@cspannagel Digital Suicide

Heute gegen 16:15 habe ich erfahren das @cspannagel sich „digital umgebracht“ hat. @cspannagel ist aus dem Web raus. Sein Weblog bleibt und die Wikiversity Seiten.

Wie Jean-Pol Martin um 18:00 den Digital Suicide kommentierte
„komisches gefühl!“ empfinden wohl einige. Ich auch. Der Beitrag von @cspannagel liest sich wie ein Abschiedsbrief. Digital Suicide ist wirklich ein neue Emotion. In kurzerster Zeit haben über 25 Leute den Abschied kommentiert. Das ist beträchtlich.

@cspannagel war in den letzten zwei drei Jahren zu einem Hub im Internet. Er war ein wichtiger Knoten im Netzwerk vieler. Jetzt wird sich zeigen wie das Netzwerk sich ohne @cspannagel halten wird. Wird es einen neuen Hub geben? Die noch größere Frage ist, wie werden sich die Beziehungen bei Christian Spannagel sich ändern. Wie viele der Freunde, Freundinnen und Follower aus dem Netz werden noch Offline Kontakt halten. Na ja, Offline per Mail und Blog J . Aus wissenschaftlicher Sicht ist die letzte Frage wirklich interessant. Das Leben geht auch wohl beim Digital Suicide von einem liebgewonnen „Profil“ weiter.

Ruhe in Digital Space @cspannagel.

Nachtrag: Digital Suicide ist eine Idee von http://suicidemachine.org/ Web 2.0 Suicide Machine. Hier kann man einfach seine Accounts löschen. Digital Suicide bezieht sich auf die Löschung von seinen Web 2.0 Profilen.

P.S.: Yahtzee!

14 Gedanken zu “@cspannagel Digital Suicide

  1. es stellt sich natürlich – über den menschlichen aspekt hinaus – die frage, ob der von Christian bisher eingeschlagene Weg der omnipräsenz richtig war. Wenn nicht, dann werden einige auch über ihren eigenen weg reflektieren müssen. Gerade sein abschied aus twitter gibt mir zu denken. an anderer stelle habe ich die frage thematisiert, ob twitter und andere social media uns nicht dazu zwingen, ständig winner-botschaften zu produzieren und sonst zu schweigen. was twittert man, wenn man nachhaltigen problemen begegnet im beruflichen umfeld? ich merke das an mir: entweder alles toll, oder den mund halten… ich beziehe mich hier nicht auf Christian, denn ich kenne seine gründe zum ausstieg nicht, sondern ganz generell…

  2. Pingback: Tweets that mention neuer Blogbeitrag: Digital Suicide -- Topsy.com
  3. „Digital suicide“ ist ein sehr hartes Wort – ich glaube nicht, dass Christian das für sich so empfindet.
    Die Twitter-Problematik (triumphiere oder schweig) wurde von Jean-Pol treffend benannt. Natürlich kann man diesem Dilemma ausweichen, indem man meist nur kommentiert oder sprachspielerisch aktiv ist (wie ich) – aber auch dafür muss man erst mal Zeit haben.
    Ich bleibe dabei – wie schon auf Spannagels Blog kommentiert: Es wird dazu führen, dass mehr Diskussionen im Blog stattfinden. Das muss nicht schlecht sein.

  4. @Jean-Pol
    Ich finde es gut, dass du den Aspekt der „Winner-Botschaften“ ansprichst, die zu einer surreal anmutenden Atmosphäre beitragen, wie ich finde. Gleichzeitig habe ich auch den Eindruck, dass gerade Twitter in seiner Kürze oft zu apodiktischen Aussagen verleitet. Häufig werden da Behauptungen nach dem Muster aufgestellt: „[offener/geschlossener] Unterricht ist [schlecht/böse/dumm/gut]“. Das ist schlicht zu einfach, betrifft aber, wie du schon sagst, nicht nur Twitter, sondern auch andere social media.

  5. @Hokey
    Ja, das mit der enormen twitter-reduktion auf gut/schlecht trifft zu. Bezüglich der winner-botschaften, so stelle ich bei mir fest, dass wenn irgendwas gut läuft, ich das unbeidngt twittern muss. Wenn wenig oder gar nix gut läuft, twittere ich wenig. Das ist ein reflex und begünstigt den sozialdarwinismus.

  6. @Alexander
    Ja, loslassen schon. Aber wenn du einen ansatz so stark propagierst wie Chistian das getan hat, dann ist es legitim, dass man fragen stellt, wenn er abrupt aussteigt/loslässt. Man fragt sich eben, ob der weg (den man ja selbst weitergeht) richtig ist.

  7. @Jean-Pol na ja, bei jedem Todesfall, hier nun ein Digital Suicide, fragen sich die Betroffenen, ob Ihr leben so richtig läuft. Ich sehe hier in den Reaktionen keinen Unterschied zu den im Offline Leben.
    Eine solche Überraschung, welches noch etwas Geheimnisvoll ist, bewirkt Reflexion und Raten. Ich denke momentan projizieren viele Ihre Situation auf @cspannagel . Leute die Angst vor Information Overkill haben, Leute die das Social Web suspekt fanden, Leute die die unter der Twitter Reduktion leiden. Jeder Sucht nach dem Grund für das verschwinden von @cspannagel und fängt dabei bei sich an, wieso er oder sie Digital Suicide begehen würde.

    Insgesamt trenne ich @cspanngel von Christian. Den Christian ist noch da, nur @cspannagel ist weg.

    @Alexander ich gebe Dir vollkommen Recht, es geht um loslassen!

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