@cspannagel Digital Suicide

Heute gegen 16:15 habe ich erfahren das @cspannagel sich “digital umgebracht” hat. @cspannagel ist aus dem Web raus. Sein Weblog bleibt und die Wikiversity Seiten.

Wie Jean-Pol Martin um 18:00 den Digital Suicide kommentierte
“komisches gefühl!” empfinden wohl einige. Ich auch. Der Beitrag von @cspannagel liest sich wie ein Abschiedsbrief. Digital Suicide ist wirklich ein neue Emotion. In kurzerster Zeit haben über 25 Leute den Abschied kommentiert. Das ist beträchtlich.

@cspannagel war in den letzten zwei drei Jahren zu einem Hub im Internet. Er war ein wichtiger Knoten im Netzwerk vieler. Jetzt wird sich zeigen wie das Netzwerk sich ohne @cspannagel halten wird. Wird es einen neuen Hub geben? Die noch größere Frage ist, wie werden sich die Beziehungen bei Christian Spannagel sich ändern. Wie viele der Freunde, Freundinnen und Follower aus dem Netz werden noch Offline Kontakt halten. Na ja, Offline per Mail und Blog J . Aus wissenschaftlicher Sicht ist die letzte Frage wirklich interessant. Das Leben geht auch wohl beim Digital Suicide von einem liebgewonnen “Profil” weiter.

Ruhe in Digital Space @cspannagel.

Nachtrag: Digital Suicide ist eine Idee von http://suicidemachine.org/ Web 2.0 Suicide Machine. Hier kann man einfach seine Accounts löschen. Digital Suicide bezieht sich auf die Löschung von seinen Web 2.0 Profilen.

P.S.: Yahtzee!

Prof. Kruse im Interview bei Scope: eine qualitative Bewertung

Ich gebe mal eine qualitative Bewertung zu Prof. Dr. Peter Kruse. Ich will hier kein Wiki Eintrag zu Ihm schreiben. Ich habe ein Interview von 70 min auf Scope mit ihm gesehen. Meine Bewertung bezieht sich auf die Äußerungen aus diesem Interview. Ich hoffe Prof. Kruse ist nicht böse wegen der Bewertung. Das Wort “Bewertung” habe ich in dem Interview gelernt. Vorher hätte ich Feedback oder Meinung gesagt.
Mir gefallen die Aussagen nicht, ich führe das mal kurz aus. Ich sehe, dass einfache Dinge sehr komplex dargestellt werden und kompliziert beschrieben. Themen sind Netzwerke und Lernen kurz gesagt. Dabei geht er natürlich auf das Internet als komplexes Netzwerk ein.
Viele Aussagen die er in dem Interview trifft sind faktisch nicht richtig, z.B. das YouTube seine beste Zeit schon hatte. Für mich ist das ganze sehr viel heiße Luft. Ich benutze hier ein Zitat aus einem Kommentar: “Oft beziehen Geisteswissenschaftler ihre Autorität nur aus dem Umstand, dass sie Banales unverständlich (mithilfe einer überzüchteten Terminologie) ausdrücken.” genau das passiert hier.
Die Behauptung, dass das Internet momentan erstickt und auch die Bewertungssysteme die auf Statistik beruhen uns nicht weiter bringen (Googles Pagerank, Amazons Empfehlung). Leider stimme ich hier nicht zu. Natürlich sind semantische Netze gut, aber ich sehe kein muss. Vieles was als nicht funktionierend dargestellt wird von ihm in dem Interview funktioniert.
Die Möglichkeit mit Menschen aus anderen Kulturen Kontakt zu haben und auch mit diesen zu arbeiten und zu lernen wird als ein Problem dargestellt. Natürlich kann es Probleme geben, diese sind in der Anzahl wesentlich kleiner als hier beschrieben. Das Thema macht die Musik, in der globalisierten Welt sprechen alle über dasselbe und verhalten sich ähnlich bei der Kommunikation über das Netz. Wenn ich über ein spezielles mathematisches Problem mit Studierenden aus der ganzen Welt spreche, haben wir in dem Augenblick dieselbe Kultur, die Mathe-Kultur. Das Selbe gilt auch wenn ich mich über das iPohne informiere und unterhalte.
Natürlich kann es bei aufgepusteten Terminologien Probleme geben, weil da jeder sein Luftballon platzieren will. Ähnliches habe ich auch bei anderen Publikationen von Geisteswissenschaftler festgestellt gesehen. Es waren keine Geisteswissenschaftler am “Start” als das Internet los ging und “Web2.0″ auch nicht. Jetzt muss alles erklärt und mit Begrifflichkeiten bedeckt werden. Man will ja jetzt dabei sein. Ich rede nicht von sinnvollen Projekten, die jetzt auch gerade aus der Geisteswissenschaft gestartet werden. Die Internet und “Web2.0″ als Werkzeug nutzen. Nein, sondern die die jetzt die Weisheit mit Löffel gegessen haben. Gerade für die die Funktionsweise des Netzes zu komplex geworden ist und zu kompliziert zum Verstehen und jetzt versuchen Begriffe zu finden oder Lösungen haben für nicht vorhandene Probleme. Diese lassen sich halt gut an Unternehmen (Enterprise 2.0) verkaufen. Ich will auf gar kein Fall die Arbeit von Prof. Kruse schlecht reden, aber am Ende des Tages spricht da ein Berater der seine Firma platziert. So viele Buzz Wörter habe ich selten in 70 Minuten gehört.
Ich freue mich auf Eure Meinung, gerade wenn ihr eine andere Meinung habt. Ich habe schon von einigen gehört, dass Sie Prof. Kruse genial finden.

PS: Vergleicht einfach die Beiden Videos:
http://de.youtube.com/watch?v=Wvi-dM-KFQs
http://www.youtube.com/watch?v=yL_-1d9OSdk

PPS: Ich schließe in keinem Fall aus, dass ich das Interview nicht verstanden habe. Mir also die notwendige Fähigkeiten und Fertigkeiten dazu fehlen.

PPPS: Es kommen auch sehr viele wirklich intelligente Dinge im Interview vor, aber zum Themen Unternehmen und Wirtschaft. Die Dinge die mit Netzwerk, Internet, Web2.0 usw. sehe ich kritisch. Halt Vorstellung seiner Firma. Kluges Marketing von einem klugen Unternehmer.

Blog nach Web2.0 von Tom Alby

Ich habe eine Mindmap über Blogs gemacht. Es soll einen Überblick sein von Blogs. Hierbei habe ich mich an das Blog Kapitelaus dem Buch Web 2.0 von Tom Alby gehalten.

Auf die MindMap clicken um diese zu vergrößern

SUMMIZE Twitter Search Suche

Dinge gibt es?! Heute habe ich eine Suchmaschine für/ über Twitter entdeckt. ist dieses neue Tool. Irgendwie bunt und cool. Ich kann einfach ein Begriff eingeben und er sucht mir die entsprechenden Nachrichten wo das Wort drin vorkommt. Hier mit kann ich Personen finden die über dasselbe reden wie ich. Es bietet auch ein großes Potenzial beim bilden von Mashups.

Neben den tollen Eigenschaften macht summize.com mir auch Angst. So kann jeder lesen was ich schreibe. Klar, wenn mein twittern frei ist, kann es auch jeder lesen. Hier mit bekommt es aber eine andere Dimension finde ich. Es ist eine gezielte Suche nach Themen und Personen möglich. Mit Datamining lassen sich sehr viele Informationen über eine Person oder eine Personengruppe heraus finden. Man kann Kommunukationsnetzwerke visualisieren und mit den kleinen einzelnen Informationen ein großes Bild zusammen setzen, welches mehr ist als die Summer seiner Einzelteile. Wie meine kollegin sage, es war klar, dass irgendjemand eine solche Suchmaschine machen würde, aber ich bin da noch etwas gespalten zwischen “hey Super!” und “hey aufpassen!”

Siehst Du probleme? Oder siehst Du eher die Vorteile? Hast Du schon coole Mashups im Kopf?…

AideRSS Hilfe bei Organisation von RSS Feeds

RSS ist toll. Für die noch nicht wissen was RSS-Feeds sind oder was dieses Orange Symbol ist, sollten bei Chrisp vorbei schauen. Im Beitrag RSS-Feeds abonnieren zeigt er was RSS ist und wie man es abonniert. Hier sind auch direkt zwei Videos so, dass es nicht langweilig wird.

Nun für die anderen die schon RSS nutzen. Mit der Zeit sammelt sich echt viel an, also Webseiten von den man das RSS abonniert hat. Etwas Unterstützung bei der Organisation und Bewertung gibt jetzt die Seite AideRSS.com .Hier kann man sich anmelden und seine RSS-Feeds sammeln und organisieren. Das Tolle ist, es strukturiert für einen die Feeds. Mit Hilfe von verschiedenen Faktoren, werden die einzelnen Beiträge bewertet und in verschiedenen Klassen eingeteilt. So kann ich mir immer einfach die wichtigsten oder besten Beiträge lesen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Inhalte zusammen zustellen. Was hilfreich ist, dass ich von meinen Listen auf AideRSS.com einen RSS abonnieren kann. z.B. kann ich von verschiedenen Basketball-Seiten die Feeds auf AideRss abonnieren. Dann kann ich sagen, er soll mir aus diesen die 10% Besten als RSS-Feed bereit stellen und ich abonniere nur diese noch. Habe 90% der Beiträge mir erspart.

Die Auswahl, was gut oder schlecht ist fällt z.B. über Anzahl Kommentare, Bookmarking bei SocialBookmarking Plattformen usw. Ich glaube AideRSS.com kann noch ein paar Dinge, aber habe noch nicht alles ausprobiert. Es gibt auch Einführungsvideos die helfen solle, zu verstehen wie man AideRSS.com nutzt und was es macht. Viel Spaß damit und schreibt mir mal Eure Erfahrungen und wo Ihr es einsetzt.

Was ist web2.0? oder Web2.0 wird zu 2.0 Zeitalter

Web2.0 Ist eins der wichtigsten Ausdrücke meines Lebens geworden in den letzen 20 Monate. Es ist überall. Vor allem 2.0 hängt an allem. Ich warte nur noch, dass mein Brot zu Brot2.0 wird. Nicht falsch verstehen, ich liebe Everything2.0. Everything2.0 trifft den Nagel glaube ich ganz gut auf den Kopf, so wie auch eine Gruppe bei Xing.com heißt. Für mich ist Web2.0 schon längst viel mehr, als von Tim O´Reilly beschrieben in What is Web 2.0. Web.20 ist schon längst nicht nur im Netz zu suchen. Das Verhalten von der Bürger hat sich verändert. Ich bin nicht mir sicher, ob ich sagen kann die Gesellschaft hat sich in ihrem Verhaltensmuster geändert oder nicht. Leider bin ich kein Soziologe. Ich wage mich doch zu schrieben: Web2.0 ist ein Zeitalter oder könnte für ein Zeitalter stehen. So wie auch die Industrialisierung ein Zeitalter ist. In den letzten Jahren habe ich oft von der Informationsgesellschaft gelesen als unser Zeitalter. Die Informationsgesellschaft ist nur die Vorstufe zu Web2.0, genau wie erst die Manufakturen mit Arbeitsteilung begannen, bevor es zu den Fabriken überging mit dem Einsatz von Maschinen und die Automatisierung von Arbeitsprozesse. Durch diese Veränderungen veränderte sich der Mensch in dem neuen Zeitalter. Das Selbstverständnis des Menschen, welches sich in seinem Handeln in der Gesellschaft verändert hat macht für mich ein Zeitalter aus. Mit Web2.0 verändern wir uns auch. Viele Prozesse und Werte habe sich in den letzen Jahren gewandelt. Durch diesen Wandel haben sich auch die Menschen als Teilnehmer an den Prozessen sich gewandelt oder angepasst. Der Arbeitnehmer wird zum Wissensarbeiter der immer mehr Knowledgemanagement in Kooperation und Kollaboration mit seinen Kollegen (Community) machen muss. Das Verständnis für Privatsphäre und Datenschutz verändert sich immer mehr. Es ist nicht nur die Selbstdarstellung oder der Umgang miteinander in Social Networks sonder auch das Verhalten bei anderen Dingen. Die freizügige Weitergabe von Daten beim Einkaufen mit der Payback-Karte oder der Treuekarte ist auch Web2.0. Der Käufer erstellt ein Einkaufsprofil von sich. Dieses ist öffentlich für die “Partner” der Karte die dafür zahlen, es funktioniert nicht viel anders als Googles AdSense oder personalisierte Werbung bei StudiVz.

Genau wie auch in anderen Epochen gibt es im Web2.0 eine neue Ressource die sehr viel Wert ist und auch umkämpft ist: Daten. Daten bilden die wichtigste Ressource in diesem Zeitalter. Das Sammeln von Daten ist zu ein großem Geschäft geworden. Jetzt sind es nicht bestimmte Länder die expandieren wollen jetzt, sondern Multi-Nationale Unternehmen. Google stellt hierbei das British Empire dar. Google hat es in einer Dekade geschafft die wertvollste (86 Milliarden Dollar) Marke auf der Welt zu werden. Ihr Geschäft sind Daten. Genau wie das Großbritannien andere Länder verschluckte ins British Empire, hält es auch Google. Es verschluckte viele Firmen: Orkut, Writely (jetzt Google Docs), Youtube usw. Alle diese Unternehmen bringen neue personalisierte Daten für Google mit. Nun versucht Microsoft mit Google mit zu kommen genau wie einige andere die sich auf das Datensammeln begeben haben.

Auch klassische Dienste des Staates stellen sich um. Was auch ein Kennzeichen für ein neues Zeitalter ist. Der Bundesnachrichtendienst (BND) stellt sich z.B. bei Jobmessen, als große Firma dar die einfach International Datensammelt, so unschuldig wie Google oder Yahoo. Das Datensammeln ist die beste Waffe, die den Bürgern einen Schutz vor Terrorismus bieten kann. Es gibt immer mehr Gesetze die den Umgang mit den Daten “regeln” sollen zum Schutz vor bösen Einflüssen. Hierbei ist aus einer Ecke der Begriff Stasi2.0 entstanden. Vorrats-Datenspeicherung betrifft auch die Oma die nichts mit Web2.0 zutun hat. Das zeigt, dass 2.0 nicht nur das Verhalten im Web betrifft, sonder eine Veränderung in der Gesellschaft beschreibt.

Zu User Generated Content kann ich sagen, dass ich schon lange bei Subway mein Sandwitch und bei Starbucks mein Café selbst generiere indem ich die einzelnen Zutaten bestimme. Gut den Content teile ich nicht mit der Welt, aber ich bestimme was passiert. Ich werde Teil des Prozesses. Nichts anderes passiert auch bei mymuesli.com, wo ich mein eigenes Müsli zusammen stelle und bestelle, halt web2.0.

Zum Glück bin ich mit der Idee nicht ganz allein, Tim O´Reilly sagte kürzlich zu dem Thema bei BBC: “It’s the most profound change since the advent of literacy. And it’s bigger than the industrial revolution.”

Ich sehe noch kein Ende der Veränderungen, die Dienste die unser Leben verändert haben, werden sich jetzt noch mobil machen. Es wird eine komplette ein Bettung in den Alltag statt finden. Wir verändern uns mit den Gegenständen um uns. Bin gespannt wann man über das 2.0 Zeitalter in den Geschichtsbüchern liest. (Falls da noch richtige Bücher gibt :-) )

Lebensweisheit, Lebenserfahrung ist das alles?

Heute ist ein Beitrag von zwei Neuronen erschienen bei Blogpiloten.de. Wisdom… Lebensweisheit, Lebenserfahrung – unsere Ressourcen beschreibt wie Web2.0 dazu beigetragen hat, dass Erfahrung und Weisheit ausgetauscht werden können. Quasi die Erfahrenen unterstützen die Anfänger. Dieser Austausch kann in Netzwerken statt finden. Die beiden Autoren sind selbst Mitglied in einem Wissensnetzwerk: Neuronen-Netz. So berichten sie aus ihren positiven Erfahrungen mit der Zusammenarbeit und Kommunikation in einem Netzwerk.

Ich denke die weitergegeben Weisheiten und Erfahrungen müssen nicht um bedingt von großem Vorsprung sein zu denen von dem Empfänger. Kleine Informationseinheiten können auch helfen. Gerade, wenn die Informationen immer und überall zur Verfügung stehen. Für mich mache ich hier die Einteilung in Expertenwissen und Masseninformation. Beides denke ich sollte in „The wisdom of crowds“ vorhanden sein. Den damit kann jeder Mensch etwas zum Allgemeinem-Wissen (nicht zu verwechseln mit Allgemeinwissen) beitragen.

Mit dem neuem Verständnis fürs Internet was mit Web2.0 mit gekommen ist, haben sich Teile von Gesellschaften sich verändert. Leider sind nicht Alle dabei. Gerade die Älteren, von deren Weisheit eine Gesellschaft zerren kann, sind unterrepräsentiert im Web2.0. Durch Aktionen wie bloggerpatenschaften.de wird versucht eine Brücke zwischen den Netzwerken aus dem Netz und den Menschen außerhalb des Netzes zu schlagen. Solche Aktionen könnten helfen den “i-Gap” in der Gesellschaft zu überwinden.

Die Möglichkeiten die das Internet bietet müssen besser kommuniziert werden. Viel mehr NPOs (Non-Profit-Organization) müssen sich bilden und sich gegen kommerzielle Angebote durch setzen. Leider liegt es in der Natur der Sache, dass erfolgreiche Web2.0 Angebote von Unternehmen aufgekauft werden. Nichts desto trotz sollte die Partizipation im Internet positiv genutzt werden und nicht nur für Unterhaltung. Gegenüber dem Fernsehen, haben wir im Internet die Möglichkeit das Programm zu machen und sinnvolles mit unserer Zeit im Netzanfangen…natürlich nicht nur!

Jemehr Leute auch ihre Erfahrungen und Wissen, seien diese auch gering, mit ein bringen in Netzwerken erhält die Gesellschaft einen Mehrwert. So muss der nächste Schritt sein zu versuchen den “i-Gap” zu verkleinern oder viele Brücken darüber zu bauen. Jeder kann in seinem Umfeld Begeisterung für Web2.0 Tools und Netzwerke auslösen. Das wird schon helfen. An Schulen und Universitäten muss auch mehr gemacht werden um die “Zukunft” mit Netzsensibilität auszurösten. Gerade Kindern aus Bildungsfernen Familien könnte durch einen sinvollen Umgang mit dem Internet viele Türen geöffnet werden. Dafür müssen aber die Lehrer versuchen die Kinder und Jügendlichen übern den”i-Gap” zubringen.

Ich bin sehr gespannt auf die weitere Entwicklung der Gesellschaft durch die neuen Möglichkeiten die sie hat.

Blogging Bloggen für jeden

Bloggen wird immer mehr zum Thema. Gerade in Zusammenhang mit Web2.0 kommen Blogs oft vor. Ich glaube ich habe mich schon früher darüber beschwert, dass Web2.0 sehr oft auf Wikis, Blogs und Onlinetauschbörsen reduziert wird. Das soll erst mal egal sein. Es geht um Blogs. Sogar die VDI Nachrichten haben das Thema für sich entdeckt und in der Ausgabe Nr.15 von diesem Jahr mehre Beiträge mit dem Schwerpunkt Blogging veröffentlicht. Die VDI Nachrichten würde ich als konservativ und unternehmensnah bezeichnen von ihrer Tendenz her. So gestallten sich auch die Artikel. Blogger und Web-Junkies stehen sich sehr nahe für die Autoren. Sie stellen aber heraus, dass Corporate Blogs und Interne-Blogs sehr nützlich sein können für Unternehmen. Die Motivationen sind teilweise für mich etwas an der eigentlichen Blogging Idee vorbei. “brachenrelevante Blogs beobachten und auf kritische Beiträge reagieren. Besser noch, so Eck: ,Einen eigenen Corporate Blog starten und dort selbst Themen setzen ´” für mich hört sich es an wie Schadenbegrenzung2.0 oder Imagepulitur2.0. Man begibt sich auf das Spielfeld der Kritiker und hofft durch ein besseres Angebot von der Kritik ablenken zu können. Die Motivation Blogs fürs Wissensmanagement einzusetzen hingegen finde ich wesentlich besser. “Primär soll der Blog `transparent machen, wer an welchen Themen arbeitet und Wissen aggregieren’, sagt Scheuer.” Das ist eine gute Umsetzung für Interneblogs. Leider sind wohl einige Methoden die Mitarbeiter dazu zu motivieren fragwürdig. “Beim Münchner IT-Dienstleister Pentos AG ist Bloggen Teil der Zielvereinbarungen.” Das Problem sehe ich ähnlich wie der Einsatz von Blogs in der Lehre. Dort sind benotete Studentenblogs auch sehr fragwürdig in ihrer Authentizität und Zweckmäßigkeit. Immerhin wird auf Blog-Experten gehört und geschrieben: “Authentische Schreibe statt offiziöser Berichterstattung und bloß keine PR-Profis ans Werk lassen, lautet das Credo…”

Gerade im Beitrag “Spielregeln für Mitarbeiter einführen” domminiert die Angst vor Bloger. “Dass für Unternehmen im Web2.0 allerdings auch Gefahren lauern, liegt auf der Hand. Quelle dieser Gefahren sind nicht selten die eigenen Mitarbeiter.” Ich war sehr erschrocken als ich das gelesen habe. Wieso sollte man auch Mitarbeitern vertrauen? Oder seinen Kunden?…dieses Web2.0 macht beide Gruppen unberechenbar. Sie können sich vernetzen und kommunizieren, dass muss nicht immer gut sein fürs Unternehmen. Gelebte Demokratie ist immer gefährlich für bestimmte Gruppen in einer Gesellschaft. “ist es zweckmäßig, den Arbeitnehmern gegenüber klare Grenzen zusetzen und diese deutlich kommunizieren Die kann über Reglungen im Arbeitsvertrag, konkrete Hinweise an betroffene Arbeitnehmer bis hin zur Entwicklung von Blogging Richtlinien –in Abstimmung mit dem Betriebsrat- geschehen.” Ich frage mich, wieso es nicht so was früher gegeben hat? Es gab keine Klauseln, dass man für die Kirchenzeitung oder die Vereinszeitung schreiben darf. Die Meinungsäußerung soll klar geregelt werden. Mitarbeiter werden als Unmündig dargestellt. Jeder weiß, was Betriebsgeheimnisse sind und was er nicht ausplaudern darf. Das steht schon “immer” im Arbeitsvertrag. Jetzt die blogenden Mitarbeiter mit Richtlinien auf die die Firmentreue hinzuweisen halte ich für eine schlechte Entwicklung. Ich hoffe dieses macht keine Schule in den Unternehmen. Mir macht es etwas Angst, da der Beitrag in den VDI Nachrichten stand und bei vielen Lesern mit wenig Web2.0 Erfahrung für ein falsches Bild sorgen könnte. Das “Fazit: Das Web2.0 bringt auch Risiken. Um diese in den Griff zu kriegen, sollte man besonders Wert auf Prävention legen.” könnte auch sehr gut von der chinesischen Regierung sein!

Mein Moto ist: Aufklären statt Regulieren im Web2.0!

Web Sience und Sience 2.0

Die Gesellschaft hat sich verändert in den letzten Jahren. Ich spreche von der Web2.0 veränderung, ich weiß nicht ob dass Web2.0 die Gesellschaft verändert hat oder Web2.0 die Beschreibung für die Veränderung in der Gesellschaft ist. (Muss mal der Frage nachgehen!) Diese haben natürlich auch veränderungen in der Wissenschaft mit sich gebracht. So arbeiten die meisten Wissenschaftler (m/w) anders als vor 10 oder 15 Jahre. Gerade durch die Veränderungen der ca. letzten vier Jahre hat sich wieder viel getan. Es gibt zum Beispiel zahlreiche Blogs und Wikis die sich mit Wissenschaft auseinander setzen.Es gibt zahlreiche andere Beispiele die ich hier nicht erwähnen möchte, weil dieses schon andere getan haben. Vorallem gefallen mir in diesem Zusammenhang die Artikel von Tim Berners-Lee (erfinder vom www 1989) und Ben Shneiderman (CS/HCI Prof. an der Universität von Maryland).

“Cerating a Scince of the Web”ist im Science Magazine in August 2006 erschienen. Tim Berners-Lee schreibt, dass das www die Art wie Wissenschaftler kommunizieren, kollaborieren und unterrichten verändert hat. Um solche Veränderungen zu verstehen und auch um neue Entwicklungen für das www zugestallten müssen die Effekte besser untersucht werden. Gerade auch in Hinblick weiterer gesellschaftlicher Veränderungen durch das www müssen diese wissenschaftlich betrachtet werden. Die neue Disziplin kann man “Web Sience” nennen. Hier würden die Methoden der Physik und der Biologie auf der einen Seite und die Arbeitsweise der Informatik auf der anderen Seite sich ergänzen. “Web sience is a combination of these two features. The Web is an engineered space created through formally specified languages and protocols.”Da Menschen die Inhalte erstelllen und das Web durch ihre Interaktionen beeinflussen muss “Web Sience” sehr stark interdisziplinär aufgestellt sein.

Die neue Wissenschaft soll, neue Muster im Verhalten der Nutzer finden, neue Technologie erfinden oder zum Einsatz bringen die den Nutzer unterstützen.”Web science is about more than modeling the current Web. It is about engineering new infrastructure protocols and understanding the society that uses them, and it is about the creating of beneficial new systems.” “Web science is about making powerful new tools for humanity, and doing it with our eyes open.”

Ben Shneiderman nimmt in seinem Artikel “Web Science: A Provocative Invitation to Computer Science“von Juni 2007 dieselbe Argumentation wie Tim Burners-Lee auf. Hier konzentriert sich mehr auf die Informatik und die Veränderungen in diesem Beriech “…Web science signals a new way of thinking about computer science” Er macht die neuen Entwicklungen erst klar: “Semantic Web, ontologies, Web services, and Web-scale coputing”. Im zweiten Schritt geht er auf die Interdisziplinarität ein. Wie man das ganze soziologisch betrachten muss um die Nutzer und ihrem Verhalten zu verstehen. Die Wissenschaftler (Informatiker) müssen sich aber auch neue Forschungsfragen stellen. “In short, the shift is from chips to clicks” .Der Huaptmerkmal in diesem Artikel ist, ob Informatik bereit ist sich den neuen Aufgaben zustellen und wissenschaftlich mit neuen Methoden aus anderen Fachgebieten die neuen Phänomene zu erforschen und neue zukunftsweisende Ideen zu entwickeln. Ben Shneiderman hofft, dass die Informatik diese Aufgabe annimmt.

In seinem zweiten Artikel zu dem Thema “Science 2.0″ welches auch im Science Magazine in März 2008 erschienen ist schreibt er, dass alle Disziplinen sich in ihren Methoden verändern müssen. Science 2.0 braucht natürlich noch die alten Methoden aus der Science 1.0, aber die Werkzeuge müssen nun auch anders wo eingesetzt werden und auch neue Methoden entwickelt werden. “Understanding these collaboration-centered socio-technical systems could accelerate their adoption and raise their adoption and raise their benefits. However, research will need to develop new ways of studying these complex interactions.”

“Science 2.0 researchers …work methods are harmony with research initiatives on Web science, crativity support tools, online education, and socially networked communities, among others. Advancing Science 2.0 will require a shift in priorities to promote integrative thinking that combines computer science know-how with social science sensitivity.”

Falls man die Möglichkeit hat und interessiert ist sollte man die Artikel lesen. Es lohnt sich. Leider sind die Artikel nicht immer kostenfrei. Ich habe Glück, dass ich über die Universität zugang zu den entsprechenden Artikeln hatte.Für weitere Infos kann man http://webscience.org/ besuchen. Die Webseite ist von einem Zusammenschluß von Wissenschaftlern (m/w) die Web Science leben einhauchen wollen gegründet worden. Hier findet man sehr viele Informationen rund um das Thema Web Science.

Zwei Videos: eLearning2.0 und Web2.0

Vor ein paar Tagen habe ich zwei inhaltlich sehr gute Videos im Web gefunden. Eins beschäftigt sich mit eLearning2.0 und das andere mit Web2.0.

Ich fange mal mit Web2.0 an. Die Seite oder eher der Blog wo man das Video finden kann hat den passenden Namen: Der Film wurde an der HDM Stuttgart produziert, ich denke als Abschlußarbeit von zwei Studierenden. In den 35 min erfährt man einiges Rund ums Web2.0. Die typischen Dinge von O´Realy bis zum Boom werden dort erwähnt. Für mich waren die Gespräche mit den StartUps sehr interessant und wie diese sich finazieren und um welche Summen es am Anfang bei der Finanzierung geht. Das Video schafft es sicher in der Web2.0 Community rum zukommen.Für alle Einsteiger ist das Video auch gut geeignet um sich ein Bild zumachen. Besonders gut wird klar, dass es nicht nur diese eine klare Definition von Web2.0 gibt, sonder Web2.0 eine große Frabskala ist, welche sehr bunt ist.

Das Video “e-Learning 2.0 und quality” von Graham Attwell ist ein seht gutes Video für eLearning. Gerade in den ersten 14 Min erklärt Attwell eLEarning2.0. Hierbei ist er wissenschafltich Korrekt und bennent auch Quellen auf welche er seine Aussagen stützt. In den restlichen 26 Minuten geht er noch auf die Themen Qualität von eLearning2.0, Assesment und Feedback ein. Alle Punkte werden klar dargestellt. Für einsteiger sicher am Anfang etwas schwer alles zu verstehen, aber ein sehr schöner Überblick. Die wichtigsten Schlagwörter werden auch immer im Video eingeblendet, so dass man diese sich notieren kann oder auch mitlesen kann. Sicher ist das aus lerntheoretischer Sicht wertvoll. eTeacher und eLecturer können das Video für ihren Unterischt verwenden um eine Einführung in eLearning2.0 zu haben. Es gibt noch weitere Videos von G. Attwell, die werde ich mir bei nächster Möglichkeit anschauen.

Also zwei Videos ca. 80 Minunten. Es lohnt sich die Zeit mal zu nehmen, wenn man gerade keine Lust mehr hat ein Paper zulesen oder die nächste Vorlesung vorzubereiten.

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Schließe dich 420 Followern an