Was soll ich in der Freizeit machen? Stimme ab!

Momentan führe ich eine Umfrage durch auf http://twtpoll.com/axs2kj . Auf das Ergebnis bin ich sehr gespannt. Die Frage ist, ob ich wieder Basketballtrainer werden soll oder ob ich besser etwas anderes machen soll. Es gibt 6 Antwort Möglichkeiten von denen man eine wählen kann. Den Link habe ich gestern und heute Mittag über Twitter in die Welt gesendet. Gelichzeitig ist dieser auch als mein Facebook Statusmeldung eingegangen. Mal sehen wieviele Leute sich an der Umfrage beteiligen. Bis jetzt sind es 11 Personen. Eventuell werden es mehr Teilnehmer an der Umfrage nach diesem Blogbeitrag. Das Ergebnis der Umfrage ist direkt nach der Stimmabgabe sichtbar. Also geh auf http://twtpoll.com/r/axs2kj und stimme ab über meine Freizeit. Ich nenne das hier “Freizeitgestaltung 2.0″ J

13 Dinge die man beachten sollte wenn man sein Verhalten ändern will

Ich habe einen tollen Artikel gelesen 13 Things to Avoid When Changing Habits. Es geht um den Weg wie ich am besten mein Verhalten verändere oder eine Gewohnheit los werde. z.B. mit dem Rauchen aufhören, mehr Sport zu machen oder jeden Tag zu an der Diplomarbeit zu schreiben. Die Tipps die dort gegeben werden kann ich sehr gut nach vollzeihen. Viele der Dinge habe ich auch selbst so erlebt. Ich sehe es sehr Erfolgversprechend wenn man sich an diesen 13 Dinge hält. Ich habe unten das ganze Mal kurz zusammen gefasst auf Deutsch.

  1. Immer nur eine Gewohnheit verändern. Setze Dir nur ein Ziel gleichzeitig. Das erhört die Erfolgschancen drastisch. Ein Ziel nicht zwei oder mehr! 1!
  2. Mach Dir ein Plan. Schreibe Deine Ziele auf. Notiere das Start-Datum und wann es Endet. Wichtig: bring es zu Papier und halte Dich dran.
  3. Halte es lange durch, halte Dich lange an Deinem Plan. keine halben Sachen. Erzähl jedem von Deinem Vorhaben. Schreib ein Blog, sag es Deiner Mutter, Deinen Arbeitskollegen, Deinem Bäcker und der Frau aus der Mensa. Leg Dein Plan auf Dein Schreibtisch und häng es an den Kühlschrank.
  4. Besorg Dir Unterstützung. Du solltest mehr als einen Supporter haben. Lass Dich von einem Freund, von Deiner Schwester, von Deinem Chef oder von Deiner Freundin unterstützen. Schließ Dich einer Gruppe an, z.B. einer (online-)Community die dasselbe machen. Sag Ihnen, dass Du Dich meldest, wenn Du Hilfe brauchst. Notier das in Deinem Plan.
  5. Bevor es los geht, werde Dir über Deine Motivation klar. Warum willst Du die Gewohnheit änder? Was wird Dich auf Kurs halten? Intrinsische Motivation ist wohl besser als extrinsische Motivation. Schreibe diese in Deinen Plan.
  6. Erkenne die Hindernisse. Wo könnten stolper Steine sein? oder woran bist Du das letze Mal gescheitert? Wenn es das erste Mal ist, dann mach eine kleine Recherche um Dir klar zu werden über mögliche Hindernisse. Mach Dir einen Notfallplan für die möglichen Hindernisse. Notiere diese in Deinem Plan.
  7. Führe Buch über Deine Fortschritte. Ein Tagebuch erinnert Dich daran Konsequent zu sein. Es motiviert Dich, weil Du nur positives eintragen möchtest. Es macht Deinen Prozess für Deine Unterstützer/Gläubiger sichtbar.
  8. Mach Dein Ziel Messbar und lege diese offen. Man diese ins Tagebuch oder Deinem Blog eintragen oder einem Freund emailen. Du kannst diese auch täglich einen Freund berichten. Hauptsache Du baust Dir ein System, dass Dich dran erinnert.
  9. Kenne Deine Schalter/Auslöser. Werde Dir bewusst bei welchen Gelegenheiten Du Deiner Gewohnheit nach gehst. Was sind die Auslöser für Dein Verhalten? Um Deine Gewohnheit zu besiegen musst Du alle Auslöser kennen. Suche Dir eine Strategie was Du tust wenn ein Schalter betätigt wird, also was machst Du statt der alten Gewohnheit. Notiere diese in Deinem Plan.
  10. Mach Dich schlau. Bevor Du los legst mach Dich schlau über das Thema. Auch während dessen hilft es Dir motiviert zubleiben, wenn Du Dich mit dem Thema auseinander setzt.
  11. Nicht zu früh mit der Konzentration nach lassen. Das heißt mindestens 30 Tage am Ball bleiben und nur auf das eine konzentrieren. Auch wenn es schon nach 14 Tagen gut läuft weiter nur das eine Verfolgen.
  12. Mach keine Ausnahmen. Sei immer konsequent. Ein Mal ist ein Mal zu viel. Die Regel ein Mal ist kein Mal zählt nichts, denn dann macht man es immer wieder. Pass auf die Auslöser auf und halte Dich an Deine Strategie. Also keine Ausnahmen!
  13. Mach weiter auch nach einem Ausrutscher. Steig sofort wieder ein nach einem Ausrutscher, damit es nicht mehr wird. Halte Dich an Deinen Plan. Frage Dich warum Du einen Fehler gemacht hast, und versuche diesen ab jetzt zu vermeiden.

Ich empfehle auch jeden das Original bei Zen Habits zu lesen. Es ist wesentlich witziger und schöner geschrieben. Vor allem ist es Umfangreicher mit Beispielen. Viel Erfolg bei Euren Vorhaben.

45000 € was ist es Wert? Was kann man damit machen?

Ich brauche Hilfe! Was kann man mit 45000€ machen? Wenn Du 45000€
hättest was würdest Du damit machen? Man muss es nicht direkt ausgeben.
Es ist auch steuerbereinigt. Also was würdest Du mit dem Geld
anstellen? Oder was kann man alles so für 45000€ Kaufen? oder sich
leisten? Welcher Services oder Dienstleistung kostet 45000€? Bitte,
schreib in den Kommentaren was Du anstellen würdest.
Vielen vielen vielen Dank für die Hilfe. Ich hoffe auf rege Teilnahme.

Zukunftsprojekte –> Weltverbesserung EduCamp2008

Eins der interessantesten Session war die Session “Zukunftsprojekte” mit Prof. Dr. Jean-Pol Martin. Es ging auch sehr pünktlich los, denn es war auch viel zutun. Die Session hatte drei Teile. Bevor ich über die einzelne Teile schriebe sollte ich erwähnen worum es ging bei der Session. Das Ziel war es “Wie kann ich die Weltverbessern?!”. Das hört sich erstmals groß an, aber man kann auch die Weltverbesserung auf kleine Teilstücke herunter brechen. Hier bei kann man Versuchen die Weltverbesserer z.B. durch eine Wiki zu vernetzen. So entsteht das nötige Wissen an der richtigen Stelle, falls man den richtigen Experten an der Hand hat. Über das Wiki kann man auch die Kommunikation und Organisation betreiben für die Weltverbessrungsprojekte. Prof. Dr. Jean-Pol Martin und weiter Mitarbeiter von der Universität Eichstätt erzählten von Projekten und Workshops die sie schon zu dem Thema durchgeführt hatten.

Nun zum ersten Teil, da wurde Diskutiert wie man so eine Community am Leben halten kann. Es wurde am Beispiel von dem EduCamp Portal gemacht. Hier hatten sich einige Teilnehmer fünf Monate lang ausgetauscht. Prof. Dr. Jean-Pol Martin zeigte auf wie er Versucht hat die Gruppe zu motivieren im Vorfeld des Camps, um später im Camp an konkreten Ideen und Projekte zu arbeiten. Punkt die von den Teilnehmern genannt wurden waren z.B.

  • direkte Ansprache durch den Moderator/ Leader
  • Permanente Präsens des Moderators/ Leadrs (hoch frequentiert)
  • ständige Impulse des Moderators /Leadrs
  • Moderator/ Leader muss den Überblick behalten (gutes Gedächtnis)
  • Moderator/ Leader muss Denken anstoßen
  • Moderator/ Leader muss positives Feedback geben /emotionales Feedback geben

Ich verstehe unter Moderator und Leader den Projektmanger für das bestimmte Weltverbesserungsprojekt. Natürlich können mehrere Personen an dem Projektbeteiligt sein die es leiten und ihnen am Herzen liegt. Es ist halt sehr wichtig, die “Mitmacher” und “Macher” bei einem Projekt zu halten, bevor sie sich langweilen und aussteigen. Es sollte auch angestrebt sein auch neue Teilnehmer ein zubinden in die Projekte. Bei all diesen Projekten sind wir erstmals von einer Wiki ausgegangen die zu Organisation dient. Ich persönlich denke man kann auch andere Tools einsetzen, also eher Portale die diese Projekte unterstützen. Es gibt einige Opensource Portale die sich eignen könnten. Wikis sind aber ein guter erster Schritt in dieser Richtung.

In der zweiten Phase haben wir angefangen Themen zu sammeln für Projekte die uns interessieren um die Welt ein kleines Stück zu verbessern. Eine Liste der Projekte findet man unter http://de.wikiversity.org/wiki/Benutzer:Jeanpol/educamp/projekte_(3._Phase)#Community-Projekte. Nachdem wir vier Themen hatten haben wir uns in kleine Gruppen aufgeteilt und versucht erste Schritte in der Planung unseres Projektes zu machen. Die dritte Phase findet dann Online statt auf der Wiki.

Ich bin sehr gespannt wie es weiter geht mit den Projekten. Ich selbst hatte auch eine Idee eingebracht. Muss mich sobald ich einen freien Slot habe mich um das Projekt kümmern.

Starbucks ist angekommen in Deutschland

… und ich meine nicht nur, dass Starbucks eine deutsche Homepage hat: http://www.starbucks.de sondern die Leute die dort ein und aus gehen. Seit vier oder fünf Jahren kenne ich schon Starbucks in Deutschland. Ich glaube ich habe meinen ersten Café bei Starbucks in Köln getrunken an den Ringen. Seit dem hat sich das Publikum stark verändert. Gerade Tommy Jaud beschreibt in seinem ersten Buch Voll Idiot sehr schön die Atmosphäre beim Starbucks. Das witzige ist, dabei bezieht er sich genau auf den Starbaucks in Köln an den Ringen. Viele Mütter mit ihren Kinder oder Schwangere war sind die Gäste die er erwähnt. Seine Beobachtungen waren sehr ähnlich wie meinige, auch noch ein oder zwei Jahre später nach dem das Buch erschienen war.

Seit damals hat sich diese Café Kette stark ausgebereitet. Von damals ein Coffee House in der Innenstadt Kölns sind es sieben oder acht geworden bis heute. Der Wachstum begann vor allem nachdem Karstadt Quelle AG pleite war. Starbucks Deutschland hatte bis dahin zu KarstadtQuelle gehört. Ich weiß nicht was nun mit Starbucks ist, aber scheinbar hat es ein besseres Management das für Wachstum sorgt.

Nun war ich kürzlich wieder im Starbucks in Aachen. Dort waren neben den üblichen Touristen und Müttern noch einige andere Gäste. Erstmal kurz ein paar Worte zu den Touristen, ich finde es sehr makaber wenn Touristen ins Starbucks gehen, aus dem Grund weil sie es auch Zuhause haben. Sollte man gerade im Urlaub nicht mal was anderes probieren? Zumal die Preise in anderen heimischen Cafés wesentlich niedriger sind. Vor allem hat Aachen sehr viele schöne Cafés und Bistros. Ich verstehe es nicht.

Also ich muss sagen von kleinen Schülerrinnen bis zum Opa der mit Omi sonntags spazieren geht ist jeder nun bei diesem US amerikanischen Coffee House zu Gast. Das Geheimnis von Starbucks habe ich in einigen Gesprächen aufgefangen und möchte kurz ein zwei Zitate wieder geben. Mädchen gerade Abitur gemacht oder schon im ersten Semester erzählt: “Ich mag Läden, wo man am Anfang zahlt dann entspannt essen kann, so wie Mc Donalds. Man hat dann keine Sorge was auf einen zu kommt mit der Rechnung….” Die Art des Service Bezog sich auch auf Starbucks. Natürlich ist es sonst sehr schwer sich den Preis für ein oder zwei Cafés zu merken. Sie sprach auch dann weiter: “Starbucks hat seine Sessel wohl beim Speermüll gefunden. Ich finde sie cool. Das sind doch die typischen die man beim Speermüll findet. Mir macht das nichts aus drauf zusitzen.” Sie war hellauf begeister von der Bequemlichkeit der Sofas, aber ich nehme an ihr hat der Grips etwas gefehlt. Wo soll Starbucks denn auf der ganzen Welt Speermüll Sofas herbekommen? Vor allem welche die gleich aussehen in jedem Laden???
Sie machte noch eine schöne Bemerkung, welches wenig zutun hat mit Starbucks aber mit ihrem Verstand: “Ich habe keine Freunde, keiner schreibt mir zum Silvester, Alle wohl zu geizig zu schreiben!” Nein, Mädel du redest einfach zu viel quatsch!!! So waren mir doch die Mütter mit den schreinden Kinder lieber im Starbucks.

Erfolg mit scheiß Schuhen

Kleine Randnotiz:

Der Erfolg den man hat als Basketballspieler hängt nicht mit den Schuhen zusammen die man trägt, auch wenn die Profis immer sehr gute Schuhe haben. Als Jugendspieler sollte man nicht schauen was für Schuhe die Anderen haben, vor allem die die guten Schuhe haben. Oft vergleichen sich Basketballspieler mit anderen Spielern die in guten Teams oder sogar in Auswahlteams spielen und stellen fest, dass Sie selbst nicht so gut sind und ihre Schuhe auch nicht so gut sind. Leider schieben Sie dies dann oft auf die Schuhe und übersehen, dass die besseren Spieler auch viel härter, intensiver und zeitaufwändiger trainieren. Diese Einsicht würde ja gegen das eigene Vermögen sprechen und daher sieht man das nicht gerne. Die schlechten Baller mit den guten Schuhen werden auch nicht wahrgenommen oder als untalentiert abgestempelt. Selbsteinsicht ist eine schwierige Sache. Es ist viel einfacher die eigene Lage Anderen in die “Schuhe” zuschieben. Das Beispiel mit dem Basketballspieler ist nicht auf ihn begrenzt. Viele Jugendliche aus sozial schwieriger Lage resignieren gerne in ihrem Leben und schieben die Schuld auf ihre schlechten Start-Voraussetzungen. Sie sehen nicht, dass andere Schüler sich früh Bemühen um ein Studienplatz. Die “wohlhabenden” (Mittelschicht) Kinder gehen zu Uni-Tagen und zur Studienberatung. Sie sind bemühter, klar fällt ihnen es einfacher, da sie ein besser geplantes Leben haben, aber die “Anderen” können es auch schaffen, wenn sie ihren Arsch hoch kriegen. Es wird nie genauso einfach ein “High-Potential” zu werden und man ist meist mit Studienkrediten belastet, aber man kann es schaffen auch mit scheiß Schuhen.

7 Todsünden oder einfach die Sieben Sünden

Gestern habe ich mich mit Freunden getroffen und wir haben uns über Weihnachten und Geschenke unterhalten. Über die Parties der letzten Zeit und Beziehungen wurde auch gequatscht. Irgendwann zwischen den ganzen Themen sind wir auf das Thema Sünde gekommen und somit auch auf die sieben Todsünden. Wir wollten dann die Sieben mal zusammen stellen. Aus unseren  Medien Wissen/Konsum z.B. den Film 7 Sieben oder der Magnum Werbung versuchten wir diese zusammen zustellen. Nach einem kurzem Brainstorming hatten wir : Völlerei, Gier, Neid, Ehebruch, Mord/ Töten…Das war nicht so zufrieden stellend. Da habe ich mein Telefon Joker gezogen und den “Klugen” angerufen. Der “Kluge” weiß immer sowas… er wusste es nicht; seine Eltern auch nicht; aber wir hatten dann noch ein paar Anregungen bekommen: Stehlen, Lügen, Wollust Überheblichkeit, Habsucht, Eifersucht und Masslosigkeit.

Für mich war erschreckend, dass kaum jemand mehr so genau weiß was der Ursprung der Sünden ist und was die Sieben Todsünden sind. Was bedeutet das für unsere Gesellschaft, wenn die “Akademiker” es nicht wissen? Nach kurzer Zeit hat sich mein Telefon Joker noch einmal  gemeldet und hatte die richtigen Sieben gefunden:

  • Superbia: Hochmut (Übermut, Eitelkeit, Stolz, Ruhmsucht)
  • Avaritia: Geiz (Habgier, Habsucht)
  • Invidia: Neid (Missgunst, Eifersucht)
  • Ira: Zorn (Wut, Vergeltung, Rachsucht)
  • Luxuria: Wollust (Unkeuschheit)
  • Gula: Völlerei (Gefräßigkeit, Unmäßigkeit, Maßlosigkeit, Selbstsucht)
  • Acedia: Trägheit des Herzens / des Geistes (Faulheit, Überdruss)
Quelle: Wikipedia Deutschland Stand: 27.12.2007

Innerhalb unseres Gespräches in dem Café ist uns klar geworden wie oft wir wohl gegen die Todsünden verstoßen. Jeder von uns hat dann auch seine schlimmste Sünde für sich entdeckt. Meine ist wohl die Völlerei. Wir haben beschlossen, uns zu mindestens auf einem Feld zu verbessern und besser Menschen zu werden.

Heute habe ich dann weiter recherchiert und erfahren, dass die Todsünden nur die Sieben Hauptlaster sind. Aus diesen ergeben sich alle anderen Sünden. Quasi, die Wurzel allen Übels. In einem Gespräch mit einem Freund der Theologe ist, habe ich erfahren, dass die Todsünden so ein katholisches Ding sind. Martin Luther hat diese nicht Akzeptiert und auch nicht in seinem Glaubensbekenntnis aufgenommen. Er war dagegen den Menschen mit den Todsünden Angst zumachen und diese als Instrument der Kirche einzusetzen. So gibt es wohl keine Todsünden in der Evangelischen Kirche, was mich etwas beruhigt. Nicht desto trotz werde ich wohl dran arbeiten die Völlerei einzudämmen.

Was meine Freunde und mich beschäftigt ist seitdem, was die Moral und die Hauptlaster für eine Rolle für unsere Jobs haben sollte… Würde mich über Kommentare freuen.

Geld oder Ehre? Gibt es überhaupt Geld und Ehre?

In letzter Zeit überlege ich sehr viel darüber nach wie wohl mein Leben jetzt irgendwie werden soll, da sich mein Studium sich dem Ende neigt. Die Ideen und Träume die ich hatte, als ich vor langer langer Zeit mit dem Studium angefangen habe, sind nicht mehr so klar. Damals habe ich mit dem Studium der E-Technik angefangen und nach zwei Semester zur Informatik gewechselt. Dieses an sich brachte schon eine wechsel der Träume mit sich. Nach dem Abitur habe ich gedacht, ich studiere so ca. 5 Jahre (höchstens). Dann nach dem Studium fange ich einen gut bezahlten Job als Ingenieur an, bei Siemens, Sony oder sonst so ein Weltkonzern an. Die technische Informatik sollte es sein wo ich Roboter (Industrieroboter) entwickeln kann. Damals gab es das Fach noch nicht als eigenen Studiengang. So meine großen Irrtümer waren schon an den Ideen fest zumachen…. Der Job als Entwicklungsingenieur ist nicht wirklich gut bezahlt (also natürlich gegenüber was man auf derselben Ebene im Management oder Beratung verdient). Das Andere ist wohl, dass mir der Job als Ingenieur in der Entwicklung, der meist ein “Kellerjob” ist, mir wenig Spaß gemacht hätte. Die Entscheidung zu einem anderen Studiengang zu wechseln war wohl sicher richtig, obwohl ich damals aus anderen Motiven gewechselt habe. Nun habe ich Informatik mit Nebenfach Psychologie studiert. Ich merke nun, dass die Arbeitswelt ganz anders ist als ich es gern hätte. Die Jobs die es momentan für Informatiker gibt sind meist die Selben, Entwickler für JAVA Applikationen oder SAP Entwickler. Natürlich haben sich die Unternehmen ganz tolle Titel für diese Jobs sich ausgedacht, wie Consultant für Prozessabwicklung oder ähnliches. Diese Jobs hätte man (ich) auch machen können wohl mit 1/3 des Umfanges eines Informatikstudiums an der RWTH Aachen. Diese Art der täglichen Tätigkeiten wird nicht schlecht bezahlt. Es gibt auch noch die tollen Berufe, als richtige Berater bei McKinsey oder BSG und den ganzen anderen Berater Häuser. Hierfür hätte man auch keine Informatik studieren müssen, aber der/die Consultant/in wird unglaublich gut bezahlt. Es ist jährlich ungefähr 70% bis 100% mehr Gehalt, als das Gehalt an der Universität ein wissenschaftlicher Mitarbeiter mit einer vollen Stelle verdient. Jetzt komme ich zum eigentlichen Problem, für was soll man (in diesem Falle ich) mich entscheiden (eigentlich habe ich schon eine Entscheidung). Der Job als Berater bring Geld und das nicht mal schlecht, mein Lebensstandart ändert sich direkt. Der Job bringt das viele Reisen mit sich. Man ist meistens drei Nächte im Hotel und mit seiner Crew vom Büro unterwegs. Toll ist auch, man darf immer einen Anzug tragen, was mir persönlich gefällt, aber da kenne ich genug Leute die das anders sehen. Wird man nun aber Wissenschaftler und promoviert bekommt man Ehre für seine Arbeite, naja nicht gerade wenn man für die Tabakindustrie forscht oder an einem Stoffentwickelt was in BC-Waffen seinen Einsatz findet. Meistens kann man mit dem was man forscht etwas Kleines veränder. Mit etwas Glück kann man auch etwas Großes ändern in der Welt. Der Bereich in dem ich gerne wissenschaftlich arbeiten würde ist e-Learning. E-Learning denke ich ist ein Forschungsfeld welches auch einen gewissen sozialen Aspekt abdeckt. Der Job an der Universität ist mies bezahlt im Falle, dass man Ingenieur oder Informatiker ist. Für Geisteswissenschaftler kann es eventuell ja gut sein, kann mir da aber kein genaues Bild darüber machen. Ein plus für die Arbeit an der Uni (naja wenn man nicht gerade am WZL, IKA oder anderen Größenwahnsinnigen Instituten ist, was aber ein anderes Thema ist) hat man selbst die Kontrolle über seine Zeit. Man kann neben dem Beruf noch in einem Verein tätig sein, als aktiver Sportler oder auch als Trainer, Vorstand usw. Man hat ein soziales Netz, was nicht das Unternehmen ist. Gut ich fass zusammen:

 

Universität

Unternehmensberatung

IT-Unternehmen

Geld

+++

+

Zeit

++

-

Nutzen für die Gesellschaft

++

-

Soziales Netz

++

-

+

Ich würde mich sehr über Kommentare zur der Tabelle freuen. Ich denke die Tabelle ist sehr stark von meinen sehr subjektiven Eindrücken geprägt.

Eine gute Sache an der Universität ist auch, dass man an einer Selbständigkeit arbeiten kann. Ich habe keine Ahnung wie man an einer Selbständigkeit arbeiten kann, wenn man wo anders arbeitet. An der Universität hat man die nötige Zeit seine Ideen und Gedanken zu sortieren. Dieses führt dann auch zur Möglichkeit gute Pläne zu schmieden! ( J ) Ein Punkt, was ich natürlich vergessen habe zu erwähnen bis jetzt. Geld kann sehr wohl meine niederen gelüste stillen. Diese Dinge sind nicht gerade moralisch oder gesellschaftlich Sinnvoll. Schicke Autos, schicke Damen und schicke Partys die man(n) sich so wohl wünscht. Zu den Sachen kommt noch, dass man in der Zeit die man frei hat als Berater z.B. man sehr gute Reisen machen kann. So mit stelle ich mir die Frage: Geld oder Ehre?

Was Unterscheidet mich und meine Freunde von einem Sechstklässler und seinen Freunden?

Nicht sehr viel! Musst ich heute im Zug feststellen. Der Sechstklässler trägt die Klamotten, die wir uns nicht leisten können oder wollen, weil diese einfach überteuert sind. Der Sechstklässler hat an sich besseres elektronisches Equipment, d.h. bessere Handys, PS2 und unglaubliche Kopfhörer. Der Sechstklässler hört sich wohl gerne Paul Panzer an (Nein, Dünsten…das ist mindestens ein Unterscheid von 60°) und steht auf dieselbe Musik. Die Sechstklässler bemerkten auf, sie hätten Ihren Laptop doch mit nehmen können, als sie mich an meinem schreiben sahen.

Irgendwie hat mich diese Begebenheit gefreut, ich habe gesehen, dass sich wohl einiges im Leben nie (oder sehr spät) ändert. Sagt man nicht, der Erwachsene, der Kind geblieben ist, ist Glücklich?!

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