Spiegel-Online und PR-Aktion von Roland Berger

Dieser Blogbeitrag bezieht sich auf den Spiegel-Online Artikel “Abschiedsmail des Roland-Berger-Chefs Außen hart, innen ganz weich”.

In dem Artikel wird kurz beschrieben wie hart, kalt die Top Berater Branche ist und auch sonst alles was der Berater Blues hergibt. In diesem Zusammenhang wird die Abschiedsmail vom grade verabschiedenden Roland Berger Chef Burkhard Schwenker als absolutes Gegenteil dieser nicht erstrebenden Welt positioniert. “Es ist der seltene Einblick in das Innenleben eines Topmanagers: Burkhard Schwenker, bis vor kurzem Chef der Unternehmensberatung Roland Berger, zeigt in seiner Abschiedsmail an die Mitarbeiter Selbstkritik und Emotionen – und schreibt sich den Frust von der Seele.” An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass Burkhard Schwenker in den Aufsichtsrat von Roland Berger wechselt und nicht grade sich traurig und frustriert von der Firma abwendet. Ich habe mir die E-Mail auch durchgelesen, aber ich konnte diesen Frust und die Emotionen nicht finden. Ich weiß nicht wie der Autor Sven Böll so drauf ist, der diesen Artikel verfasst hat, dass er Emotion, Selbstkritik und Frust in der E-Mail heraus liest. Für mich liest sich die E-Mail als ein reiner PR-Artikel. Die Erfolge und die starken Werte von Roland Berger werden heraus gestellt. Es wird beschrieben wie sie (“we are a partnership, it’s ‘US’, not me”) die Krise gemeistert haben, weil sie so besonders (“the new Fink study shows how good we really are in the eyes of the market!”) sind und immer genau wissen was sie tun (“we have been right in saying that the economy willstart growing again fast and significantly!”). Für mich war es sehr schwer bis dahin etwas von dem was bei Spiegel-Online steht zu finden. Dann kommt Schwenker in seiner E-Mail zu Konkurrenten Bashing (ist ja eine interne e-mail und keiner da draußen liest es ;-) “And today? Anything heard about Mitchell Madison? Or Diamond Cluster? Alix in Europe has become quiet, ADL is facing very tough times, Monitor as well. ATK is just slightly bigger than we are, but has twice as many Partners – you can imagine what that means.” So dann werden noch die etwas besseren Beratungen genannt, aber heraus gearbeitet was denen gegenüber Roland Berger fehlt. ” …as long as we stick to some core values of our business: giving independent and objective advice, delivering outstanding quality, combined with entrepreneurial thinking and fast execution. And this is what we stand for! Secondly: I don’t know exactly what it is, but there is something special in our DNA.” Mein Gott so was selbs bewusstes und abgehobenes habe ich selten gehört. Den Spruch “in our DNA” kann ich auch nicht mehr hören. Hat sich den Slogan auch eine Beratung aus gedacht? Kommt bei jedem dritten Unternehmen vor ( vgl. “Mobile is in our DNA” Plam).

Wo in dieser e-mail ist echte Emotionen außer der Hinweis “As you can imagine, this e-mail is a very emotional undertaking.”. Ja “imagine” ist das richtige Wort den lesen kann man das nicht. Was ist im Kopf von dem Journalisten vorgegangen als er diesen Artikel geschrieben hat, ich würde gerne ein Kommentar von ihn dazu bekommen. Er ist auch nicht der typische Spiegel-Online Praktikant der die Artikel schreibt, sondern Head of Spiegel Online Wirtschaft.

Grade der letzte Abschnitt lässt nichts von Selbstkritik und Frust aufkommen “Together with the Partners and me, the new EC has already initiated a new strategy process, heading for the right cornerstones: drive further growth, get a strong foothold in the emerging markets, foster international cooperation, set the right incentives. I don’t have any doubts about the future of our firm!” .

Ich frage mich, ob Roland Berger die e-Mail plus Interpretation an Spiegel Online gegeben hat oder ob tatsächlich ein “erfahrener” Journalist Dinge so ignorant deuten kann. “Und der Erfolg der Firma sei nicht allein sein Verdienst, sondern von allen: “It’s US, not me!” Überhaupt scheint Schwenker sich all den Frust und die Freude der vergangenen Jahre von der Seele getippt zu haben. Zumindest gefühlt ist das Ausrufezeichen das am häufigsten gebrauchte Satzzeichen.” Wie beschrieben sehe ich die Ausrufezeichen als Unterstreichung der Stärke, den von schlechtem ist nie die Rede. Das ein CEO bald Aufsichtsrat grade mit Internationalem Team von “UNS” spricht ist klar, er will ein Team, ein Unternehmen, das ist Coaching und Führung 1 und 1. Für mich ist NICHT “Schwenkers Mail eine Mischung aus “Ein bisschen aus dem Inneren preisgeben, ein kleinwenig nach außen treten”.” Es ist reine Promo intern und extern!

@SPIEGEL_wirtsch please, think before you post!

Karriere Sprungbrett Top Strategie Beratung Consulting

In meinem letzten Blogeintrag Was ich mit 45000 mache! habe ich geschrieben, dass es einen Zusammenhang zwischen Top-Strategie-Beratungen und wichtige Managerposten gibt. Gerade in DAX-Unternehmen und natürlich auch in anderen großen Konzernen. Da lese ich heute, dass es einen Wechsel an der Spitze von Google Deutschland gegeben hat. Stefan Tweraser ist nun Country Director Sales. Was zum Thema passt ist, dass er auch mal bei McKinsey gearbeitet hat und nun an die Spitze von Google rückt. Früher rückten die Berater bei Konzernen wie die Post auf die guten Plätze, aber nun sind auch IT-Unternehmen dran. Bei StudiVz und den restlichen Vzs hat es vor längerem ein Wechsel gegeben. Malte Cherdron ist dort Chief Marketing Officer (CMO) und soll für den Erfolg von StudiVz. MeinVz SchuelerVz sorgen. Na wo hat er wohl mal gearbeitet? OK, die Frage war zu einfach. Bei McKinsey.

Die Liste lässt sich sehr gut beim Post Vorstand fortsetzen. Dr. Frank Appel Vorstandsvorsitzender, Dr. Wolfgang Klein Finanz Dienstleistungen und Hermann Ude LOGISTIK (Global Forwarding, Freight) alle waren mal bei McKinsey. Sehr wichtig ist, dass die Vorgänger auch alle bei McKinsey waren. Dr. Edgor Ernst (Ex-Finanzvorstand), Dr. Klaus Zumwinkel (Ex-Vorstandsvorsitzender) und Dr. Wulf von Schimmelmann (Ex-Finanzdienstleistugen). Das Vererben der Position an einem McKinsey-Mann (Mckie) ist der coole Trick an der Sache. Gut ist es für McKinsey die Aufträge in gute zweistellige Millionen Betrag von der Post (Deutsche Post World Net) bekommen. Ich bin ehrlich sehr begeistert von diesem System. Nicht dass man denkt es ist nur ein Beispiel an dem ich mich aufhänge. Bei anderen Konzernen sind auch genug Mckies oder Leute aus den anderen Beratungen dabei. Dr. Zumwinkel war im Aufsichtsrat der Telekom, jetzt ist von Schimmelmann drin. Utz Claassen der Held von EnBW war auch mal bei McKinsey. Chief Financial Officer (CFO) der Deutschen Börse Thomas Eickelmann früher bei Roland Berger Leiter der Finanzdienstleistungen.

Ich denke das reicht an Beispielen. Wer will kann ja bei Xing weiter suchenJ. Der Einstieg bei einer Top-Strategie-Beratung bietet eine gewisse Möglichkeit in eine sehr gute Position in der Wirtschaft zugelangen. Das Netzwerk und die Seilschaften welche man bildet in der Zeit helfen einem weiter bei späteren Geschäften. Der Kollege von heute ist der Kunde von morgen. Der Zusammenhang von Karriere und den speziellen Beratungen sollte nun etwas klarer sein.

Präsentationstraining mit A.T. Kearney

Vor einiger Zeit war ich bei einem Präsentationstraining von A.T. Kearney. Das Training war vom Market Team Aachen organisiert. Was oder wer das Market Team ist könnt ihr am besten auf deren Webseite nach lesen: http://www.market-team.org So das Training find morgens um 9:00 im Technologie Zentrum in Aachen statt. Anwesend waren fünf Leute vom Market Team vier Mädels und ein Junge und dann noch wenn ich mich nicht irre so sieben oder achte andere Studierende. Die meisten schon nahe dem Ende des Studiums. A.T. Kearney war vertreten durch einen Principal und einem Einsteiger.

Mein Erwartung von dem Tag war es einfach mal A.T. Kearney kennenzulernen und zuschauen was sie so drauf haben. Ganz kurz, A.T. Kearney war früher ein Beratung mit McKinsey zusammen. Irgendwann haben sich die Beiden Gründer getrennt und haben Ihr eigenes Ding gemacht. Mit dieser Erzählung hat auch der Workshop angefangen. Dann wurde kurz das Unternehmen vorgestellt. Es war halt der übliche Beraterblues. Was die Geschäftsfelder sind, wie man arbeitet usw. Eigentlich soll sich die Vorstellung ja unterscheiden von den anderen Beratern, aber es hört sich immer gleich an. Ich finde es in diesem Zusammenhang interessant, dass auch Sie den Kunden begleiten und nicht einfach ein „Case“ abgeben und weg sind wie Andere. Leider habe ich diese Anderen noch nicht getroffen und ich glaube ich habe nun alle Großen und einige Kleine kennen gelernt.

So dann ging es zum Training. Das Training nennt sich K.R.I.S.P. Das ist auch ein Modul was die Berater bei A.T. Kearney besuchen. Dort geht es aber zwei Tage lang. Das Gute war, dass es direkt praktisch los ging. Jeder hat präsentiert und wurde aufgenommen auf Video. Das Video ist man dann in einem anderen Zimmer mit dem Principal durch gegangen und hat Tipps bekommen. Wir hatten zwei mal zwei Präsentationen mit jeweils Theorie-Input dazwischen. Eigentlich hatte ich keine Erwartungen, dass ich etwas lernen könnte, aber ich bin sehr begeistert von dem Training. Es hat sehr viel gebracht. In Vortragen bin ich schon eigentlich ganz gut geübt, aber der Principal hatte es drauf und die Tipps waren sehr gut. Ich kann jedem das Training empfehlen.

Zur Infos über A.T. Kearney, der Principal war selbst Informatiker aus Aachen (RWTH), also schon mal sympathisch. Man hat erfahren, dass A.T. Kearney auch in Dubai tätig ist und dort auch gutes Geld macht momentan. Sie haben z.B. den großen Flughafen in Dubai von der Stunde 0 an mit beraten und begleitet. Die Berater waren echt nett und schienen was von ihrem Handwerk zu verstehen. Ich kann nicht sagen, dass ich dieses Gefühl bei den meisten anderen Beratern, die ich getroffen und gesprochen habe, gehabt habe. Schön ist auch, dass Sie auch sehr gute Kontakte zur RWTH pflegen. Das heißt sie haben einige Professoren mit denen Sie gerne zusammen arbeiten. Diese betreuen wohl die Promotionen von A.T. Kearney Beratern.

Natürlich war das Ganze auch eine kleine Werbeveranstaltung für A.T. Kearney um spitzen Nachwuchs zubekommen. Wie bei den anderen Top-Berater kommt man auch hier nicht so einfach rein… 1er Abi, 1er Vordiplom, 1er Diplom und gute Praktika plus Auslandsaufenthalt und Softskills. Das ist nicht wenig!

Am Ende des Tages muss ich schon sagen, dass A.T. Kearney anders ist. Hat mir sehr gut gefallen der Tag und außerdem gab es noch eine A.T. Kearney Tasse geschenkt.

Mein Tag beim Capgemini Consulting Online Career Day

Am 8 Oktober war der Capgemini Consulting Online Career Day. Die Veranstaltung war sehr interessant aus verschiedenen Gesichtspunkten. Aber erstmal was ist ein Online Career Day. Bei einem Online Career Day meldet man sich als interessierter Jobsucher in auf einem Internet Portal an. Dort hinterlegt man als erstes seine persönlichen Daten und noch so etwas wie ein kleiner Lebenslauf. Dann erhält man den Zugang zum Portal. Im Portal befinden sich verschiedene Dinge wie z.B. Audio Podcasts von Mitarbeitern von Capgemini und auch Erfahrungsberichte von diesen. So hat man in der Zeit von der Anmeldung, was ein paar Wochen vor dem Start des Online Career Day´s sein kann, etwas zu stöbern.

Am Tag des Capgemini Consulting Online Career Day gab es zwei Vorträge Online. Eine Unternehmenspräsentation und noch eine andere Präsentation über mit Schwerpunkt Finance Transformation. Die Vorträge wurden als Slideshow präsentiert mit Ton. Also hat man die Onlinefolien gesehen und die Stimme dazu gehört. Die Vorträge waren für 30 min angekündigt aber gingen nur ca. 12 Minuten, was sehr enttäuschend war. Diese waren auch zudem nicht Live, wie die Aufmachung der Seite es vermuten lies. So hatte man die Möglichkeit auch etwas später die Vorträge sich an zuschauen.

Nach den Vorträgen kamen die Chats dran. Man hatte die Möglichkeit mit drei Principels von Capgemini und einer Frau aus der Personalabteilung zu chatten. Das Tätigkeitsfeld von ihnen bei Capgemini ist Finance Transformation. Jeder von Ihnen hatte einen eigenen Chat-Room. Man konnte dann ca. zwei Stunden mit diesen Mitarbeitern online reden. Der Chat mir der Personalerin war am besten besucht. Gesprochen wurde meist auf deutsch, aber es gab auch ein paar Interessierte die nicht aus dem deutsch sprachigem Raum kamen und somit Englisch geschrieben haben. Die Leute von Capgemini haben sich Mühe gegeben gut die Fragen zu beantworten. Es waren ca. 20 vielleicht etwas mehr Leute in den jeweiligen Chats. Man konnte erkennen, dass die Leute sich bei den Antworten abgesprochen haben, da Mannschmal die selbe Antworten gegeben wurden oder die Capgeminis haben einfach die anderen Chats auch mit verfolgt.

Insgesamt war die Zeit die ich da verbracht habe gut. Die Präsentationen hätten besser sein können. Meine Fragen wurde seht gut beantwortet. Ich hatte Fragen zum Alltag eines Beraters der gerade Anfängt bei Capgemini und da konnte ich sehr gut eine Antwort zu finden. Die Fragen der anderen waren oft noch sehr Allgemein über den Beruf des Consultants oder was die Kriterien sind die man erfüllen muss um bei Capgemini genommen zu werden. Auf die Frage des Gehalts wurde nicht konkret geantwortet, sondern nur gesagt, dass sie so ähnlich wie ihre Konkurrenz zahlen und es von dem jeweiligem Bewerber abhängt.

So, nun warten Alle darauf, ob Sie eingeladen werden von Capgemini zu einem persönlichem Gespräch. Anhand von den Lebensläufen werden jetzt die Leute ausgesucht die von der Personalerin für geeignet gehalten werden.

 Ich fand es super, dass hier einige Elemente aus “Web 2.0″ benutzt wurden, wie Podcast. Es zeigt, dass viele Unternehmen auch in untypischen Felder sich dem Web nähern. Einiges wie die Vorträge waren nun nicht “Web 2.0″ gereift genug. Es hätte live sein können mit zwischen Fragen oder der Möglichkeit auch da eine Diskussion später mit den Teilnehmern zuführen. Ich meine, dass die Teilnehmer hätten die Möglichkeit haben sollen sich später unterienander austauschen sollen.  Bin gespannt was in Zukunft auf diesem Feld passiert.

Wie viel verdiene ich als…?

Eine interessante Frage die sich Leute wohl stellen ist die Frage nach ihrem zukünftigen Gehalt. Es gibt die schöne Funktion bei WordPress, dass man sieht welche Suchmaschinenanfragen zu meinem Blog geführt haben. Da sehe ich sehr oft die Frage “McKinsey Gehalt” oder “Wissenschaftlicher Mitarbeiter Gehalt”. Ich sollte hier einfach eine kleine Liste machen, damit die Leute viel schneller heraus finden was sie verdienen. Natürlich sind die Gehälter bei den Consultants sehr Variable und je nach “Können” unterschiedlich.

Was man beachten sollte ist, dass jeder ein individuelles Angebot bekommt von seinem Arbeitgeber, natürlich nicht an der Universität oder an Forschungsinstitute die genauso viel bezahlen wie an staatlichen Universitäten. An der Universität soll es auch bald die Möglichkeit geben auch etwas mehr Leistungsbezogen die Wissenschaftler zu bezahlen, aber das wird sich noch sehr schwer gestallten, den die Institute bekommen ja nicht mehr Geld. Die Institute müssen das Geld was Sie haben, dann nur anders unter ihren Wissenschaftler verteilen. Über Drittmittel könnte man etwas Spielraum gewinnen, aber immer noch nicht eine einfache Angelegenheit.

Insgesamt sollte man neben dem Gehalt auch betrachten, was die anderen Bedingungen sind die von einem Verlangt werden. Die Arbeitszeit spielt eine große Rolle und ob die Überstunden bezahlt werden oder nicht. Dann kommt die Sache noch mit dem Dienstwagen ins Spiel und den anderen Leistungen die man eventuell erhält von seinem Arbeitgeber. Also sind die Gehälter die ich hier aufführe noch von jedem selbst abzuwägen.

Bei McKinsey & Company verdient man wohl als Einsteiger mit einem Diplom oder Master ca. 60000€ Grundgehalt plus 10% Prämie bei Erfüllung von bestimmten Zielen. Ein Dienstwagen ist auch gegeben. Normalerweise wird 1% des Wertes des Wagens vom Gehalt abgezogen vom Staat als Steuer pro Monat. Bei McKinsey rede ich auch nur von Consultants und nicht Analysten, da weiß ich nicht wie viel sie verdienen. Hier sollte man bedenken, dass man einen 24h Working Vertrag hat. Arbeitsstunden spielen einfach keine Rolle. Ach was man nicht vergessen sollte ist, dass man das dritte Jahr freigestellt wird um seinen Dr. zumachen oder einen MBA. In der Zeit bezieht man weiter das volle Gehalt. Ich glaube das ist einzigartig. Natürlich ist die Frage, was man für eine tolle Dr Arbeit in 365 zustande bringt. Es ist klar, dass es um den “Einkauf” von dem DR. Titel geht. Zur Beruhigung an vielen Universitäten gibt es Lehrstühle die genau für diese Promotionstudenten ein Angebot haben. Schwierig wird es langsam, da auch Promotionsstudenten eine bestimmte Menge an Creditpoints sammeln sollen. Bei Boston Consulting Group hält sich das ganze sehr ähnlich.

Bei Accenture ist das Gehalt eindeutig weniger. Dort hat man ein Gehalt von 40000 bis 45000 als Einsteiger. Hier ist es quasi egal ob man promoviert ist oder einen anderen Abschluss hat. Accenture sagt aber dafür, dass sie die Überstunden bezahlen oder man kann die Überstunden zu Urlaub umwandeln und eine “Weltreise” machen oder an seiner Promotion arbeiten. Dienstwagen habe ich noch nichts von gehört bei Accenture, aber sicher eine Verhandlungssache.

Capgemini ist irgendwas dazwischen, genau wie die anderen Berater wie BBDO oder Booz Allen Hamilton usw. Eine Rolle spielt auch in welchem Bereich man Berater ist. Die Strategie Beratung ist wohl die König und Königinnen Disziplin und besser bezahlt als die anderen. Die SAP und IT Beratung hat auch in letzter Zeit an ansehen dazu gewonnen. Das Gehalt liegt da momentan bei so 39000€ bis 45000€. Ein Plus haben die Consultants aus dem IT-Bereich, dass die Nachfrage nach ihnen viel größer ist als das Angebot momentan. Das führt dazu, dass fast jeder nun “Trainee” Stellen anbieten in diesem Bereich. Ein anderer Effekt ist, dass viele kleine Berater in diesem Sektor auf dem Markt drängen die auch ganz gut bezahlen ihre Mitarbeiter. Die Frage sich mir stellt ist die Qualität der Beratungen wirklich gut?

Nun zum Gehalt als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität. Als erstes ist das Gehalt je nach Bundesland wohl etwas anders. Man fängt in der Traifgruppe TVöD/TV-L 13 Stuffe 1 im ersten Jahr an. Hier in NRW hat man im ersten Jahr so ca. 1700€ Netto im Monat. Das variiert, ob man z.B. Kirchensteuer zahlt oder nicht. Man hat eine 39.5 Stunde Woche. Überstunden werden nicht bezahlt. Das Gehalt ist, das was man mit einer vollen Stelle bekommt, das ist der Fall meistens wenn man über fünf bis sechs Jahren promoviert. Bei Biologen und Chemiker die oft nur in drei Jahren promovieren liegt das Gehalt anders. Diese haben meist eine halbe Stelle, da liegt das Gehalt bei 1010€ Netto pro Monat. Das Gehalt steigt nach dem ersten und dem dritten Jahr etwas.

Meine Informationen habe ich aus verschiedenen Gesprächen mit Beratern mitgenommen. Hier zu habe ich im letztem Jahr einige Artikel und Bücher zu dem Thema gelesen. Würde mich über Kommentare freuen, die Eure Erfahrungen wieder geben.

Campus Talk mit Accenture

Letzte Woche hatte Accenture zum Campus Talk eingeladen. Eingeladen ist etwas zu viel gesagt, man konnte sich per E-Mail dort melden und hat dann eine Bestätigung bekommen. Das ganze lief über Bekanntschaft, d.h. ein Kommilitone der Eingeladen war konnte noch andere Freunde einladen. Das Event (wie man im neu Deutschem sagt) fand in der Molkerei statt. Die Molkerei ist eine In-Bar hier in Aachen. Es waren ca. 30 Studenten anwesend. Viele BWL´er waren anwesend, was ja nicht weiter verwundert, wenn es um den Job als Berater geht. Die meisten Studierende waren anständig angezogen. Mit kurzer Verspätung kamen, dann auch noch die Berater von Accenture dazu. Sie waren mehr im Buissnes-Look, aber nicht übertrieben. Nach der ersten Runde indem wir uns vorgestellt hatten und die ersten Getränke bestellt wurden, verteilten wir uns in drei Gruppen. Zu jeder der drei Gruppen setzte sich ein Consultant. Die drei Berater die jetzt da waren, waren selbst noch nicht lange bei Accenture, also Junior Berater. Junge Berater für Info Veranstalltungen einzusetzen finde ich nicht so gut, da diese meist schlecht Auskunft geben können. Denn die Meisten, die gerade mal ein Jahr bei einer Firma sind, wissen erschreckend wenig über ihr Unternehmen. Ein Freund von mir und ich beschäftigen uns schon länger mit dem Thema Berater und sind meist etwas besser im Bilde, als die Junior Berater über ihr Unternehmensstrukturen und den verschiednen Bereichen. Na ja, Anfangs wurde dasselbe erzählt was immer erzählt wird auf einem Recruiting Event. Dieser Teil ist auch bei jedem Unternehmen gleich. Man kann jedes mal einfach den Namen der Veranstalter austauschen. Wir sind GROß, TOLL und die BESTEN. Dann kommt: “Ich arbeite bei XYZ (in diesem Fall Accenture), weil super spannend, tolle Kollegen, ganz anders als anders wo(dabei war er nie woanders). Schulung am Anfang Super, International, Mentor und Hilfe toll. Ich reiste in einem Land wo es warm ist oder USA. (Im Falle von Accenture geht es am Anfang nach Chicago/USA).” OK, dann haben wir gehört, dass Englisch notwendig ist bei Accenture(Überraschung). So jetzt kommen wir zu den wichtigen Dinge, was man bei Accenture mitbringen sollte. Der Mensch ist wichtig, was er gemacht hat und sein Charakter. Natürlich einen guten Abschluss haben und klug sein runden den Kanditaen ab. Was jemand studiert hat ist nicht wichtig. Jeder ist Willkommen. Die Inhalte aus dem Studium sind auch unwichtig. Eine Promotion, bringt einem ca. 6 Monate. Also man spart sich die ersten 6 Monate auf der Ebene des Junior Beraters.

Wir hatten das Glück, dass noch ein Senior Manager von Accenture vorbei kam. Dieser hatte auch Informatik an der RWTH Aachen studiert. Was für mich als Informatiker super war. Die BWL´er haben sich nicht so sehr gefreut darüber. Der Senior Manager konnte wesentlich besser auf  unsere Fragen antworten. Er erzählte auch von seinen neun Jahren die er jetzt schon bei Accenture ist. Die ersten vier Jahre hatte er auch richtig programmiert in den Projekten. Danach ist er immer mehr zum Projektleiter geworden und nun ist er groß Projektleiter.

Aus den Berichten des Abends habe ich geschlossen, dass Accenture einen schwer Punkt auf IT hat. Für sie gibt es auch keine Strategie Beratung die nichts mit IT zutun hat oder keine Untenehmensstrategie ohne IT. Ich habe mich noch mit anderen Leuten später darüber unterhalten und wir sehen das anders. So nun wusste ich, dass Accenture wohl sehr IT freundlich ist. Sie haben auch einen eigenen SAP-Sparte(weil momentan sehr gefragt). Dieses ist natürlich super für einen Informatiker zuhören, aber nicht für mich. Die Probleme die man bei der Unternehmens IT hat sind für mich tot langweilig. Ich habe noch mal auch nachgehakt, ob die irgendwie Usability beachten oder jetzt auch im Zuge Ihrer Prozess Beratung in den Bereich der Webportale rein schauen. Die Antwort war, dass kein Unternehmen ein Webportal braucht um mit seinen Kunden zu kommunizieren. Vielleicht habe ich ihn auch falsch verstanden, aber ich halte diese Aussage für gewagt. Innovationen werden auch nicht begleitet von Accenture oder besser sie entwickeln nicht an Innovationen die dann auch umgesetzt werden.

Während wir uns in unsere Gruppe Unterhalten habe, haben sich die Andere Gruppen sich die Kante gegeben. Die Getränke waren ja auch frei, wieso denn auch nicht. Das gab mir das Gefühl, dass einige Leute nur für die “Party” da waren und auch dieses hatten. Zurück zum Gespräch. Wir hörten noch wie der Prozess ist wenn man sich bewirbt bei dem Unternehmen. Das Gehalt als Berater liegt wohl so bei 40000- 44000 je nachdem was man machen soll. Sie würden die Überstunden bezahlen die man macht, aber dafür hat man ein geringeres Grundgehalt gegenüber McKinsey oder BCG. Es wurde auch kurz thematisiert was der Unterschied ist zu diesen Beiden ist. Accenture hat 170000 Mitarbeiter Weltweit. Sie begleiten von der Strategie Beratung bis zur Umsetzung ihren Kunden. Die Anderen machen nur eine Studie und dann sind sie weg. Den komplette Prozess begleiten gibt wohl einem persönlich ein besseres Gefühl. Accenture ist damit auch der Weltgrößte “Berater”. Die Mitarbeiter in den Büros München, Frankfurt und Düsseldorf werden nur im deutschsprachigen Raum eingesetzt. Es gibt auch ab und an andere Aufträge in Europa. Es gab sicher noch einige Dinge die ich vergessen habe hier zu erwähnen.

Mein Fazit: Es schein nichts für mich zu sein. Die Arbeit da ist scheinbar wie von der Stange. Leider umgekehrt als bei Klamotten sind die Jobs von der Stange besser bezahlt also teurer. Für mein Gefühl wendet man dort immer das salbe Muster bei dem Kunden an und verkauft ihm irgendeine Technologie. Klar, jedes Unternehmen ist anders, aber ich denke nicht kreativ genug die Aufgabe als Unternehmensberater. Deshalb wollen Sie ja auch nur Leute die “schnell im Kopf sind” (Zitat Senior Manager) und es ist egal was man im Studium gemacht hat. Also ist das was ich an Vorerfahrungen habe nichts Wert, deshalb wird eine Promotion nur mir 6 Monaten bedankt übrigens genauso viel bekommt man angerechnet für eine Ausbildung. Es ist auch egal, ob als Maschi promoviert in fünf Jahre oder als Biologin in drei Jahre. Dass man am Anfang als Informatiker, wirklich nur Unternehmens IT macht nervt auch total. Der Junior Berater, hat bis jetzt in seinen Projekten als Tester fungiert. Wahrlisch kein Ding für mich. Sicher das Geld ist nicht schlecht, aber die anderen Software Consultings zahlen genauso gut wie z.B. SD&M eine Tochter von Capgemini. Ich werde noch mal mich informieren bei Accenture, aber Sie können nicht das was ich mir vorstelle. Also keine Berufung dieser Beruf :-)

Geld oder Ehre? Gibt es überhaupt Geld und Ehre?

In letzter Zeit überlege ich sehr viel darüber nach wie wohl mein Leben jetzt irgendwie werden soll, da sich mein Studium sich dem Ende neigt. Die Ideen und Träume die ich hatte, als ich vor langer langer Zeit mit dem Studium angefangen habe, sind nicht mehr so klar. Damals habe ich mit dem Studium der E-Technik angefangen und nach zwei Semester zur Informatik gewechselt. Dieses an sich brachte schon eine wechsel der Träume mit sich. Nach dem Abitur habe ich gedacht, ich studiere so ca. 5 Jahre (höchstens). Dann nach dem Studium fange ich einen gut bezahlten Job als Ingenieur an, bei Siemens, Sony oder sonst so ein Weltkonzern an. Die technische Informatik sollte es sein wo ich Roboter (Industrieroboter) entwickeln kann. Damals gab es das Fach noch nicht als eigenen Studiengang. So meine großen Irrtümer waren schon an den Ideen fest zumachen…. Der Job als Entwicklungsingenieur ist nicht wirklich gut bezahlt (also natürlich gegenüber was man auf derselben Ebene im Management oder Beratung verdient). Das Andere ist wohl, dass mir der Job als Ingenieur in der Entwicklung, der meist ein “Kellerjob” ist, mir wenig Spaß gemacht hätte. Die Entscheidung zu einem anderen Studiengang zu wechseln war wohl sicher richtig, obwohl ich damals aus anderen Motiven gewechselt habe. Nun habe ich Informatik mit Nebenfach Psychologie studiert. Ich merke nun, dass die Arbeitswelt ganz anders ist als ich es gern hätte. Die Jobs die es momentan für Informatiker gibt sind meist die Selben, Entwickler für JAVA Applikationen oder SAP Entwickler. Natürlich haben sich die Unternehmen ganz tolle Titel für diese Jobs sich ausgedacht, wie Consultant für Prozessabwicklung oder ähnliches. Diese Jobs hätte man (ich) auch machen können wohl mit 1/3 des Umfanges eines Informatikstudiums an der RWTH Aachen. Diese Art der täglichen Tätigkeiten wird nicht schlecht bezahlt. Es gibt auch noch die tollen Berufe, als richtige Berater bei McKinsey oder BSG und den ganzen anderen Berater Häuser. Hierfür hätte man auch keine Informatik studieren müssen, aber der/die Consultant/in wird unglaublich gut bezahlt. Es ist jährlich ungefähr 70% bis 100% mehr Gehalt, als das Gehalt an der Universität ein wissenschaftlicher Mitarbeiter mit einer vollen Stelle verdient. Jetzt komme ich zum eigentlichen Problem, für was soll man (in diesem Falle ich) mich entscheiden (eigentlich habe ich schon eine Entscheidung). Der Job als Berater bring Geld und das nicht mal schlecht, mein Lebensstandart ändert sich direkt. Der Job bringt das viele Reisen mit sich. Man ist meistens drei Nächte im Hotel und mit seiner Crew vom Büro unterwegs. Toll ist auch, man darf immer einen Anzug tragen, was mir persönlich gefällt, aber da kenne ich genug Leute die das anders sehen. Wird man nun aber Wissenschaftler und promoviert bekommt man Ehre für seine Arbeite, naja nicht gerade wenn man für die Tabakindustrie forscht oder an einem Stoffentwickelt was in BC-Waffen seinen Einsatz findet. Meistens kann man mit dem was man forscht etwas Kleines veränder. Mit etwas Glück kann man auch etwas Großes ändern in der Welt. Der Bereich in dem ich gerne wissenschaftlich arbeiten würde ist e-Learning. E-Learning denke ich ist ein Forschungsfeld welches auch einen gewissen sozialen Aspekt abdeckt. Der Job an der Universität ist mies bezahlt im Falle, dass man Ingenieur oder Informatiker ist. Für Geisteswissenschaftler kann es eventuell ja gut sein, kann mir da aber kein genaues Bild darüber machen. Ein plus für die Arbeit an der Uni (naja wenn man nicht gerade am WZL, IKA oder anderen Größenwahnsinnigen Instituten ist, was aber ein anderes Thema ist) hat man selbst die Kontrolle über seine Zeit. Man kann neben dem Beruf noch in einem Verein tätig sein, als aktiver Sportler oder auch als Trainer, Vorstand usw. Man hat ein soziales Netz, was nicht das Unternehmen ist. Gut ich fass zusammen:

 

Universität

Unternehmensberatung

IT-Unternehmen

Geld

+++

+

Zeit

++

-

Nutzen für die Gesellschaft

++

-

Soziales Netz

++

-

+

Ich würde mich sehr über Kommentare zur der Tabelle freuen. Ich denke die Tabelle ist sehr stark von meinen sehr subjektiven Eindrücken geprägt.

Eine gute Sache an der Universität ist auch, dass man an einer Selbständigkeit arbeiten kann. Ich habe keine Ahnung wie man an einer Selbständigkeit arbeiten kann, wenn man wo anders arbeitet. An der Universität hat man die nötige Zeit seine Ideen und Gedanken zu sortieren. Dieses führt dann auch zur Möglichkeit gute Pläne zu schmieden! ( J ) Ein Punkt, was ich natürlich vergessen habe zu erwähnen bis jetzt. Geld kann sehr wohl meine niederen gelüste stillen. Diese Dinge sind nicht gerade moralisch oder gesellschaftlich Sinnvoll. Schicke Autos, schicke Damen und schicke Partys die man(n) sich so wohl wünscht. Zu den Sachen kommt noch, dass man in der Zeit die man frei hat als Berater z.B. man sehr gute Reisen machen kann. So mit stelle ich mir die Frage: Geld oder Ehre?

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