Campus Talk mit Accenture

Letzte Woche hatte Accenture zum Campus Talk eingeladen. Eingeladen ist etwas zu viel gesagt, man konnte sich per E-Mail dort melden und hat dann eine Bestätigung bekommen. Das ganze lief über Bekanntschaft, d.h. ein Kommilitone der Eingeladen war konnte noch andere Freunde einladen. Das Event (wie man im neu Deutschem sagt) fand in der Molkerei statt. Die Molkerei ist eine In-Bar hier in Aachen. Es waren ca. 30 Studenten anwesend. Viele BWL´er waren anwesend, was ja nicht weiter verwundert, wenn es um den Job als Berater geht. Die meisten Studierende waren anständig angezogen. Mit kurzer Verspätung kamen, dann auch noch die Berater von Accenture dazu. Sie waren mehr im Buissnes-Look, aber nicht übertrieben. Nach der ersten Runde indem wir uns vorgestellt hatten und die ersten Getränke bestellt wurden, verteilten wir uns in drei Gruppen. Zu jeder der drei Gruppen setzte sich ein Consultant. Die drei Berater die jetzt da waren, waren selbst noch nicht lange bei Accenture, also Junior Berater. Junge Berater für Info Veranstalltungen einzusetzen finde ich nicht so gut, da diese meist schlecht Auskunft geben können. Denn die Meisten, die gerade mal ein Jahr bei einer Firma sind, wissen erschreckend wenig über ihr Unternehmen. Ein Freund von mir und ich beschäftigen uns schon länger mit dem Thema Berater und sind meist etwas besser im Bilde, als die Junior Berater über ihr Unternehmensstrukturen und den verschiednen Bereichen. Na ja, Anfangs wurde dasselbe erzählt was immer erzählt wird auf einem Recruiting Event. Dieser Teil ist auch bei jedem Unternehmen gleich. Man kann jedes mal einfach den Namen der Veranstalter austauschen. Wir sind GROß, TOLL und die BESTEN. Dann kommt: „Ich arbeite bei XYZ (in diesem Fall Accenture), weil super spannend, tolle Kollegen, ganz anders als anders wo(dabei war er nie woanders). Schulung am Anfang Super, International, Mentor und Hilfe toll. Ich reiste in einem Land wo es warm ist oder USA. (Im Falle von Accenture geht es am Anfang nach Chicago/USA).“ OK, dann haben wir gehört, dass Englisch notwendig ist bei Accenture(Überraschung). So jetzt kommen wir zu den wichtigen Dinge, was man bei Accenture mitbringen sollte. Der Mensch ist wichtig, was er gemacht hat und sein Charakter. Natürlich einen guten Abschluss haben und klug sein runden den Kanditaen ab. Was jemand studiert hat ist nicht wichtig. Jeder ist Willkommen. Die Inhalte aus dem Studium sind auch unwichtig. Eine Promotion, bringt einem ca. 6 Monate. Also man spart sich die ersten 6 Monate auf der Ebene des Junior Beraters.

Wir hatten das Glück, dass noch ein Senior Manager von Accenture vorbei kam. Dieser hatte auch Informatik an der RWTH Aachen studiert. Was für mich als Informatiker super war. Die BWL´er haben sich nicht so sehr gefreut darüber. Der Senior Manager konnte wesentlich besser auf  unsere Fragen antworten. Er erzählte auch von seinen neun Jahren die er jetzt schon bei Accenture ist. Die ersten vier Jahre hatte er auch richtig programmiert in den Projekten. Danach ist er immer mehr zum Projektleiter geworden und nun ist er groß Projektleiter.

Aus den Berichten des Abends habe ich geschlossen, dass Accenture einen schwer Punkt auf IT hat. Für sie gibt es auch keine Strategie Beratung die nichts mit IT zutun hat oder keine Untenehmensstrategie ohne IT. Ich habe mich noch mit anderen Leuten später darüber unterhalten und wir sehen das anders. So nun wusste ich, dass Accenture wohl sehr IT freundlich ist. Sie haben auch einen eigenen SAP-Sparte(weil momentan sehr gefragt). Dieses ist natürlich super für einen Informatiker zuhören, aber nicht für mich. Die Probleme die man bei der Unternehmens IT hat sind für mich tot langweilig. Ich habe noch mal auch nachgehakt, ob die irgendwie Usability beachten oder jetzt auch im Zuge Ihrer Prozess Beratung in den Bereich der Webportale rein schauen. Die Antwort war, dass kein Unternehmen ein Webportal braucht um mit seinen Kunden zu kommunizieren. Vielleicht habe ich ihn auch falsch verstanden, aber ich halte diese Aussage für gewagt. Innovationen werden auch nicht begleitet von Accenture oder besser sie entwickeln nicht an Innovationen die dann auch umgesetzt werden.

Während wir uns in unsere Gruppe Unterhalten habe, haben sich die Andere Gruppen sich die Kante gegeben. Die Getränke waren ja auch frei, wieso denn auch nicht. Das gab mir das Gefühl, dass einige Leute nur für die „Party“ da waren und auch dieses hatten. Zurück zum Gespräch. Wir hörten noch wie der Prozess ist wenn man sich bewirbt bei dem Unternehmen. Das Gehalt als Berater liegt wohl so bei 40000- 44000 je nachdem was man machen soll. Sie würden die Überstunden bezahlen die man macht, aber dafür hat man ein geringeres Grundgehalt gegenüber McKinsey oder BCG. Es wurde auch kurz thematisiert was der Unterschied ist zu diesen Beiden ist. Accenture hat 170000 Mitarbeiter Weltweit. Sie begleiten von der Strategie Beratung bis zur Umsetzung ihren Kunden. Die Anderen machen nur eine Studie und dann sind sie weg. Den komplette Prozess begleiten gibt wohl einem persönlich ein besseres Gefühl. Accenture ist damit auch der Weltgrößte „Berater“. Die Mitarbeiter in den Büros München, Frankfurt und Düsseldorf werden nur im deutschsprachigen Raum eingesetzt. Es gibt auch ab und an andere Aufträge in Europa. Es gab sicher noch einige Dinge die ich vergessen habe hier zu erwähnen.

Mein Fazit: Es schein nichts für mich zu sein. Die Arbeit da ist scheinbar wie von der Stange. Leider umgekehrt als bei Klamotten sind die Jobs von der Stange besser bezahlt also teurer. Für mein Gefühl wendet man dort immer das salbe Muster bei dem Kunden an und verkauft ihm irgendeine Technologie. Klar, jedes Unternehmen ist anders, aber ich denke nicht kreativ genug die Aufgabe als Unternehmensberater. Deshalb wollen Sie ja auch nur Leute die „schnell im Kopf sind“ (Zitat Senior Manager) und es ist egal was man im Studium gemacht hat. Also ist das was ich an Vorerfahrungen habe nichts Wert, deshalb wird eine Promotion nur mir 6 Monaten bedankt übrigens genauso viel bekommt man angerechnet für eine Ausbildung. Es ist auch egal, ob als Maschi promoviert in fünf Jahre oder als Biologin in drei Jahre. Dass man am Anfang als Informatiker, wirklich nur Unternehmens IT macht nervt auch total. Der Junior Berater, hat bis jetzt in seinen Projekten als Tester fungiert. Wahrlisch kein Ding für mich. Sicher das Geld ist nicht schlecht, aber die anderen Software Consultings zahlen genauso gut wie z.B. SD&M eine Tochter von Capgemini. Ich werde noch mal mich informieren bei Accenture, aber Sie können nicht das was ich mir vorstelle. Also keine Berufung dieser Beruf🙂

3 Gedanken zu “Campus Talk mit Accenture

  1. Das war auch mein Eindruck! Gut dargestellt.

    Aber geschrieben wie geredet… Ein paar Absätze mehr und einmal Korrekturlesen würden der Lese-Usability nicht schaden🙂
    Warst Du in Rage oder hast du Dir auch ein paar Drinks gegönnt?

  2. Pingback: Accenture Campus Talk « Annafant’s NotizBlog
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