Mein Tag beim Capgemini Consulting Online Career Day

Am 8 Oktober war der Capgemini Consulting Online Career Day. Die Veranstaltung war sehr interessant aus verschiedenen Gesichtspunkten. Aber erstmal was ist ein Online Career Day. Bei einem Online Career Day meldet man sich als interessierter Jobsucher in auf einem Internet Portal an. Dort hinterlegt man als erstes seine persönlichen Daten und noch so etwas wie ein kleiner Lebenslauf. Dann erhält man den Zugang zum Portal. Im Portal befinden sich verschiedene Dinge wie z.B. Audio Podcasts von Mitarbeitern von Capgemini und auch Erfahrungsberichte von diesen. So hat man in der Zeit von der Anmeldung, was ein paar Wochen vor dem Start des Online Career Day´s sein kann, etwas zu stöbern.

Am Tag des Capgemini Consulting Online Career Day gab es zwei Vorträge Online. Eine Unternehmenspräsentation und noch eine andere Präsentation über mit Schwerpunkt Finance Transformation. Die Vorträge wurden als Slideshow präsentiert mit Ton. Also hat man die Onlinefolien gesehen und die Stimme dazu gehört. Die Vorträge waren für 30 min angekündigt aber gingen nur ca. 12 Minuten, was sehr enttäuschend war. Diese waren auch zudem nicht Live, wie die Aufmachung der Seite es vermuten lies. So hatte man die Möglichkeit auch etwas später die Vorträge sich an zuschauen.

Nach den Vorträgen kamen die Chats dran. Man hatte die Möglichkeit mit drei Principels von Capgemini und einer Frau aus der Personalabteilung zu chatten. Das Tätigkeitsfeld von ihnen bei Capgemini ist Finance Transformation. Jeder von Ihnen hatte einen eigenen Chat-Room. Man konnte dann ca. zwei Stunden mit diesen Mitarbeitern online reden. Der Chat mir der Personalerin war am besten besucht. Gesprochen wurde meist auf deutsch, aber es gab auch ein paar Interessierte die nicht aus dem deutsch sprachigem Raum kamen und somit Englisch geschrieben haben. Die Leute von Capgemini haben sich Mühe gegeben gut die Fragen zu beantworten. Es waren ca. 20 vielleicht etwas mehr Leute in den jeweiligen Chats. Man konnte erkennen, dass die Leute sich bei den Antworten abgesprochen haben, da Mannschmal die selbe Antworten gegeben wurden oder die Capgeminis haben einfach die anderen Chats auch mit verfolgt.

Insgesamt war die Zeit die ich da verbracht habe gut. Die Präsentationen hätten besser sein können. Meine Fragen wurde seht gut beantwortet. Ich hatte Fragen zum Alltag eines Beraters der gerade Anfängt bei Capgemini und da konnte ich sehr gut eine Antwort zu finden. Die Fragen der anderen waren oft noch sehr Allgemein über den Beruf des Consultants oder was die Kriterien sind die man erfüllen muss um bei Capgemini genommen zu werden. Auf die Frage des Gehalts wurde nicht konkret geantwortet, sondern nur gesagt, dass sie so ähnlich wie ihre Konkurrenz zahlen und es von dem jeweiligem Bewerber abhängt.

So, nun warten Alle darauf, ob Sie eingeladen werden von Capgemini zu einem persönlichem Gespräch. Anhand von den Lebensläufen werden jetzt die Leute ausgesucht die von der Personalerin für geeignet gehalten werden.

 Ich fand es super, dass hier einige Elemente aus “Web 2.0″ benutzt wurden, wie Podcast. Es zeigt, dass viele Unternehmen auch in untypischen Felder sich dem Web nähern. Einiges wie die Vorträge waren nun nicht “Web 2.0″ gereift genug. Es hätte live sein können mit zwischen Fragen oder der Möglichkeit auch da eine Diskussion später mit den Teilnehmern zuführen. Ich meine, dass die Teilnehmer hätten die Möglichkeit haben sollen sich später unterienander austauschen sollen.  Bin gespannt was in Zukunft auf diesem Feld passiert.

Wie viel verdiene ich als…?

Eine interessante Frage die sich Leute wohl stellen ist die Frage nach ihrem zukünftigen Gehalt. Es gibt die schöne Funktion bei WordPress, dass man sieht welche Suchmaschinenanfragen zu meinem Blog geführt haben. Da sehe ich sehr oft die Frage “McKinsey Gehalt” oder “Wissenschaftlicher Mitarbeiter Gehalt”. Ich sollte hier einfach eine kleine Liste machen, damit die Leute viel schneller heraus finden was sie verdienen. Natürlich sind die Gehälter bei den Consultants sehr Variable und je nach “Können” unterschiedlich.

Was man beachten sollte ist, dass jeder ein individuelles Angebot bekommt von seinem Arbeitgeber, natürlich nicht an der Universität oder an Forschungsinstitute die genauso viel bezahlen wie an staatlichen Universitäten. An der Universität soll es auch bald die Möglichkeit geben auch etwas mehr Leistungsbezogen die Wissenschaftler zu bezahlen, aber das wird sich noch sehr schwer gestallten, den die Institute bekommen ja nicht mehr Geld. Die Institute müssen das Geld was Sie haben, dann nur anders unter ihren Wissenschaftler verteilen. Über Drittmittel könnte man etwas Spielraum gewinnen, aber immer noch nicht eine einfache Angelegenheit.

Insgesamt sollte man neben dem Gehalt auch betrachten, was die anderen Bedingungen sind die von einem Verlangt werden. Die Arbeitszeit spielt eine große Rolle und ob die Überstunden bezahlt werden oder nicht. Dann kommt die Sache noch mit dem Dienstwagen ins Spiel und den anderen Leistungen die man eventuell erhält von seinem Arbeitgeber. Also sind die Gehälter die ich hier aufführe noch von jedem selbst abzuwägen.

Bei McKinsey & Company verdient man wohl als Einsteiger mit einem Diplom oder Master ca. 60000€ Grundgehalt plus 10% Prämie bei Erfüllung von bestimmten Zielen. Ein Dienstwagen ist auch gegeben. Normalerweise wird 1% des Wertes des Wagens vom Gehalt abgezogen vom Staat als Steuer pro Monat. Bei McKinsey rede ich auch nur von Consultants und nicht Analysten, da weiß ich nicht wie viel sie verdienen. Hier sollte man bedenken, dass man einen 24h Working Vertrag hat. Arbeitsstunden spielen einfach keine Rolle. Ach was man nicht vergessen sollte ist, dass man das dritte Jahr freigestellt wird um seinen Dr. zumachen oder einen MBA. In der Zeit bezieht man weiter das volle Gehalt. Ich glaube das ist einzigartig. Natürlich ist die Frage, was man für eine tolle Dr Arbeit in 365 zustande bringt. Es ist klar, dass es um den “Einkauf” von dem DR. Titel geht. Zur Beruhigung an vielen Universitäten gibt es Lehrstühle die genau für diese Promotionstudenten ein Angebot haben. Schwierig wird es langsam, da auch Promotionsstudenten eine bestimmte Menge an Creditpoints sammeln sollen. Bei Boston Consulting Group hält sich das ganze sehr ähnlich.

Bei Accenture ist das Gehalt eindeutig weniger. Dort hat man ein Gehalt von 40000 bis 45000 als Einsteiger. Hier ist es quasi egal ob man promoviert ist oder einen anderen Abschluss hat. Accenture sagt aber dafür, dass sie die Überstunden bezahlen oder man kann die Überstunden zu Urlaub umwandeln und eine “Weltreise” machen oder an seiner Promotion arbeiten. Dienstwagen habe ich noch nichts von gehört bei Accenture, aber sicher eine Verhandlungssache.

Capgemini ist irgendwas dazwischen, genau wie die anderen Berater wie BBDO oder Booz Allen Hamilton usw. Eine Rolle spielt auch in welchem Bereich man Berater ist. Die Strategie Beratung ist wohl die König und Königinnen Disziplin und besser bezahlt als die anderen. Die SAP und IT Beratung hat auch in letzter Zeit an ansehen dazu gewonnen. Das Gehalt liegt da momentan bei so 39000€ bis 45000€. Ein Plus haben die Consultants aus dem IT-Bereich, dass die Nachfrage nach ihnen viel größer ist als das Angebot momentan. Das führt dazu, dass fast jeder nun “Trainee” Stellen anbieten in diesem Bereich. Ein anderer Effekt ist, dass viele kleine Berater in diesem Sektor auf dem Markt drängen die auch ganz gut bezahlen ihre Mitarbeiter. Die Frage sich mir stellt ist die Qualität der Beratungen wirklich gut?

Nun zum Gehalt als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität. Als erstes ist das Gehalt je nach Bundesland wohl etwas anders. Man fängt in der Traifgruppe TVöD/TV-L 13 Stuffe 1 im ersten Jahr an. Hier in NRW hat man im ersten Jahr so ca. 1700€ Netto im Monat. Das variiert, ob man z.B. Kirchensteuer zahlt oder nicht. Man hat eine 39.5 Stunde Woche. Überstunden werden nicht bezahlt. Das Gehalt ist, das was man mit einer vollen Stelle bekommt, das ist der Fall meistens wenn man über fünf bis sechs Jahren promoviert. Bei Biologen und Chemiker die oft nur in drei Jahren promovieren liegt das Gehalt anders. Diese haben meist eine halbe Stelle, da liegt das Gehalt bei 1010€ Netto pro Monat. Das Gehalt steigt nach dem ersten und dem dritten Jahr etwas.

Meine Informationen habe ich aus verschiedenen Gesprächen mit Beratern mitgenommen. Hier zu habe ich im letztem Jahr einige Artikel und Bücher zu dem Thema gelesen. Würde mich über Kommentare freuen, die Eure Erfahrungen wieder geben.

Campus Talk mit Accenture

Letzte Woche hatte Accenture zum Campus Talk eingeladen. Eingeladen ist etwas zu viel gesagt, man konnte sich per E-Mail dort melden und hat dann eine Bestätigung bekommen. Das ganze lief über Bekanntschaft, d.h. ein Kommilitone der Eingeladen war konnte noch andere Freunde einladen. Das Event (wie man im neu Deutschem sagt) fand in der Molkerei statt. Die Molkerei ist eine In-Bar hier in Aachen. Es waren ca. 30 Studenten anwesend. Viele BWL´er waren anwesend, was ja nicht weiter verwundert, wenn es um den Job als Berater geht. Die meisten Studierende waren anständig angezogen. Mit kurzer Verspätung kamen, dann auch noch die Berater von Accenture dazu. Sie waren mehr im Buissnes-Look, aber nicht übertrieben. Nach der ersten Runde indem wir uns vorgestellt hatten und die ersten Getränke bestellt wurden, verteilten wir uns in drei Gruppen. Zu jeder der drei Gruppen setzte sich ein Consultant. Die drei Berater die jetzt da waren, waren selbst noch nicht lange bei Accenture, also Junior Berater. Junge Berater für Info Veranstalltungen einzusetzen finde ich nicht so gut, da diese meist schlecht Auskunft geben können. Denn die Meisten, die gerade mal ein Jahr bei einer Firma sind, wissen erschreckend wenig über ihr Unternehmen. Ein Freund von mir und ich beschäftigen uns schon länger mit dem Thema Berater und sind meist etwas besser im Bilde, als die Junior Berater über ihr Unternehmensstrukturen und den verschiednen Bereichen. Na ja, Anfangs wurde dasselbe erzählt was immer erzählt wird auf einem Recruiting Event. Dieser Teil ist auch bei jedem Unternehmen gleich. Man kann jedes mal einfach den Namen der Veranstalter austauschen. Wir sind GROß, TOLL und die BESTEN. Dann kommt: “Ich arbeite bei XYZ (in diesem Fall Accenture), weil super spannend, tolle Kollegen, ganz anders als anders wo(dabei war er nie woanders). Schulung am Anfang Super, International, Mentor und Hilfe toll. Ich reiste in einem Land wo es warm ist oder USA. (Im Falle von Accenture geht es am Anfang nach Chicago/USA).” OK, dann haben wir gehört, dass Englisch notwendig ist bei Accenture(Überraschung). So jetzt kommen wir zu den wichtigen Dinge, was man bei Accenture mitbringen sollte. Der Mensch ist wichtig, was er gemacht hat und sein Charakter. Natürlich einen guten Abschluss haben und klug sein runden den Kanditaen ab. Was jemand studiert hat ist nicht wichtig. Jeder ist Willkommen. Die Inhalte aus dem Studium sind auch unwichtig. Eine Promotion, bringt einem ca. 6 Monate. Also man spart sich die ersten 6 Monate auf der Ebene des Junior Beraters.

Wir hatten das Glück, dass noch ein Senior Manager von Accenture vorbei kam. Dieser hatte auch Informatik an der RWTH Aachen studiert. Was für mich als Informatiker super war. Die BWL´er haben sich nicht so sehr gefreut darüber. Der Senior Manager konnte wesentlich besser auf  unsere Fragen antworten. Er erzählte auch von seinen neun Jahren die er jetzt schon bei Accenture ist. Die ersten vier Jahre hatte er auch richtig programmiert in den Projekten. Danach ist er immer mehr zum Projektleiter geworden und nun ist er groß Projektleiter.

Aus den Berichten des Abends habe ich geschlossen, dass Accenture einen schwer Punkt auf IT hat. Für sie gibt es auch keine Strategie Beratung die nichts mit IT zutun hat oder keine Untenehmensstrategie ohne IT. Ich habe mich noch mit anderen Leuten später darüber unterhalten und wir sehen das anders. So nun wusste ich, dass Accenture wohl sehr IT freundlich ist. Sie haben auch einen eigenen SAP-Sparte(weil momentan sehr gefragt). Dieses ist natürlich super für einen Informatiker zuhören, aber nicht für mich. Die Probleme die man bei der Unternehmens IT hat sind für mich tot langweilig. Ich habe noch mal auch nachgehakt, ob die irgendwie Usability beachten oder jetzt auch im Zuge Ihrer Prozess Beratung in den Bereich der Webportale rein schauen. Die Antwort war, dass kein Unternehmen ein Webportal braucht um mit seinen Kunden zu kommunizieren. Vielleicht habe ich ihn auch falsch verstanden, aber ich halte diese Aussage für gewagt. Innovationen werden auch nicht begleitet von Accenture oder besser sie entwickeln nicht an Innovationen die dann auch umgesetzt werden.

Während wir uns in unsere Gruppe Unterhalten habe, haben sich die Andere Gruppen sich die Kante gegeben. Die Getränke waren ja auch frei, wieso denn auch nicht. Das gab mir das Gefühl, dass einige Leute nur für die “Party” da waren und auch dieses hatten. Zurück zum Gespräch. Wir hörten noch wie der Prozess ist wenn man sich bewirbt bei dem Unternehmen. Das Gehalt als Berater liegt wohl so bei 40000- 44000 je nachdem was man machen soll. Sie würden die Überstunden bezahlen die man macht, aber dafür hat man ein geringeres Grundgehalt gegenüber McKinsey oder BCG. Es wurde auch kurz thematisiert was der Unterschied ist zu diesen Beiden ist. Accenture hat 170000 Mitarbeiter Weltweit. Sie begleiten von der Strategie Beratung bis zur Umsetzung ihren Kunden. Die Anderen machen nur eine Studie und dann sind sie weg. Den komplette Prozess begleiten gibt wohl einem persönlich ein besseres Gefühl. Accenture ist damit auch der Weltgrößte “Berater”. Die Mitarbeiter in den Büros München, Frankfurt und Düsseldorf werden nur im deutschsprachigen Raum eingesetzt. Es gibt auch ab und an andere Aufträge in Europa. Es gab sicher noch einige Dinge die ich vergessen habe hier zu erwähnen.

Mein Fazit: Es schein nichts für mich zu sein. Die Arbeit da ist scheinbar wie von der Stange. Leider umgekehrt als bei Klamotten sind die Jobs von der Stange besser bezahlt also teurer. Für mein Gefühl wendet man dort immer das salbe Muster bei dem Kunden an und verkauft ihm irgendeine Technologie. Klar, jedes Unternehmen ist anders, aber ich denke nicht kreativ genug die Aufgabe als Unternehmensberater. Deshalb wollen Sie ja auch nur Leute die “schnell im Kopf sind” (Zitat Senior Manager) und es ist egal was man im Studium gemacht hat. Also ist das was ich an Vorerfahrungen habe nichts Wert, deshalb wird eine Promotion nur mir 6 Monaten bedankt übrigens genauso viel bekommt man angerechnet für eine Ausbildung. Es ist auch egal, ob als Maschi promoviert in fünf Jahre oder als Biologin in drei Jahre. Dass man am Anfang als Informatiker, wirklich nur Unternehmens IT macht nervt auch total. Der Junior Berater, hat bis jetzt in seinen Projekten als Tester fungiert. Wahrlisch kein Ding für mich. Sicher das Geld ist nicht schlecht, aber die anderen Software Consultings zahlen genauso gut wie z.B. SD&M eine Tochter von Capgemini. Ich werde noch mal mich informieren bei Accenture, aber Sie können nicht das was ich mir vorstelle. Also keine Berufung dieser Beruf :-)

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