our rock stars are not your rock stars! Wer sind Deine Rock Stars?

Viele Wissenschaftlerinnen, Forscher und Entwickler arbeiten irgendwo etwas im Verborgenen. Selten bekommen wir mit wer was „gezaubert“ hat, was unser Leben eventuell etwas einfacher oder ein Stück besser macht.

Vor, zwei oder drei Wochen habe ich von einem Kollegen den Tipp bekommen mir die neue Intel Werbung an zu schauen. Für die, die es noch nicht kennen oder das Video mal auf englisch sehen wollen hier ist es:

Die Werbung hat mich sehr beeindruckt. Sehr gut! Es Zeigt sehr schön wie Forscher und Entwicklerinnen ihr eigenen Rock Stars haben. Viel zu selten finde ich kommt das zu Sprache oder wird in den Medien angesprochen. Die Leute, die tatsächlich etwas kreatives nützliches machen stehen oft in den Hintergrund für die Gesellschaft. Klar, sind die Forscherinnen und Entwickler nicht die typischen Super Stars, die dauernd in den populären Medien präsentiert werden. Eine bessere Kommunikation von diesen würde vielleicht helfen, dass der Fachkräftemangel in Deutschland im F&E nicht so groß werden würde.

Ich habe auch meine persönlichen Rock Stars aus dem IT Bereich. Der erste ist Jef Han (aka Jefferson Y. an). Er hat 2006 den low bugget multitouch display vorgestellt. Ich fand es unglaublich, wie er für unter 500 $ diesen Tisch zusammengesetzt hat. Hier zu kamen die coolen Applikationen. Mit seiner Vorstellung begann quasi diese Touch und Iphone Sache. Mit seiner Idee der einfachen kosten günstigen Realisierung von multi-Touch und den dazu gehörigen Interaktionen, hat er den Stein ins Rollen gebracht. Seine geniale doch einfache Idee und dessen Einfluss auf die Szene haben mich beeindruckt.

Hier ein kurzes Video von 2006. Ein ausführlichen Überblick bekommt man bei seinem TED Talk .Ich weiß nicht mehr wie oft ich dieses Video geschaut habe.

Der andere Rock Star ist für mich Jon Rubinstein. Sein Vortrag zum Palm Pre hat mir gut gefallen. Er erzählt am Anfang etwas über sich und wie er dazu gekommen ist jetzt bei Palm zu arbeiten. Das war richtig cool. Er ist definitiv ein Rock Star. Bevor er zu Palm gegangen ist war bei Apple, wohl führend beim IPod Team. Er ist definitiv ein Vorbild, ein Informatiker (computer scientist) der es ganz nach oben geschafft hat. Seine Erfahrung und Meinung zählen und er ist nicht der “typische” Geek. In den ersten paar Minuten des Videos zu Palm Pre ist er zu sehen.

So wer sind Deine Rock Stars. Es müssen keine Informatiker, Entwickler sein. In jeder Disziplin gibt es solche Rock Stars die etwas veränder haben. Forschende und Vorbilder die Dich beeindruckt haben. Vielleicht ist auch noch ein “lokaler Underground Star” wie Christian Spannagel, der momentan an den PHs und Schulen für Rock sorgt. Also schreib ein Blogbeitrag oder einfach ein Kommentar hier über Dein Rock Star!

P.S.: Man darf nicht vergessen, dass jeder Rock Star eine Band hat :-)

Was ich mit 45000 mache!

Wie sehr sind wir von unserer Umwelt oder dem was wir lesen beeinflussbar? Leider weiß ich keine Antwort auf diese Frage; eigentlich bin ich froh, dass ich die Antwort nur abschätzen kann für mich. Vor einiger Zeit hatte ich in meinem Blog gefragt:45000 € was ist es Wert? Was kann man damit machen? Ich habe mich sehr gefreut über zahlreiche Kommentare zu dem Beitrag.

Die Frage die damit verbunden ist, war welchen Job ich als nächstes annehmen soll. 45000 Euro ist ca. der Netto Unterschied in der Bezahlung in den nächsten 2,5 Jahren, zwischen den Varianten. Die Entscheidung beschäftigte mich schon über ein Jahr. In Geld oder Ehre? Gibt es überhaupt Geld und Ehre? hatte ich einige meine Gedanken zum Thema Berufswahl zusammengefasst. Hauptsächlich ging es um Consulting, wissenschaftliche Tätigkeit an der Uni oder Einstieg in einem IT-Unternehmen/ Dienstleister. Seitdem habe ich Zahlreiche Bücher, Artikel gelesen und Firmenkontaktmessen besucht. Mich auf jeglichen Carrer-/Jobportal angemeldet. Sicher mit mehr als 100 Leuten Unterhaltungen zu dem Thema geführt. Ich war bei einigen Vorstellungsgespräche und Assessment-Center.

In der ganzen Zeit war ich auf der Suche nach der Frage was einen Menschen, in diesem Fall mich, glücklich macht. Dieses sollte natürlich auch Nachhaltig sein. Themen wie Familie, Freunde, Geld und Ansehen kommen bei meiner Entscheidung sehr stark vor. In diesem Zusammenhang habe ich mich auch mit den Top-Beratungen wie McKinsey, A.T. Kearney und BCG beschäftigt. Was mich unweigerlich zum Thema Elite und den Publikationen von Julia Friedrichs führte.

Jetzt komme ich zum Dilemma, ich weiß nicht wieso ich meine Entscheidung wirklich getroffen habe. Seit ich ca. 2002 eine Kienbaum Studie gelesen habe über die Chancen von nennen wir es deutschen mit Imigrationshintergrund, wollte ich es irgendwie anders machen als in dieser Studie. Nicht nur die Studie sondern auch einige andere Forscher haben festgestellt, dass die oben genannte Gruppe kaum Chancen auf sehr gute Positionen in der Industrie oder Wirtschaft hat. Dagegen hat sie in der Wissenschaft bessere Möglichkeiten. Ich wollte immer in der Wirtschaft mit dabei sein und irgendwie “Manager” werden, am besten irgendwo Vorstand bei einem DAX-Unternehmen. Leider musste ich einsehen, dass die meisten Positionen über Netzwerke und Klüngeln vergeben werden und nicht nach Leistung. Das heißt ich muss in eine Top-Beratung um überhaupt eine Chance zu haben um irgendwie und irgendwann ganz oben mit zumischen.

Probleme bei der Sache: Mein Abitur war nicht so gut: Danke an meine Lehrer die mir immer sagten: “Ach, auf Dein Abi schaut niemand später!” und ich war nicht im Ausland. Ich weiß, dass die Ansprüche hoch sind, immer hin habe ich alle Prüfungen in meinem Hauptstudium mit 1.0 gemacht, daher kann ich gewissen Illusionen haben. Na ja, ich habe es erst mal nicht in eine Strategie Beratung geschafft (ich muss sagen ich habe es nicht ehrlich versucht) aber ich konnte einige andere Angebote mir abholen. Zum Glück auch Top-Management Beratungen dabei. Die 45000 Euro Netto Differenz, erklären sich halt einfach daraus, dass die Angebote sehr gut waren, nicht McKinseys 65000 Euro pro Jahr Brutto Angebot aber nicht gerade sehr weit davon entfernt. Ich bin richtig stolz auf mich, denn die Angebote die ich hatte waren finanziell die besten von all meinen Freunden und Kommilitonen. Ich weiß es ist materialistisches Denken. Macht mir aber erst mal herzlich wenig aus, denn ein Ziel von meinem Studium war so ein Jobangebot. Das kann ich jetzt abhaken.

Nun weiß ich nicht, ob ich beeinflusst wurde oder nicht .z.B. von Julia Friedrichs. Ich habe mich gegen Consulting entschieden und für schlechte Mensa, kleine Wohnung usw. Oder wie ein Freund, Chrisp, sagte: “Nein, für Forschung, Idealismus und intellektuelle Herausforderungen!” Die Meisten meiner Freunde halten die Entscheidung gut passend für mich und viele haben es schon lange gewusst, dass ich mich so entscheide. Die 45000 Euro Netto könnt ich noch reinholen irgendwann, sagen sie. Ich passe jetzt wieder in die Statistik; das ärgert mich. Imigrationshintergrund à Wissenschaft…was hat mich zu der Entscheidung bewogen? der Imigrationshintergrund? die gut Mensch Artikel? die anti matirialistische Erziehung? die Einfachheit hier weiter zu forschen? die Neugierde für die Forschung? der Drang was Neues zu entdecken? der Dr. Titel? meine größenwahnsinnigen Ideen? die besseren Chancen mit dem Dr. in die Strategie Beratung ein zusteigen?

Was denkst Du wieso ich jetzt wissenschaftlicher Mitarbeiter werde an der Uni?

Junior Prof goes Web2.0

Chrisp (Junior Professor) hat heute in seinem Blog geschrieben, dass er etwas Neues machen wird. Er geht mit seiner Arbeit als Wissenschaftler und Professor ins Web. D.h. er arbeitet in Wikis und lässt seine Arbeit von anderen diskutieren. Er schreibt über:”

  • Ich lege die didaktisch-methodischen Konzepte zu meinen Lehrveranstaltungen offen.
  • Ich reflektiere öffentlich meine Lehrerfahrungen.
  • Ich beschreibe meine Forschungstätigkeit und diskutiere neue Forschungsideen.”

Chrisp wird zum öffentlichen Wissenschaftler und wird damit Teil des Paradigmenwechsels an Universitäten. Ich muss sagen ich finde es sehr gut, dass jemand aus dem alten Paradigma (“Profilierung, Egozentrik, Hierarchie, Misstrauen und Angst vor Irrtum (das klingt jetzt sehr negativ – es ist sicher eine Überzeichnung, aber die Tendenz stimmt).” umsteigt.
Das Umsteigen ist nicht so einfach wie sich das anhört. Die eigene Arbeit offen zu Diskussion zu stellen braucht schon Nerven. Die Transparenz macht mehr Arbeit nehme ich an, aber sie bietet auch mehr Chancen für den einzelnen Prof. “Ich sehe dies als Möglichkeit, durch kollektive Wissenskonstruktion neue Ideenressourcen zu erschließen.” Und andere Wissenschaftler können von seiner Arbeit lernen und diese weiterentwickeln.
Hier sehe ich ein kleines Problem, dass es viele geben wird die einfach sammeln werden und nicht teilen werden. Die “Undankbaren”, nenne ich sie mal, sind ein Problem vom neuen Paradigma. Sie werden es dem offenen Wissenschaftler das Leben schwer machen. Die Undankbaren werden alles Gute für ihre Publikationen sammeln, aber nichts zurück geben an die jeweilige Community. Ich denke über einen etwas längeren Prozess wird sich das Problem beheben, aber kurzfristig wird es wohl zu Frust führen ab und an. Insgesammt werden sich die Probleme schnell lösen, wenn die Gruppe/Community der offenen Wissenschaftler wächst.
Chrisp hat einen guten Weg eingeschlagen und hoffe, dass noch mehr Wissenschaftler und Professoren dem folgen werden. Dieses ist auch ein Web2.0 Weg.

Nachwuchswissenschaftler und das alte Paradigma

“Nachwuchswissenschaftler und das alte Paradigma” war der Titel einer Session auf dem EduCamp2008 welche von Steffen Büffel Moderiert wurde. Ein tolles Thema, wie verändert sich die wissenschaftliche Arbeit an Universitäten. In meinem Beitrag Web Sience und Sience 2.0 habe ich schon drei Paper vorgestellt die sich mit der Veränderung von Wissenschaft im Zuge von Web2.0 beschäftigen. In der Session ging es mehr um das alte Paradigma an der Universität vor allem bei Geisteswissenschaften. Auf einer Seite kommen Universitäten technologisch nicht mit und auf der anderen Seite kommen Professoren mit der Umverteilung von Wissen nicht klar. Die Arbeits- und Denkweise muss sich in einigen Punkten ändern. Im alten Paradigma hat man Wissen schön bei sich gehortet und vielleicht in Bücher gegossen. Nun werden immer öfters Wissen und Informationen ins www gestellt. Dieses geschieht nicht immer von der Elite der wissensgesellschaft sonder von ganz normalen Leuten. Dieses Wissen steht dann auch für jeden bereit. Einige Professoren sind nicht sehr glücklich damit, dass ihre Studierenden Teile ihres Wissens aus dem www bilden. Natürlich gehört eine bestimmte Medienkompetenz dazu sich mit wertvollen und richtigen Informationen zu versorgen. Die Wertigkeit ist natürlich subjektiv.

Die Qualität des Wissens aus dem Internet wird oft bemängelt, dass diese nicht vergleichbar wäre mit Prereviewd Journals. In der Session zeigte sich, dass auch Professoren und Junior Professoren anderer Meinung sein können. Der Review-Prozess wird im www von viel mehr Leuten durchgeführt. Bei einer Einreichung eines Papers hat man meist eins bis drei zufällige Experten die ein Qualitätsurteil fällen. Natürlich ist der Review Prozess im www nicht formal, so muss der Suchende die schon erwähnte Medienkompetenz aufweisen. Dieser Prozess muss auch den Professoren verständlich werden, also diese sollten noch etwas an ihre Medienkompetenz arbeiten (weiterbilden).

Natürlich sollten Journals, Bücher usw. nicht wegfallen, aber Veröffentlichungen im Netz sollten mehr gefördert werden. Die Universitäten sollten auch den Wissenschaftlern die entsprechende Infrastruktur bieten. Diese sollten keine Angst vor Veränderung haben und immer Bremsen. Wenn eine Universität wie die RWTH Aachen keine Plattform für Blogs bietet müssen sich die Mitglieder der RWTH an andere Provider wenden. So geht die Identifikation die mit der RWTH möglich wäre verloren.

Durch das Verbreiten und Veröffentlichen des eigenen Wissens bietet man auch eine gute Plattform für Kooperationen. Die Wissensquelle (der Wissenschaftler) wird viel schneller gefunden von anderen Wissenschaftlern oder auch der Industrie. Auf dieser Weise können viel mehr fruchtbare Synergien entstehen. Die Ergebnisse sollten auch wieder in die Gemeinschaft zurück fließen.

Mit dem neuen Paradigma verschwimmen auch immer mehr die Grenzen zwischen den einzelnen Stufen bei den Wissensträgern. Dieses löst sicher im ersten Augenblick auch “Existenzangst” aus; da man überflüssig werden könnte als Wissensträger. Dieses führt dazu, dass die die Wissensquellen sind einen Vorteil haben vor denen die nur Wissensträger sind. Die Wissensquellen werden nie überflüssig werden, weil sie durch ihre Methodik und ihre Kreativität immer neues Wissen und Informationen produzieren werden. Es wird eng für die die sich “zu ruhe” gesetzt haben und sich auf frühere Taten ausruhen. Der Wechsel muss sich auch in der Lehre durchsetzen, so ist die Information nicht mehr wichtig, sondern die Kompetenz diese zu erwerben. Klar, das sagen Pädagogen und andere seit Jahren, aber jetzt ist der Zugriff auf Informationen sehr einfach. Diese Einfachheit ist jedem der Mal Google benutzt hat ersichtlich. Diese Medienkompetenz muss von Professoren vorgelebt und gelehrt werden an Hochschulen. Diese Kompetenzen werden die meisten Absolventen an ihren zukünftigen Arbeitsplätzen brauchen, denn viele Unternehmen reagieren schon auf diese Veränderungen. Hierfür muss man nur die Aktivitäten in der Gruppe “Web2.0 in Unternehmen” bei Xing verfolgen.

Einen Punkt sollte man sich bewusst machen beim neuen Paradigma. Nicht Ausgereifte oder noch Fehlerhafte Ideen und Informationen sind keine Schande. Durch die Gemeinschaft werden diese schon verbessert werden. Man verliert auch nicht im Ansehen. Gerade in meinem letzen Beitrag habe ich ein Stichwort nicht genannt gehabt, welches ich in meinen Notizen hatte, aber nicht für erwähnenswert hielt. Die Gemeinschaft hat aber schnell reagiert und in Kommentaren eine Verbesserung vorgenommen.

Leider ist mir kein “Protokoll” von der Session gelungen in diesem Beitrag; aber ich habe hier niedergeschrieben was ich aus der Session mitgenommen habe. Freue mich auf Kommentare und Verbesserungen J Die Session war gerad zum Ende des EduCamps2008 ein runder Abschluß und für mich sehr wertvoll. Jetzt gibt es Paradigma 1.0 und Paradigma 2.0 ! Was nocht fehlt ist der Prof2.0 …

Web Sience und Sience 2.0

Die Gesellschaft hat sich verändert in den letzten Jahren. Ich spreche von der Web2.0 veränderung, ich weiß nicht ob dass Web2.0 die Gesellschaft verändert hat oder Web2.0 die Beschreibung für die Veränderung in der Gesellschaft ist. (Muss mal der Frage nachgehen!) Diese haben natürlich auch veränderungen in der Wissenschaft mit sich gebracht. So arbeiten die meisten Wissenschaftler (m/w) anders als vor 10 oder 15 Jahre. Gerade durch die Veränderungen der ca. letzten vier Jahre hat sich wieder viel getan. Es gibt zum Beispiel zahlreiche Blogs und Wikis die sich mit Wissenschaft auseinander setzen.Es gibt zahlreiche andere Beispiele die ich hier nicht erwähnen möchte, weil dieses schon andere getan haben. Vorallem gefallen mir in diesem Zusammenhang die Artikel von Tim Berners-Lee (erfinder vom www 1989) und Ben Shneiderman (CS/HCI Prof. an der Universität von Maryland).

“Cerating a Scince of the Web”ist im Science Magazine in August 2006 erschienen. Tim Berners-Lee schreibt, dass das www die Art wie Wissenschaftler kommunizieren, kollaborieren und unterrichten verändert hat. Um solche Veränderungen zu verstehen und auch um neue Entwicklungen für das www zugestallten müssen die Effekte besser untersucht werden. Gerade auch in Hinblick weiterer gesellschaftlicher Veränderungen durch das www müssen diese wissenschaftlich betrachtet werden. Die neue Disziplin kann man “Web Sience” nennen. Hier würden die Methoden der Physik und der Biologie auf der einen Seite und die Arbeitsweise der Informatik auf der anderen Seite sich ergänzen. “Web sience is a combination of these two features. The Web is an engineered space created through formally specified languages and protocols.”Da Menschen die Inhalte erstelllen und das Web durch ihre Interaktionen beeinflussen muss “Web Sience” sehr stark interdisziplinär aufgestellt sein.

Die neue Wissenschaft soll, neue Muster im Verhalten der Nutzer finden, neue Technologie erfinden oder zum Einsatz bringen die den Nutzer unterstützen.”Web science is about more than modeling the current Web. It is about engineering new infrastructure protocols and understanding the society that uses them, and it is about the creating of beneficial new systems.” “Web science is about making powerful new tools for humanity, and doing it with our eyes open.”

Ben Shneiderman nimmt in seinem Artikel “Web Science: A Provocative Invitation to Computer Science“von Juni 2007 dieselbe Argumentation wie Tim Burners-Lee auf. Hier konzentriert sich mehr auf die Informatik und die Veränderungen in diesem Beriech “…Web science signals a new way of thinking about computer science” Er macht die neuen Entwicklungen erst klar: “Semantic Web, ontologies, Web services, and Web-scale coputing”. Im zweiten Schritt geht er auf die Interdisziplinarität ein. Wie man das ganze soziologisch betrachten muss um die Nutzer und ihrem Verhalten zu verstehen. Die Wissenschaftler (Informatiker) müssen sich aber auch neue Forschungsfragen stellen. “In short, the shift is from chips to clicks” .Der Huaptmerkmal in diesem Artikel ist, ob Informatik bereit ist sich den neuen Aufgaben zustellen und wissenschaftlich mit neuen Methoden aus anderen Fachgebieten die neuen Phänomene zu erforschen und neue zukunftsweisende Ideen zu entwickeln. Ben Shneiderman hofft, dass die Informatik diese Aufgabe annimmt.

In seinem zweiten Artikel zu dem Thema “Science 2.0″ welches auch im Science Magazine in März 2008 erschienen ist schreibt er, dass alle Disziplinen sich in ihren Methoden verändern müssen. Science 2.0 braucht natürlich noch die alten Methoden aus der Science 1.0, aber die Werkzeuge müssen nun auch anders wo eingesetzt werden und auch neue Methoden entwickelt werden. “Understanding these collaboration-centered socio-technical systems could accelerate their adoption and raise their adoption and raise their benefits. However, research will need to develop new ways of studying these complex interactions.”

“Science 2.0 researchers …work methods are harmony with research initiatives on Web science, crativity support tools, online education, and socially networked communities, among others. Advancing Science 2.0 will require a shift in priorities to promote integrative thinking that combines computer science know-how with social science sensitivity.”

Falls man die Möglichkeit hat und interessiert ist sollte man die Artikel lesen. Es lohnt sich. Leider sind die Artikel nicht immer kostenfrei. Ich habe Glück, dass ich über die Universität zugang zu den entsprechenden Artikeln hatte.Für weitere Infos kann man http://webscience.org/ besuchen. Die Webseite ist von einem Zusammenschluß von Wissenschaftlern (m/w) die Web Science leben einhauchen wollen gegründet worden. Hier findet man sehr viele Informationen rund um das Thema Web Science.

Was ist Informatik?

Der Fremdwörter Duden (6.Auflage 97) schreibt: Informatik Wissenschaft von den elektronischen Datenverarbeitungsanlagen und den Grundlagen ihrer Anwendungen.”

Das ist die kürzeste Definition die ich gefunden habe auf meiner Suche nach einer guten Erklärung für Informatik. Leider ist die gegebene Definition nicht vollständig. Sie sagt umgangssprachlich: Informatik ist die Wissenschaft von Computern und den Grundlagen von Computer Anwendungen. Im Informatik Duden (2. Auflage 93) gibt es einen zehn Seitige Erklärung zum Begriff Informatik:

Informatik (computer since) Wissenschaft von der systematischen Verarbeitung von Informationen, besonders der automatischen Verarbeitung mit Hilfe von Digitalrechnern. …; viel mehr hat sich die Informatik zu einem zusammenhängenden, theoretisch fundierten Gebäude, also zu einer neuen Grundlagenwissenschaft entwickelt, die auf andere Wissenschaften ausstrahlt. Zugleich führten Einsatz und Anwendungen zu einer Fülle von Erkenntnissen, Methoden und Techniken. Heute stellt sich die Informatik als eine Ingenieurwissenschaft dar, die (anstelle der Grundelemente “Materie” und “Energie”) den Rohstoff “Information” modelliert, aufbereitet, speichert verarbeitet und einsetzt. …Ein zentraler Begriff der Informatik ist der Begriff des Algorithmus…”

Den Ansatz von dieser Erklärung finde ich schon besser. Es ist immer noch nicht, dass was ich “fühle” was Informatik ist. Informatik als Wissenschaft hat es sehr schwer, denn für die meisten Nicht-Informatiker ist ein Informatiker gleich mit einem Programmierer oder jemand der Web-Seiten “macht” und Computer repariert und Windows drauf “macht” oder wenn man viel weiß “macht” der Informatiker auch Computerspiele. Diese Dinge sind, auch so schön wie sie klingen, eigentlich nicht das täglich Brot eines Diplom Informatikers. Klar, eigentlich muss jede Informatikerin programmieren können, da es ein wichtiges Werkzeug ist für ihr ist, aber auch nicht mehr als ein Werkzeug.

Bei einigen Unterhaltungen mit Freunde und Professoren aus der Informatik, wurde mir klar, dass keiner eine Definition von Informatik geben kann. Jede Definition ist eine Beschreibung der Teilgebiete der Informatik und/oder beschreibt durch Beispiele aus den Anwendungsfeldern der Informatik. Prof. Juraj Hromkovic beschäftigt sich auch mit dem Thema. Er schreibt Allgemein wird die Informatik mit folgenden Aussage beschrieben: “Informatik ist die Wissenschaft von der algorithmischen Darstellung, Verarbeitung, Speicherung und Übertragung von Information.”
(Hromkovic, J.: Algorithmische Konzepte der Informatik. Berechenbarkeit, Komplexitaetstheorie, Algorithmik, Kryptographie. Eine Einfuehrung. B.G.Teubner 2001)

Er schreibt weiter, dass die Informatik wie die Mathematik und auch die Philosophie die allgemeinen Kategorien “Determinismus, Nichtdertiminismus, Zufall, Information, Wahrheit, Unwahrheit, Komplexität, Sprache, Beweis, Wissen, Kommunikation, Approximation, Algorithmus, Simulation usw.” studiert. Diese wissenschaftlichen Kategorien sind nicht auf dem ersten Blick sichtbar oder verständlich für einen Außenstehenden, aber gerade diese Dinge beschäftigen einen Informatiker in den größten Massen. Gerade durch die Sicht der Informatik haben sich einige dieser Begriffe verändert oder stehen nun in einem anderen Licht dar.

Wie es wohl scheint ist die Informatik nicht nur eine Ingenieurswissenschaft. Neben den “technischen Aspekten des Engineering, wie Organisation des Entwicklungsprozesses (Phasen, Meilensteine, Dokumentation). Formulierung von strategischen Zielen und Grenzen, Modellierung, Beschreibung, Spezifikation, Qualitätssicherung, Testen, Einbettung in existierenden Systeme, Wiederverwendung und Werkzeugunterstützung,…” braucht auch der Informatiker auch noch Wissen über Managementprozesse wie z.B. “Teamorganisation und –leitung, Kostenvoranschlag und Kostenaufschlüsslung, Planung, Produktivität, Qualitätsmanagement, Abschätzung von Zeitrahmen und Fristen, Zeit zur Markteinführung, Vertragsabschluss und Marketing.” Gerade in den letzten Jahren kommen auch immer mehr Aspekte aus der Psychologie zum tragen in der Informatik. Im Bereich der Mensch-Maschine-Interaktion wird viel öfter der Mensch betrachtet, so dürfen “Usability, Ergonomie, Wahrnehmung, Gedächtnis, Lernen, Bewusstsein usw.” des Menschen zu kurz kommen.

An dieser Stelle sollte ich nicht versäumen die großen Felder in der die Informatik aufgeteilt wird zu nennen. Dieses Hilft nicht bei der Definition, aber sie hilft sich ein Bild von der Informatik zumachen. Kurz kann man die Informatik in Theoretische und Praktische Informatik aufteilen. Das ist gröbste Art und Weise. Wie es oft in der Literatur(z.B. Peter Rechenberg, Was ist Informatik? Eine allgemeinverständliche Einführung, Hanser, 2000) erwähnt ist und auch auf einem Infoblatt der GI (Gesellschaft für Informatik e.V.) steht sind die großen Felder: “Theoretische Informatik, Künstliche Intelligenz, Praktische Informatik, Technische Informatik und die Angewandte Informatik.” Über jedes einzelne Gebiet könnte man einen Blogeintrag wenn nicht ganze Zeitschriften Reihen heraus bringen. Ich erspare mir das mal.

An einer guten Universität bekommt eine Informatikerin auch all diese Dinge beigebracht. Natürlich setzt jeder seine Schwerpunkte und wird in bestimmten Gebieten zum Experten. Im zusammen Spiel mit dem jeweiligen Anwendungsfach wird der Informatiker zum Allrounder ausgebildet. Durch diese Anwendungsfächer hat sich an einigen Universitäten und Fachhochschulen eine große Anzahl an Bindestrich-Informatiken gebildet. z.B. Bio-Informatik, Medien-Informatik, Wirtschafts-Informatik, Ingenieurs-Informatik, Medizinische-Informatik, die Liste lässt sich beliebig weiterführen. Im Falle des Studiums eines Bindestrich-Informatik Faches, büßt man oft an der allgemeinen Bereite der Informatik teilzuhaben. Man lernt eventuell etwas mehr im Anwendungsfach, aber hat große Abstriche bei der Informatik.

Am Ende kann ich einfach sagen für mich ist die Informatik die Wissenschaft von: “Wie löse ich ein Problem effizient?” oder anders “Effizientes Problemlösen”. In der Aussage ist alles andere enthalten, Philosophie, Psychologie, Mathematik, Ingenieurwissenschaften und vieles mehr. Ich bin sicher jeder Informatiker tut nix anderes den ganzen Tag. Egal was er macht es muss in Bezug zu einem bestimmten System effizient sein und er wird von einem Problem getrieben. Am Anfang steht immer das Problem entgegen z.B. der Psychologie, die am Anfang das Phänomen (den Menschen) haben, den Sie zu erklären versuchen. So ist der Informatiker doch am Ende ein “Macher” wie es die Allgemeinheit denkt, halt nur in ganz anderen Dimensionen.

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