Juniorprofessor und Gymnasiallehrer verdienen das Selbe?!

Ich habe gesehen was ich wohl als Lehrer verdienen würde. Na ja, wenn ich erst noch promovieren würde und dann als Lehrer in NRW einsteigen würde (Nicht wegen des Dr. sonder wegen dem Alter). Lehrer werden wenn ich es richtig gesehen habe nach dem normalen Beamten Tarif bezahlt. Ein Lehrer am Gymnasium ist in der Besoldungsgruppe A13 mit dem Zusatz Z. Das Z bringt nochmal ca. 71€ pro Monat mehr. Hier steigt das Gehalt auch noch mit dem Alter. Also kann man sagen, dass ein 32 Jähriger Lehrer an einem Gymnasium genauso viel verdient wie ein Juniorprofessor an einer Universität. Problem, das Gehalt des Juniorprofs auf W1 steigt nicht mit seinem Alter. Ich will sicher die Arbeit eines Lehrers nicht schmälern, aber ich denke sie ist nicht gleichwertig mit der Arbeit von einem Juniorprofessors.

Tabelle zu Vegleich:

  Lehrer (A13 Z Stufe 6)  JuniorProfessor (W1) 
Jahres Brutto 41543.00 € 41885,68€
Netto Gehalt monatlich  2627.56 €   2644,94€

Die Berechnungen habe ich unter den selben Bedingungen aus Wissenschaftliche Mitarbeiter nach TV-L 13 und ihre Zukunft gemacht.

Irgendwie läuft bei der Bezahlung von Wissensträger und Verantwortungsträger etwas falsch in Deutschland. Es geht null um das wirkliche Können und Wissen. Es ist irgendwie willkürlich wer was bekommt. Für mich sieht es nach guter Lobby und Gewerkschaftsarbeit aus was wer bekommt. Leider sehe ich keine Lobby für Forscher und Professoren. Wie schon in einem Vorherigen Beitrag erwähnt, ich weiß nicht ob sich Deutschland noch lange leisten kann auf gute Wissenschaftler und Forscher zu verzichten. Die Bedingungen sind einfach schlecht hier, wundere mich nicht mehr wieso die „Klugen Köpfe“ ins Ausland gehen.

21 Gedanken zu “Juniorprofessor und Gymnasiallehrer verdienen das Selbe?!

  1. Hallo mosworld,

    ich bin auch Lehramtsstudent und denke eigentlich, dass die Arbeit zwischen Lehrer und Juniorprofessor/in schon gleichwertig anzusehen ist. Lehrer haben ein gutes Einkommen, ganz klar, aber sie müssen auch etwas leisten und das was sie leisten müssen ist nicht wenig und abgesehen jetzt von Forschung und Wissenschaft sehe ich das schon als gleichwertig an.

    Aber ja, das mit dem Auswandern der klugen Köpfe, da haste echt mal den Nagel auf den Kopf getroffen. Viele Professoren nehmen den Ruf aus dem Ausland an, weil die Verdienstmöglichkeiten einfach besser sind. Traurig aber wahr!

    Liebe Grüße,

    Saarlodri

  2. Hallo Saarlordi,
    wie gesagt ich schätze sehr die Arbeit der Lehrer, ich selbst habe mit der Idee Lehrer zuwerden noch nicht ganz abgeschloßen. Ein Juniorprof. ist aber quasi selbstständig und arbeitet doch schon eine ganze Menge. Er leisstet sich selten Urlaub im Jahr. Ehrlich die meisten Lehrer arbeiten in den Sommerferien nicht, wie sie teilweise eigentlich sollten. Ein Prof hat die Lehre, seine Mitarbeiter und die Forschung. Der Druck auch ergebnisse bringen zumüssen, gerade als Juniorprof ist sehr groß. Dies Alles soll die Verantwortung über die Kinder und die Jungedlichen die ein Lehrer betreut und unterrichtet schmälern. Schöne Grüße und vielen Dank für Dein Kommentar Saarlordi

  3. Also, die Rechnung geht nicht auf würde ich sagen. Wenn du erst promovierst bist du über die Altersgrenze (zumindest in NRW) und wirst nicht verbeamtet (es sei denn du promovierst quasi nebenberuflich), verdienst dann TV-L13, landest dann bei 16xx,- netto/monat.
    Zum anderen Punkt: Ein Schulleiter eines Gymnasiums verdient heute in Deutschland deutlich mehr als ein Professor, der nach W2 besoldet wird, wobei der Prof. in der Regel jahrelang unter unsicheren bedingungen gearbeitet hat, mit Promotion und habil. deutlich höher qualifiziert ist. Das mit der Lobby in der Forschung sehe ich genau so.
    Und genau aus diesem Grund gibt es in der Disziplin Schulpädagogik ein riesiges Nachwuchsproblem, da die ganzen jungen Leute lieber den sicheren Beamtenweg wählen und in die Schulen abdampfen, als sich jahrelang in den unsicheren Gefilden der Hochschulen hochzudienen, denn der Nachwuchs der Schulpädagogen wird naturgemäß am ehesten von den frisch examinierten LehramtsstudenInnen gebildet.
    Grüße
    kökla

  4. Hallo mosworld,

    gerade unter (angehenden?) Akademikern sollte korrektes Deutsch stets Anwendung finden:

    FALSCH = (…) (Nicht wegen dem Dr. sonder wegen dem Alter) (…)

    RICHTIG = … wegen des …

      • Es ist schon erschreckend zu sehen, was alles studiert…
        ,,DEM“ ist der Dativ!!!
        Und den Genitiv durch den Dativ zu ersetzen, ist immer falsch und zeigt ein geringes Maß an Sprachbeherrschung!

  5. Vielen Dank für den Tipp! Ich lese solche Tipps immer gerne. Schade, dass ich Dir nicht selbst direkt schreiben konnte, da du eine fake e-Mail Id angegeben hast.
    Schöne Grüße Mosworld

  6. Hallo,

    also ich denke die Arbeit eines Lehrers und eines Juniorprofs ist auf gar keinen Fall gleich zu setzen. Allein die Qualifikationen, die ja einen wesentlicher Punkt in der Besoldung darstellen sollte, sind nicht zu vergleichen. Wenn ich als Physik-Student sehe, was die Lehramtsanwärter leisten müssen und was der Juniorprof geleistet hat, divergiert das schon sehr.

    Das Problem bei der Lehramtsbesoldung sehe ich darin, dass der Lehrer der jede Stunde vorbereitet und guten Unterricht macht, nicht mehr verdient als sein Kollege, der sich das alles erspart. Hier gibt es keinen Wettbewerb wie in der Forschung.

    Ausserdem kann man meiner Meinung nach bei Lehrern nicht von „müssen viel leisten“ sprechen. Das würde ja implizieren, dass sie und ihr Unterricht kontrolliert und bewertet werden. Gibt es das irgendwo? Ich glaube nicht…

    Gruß,
    northside

  7. Ich las das auch gerade: Interessanter Beitrag! Orthographie und Grammatik sind wirklich nicht gut, ich denke, das rechtfertigt dann auch wieder das Gehalt eines Gymnasiallehrers. Die müssen das einfach können.

    Übrigens: Man kann es ja auch mal positiv ausdrücken: W1 schafft Anreize, möglichst schnell nach W2 oder W3 zu kommen.

  8. Hallo Michael, sind gute Gymnasiallehrer wie Ärzte? Verbessern sie auch fehlerhafte Texte von anderen die nicht ihre Schüler sind? Ich würde mich sehr über eine Verbesserung des Blogbeitrags freuen. Dieses wäre sicher eine Unterstützung für mich. Also wenn Du Zeit hast kannst Du mir eine verbesserte Version schicken, vielen Dank.

  9. Hallo alle zusammen,
    ich glaube, dass die Diskussion hier in eine andere Richtung ausgedehnt gehört; nämlich was verdient ein Juniorprof. bzw Prof. im Vergleich zu einem Promovierten in der Industrie?
    Dann wird man sehr schnell erkennen, dass die Problematik nicht am zu hohen Lehrergehalt liegt. Einen hochselektiven Prozess zu durchlaufen, um dann irgendwann vielleicht Prof zu werden mit einer W3 Besoldung von 4865Euro brutto (oder alternativ mit 35-40 nach habil ohne Job und schwervermittelbar dazustehen), da lacht einen ja jeder Berufseinsteiger direkt ab Uni aus!
    LG
    K

  10. Major (Kompaniechef, Führungsverantwortung von 119 Soldaten, Berufssoldat, 32 Jahre, Stufe 6, A13 zzgl. Zulage, trennungsgeldberechtigt, Nettoverdienst 3.003,45 Euro bei einer Rahmendienstzeit von 46 Stunden, Lohnsteuerklasse 1

    Damit lässt sich es leben:-)

    Ob bei einem Gymnasiallehrer der Verdienst mit der erbrachten Leistung übereinstimmt, kann ich nicht beurteilen. Ich gehe mal davon aus…

  11. Es ist eine Schande, dass Berufssoldaten mit soviel Geld versorgt werden und Krankenschwestern, Pfleger und Co vor sich hinkrebsen…

    Es wird ZEIT für eine ganz andere und gerechtere Politik!

    beste grüße

  12. Ich finde Soldaten verdienen das Geld, welches sie bekommen. Es ist nicht wenig, aber sie haben auch verpflichtungen und viele von ihnen machen ihren Job ganz gut. Als Soldat verzichtet man auf ein großen Teil seiner persönnlichen „Freiheit“ und „Entschiedungsmündigkeit“, dass ist nicht mit Geld bezahlbar. Der Job hat auch einige Risiken in sich. Daher ist die Beahlung der Soldaten OK aus meiner Sicht.

  13. Na gut, der erste Kommentar zu diesem Artikel stammt von einem Gymnasiallehrer. Dass dieser seine Arbeit hoch einschätzt ist ja irgendwo verständlich. Aber ich denke jeder vernünftige Mensch wird einsehen, dass ein Juniorprof. wesentlich mehr verdienen sollte als ein Lehrer. Ein Lehrer hat nach seinem Hochschulabschluss zwei Jahre schwierige Referendariatszeit hinter sich, ab dann kann er sich viele Nachmittage nach Gutdünken einteilen und hat länger Ferien als jeder Normalsterbliche. Ein Hochschulprof. ist auf jeden Fall promoviert, hat meist mehrere Jahre im Ausland verbracht, und sehr hart gearbeitet, weil natürlich nur exzellente Wissenschaftler zum Prof befördert werden! Solche Menschen haben im Normalfall mindestens eine 50h-Woche, Wochenendarbeit ist selbstverständlich und gerade als Juniorprof. mit befristeter Stelle können sie sich auch keinesfalls zurücklehnen. Da sieht man natürlich, dass das schon was ganz anderes ist als das, was ein Lehrer leisten muss! Das Problem ist wohl eher, dass die meisten Leute sich zwar vorstellen können, wie hart ein Lehrer arbeiten muss, aber vom Berufsweg eines Professors gar keine Ahnung haben und deswegen dies als weniger anstrengend einschätzen. Aber ein Professor ist Manager eines Instituts(bereichs), Lehrer (Dozent), Forscher und Schriftsteller (notwendige Publikationen, manche schreiben auch Kapitel in Fachbüchern) in einem!

    Ich sage nicht, ein Lehrer sollte weniger verdienen als er jetzt verdient, ich denke eher das Professorengehalt muss massiv angehoben werden! Gerade auch wenn man den Vergleich Hochschulprofessor versus Akademiker in der freien Wirtschaft sieht!

  14. Ich habe das Gefühl, dass die meisten hier wirklich nicht einschätzen können, wie hoch der Arbeitsaufwand und die Arbeitsbereitschaft für eine wissenschaftliche Karriere sein muss. Eine 50-Stunden Woche finde ich stark untertrieben, da ich selbst als Promotionsstudent im Bereich Informatik praktisch keine Freizeit habe (nur Essen und Schlafen). Wer wissenschaftlich exzellent sein will muss viel auf höchstem Niveau publizieren und das kostet selbst für Hochbegabte viel Zeit. Ein normaler Spruch, den man in diesem Bereich hört, wenn man Urlaub nimmt. ist: Urlaub? Super, dann haste ja Zeit wieder etwas zu publizieren. Das schlimme ist, dass man Netto trotzdem nicht mehr Stundenlohn hat, als ein Student nach Tarif (in Berlin), plus dass man sich von einem befristeten Vertrag zum anderen hangelt.

    Jeder, der behauptet, die Arbeit wäre als gleichwertig anzusehen, hat, wie die meisten Lehrer, den Bezug zur Realität verloren oder diesen nie gehabt.

  15. Ein lustiger Thread. Es wäre schon faszinierend zu sehen, auf welcher empirischen Basis hier Arbeitsbelastungen und Karierre(un)sicherheiten beurteilt werden. In den meisten Fällen dürften Stammtischberichte und der Blick in den eigenen Spiegel den Ausschlag gegeben haben.

    Aus jahrelanger Berufstätigkeit in verschiedenen Universitäten und Schulen kann ich nur sagen: Die faktische geleistete Arbeit in „der Wissenschaft“ wird grob über-, die geleistete Arbeit am Gymnasium grob unterschätzt. Das ist meine subjektive Erfahrung, aber wenigstens ist es eine Erfahrung – die den meisten Autoren hier doch ganz offensichtlich abgeht.

    Letztlich ist das aber nicht der Punkt: Wer glaubt, er werde als Junioprofessor nicht angemessen besoldet, soll eben nicht Juniorprofessor werden. Dies ist vor allem deshalb ein berechtiger Ratschlag, da der „Juniorprofessor“ ja für „Junioren“ ist – also nicht etwas für Leute Ü 40, die schon vollkommen in ihre Biographie eingemauert sind. Deutschland ist ein freies Land und man kann dem ewigen Lamento nur entgegnen: Wer so unfassbar gut qualifiziert ist, so unfassbar hart arbeitet, so unfassbar „vernünftig“ ist – der wird sicher rasch eine besser besoldete und ebenfalls erfüllende Aufgabe finden. Viel Glück!

  16. Also ich denke es ist schwer das generell zu vergleichen, das kann von Fachrichtung zu Fachrichtung startk variieren. Ich selbst habe promoviert mit sehr gutem Abschluss und Publikationen auf den Top-Konferenzen in meinem Gebiet, was mir durchaus eine wissenschaftliche Karriere ermöglicht hätten. Das hat mich über 4 Jahre hinweg allerdings eine 60-70h Woche und viel Zeit, Schlaf und Gesundheit gekostet (auch wenn es mir natürlich Spaß gemacht hat). Das Angebot auf eine Juniorprofessur danach habe ich ausgeschlagen. Grund: Junioprofessur heißt in unserem Bereich, zusätzliche Lehrverantwortung (eigenständiges Vorbereiten und Halten von Vorlesungen), Networking, Beischaffen von Forschungsgeldern und Projekten zum Aufbau einer eigenen Gruppe und nebenbei mind. 2 Publikationen auf den Top-Konferenzen pro Jahr. Hochgerechnet geht da unter einer 80h/Woche nichts wenn man ernshafte Chancen auf eine Professur in Deutschland haben will, denn die Konkurrenz schläft auch wenig😉. Und das Risiko keine Stelle danach zu finden oder nach dieser Zeit ausgebrannt zu sein ist sehr hoch, dann fängt man mit einem Durchschnittsgehalt (oft kleiner dem eines Gymnasiallehrers) in der Industrie neu an, da durch die notwendige Spezialisierung als Wissenschaftler die dort notwendigen Qualifikationen oft auf der Strecke geblieben sind, zum anderen nur schwer belegt werden können.

    Mag sein dass es in anderen Fachrichtungen anders ist, aber für eine Juniorprofessur – und das damit verbundene Risiko – ist das Gehalt zumindest in unserem Bereich definitiv zu schlecht. Und der Aufwand mit dem eines Lehrers m.M. nach nicht vergleichbar – ich habe zwei Freunde die promoviert haben und Ref gemacht haben und für die war das nach der Promotion (nach eigener Aussage) „easy going“ – und auch jetzt in den ersten Jahren (in denen sie noch vergleichsweise viel Zeit in die Vorbereitung investieren müssen) kommen die problemlos mit einer <50h-Woche hin plus viel Urlaub, de facto also nicht mehr als 40h/Woche. Und ein (Junior-)Prof hat eine ähnliche Verantwortung für seine Studenten wie ein Lehrer für seine Schüler. Davon ab ist ein Prof. promoviert, ein Lehrer typischerweise nicht.

    An alle Lehrer: bitte versteht das nicht falsch, ich will hier keineswegs die Leistung dieses Berufsstandes schmälern. Und auch ich finde es höchst ungerecht dass Lehrer nicht evaluiert werden und alle mehr oder weniger das selbe verdienen. Es gibt Lehrer die mit A13Z definitiv überbezahlt sind und es gibt welche, die mehr verdienen würden. Aber generalisiert würde ich sagen ein Juniorprofessur (wie gesagt, zumindest in unserem Bereich) hat weder Jobsicherheit, muss jederzeit bereit sein umzuziehen und hat wesentlich mehr Arbeit, noch dazu eine "bessere" Ausbildung. Wo also ist da die Gerechtigkeit?

    Und noch was: ich habe mich schließlich für die wissenschaftsnahe Industrie entschieden und bereue meine Entscheidung nicht. Ich habe mir aber sehr schwer getan mit dieser Entscheidung. Das niedrige Gehalt eines Juniorprofessurs war allerdings für meine Entscheidung nicht ausschlaggebend – die meisten guten Wissenschaftler üben ihren Beruf ohnehin aus Leidenschaft aus. Als viel größeres Problem sehe ich die berufliche Unsicherheit und das Risiko trotz harter Arbeit am Ende ohne etwas dazustehen. Hier besteht der größte Nachholbedarf, der Staat sollte hier mehr Möglichkeiten als nur die Professur im Anschluss schaffen – es gibt nunmal nicht genug Professuren für alle die gerne eine hätten. Beispielsweise dedizierte Stellen für Lehre oder unbefristete Stellen in der Wissenschaft.

  17. Na, hab‘ ich wenigstens was zum Lachen … wenn es nicht so traurig wäre.😦
    Es geht ja überhaupt nicht darum, ob der JuPro mehr oder weniger verdient als der Lehrer. Es geht darum, dass der JuPro nicht quasi-automatisch ernannt wird (wie der Lehrer), sondern ausser seiner Ausbildung (Promotion) schon ein beachtliches Schriftenverzeichnis haben muss. Punkt 1. Denn dieses kommt nicht von selbst, sondern muss hart, und teilweise mit eigenen Mitteln erarbeitet werden. Der Lehrer wird normalerweise nach dem Referendariat übernommen, ausser er hat silberne Löffel gestohlen. Der JuPro nicht. Vielleicht bekommt er nochmals 3 Jahre, aber dann muss er wech. Ins Nirwana. Von dort aus kann er sich dann weiterbewerben, gegen 20 oder 40 Konkurrenten, auf eine W2- oder W3-Professur. Allerdings fliegen eine gute Menge der Bewerber da raus, und auch woanders nicht wieder rein. Und nicht unbedingt, weil ihre Arbeit nicht gut war. Punkt 2.

    Punkt 3 ist der alles entscheidende: Wenn Deutschland vorn liegen will, in der Forschung, muss es anständige Gehälter zahlen. Aber das ist nicht das Wichtigste. Es muss denjenigen, die sich für Forschung begeistern, und da was leisten, Brot, Klamotten, und ein Dach über dem Kopf finanzieren. Aus und vorbei. Ob das A13 ist, W1, W2 oder W3 ist egal. Es gibt Tausende oder gar Zehntausende, für die das nicht der Fall ist. Schon schlecht.
    Plus, wenn man als Hochschullehrer einfach bessere Förderung und ein besseres Gehalt will, und dazu noch mobil ist, kann man, sofern man gut ist, einfach mal ins Ausland abwandern, wo es leicht ist, das Doppelte zu bekommen.
    Deutschland ist leider das unattraktivste Land für Forscher in Mitteleuropa. Mit ein wenig Weitsicht kann jeder selbst daraus schliessen, wohin das führt.

  18. Schon lächerlich, dass einige die Arbeit eines Lehrers mit einem Juniorprofessor gleichsetzen. Ein Juniorprofessor hat ein halbes Dutzend Jahre längeres Studium und viel fachintensiveres Studium hinter sich und leistet schon sehr viel in Forschung und Lehre.
    Beispielsweise kann ein Mathematik-Lehramtskandidat nicht mehr mit einem Bachelor of Science Mathematiker mithalten.
    Die W-Besoldungen für Professoren und Juniorprofessoren sind einfach ein Witz. Da hat man bei der Bank schon ein besseres EInstiegsgehalt (Netto) wenn man die richtigen Voraussetzungen mitbringt.
    Für Wissenschaftler ist daher die USA interessanter, da werden die Professoren wenigstens annähernd gut bezahlt.

    • hi Jukol,

      in den USA gibt es sehr sehr viele Universitäten. In den sehr guten Universitäten ist die Bezahlung und das Geld welche man zu Forschung hat wohl etwas besser. Dieses aber ist nicht die Regel.
      Die Entscheidung in die USA zu gehen treffen wie man hört schon einige Post.Dr.s . Wenn ich mich nicht Irre war die Junior Prof. ein Mittel diese zurück zu holen oder hier zu halten.

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