestellt, dass nicht alle sich trauen zusprechen auch wenn man sagt, es ist OK ihr könnt auch Fehler machen. Ein Student der immer wieder gute Beiträge hatte, aber diese nur seinem Nachbarn flüsterte, meinte er hielte diese Beiträge nicht für wichtig und unerheblich. An dieser Stelle habe ich erklärt, dass eine dieses egal sein sollte. Auch Fehler helfen weiter und man kann nichts Dummes sagen. Viele gute Dinge sind entstanden aus Ideen die erst einmal banal oder quer wirkten. Daraus ist entstanden: „aus egal wird genial“

Gute Post

Jupi, heute Mal gute Post bekommen. In meinem Briefkasten war heute ein Brief von den Freunde und Förderer der RWTH Aachen e.V..
In dem Brief teilen sie mir mit dass „Als Anerkennung für Ihre herausragende wissenschaftliche Leistungen soll Ihnen die verliehene Springorum-Denkmünze im Rahmen einer Feierstunde ausgehändigt werden.“
Ich muss sagen ich habe mich sehr gefreut über diese Benachrichtigung. Die Springorum-Denkmünze erhalten Studierende der RWTH Aachen University die ihr „Examen“ mit Auszeichnung abgeschlossen haben.
Leider bin ich am Tag der Verleihung auf dem IATEL (http://www.gkel.tu-darmstadt.de/iatel/). 😦 Werde wohl diesen tollen Empfang nicht mitnehmen können. Ich hoffe ich erhalte die Münze trotzdem.
Ach was mir aufgefallen ist, ob es auch Freundinnen und Förderinnen der RWTH Aachen gibt? Gender & Diversity 🙂

Was ist Informatik?

Der Fremdwörter Duden (6.Auflage 97) schreibt: Informatik Wissenschaft von den elektronischen Datenverarbeitungsanlagen und den Grundlagen ihrer Anwendungen.“

Das ist die kürzeste Definition die ich gefunden habe auf meiner Suche nach einer guten Erklärung für Informatik. Leider ist die gegebene Definition nicht vollständig. Sie sagt umgangssprachlich: Informatik ist die Wissenschaft von Computern und den Grundlagen von Computer Anwendungen. Im Informatik Duden (2. Auflage 93) gibt es einen zehn Seitige Erklärung zum Begriff Informatik:

Informatik (computer since) Wissenschaft von der systematischen Verarbeitung von Informationen, besonders der automatischen Verarbeitung mit Hilfe von Digitalrechnern. …; viel mehr hat sich die Informatik zu einem zusammenhängenden, theoretisch fundierten Gebäude, also zu einer neuen Grundlagenwissenschaft entwickelt, die auf andere Wissenschaften ausstrahlt. Zugleich führten Einsatz und Anwendungen zu einer Fülle von Erkenntnissen, Methoden und Techniken. Heute stellt sich die Informatik als eine Ingenieurwissenschaft dar, die (anstelle der Grundelemente „Materie“ und „Energie“) den Rohstoff „Information“ modelliert, aufbereitet, speichert verarbeitet und einsetzt. …Ein zentraler Begriff der Informatik ist der Begriff des Algorithmus…“

Den Ansatz von dieser Erklärung finde ich schon besser. Es ist immer noch nicht, dass was ich „fühle“ was Informatik ist. Informatik als Wissenschaft hat es sehr schwer, denn für die meisten Nicht-Informatiker ist ein Informatiker gleich mit einem Programmierer oder jemand der Web-Seiten „macht“ und Computer repariert und Windows drauf „macht“ oder wenn man viel weiß „macht“ der Informatiker auch Computerspiele. Diese Dinge sind, auch so schön wie sie klingen, eigentlich nicht das täglich Brot eines Diplom Informatikers. Klar, eigentlich muss jede Informatikerin programmieren können, da es ein wichtiges Werkzeug ist für ihr ist, aber auch nicht mehr als ein Werkzeug.

Bei einigen Unterhaltungen mit Freunde und Professoren aus der Informatik, wurde mir klar, dass keiner eine Definition von Informatik geben kann. Jede Definition ist eine Beschreibung der Teilgebiete der Informatik und/oder beschreibt durch Beispiele aus den Anwendungsfeldern der Informatik. Prof. Juraj Hromkovic beschäftigt sich auch mit dem Thema. Er schreibt Allgemein wird die Informatik mit folgenden Aussage beschrieben: „Informatik ist die Wissenschaft von der algorithmischen Darstellung, Verarbeitung, Speicherung und Übertragung von Information.“
(Hromkovic, J.: Algorithmische Konzepte der Informatik. Berechenbarkeit, Komplexitaetstheorie, Algorithmik, Kryptographie. Eine Einfuehrung. B.G.Teubner 2001)

Er schreibt weiter, dass die Informatik wie die Mathematik und auch die Philosophie die allgemeinen Kategorien „Determinismus, Nichtdertiminismus, Zufall, Information, Wahrheit, Unwahrheit, Komplexität, Sprache, Beweis, Wissen, Kommunikation, Approximation, Algorithmus, Simulation usw.“ studiert. Diese wissenschaftlichen Kategorien sind nicht auf dem ersten Blick sichtbar oder verständlich für einen Außenstehenden, aber gerade diese Dinge beschäftigen einen Informatiker in den größten Massen. Gerade durch die Sicht der Informatik haben sich einige dieser Begriffe verändert oder stehen nun in einem anderen Licht dar.

Wie es wohl scheint ist die Informatik nicht nur eine Ingenieurswissenschaft. Neben den „technischen Aspekten des Engineering, wie Organisation des Entwicklungsprozesses (Phasen, Meilensteine, Dokumentation). Formulierung von strategischen Zielen und Grenzen, Modellierung, Beschreibung, Spezifikation, Qualitätssicherung, Testen, Einbettung in existierenden Systeme, Wiederverwendung und Werkzeugunterstützung,…“ braucht auch der Informatiker auch noch Wissen über Managementprozesse wie z.B. „Teamorganisation und –leitung, Kostenvoranschlag und Kostenaufschlüsslung, Planung, Produktivität, Qualitätsmanagement, Abschätzung von Zeitrahmen und Fristen, Zeit zur Markteinführung, Vertragsabschluss und Marketing.“ Gerade in den letzten Jahren kommen auch immer mehr Aspekte aus der Psychologie zum tragen in der Informatik. Im Bereich der Mensch-Maschine-Interaktion wird viel öfter der Mensch betrachtet, so dürfen „Usability, Ergonomie, Wahrnehmung, Gedächtnis, Lernen, Bewusstsein usw.“ des Menschen zu kurz kommen.

An dieser Stelle sollte ich nicht versäumen die großen Felder in der die Informatik aufgeteilt wird zu nennen. Dieses Hilft nicht bei der Definition, aber sie hilft sich ein Bild von der Informatik zumachen. Kurz kann man die Informatik in Theoretische und Praktische Informatik aufteilen. Das ist gröbste Art und Weise. Wie es oft in der Literatur(z.B. Peter Rechenberg, Was ist Informatik? Eine allgemeinverständliche Einführung, Hanser, 2000) erwähnt ist und auch auf einem Infoblatt der GI (Gesellschaft für Informatik e.V.) steht sind die großen Felder: „Theoretische Informatik, Künstliche Intelligenz, Praktische Informatik, Technische Informatik und die Angewandte Informatik.“ Über jedes einzelne Gebiet könnte man einen Blogeintrag wenn nicht ganze Zeitschriften Reihen heraus bringen. Ich erspare mir das mal.

An einer guten Universität bekommt eine Informatikerin auch all diese Dinge beigebracht. Natürlich setzt jeder seine Schwerpunkte und wird in bestimmten Gebieten zum Experten. Im zusammen Spiel mit dem jeweiligen Anwendungsfach wird der Informatiker zum Allrounder ausgebildet. Durch diese Anwendungsfächer hat sich an einigen Universitäten und Fachhochschulen eine große Anzahl an Bindestrich-Informatiken gebildet. z.B. Bio-Informatik, Medien-Informatik, Wirtschafts-Informatik, Ingenieurs-Informatik, Medizinische-Informatik, die Liste lässt sich beliebig weiterführen. Im Falle des Studiums eines Bindestrich-Informatik Faches, büßt man oft an der allgemeinen Bereite der Informatik teilzuhaben. Man lernt eventuell etwas mehr im Anwendungsfach, aber hat große Abstriche bei der Informatik.

Am Ende kann ich einfach sagen für mich ist die Informatik die Wissenschaft von: „Wie löse ich ein Problem effizient?“ oder anders „Effizientes Problemlösen“. In der Aussage ist alles andere enthalten, Philosophie, Psychologie, Mathematik, Ingenieurwissenschaften und vieles mehr. Ich bin sicher jeder Informatiker tut nix anderes den ganzen Tag. Egal was er macht es muss in Bezug zu einem bestimmten System effizient sein und er wird von einem Problem getrieben. Am Anfang steht immer das Problem entgegen z.B. der Psychologie, die am Anfang das Phänomen (den Menschen) haben, den Sie zu erklären versuchen. So ist der Informatiker doch am Ende ein „Macher“ wie es die Allgemeinheit denkt, halt nur in ganz anderen Dimensionen.

Präsentationstraining mit A.T. Kearney

Vor einiger Zeit war ich bei einem Präsentationstraining von A.T. Kearney. Das Training war vom Market Team Aachen organisiert. Was oder wer das Market Team ist könnt ihr am besten auf deren Webseite nach lesen: http://www.market-team.org So das Training find morgens um 9:00 im Technologie Zentrum in Aachen statt. Anwesend waren fünf Leute vom Market Team vier Mädels und ein Junge und dann noch wenn ich mich nicht irre so sieben oder achte andere Studierende. Die meisten schon nahe dem Ende des Studiums. A.T. Kearney war vertreten durch einen Principal und einem Einsteiger.

Mein Erwartung von dem Tag war es einfach mal A.T. Kearney kennenzulernen und zuschauen was sie so drauf haben. Ganz kurz, A.T. Kearney war früher ein Beratung mit McKinsey zusammen. Irgendwann haben sich die Beiden Gründer getrennt und haben Ihr eigenes Ding gemacht. Mit dieser Erzählung hat auch der Workshop angefangen. Dann wurde kurz das Unternehmen vorgestellt. Es war halt der übliche Beraterblues. Was die Geschäftsfelder sind, wie man arbeitet usw. Eigentlich soll sich die Vorstellung ja unterscheiden von den anderen Beratern, aber es hört sich immer gleich an. Ich finde es in diesem Zusammenhang interessant, dass auch Sie den Kunden begleiten und nicht einfach ein „Case“ abgeben und weg sind wie Andere. Leider habe ich diese Anderen noch nicht getroffen und ich glaube ich habe nun alle Großen und einige Kleine kennen gelernt.

So dann ging es zum Training. Das Training nennt sich K.R.I.S.P. Das ist auch ein Modul was die Berater bei A.T. Kearney besuchen. Dort geht es aber zwei Tage lang. Das Gute war, dass es direkt praktisch los ging. Jeder hat präsentiert und wurde aufgenommen auf Video. Das Video ist man dann in einem anderen Zimmer mit dem Principal durch gegangen und hat Tipps bekommen. Wir hatten zwei mal zwei Präsentationen mit jeweils Theorie-Input dazwischen. Eigentlich hatte ich keine Erwartungen, dass ich etwas lernen könnte, aber ich bin sehr begeistert von dem Training. Es hat sehr viel gebracht. In Vortragen bin ich schon eigentlich ganz gut geübt, aber der Principal hatte es drauf und die Tipps waren sehr gut. Ich kann jedem das Training empfehlen.

Zur Infos über A.T. Kearney, der Principal war selbst Informatiker aus Aachen (RWTH), also schon mal sympathisch. Man hat erfahren, dass A.T. Kearney auch in Dubai tätig ist und dort auch gutes Geld macht momentan. Sie haben z.B. den großen Flughafen in Dubai von der Stunde 0 an mit beraten und begleitet. Die Berater waren echt nett und schienen was von ihrem Handwerk zu verstehen. Ich kann nicht sagen, dass ich dieses Gefühl bei den meisten anderen Beratern, die ich getroffen und gesprochen habe, gehabt habe. Schön ist auch, dass Sie auch sehr gute Kontakte zur RWTH pflegen. Das heißt sie haben einige Professoren mit denen Sie gerne zusammen arbeiten. Diese betreuen wohl die Promotionen von A.T. Kearney Beratern.

Natürlich war das Ganze auch eine kleine Werbeveranstaltung für A.T. Kearney um spitzen Nachwuchs zubekommen. Wie bei den anderen Top-Berater kommt man auch hier nicht so einfach rein… 1er Abi, 1er Vordiplom, 1er Diplom und gute Praktika plus Auslandsaufenthalt und Softskills. Das ist nicht wenig!

Am Ende des Tages muss ich schon sagen, dass A.T. Kearney anders ist. Hat mir sehr gut gefallen der Tag und außerdem gab es noch eine A.T. Kearney Tasse geschenkt.