Lernen –> e-Learning —>Blended Learning –> e-Hochschule?

In den letzen Monaten habe ich mich im Zuge meines Studiums und auch meiner Arbeit an einem e-Learnig Institut sehr viel mit dem Thema e-Learing beschäftigt. Vor allem hat mich interessiert wo die Reise wohl hingehen wird in der Zukunft. Es gibt einige Dinge die sich gerade in den letzen Monaten hervor getan haben. Sei es Second Life (www.secondlife.com ), welches uns ein Virtuelles Leben bietet, oder sei es Web 2.0 (O´Reilly Artikel) mit dem langen Ratenschwanz von all den 2.0 Begriffen. Ich habe viel Artikel, Blogs und Zeitschriften gelesen, die sich mit dem Thema beschäftigt haben. Leider konnte ich keinen wirkliche Zukunftsvisionen sehen bist jetzt. Natürlich will ich nicht überheblich sein, viele Ideen und auch neue Tools aus dem Web2.0 Sektor bringen einen Mehrwert für die Lehre. Leider fehlt mir das gesamt Konzept. Es wird an jeder Ecke etwas entwickelt, aber kein große Idee. Große Ideen kommen vielleicht von großen Gemeinschafte, gerade eben hat sich Hessen zum E-Learning Bundeland hervorgetan (ELearning Kompetenznetz: Hessen übernimmt Vorreiterrolle). Ich bin sehr gespannt was da passiert. Im Bereich der Betrieblichen Weiterbildung und Bildung passiert sehr viel und es werden sehr viele Konzepte entwickelt. Gerade SAP und IMC sind da auch vorne dabei. Beide Unternehmen sind auch in den Universitären Markt des e-Learnings Aktiv. Ein Beispiel hierfür ist die Zusammenarbeit mit der Saar Universität (Ein Login für verschiedene Systeme der Hochschule ).

Gerade jetzt wo viele Universitäten sich neu orientieren im Zuge von Bologna und der Umstellung ihrer Studiengängen, sehe ich die Möglichkeit, dass man vieles an den Universitäten umstellt hinzu e-Hochschule. Die e-Hochschule sollte besser sein, als die jetzige Hochschule und bessere Absolventen hervor bringen. Mit den Fähigkeiten, die die neuen Studenten mit sich bringen und den technischen Möglichkeiten der Universität, kann man einige Lücken und Schwierigkeiten des alten Hochschulsystems beheben.

An vielen Hochschulen ist der der digitale Campus schon jetzt Realität ( z.B. www.campus.rwth-aachen.de und www.elearning.rwth-aachen.de ). Das Erste was die Hochschulen gemacht haben ist ihre Verwaltung zu digitalisieren. Dieses ist ja auch logisch, so sparen die Universitäten Geld und die Studenten Zeit. Der zweite Schritt, der sich erst bei einzelnen Instituten und nun aber über die ganze Hochschule verbreitet hat, ist das Materialien, Vorlesungsvideos und vielleicht Foren elektronisch zur Verfügung stehen. Mit diesen Diensten wird wieder Zeit und auch Geld gespart. Einiges davon bietet auch einen didaktischen Mehrwert. So ist die Schnittstelle vom Studenten zur Universität meist gut elektronisch abgedeckt. Die Punkte im Studium, wo ein Student einen persönlichen Austausch mit seiner Uni hatte, sind jetzt durch Webinterfaces ersetzt worden. Die Schnittstellen sind nicht zu 100% abgedeckt. Es gibt immer noch einige Dinge die man persönlich erledigen muss. Gut, ich halte fest, dass vieles administratoriche elektronisch geregelt wird. Das ist auch der Weg den die Industrieunternehmen gegangen sind. Sie haben auch erst in ihren Verwaltungen angefangen mit dem EDV-Einsatz, und dort Arbeitsprozesse verbessert. Mit der Zeit sind die Unternehmen auf die Idee gekommen auch z.B. Knowledgemanagement oder andere Bereiche des Unternehmens mit IT anzureichern.

Genau dieser Schritt muss auch nun in den Hochschulen vollzogen werden. Das heißt für mich wie kann ich an der e-Hochschule den Studenten in seinen Arbeitsprozessen unterstützen? Arbeitsprozesse beim Studenten sind zum Glück seit längerem sehr ähnlich und leicht identifizierbar. Mit Arbeitsprozessen während des Studiums meine ich nicht nur Lernprozesse, sondern auch alles Andere was ein Student in seinem Studentenleben an dem Campus unternimmt. Sei es der Hiwi Job oder seine Arrangements in der Hochschulpolitik oder der Fachschaftsarbeit. Es muss ein wirklicher digitaler Campus entstehen, der dem Studenten hilft sich auch mehr mit seiner Hochschule zu identifizieren und auch indem soziale Kontakte zu seinen Kommilitonen unterstützt werden.

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