7 Todsünden oder einfach die Sieben Sünden

Gestern habe ich mich mit Freunden getroffen und wir haben uns über Weihnachten und Geschenke unterhalten. Über die Parties der letzten Zeit und Beziehungen wurde auch gequatscht. Irgendwann zwischen den ganzen Themen sind wir auf das Thema Sünde gekommen und somit auch auf die sieben Todsünden. Wir wollten dann die Sieben mal zusammen stellen. Aus unseren  Medien Wissen/Konsum z.B. den Film 7 Sieben oder der Magnum Werbung versuchten wir diese zusammen zustellen. Nach einem kurzem Brainstorming hatten wir : Völlerei, Gier, Neid, Ehebruch, Mord/ Töten…Das war nicht so zufrieden stellend. Da habe ich mein Telefon Joker gezogen und den „Klugen“ angerufen. Der „Kluge“ weiß immer sowas… er wusste es nicht; seine Eltern auch nicht; aber wir hatten dann noch ein paar Anregungen bekommen: Stehlen, Lügen, Wollust Überheblichkeit, Habsucht, Eifersucht und Masslosigkeit.

Für mich war erschreckend, dass kaum jemand mehr so genau weiß was der Ursprung der Sünden ist und was die Sieben Todsünden sind. Was bedeutet das für unsere Gesellschaft, wenn die „Akademiker“ es nicht wissen? Nach kurzer Zeit hat sich mein Telefon Joker noch einmal  gemeldet und hatte die richtigen Sieben gefunden:

  • Superbia: Hochmut (Übermut, Eitelkeit, Stolz, Ruhmsucht)
  • Avaritia: Geiz (Habgier, Habsucht)
  • Invidia: Neid (Missgunst, Eifersucht)
  • Ira: Zorn (Wut, Vergeltung, Rachsucht)
  • Luxuria: Wollust (Unkeuschheit)
  • Gula: Völlerei (Gefräßigkeit, Unmäßigkeit, Maßlosigkeit, Selbstsucht)
  • Acedia: Trägheit des Herzens / des Geistes (Faulheit, Überdruss)
Quelle: Wikipedia Deutschland Stand: 27.12.2007

Innerhalb unseres Gespräches in dem Café ist uns klar geworden wie oft wir wohl gegen die Todsünden verstoßen. Jeder von uns hat dann auch seine schlimmste Sünde für sich entdeckt. Meine ist wohl die Völlerei. Wir haben beschlossen, uns zu mindestens auf einem Feld zu verbessern und besser Menschen zu werden.

Heute habe ich dann weiter recherchiert und erfahren, dass die Todsünden nur die Sieben Hauptlaster sind. Aus diesen ergeben sich alle anderen Sünden. Quasi, die Wurzel allen Übels. In einem Gespräch mit einem Freund der Theologe ist, habe ich erfahren, dass die Todsünden so ein katholisches Ding sind. Martin Luther hat diese nicht Akzeptiert und auch nicht in seinem Glaubensbekenntnis aufgenommen. Er war dagegen den Menschen mit den Todsünden Angst zumachen und diese als Instrument der Kirche einzusetzen. So gibt es wohl keine Todsünden in der Evangelischen Kirche, was mich etwas beruhigt. Nicht desto trotz werde ich wohl dran arbeiten die Völlerei einzudämmen.

Was meine Freunde und mich beschäftigt ist seitdem, was die Moral und die Hauptlaster für eine Rolle für unsere Jobs haben sollte… Würde mich über Kommentare freuen.

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11 Gedanken zu “7 Todsünden oder einfach die Sieben Sünden

  1. Keine Todsünde, aber die Einhaltung des Gebotes „Du sollst nicht lügen“ würde arbeiten, zumindest meinen Job unmöglich machen….

  2. Also, wenn wir uns alle an die Regeln halten (und ohne die ersten 5 Sünden leben), werden wir im Job furchtbar teamfähig sein. Völlerei ist mir zumindest, wenn ich an unsere Mensa denke, sowieso ein Fremdwort. Und das Gegenteil von Trägheit (also Fleiß) werden unsere Chefs wohl auch gerne sehen… 🙂

    Gutes neues Jahr!

  3. Pingback: Moral Prix 2008 « Mosworld
  4. die katholische kirche hat dieses instrument eingeführt um die menschen mit angst zu unterdrücken und zu beherrschen, ähnlich wie die lehren von der hölle und vom fegefeuer. keine dieser aussagen findet sich in der bibel

  5. Jeder ist meiner Meinung nach für sein Karma verantwortlich . Wer Gutes tut, bekommt Gutes zurück .
    Wer Böses tut , Böses zurück. Jemand der sich maßlos täglich vollfrißt, kann nicht erwarten das er nicht FETT wird!
    Think about it! 😉

    • Dein Kommentar ist zwar ein Jahr her aber du hast Recht..
      Viel essen=fett werden
      Fett werden=krank werden
      krank werden=sterben

      Ich denke jede Sünde zieht eine Kettenreaktion aus sich,ich komm zwar jetzt nicht drauf welche es bei den anderen ist aber das passt

      Aber ich finde,dass jeder Mensch mindestens eine Sünde begeht
      Es wird sicher keinen geben,der eine davon nicht begangen hat,das ist schier unmöglich..

  6. Digger. Was für ein harter Scheiss. 1. Überheblichkeit, wie es die Nazis hatten. Avaritia, wie es ein Imperium auf dem Höhepunkt seiner Macht ausübt. Sinnloser Luxus, kein Kommentar. Rache. Immer dumme Wahl. Völlerei gleich ekelig. Vergifteter Neid. Ehrlich schlimm. Ignoranz. Ein Grund jemanden zu töten. Siehe Amoklauf.

  7. Bevor die Kirche, all die armen unterdrückten Katholiken in die Hölle verdammt, weil sie mal zornig waren, eifesüchtig oder mal zu viel gegessen haben, sollte sie sich bei der eigenen Nase packen. Bisher sind die Priester, die sich kleinen Kindern sexuell genähert haben, nur versetzt worden und nicht bestraft, geschweige denn exkommuniziert worden, oder ihnen die Hölle nahe gelegt worden, wenn sie so eine schwere Sünde begehen. Oder ist das keine Wollust? und das noch an kleinen Kindern, die sich nicht wehren konnten.

  8. wie erfrischend zu sehen, dass „ganz normale Menschen“ dies tatsächlich im Alltag zum Thema machen. Danke für diesen Beitrag! Egal ob die Sünden nun in der Bibel nicht so vorkommen oder von der evangelischen Kirche nicht akzeptiert werden. Sie haben in jedem Fall Ähnlichkeit mit den zehn Geboten. Und sie besitzen universelle Gültigkeit, auch wenn man sie heute anders bezeichnet. Alle Menschen wissen, dass sie mit Neid oder Habsucht oder Maßlosigkeit zunächst mal sich selbst und auch anderen schaden.

    Die Sache ist nur die, dass man gemeinhin nicht darüber nachdenkt oder sich und sein Leben daraufhin überprüft, ob man gegen diese ethischen Regeln verstößt. Auf der Skala gibt es dann auch jede Menge Platz und jede Menge Rechtfertigung. Allein, wenn man gewahr wird, wie man sich fühlt, wenn man schlecht über jemanden geredet hat und dieser Person dann befangen gegenüber ist, ist ein Zeichen dafür, dass wir eine inneres Oberhaupt haben, das sehr genau weiß, was gut und schlecht ist. Wenn wir diesem Oberhaupt zuhören, geht es uns in der Regel besser. Wenn wir es ignorieren, dann verlieren wir vor unserem eigenen Gewissen.

    Die moralische Instanz in uns weiß: wenn ich neidisch bin, lüge, betrüge usw. verhalte ich mich entgegen der Regeln, die ich selbst bereits als wahr akzeptiert habe. Ich weiß, dass ich verletzt würde und sogar geschädigt, wenn andere mich betrügen, belügen, hinter meinem Rücken Unwahres verbreiten, mir etwas weg nehmen. Daher sagt meine Instanz: verhalte dich korrekt, denn immer dann, wenn du einen anderen Menschen schädigst, fällt dies auf dich selbst zurück und auf alle, die davon betroffen oder daran beteiligt gewesen sind. Der Verstoß gegen diese moralischen Grundsätze zieht weite Kreise und zwar nicht nur innerhalb meines Bekanntenkreises sondern darüber hinaus. Alles was ich tue oder lasse, hat eine Konsequenz.

    Wenn Eltern beispielsweise ihrem Kind sagen, es solle nicht lügen, sich aber am Telefon verleugnen lassen und das Kind ist Zeuge, wie soll es dann mit dieser Regel verfahren? Es erkennt, dass seine Eltern mit zweierlei Maß messen und die Regeln zwar anerkennen, aber scheinbar nicht für sich selbst und auch nicht danach leben. Die erste Autorität im Leben, die Eltern, wird also in Zweifel gezogen. Darum ist es von großer Bedeutung, welche Vorbilder wir für unsere Kinder abgeben, nicht nur für die eigenen, sondern auch für fremde.

    Es ist darum erschreckend, sich einer Überprüfung zu unterziehen, welche der Grundsätze wir als wahr akzeptiert haben (zutiefst) und wo in unserem Alltag und Leben wir dagegen verstoßen. Für ein halbwegs zufriedenes und erfülltes Leben ist es nötig, diese Überprüfung zu starten und etwas zu ändern, wenn wir feststellen, dass wir unser Spiegelbild nicht mögen.
    Es kann gut sein, daraufhin den Beruf oder die Arbeit zu wechseln oder sich darin zu verändern, die Beziehungen zu überdenken und sich darin mitfühlender zu zeigen, die Erziehung der Kinder anders zu gestalten, seine Freundschaften usw. usw.

    Ich finde es gut, dieses Thema am Leben zu halten und zu forschen, wo es dazu wertvolle Informationen und Erkenntnisse gibt.

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