Die TAZ, die RWTH, Diversity und dass diese (nix) miteinander zu tun haben

Die TAZ ist für mich ein sehr gutes Beispiel für die aufgeklärte deutsche Gesellschaft. Eine Gesellschaft, die sich in Teilen über Thilo Sarrazin und einigen seiner Ideen aufregt. Meine Vermutung ist, dass die TAZ und dessen Lesenden nicht die Fan Gemeinde von Sarrazin stellt.

Ich musste am 24. April 2010 leider klar feststellen, dass die TAZ in ihrer klaren Umgang mit Diversity kaum besser ist als das Schlimmste was ich mir vorstellen kann. Am 24. April 2010 war der große TAZ Geburtstag mit dem tazLab zum Thema Bildung: Welche Universität wollen wir? Die TAZ hatte viele Gäste eingeladen und auch 79 Teilnehmende die Vorträge gehalten haben und an Podiumsdiskussionen teilgenommen haben. Und da geht es los J Was ich sagen kann ist, dass das Thema Gender die TAZ verstanden hat. Von den 79 waren 39 Frauen und 40 Männer, wenn ich mich nicht verzählt habe. Bei den 79 sind auch einige TAZ Mitarbeitende dabei. Jetzt kommt meine Lieblingszahl: 2 . Genau zwei Leute haben einen offensichtlichen Migrationshintergrund. Eine Ausländerin aus Kenia, die in Berlin promoviert (Emily Ngubia Kuria) und ein Redakteur mit Migrationshintergrund der Taz (Felix Lee). Das sind die zwei Menschen, die ich klar erkennen kann, natürlich kann noch jemand einen französischen Pudel zuhause haben oder so, aber die anderen 77 scheinen schon sehr westlich aka deutsch.

Thema der Veranstaltung nochmal: “Welche Universität wollen wir?” . Was will diese Auswahl der Teilnehmenden einem sagen? Ich denke die Auswahl ist ohne böse Absicht geschehen, aber einfach aus dem Herzen heraus. Grade an Universitäten sind MigrantenInnen und AusländerInnen viel stärker vertreten als in der freien Wirtschaft. Das ist die Domain wo Menschen mit einem Migrationshintergrund noch Karriere machen können. Und dort findet die weltoffene TAZ nur zwei (eine, da der andere ja schon bei der TAZ arbeitete) Leute, die sie einladen kann zu dem Thema. Was sagt uns das über unsere Gesellschaft? Auf der einen Seite die Nase rümpfen über die “88″ aber auf der anderen selber 77 zu 2 einladen. Bei den restlichen Gästen und Publikum hätte die Quote ja anders sein können. Nein, war nicht so. Es waren wirklich wenige MigrantenInnen und AusländerInnen Vorort. Wie die Ironie das will waren die ganzen Servicekräfte MigrantenInnen und AusländerInnen. Die Elite des aufgeklärten Bürgertums feiert sich und die TAZ zu klängen einer Band und lässt sich gerne von ihren MigrantenInnen und AusländerInnen (Servicekräften) bedienen. Oh köstlich wurde es, dass die Arbeiter aus Afrika den Müll nur rausgebracht haben und in der Küche gearbeitet haben. Das Gute ist keinem ist das Aufgefallen oder fand die Situation auffällig. Den es ist natürlich im eigenen Dunstkreis zu sein. Reden und schreiben kann man viel über Vielfalt, aber als erstes kümmert man sich doch lieber um die eigene Leute. Ich habe an dem Abend auch Ministerin Schavan darauf angesprochen, sie wusste auch keine Lösung und meinte wir müssten daran arbeiten. Von einer Ministerin habe ich natürlich auch wenig anderes erwartet, aber von der TAZ schon mehr.

Unser Rektor war natürlich auch Gast gewesen bei dem TAZ Geburtstag und auf dem Podium. Damit können wir eine Brücke schlagen, dass das Verhalten nicht untypisch ist. Hier an der RWTH gibt es auch diverse Programme für Erhöhung der Frauenquotte in Bereichen wo sie schwach ist. Die RWTH ist “Preisträgerin des Deutschen Diversity Preises 2011″ (Augenmerk liegt auf PreisträgerIN). Mir ist bis jetzt kein Projekt bekannt, der sich hier an der RWTH mit Diversity und MigrantenInnen beschäftigt. Das ist auch so schwer zu erheben, war bis jetzt die Aussage dazu. Geschlecht ist einfach fest zustellen, aber wer ist schon ein Migrant?; das ist doch schwer zu klären. Und die eigene Kusine, Bruder und Nichte sind auch keine Migranten, lieber die erstmals fördern um die anderen mit den schwarzen Haaren und Haut kümmern wir uns wenn der Druck groß genug wird.

 

 

Und das ist natürlich ein Bericht was meine Meinung wieder gibt und nicht die meines Arbeitgebers, die RWTH Aachen University und damit dem Land NRW und sicher auch der Bund irgendwie ;-) und in Zukunft wird sicher auch mehr Fakten erhoben. Eine gewisse Polemik ließ sich nicht vermeiden in dem Artikel, ich werde mich bessern.

Gehalt Wissenschaftliche Mitarbeiter nach TV-L 13 und Lehrer nach A13 in NRW

Da sehr viele Anfragen auf mein Blog kommen die nach dem Gehalt von wissenschaftlichen Mitarbeitern fragen, denke ich mir ein eigener Eintrag zu dem Thema wäre angemessen.

Ich gehe von der Annahme aus, dass der oder die Person Lohnsteuerklasse I hat und keine Kinder. Die Berechnungen gehen vom Startgehalt auf der Stufe 1 aus. Ich habe angenommen, dass der Krankenkassenbeitrag bei 15,0% liegt. Bei der TK ist der momentan z.B. bei 15.5%. Die Tabelle ist auch nach dem Stand von 01.04.2011

50% halbtags Stelle 100% volle Stelle
Jahreseinkommen 18663.06€ 37326.12 €
Jahressonderzahlung 777.63€ 1555.26€
Jahres Brutto 19440.69€ 38881.38€
Monatlich Brutto durchschn. 1620.05€ 3240.11 €
     
Grundgehalt monatlich 1555.26€ 3110.51€
Netto Gehalt monatlich 1110.79€ 1937.25 €
Abgaben ca. 29.3% 38.2%

In den Abgaben sind so Dinge wie Lohnsteuer, Soli, Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherungen.  Die Zahlen können etwas variieren je nachdem, ob man Kirchensteuerzahlt oder einen niedrigeren Krankenkassenbeitrag hat. Das Gehalt kann in den einzelnen Bundesländern auch etwas anders sein.

Ich habe diesmal noch die Gehaltstabelle für Lehrerinnen und Lehrer aufgestellt. Diese gilt für Gymnasiallehrer ohne Sonderzulagen beim Einstig in NRW. Tarifgruppe A13. Man muss hier beachten, dass Lehrende sich selbst privat krankenversichern müssen. Hier habe ich nachgeschaut, würde eine gute Versorgung ca. 190 € pro Monat kosten für einen Verbeamteten Lehrenden. Beamtinnen und Beamte bekommen noch eine Pension im Ruhestand.

50% halbtags Stelle 100% volle Stelle
Jahreseinkommen 18945.60 € 37891.20 €
Jahressonderzahlung + Stellenzulage 496.91€ + 465.30 € 970.55€ + 930.60 €
Jahres Brutto 19907.81 € 39792.35 €
Monatlich Brutto durchschn. 1658.98 € 3316.02 €
     
Grundgehalt monatlich 1578.80 € 3235.15 €
Netto Gehalt monatlich 1459.42 € 2568.13€
Abgaben ca. 10.2% 21.0%

Das Gehalt bei E13 und A13 sehen recht gleich aus im Bruttobereich. Durch die geringen Abgaben der Verbeamteten erreichen sie einen deutlich höheren Monatsnetto. Bei Lehrenden kommt noch dazu, dass sie recht schnell Zulagen erlangen können für weitere Aufgaben die sie an der Schule übernehmen oder z.B. ein Studienseminar leiten. Dann geht das Gehalt noch sehr gut nach oben. Mit steigender Berufserfahrung steigt auch das Gehalt bei den Lehrenden.

Ich hoffe ich habe den Suchern nach Informationen etwas weitergeholfen. Meine Berechnungen habe ich mit Hilfe der Webseite http://oeffentlicher-dienst.infogemacht. Dort kann jeder an sich angepasst sein Gehalt ausrechnen. Eine sehr schöne Seite. Denke Anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber dann klappt es ganz gut.

Latente Fremdenfeindlichkeit bei Freunden

Diesen Beitrag will ich schon sehr lange schreiben und nun ist es wirklich an der Zeit für mich. Ich möchte kurz schildern wie für mich sich Fremdenfeindlichkeit äußert bei Personen die von sich überzeugt sind, dass sie eigentlich doch gar nichts mit Fremdenfeindlichkeit oder Rechts zu tun haben.

Am besten beschreibe ich erst meine Umwelt und mich im Bezug zu dem Thema. Ich behaupte von mir ein sehr sehr gut integriert zu sein in Deutschland, obwohl ich wie viele andere nicht hier geboren bin. Von der Grundschule an (vorher war ich nicht in der BRD) habe ich quasi das gemacht was andere auch so machen in Deutschland. Schule, Abitur, Studium. OK, nicht alle sondern ich habe das gemacht was auch mein Umfeld zum größten Teil gemacht hat, in diesem Punkt bin ich sehr angepasst. Ich war sogar sehr engagiert in der evangelischen Gemeinde bei uns (habe sogar mal bei Weihnachts-Krippen-Spiel mitgemacht), habe mich in Sportvereine betätigt. Als Trainer war ich für mein Bundesland unterwegs und zwei Jahre im Vorstand von einem Basketball Verein und habe auch mal mich ins Studierendenparlament wählen lassen. Viele diese Dinge sind typisch deutsch und ich bin teilweise weiter gegangen als meine anderen Freunde mit meinen Aktivitäten.

Mein Freundeskreis, Bekannte und Berufskontakte sind überwiegend deutsche oder keine wie man hier sagt “Südländer”. Das hat sich irgendwie über die Jahr so ergeben, war eigentlich seit der Grundschule nicht viel anders gewesen. Die meisten dieser Menschen sind offenkundig nicht Rechts und weit davon entfernt. Sie regen sich zum größten Teil z.B. über Thilo Sarrazin auf und finden Neonazi Aufmärsche blöd. Nichts desto trotz kommen in ihren engen Freundeskreise kaum “Migranten” vor. Der Franzose zählt hier für mich nicht zu den “Migranten”-Kreis. Grade männliche “Südländer” tauchen in den Kreisen sehr selten auf und sind wenn nicht im engeren Freundeskreis von meinen deutschen Freunden. Mir fällt so spontan niemand außer mir auf. Ich habe natürlich auch Freundeskreise, die vorwiegend aus “Migranten” und “Migrantinnen” bestehen, da bin ich meist der Exot mit so all meinen deutschen sehr guten Freunden.

Es gibt tatsächlich für mich einen Sinn wieso das so ist. Das ist die “Latente Fremdenfeindlichkeit bei Freunden”. Hier geht es nicht um politisch unkorrekte Witze und scherze, da bin ich selbst ganz groß drin. Nein es geht um tatsächliche Fremdenfeindlichkeit oder Fremdenangst. Ich denke das Problem ist nicht, dass jemand das richtig Bewusst fühlt sondern einfach aus sich raus latent das Gefühl hat. Zwei Beispiele werde ich gleich nennen.

  1. Ich hatte mal eine Freundin, die mir irgendwann erzähle, dass in der Fußgängerzone immer mehr Läden schließen würden und in vielen diesen Läden jetzt Ausländer ihr Geschäft aufmachen würden. Es würde ein überhand nehmen in der Fußgängerzone und sie würde sich irgendwann wohl da nicht so wohl fühlen. Die deutschen Geschäftsbesitzer, die aus finanziellen Gründen ihre Geschäfte aufgaben, würden in ihren Augen irgendwie von den meist “südländischen” Geschäftsleute vertrieben.
  2. Kürzlich war ich in einem Großraum Diskothek mit einem Freundeskreis. Dort gibt es vier, fünf Bereiche mit unterschiedlichen Musikrichtungen und Bars usw. Irgendwann wollte eine Freundin von einem Raum ins andere wechseln und Fragte mich und einen Freund ob wir in den anderen Raum möchten. Da sagt der Freund: ” Nein, auf gar kein Fall!! In dem anderen Raum sind nur Türken.” Ich habe da nachgefragt noch mal, weil ich nicht sicher war was er mir da sagt. Die Antwort war dieselbe und er bahrte sehr stark drauf. (Nachtrag: In dem Raum waren nicht nur Türken, vielleicht mehr nicht deutsche als rein deutsche. Geschlechterverhältnis war auch wie in den anderen Räumen.)

Für mich ist das latente Fremdenfeindlichkeit. Direkt angesprochen würde beide Personen sich von diesem distanzieren, aber sie fühlen anders. Problem für mich ist, dass sie in dem Moment mit mir sprechen, aber nicht realisieren, dass sie quasi über mich sprechen irgendwie (auch wenn ich nicht ein Türke bin). Ich könnte genauso gut in dem anderen Raum gestanden haben und er hätte diese negativen Gefühle mir gegenüber gehabt. Das nur weil ich entsprechend aussehe. Und tatsächlich hatte jemand aus meiner Familie in der Fußgängerzone einen Blumenladen eröffnet. Für mich heißt es die Freunde akzeptieren mich, aber nicht den Rest von mir, Freunde und Familie und irgendwann vielleicht meine Kinder. Das ist ein riesiges Problem. Irgendwo habe ich aufgeschnappt, dass das Problem “Eingrenzung” heiß. Also das Gegenteil von Ausgrenzung. Meine Freunde grenzen mich ein, damit werde ich für sie zum Deutschen und nicht mehr Fremden, damit können sie die anderen “guten Gewissens” ausgrenzen. Es wäre schwer die “guten Ausländer” auch als solche zu sehen, denn dann müsste man seine Weltanschauung überdenken und die Schubladen müssten neu sortiert werden. So wird Komplet ein Teil der Identität weg geblendet. Das meine Freunde und Freundinnen irgendwie oder irgendwo das her haben und so geprägt wurden ist mir klar. Die Frage die ich mir stelle ist, wie geht man damit um? Ich verstehe die Leute die irgendwann resigniert haben und gesagt haben, sie suchen ihre engeren Freunde bei “nicht deutschen” oder Klicken wo die Mischung “ausgewogener” ist. Ist das aber eine Lösung für unsere Gesellschaft?

our rock stars are not your rock stars! Wer sind Deine Rock Stars?

Viele Wissenschaftlerinnen, Forscher und Entwickler arbeiten irgendwo etwas im Verborgenen. Selten bekommen wir mit wer was „gezaubert“ hat, was unser Leben eventuell etwas einfacher oder ein Stück besser macht.

Vor, zwei oder drei Wochen habe ich von einem Kollegen den Tipp bekommen mir die neue Intel Werbung an zu schauen. Für die, die es noch nicht kennen oder das Video mal auf englisch sehen wollen hier ist es:

Die Werbung hat mich sehr beeindruckt. Sehr gut! Es Zeigt sehr schön wie Forscher und Entwicklerinnen ihr eigenen Rock Stars haben. Viel zu selten finde ich kommt das zu Sprache oder wird in den Medien angesprochen. Die Leute, die tatsächlich etwas kreatives nützliches machen stehen oft in den Hintergrund für die Gesellschaft. Klar, sind die Forscherinnen und Entwickler nicht die typischen Super Stars, die dauernd in den populären Medien präsentiert werden. Eine bessere Kommunikation von diesen würde vielleicht helfen, dass der Fachkräftemangel in Deutschland im F&E nicht so groß werden würde.

Ich habe auch meine persönlichen Rock Stars aus dem IT Bereich. Der erste ist Jef Han (aka Jefferson Y. an). Er hat 2006 den low bugget multitouch display vorgestellt. Ich fand es unglaublich, wie er für unter 500 $ diesen Tisch zusammengesetzt hat. Hier zu kamen die coolen Applikationen. Mit seiner Vorstellung begann quasi diese Touch und Iphone Sache. Mit seiner Idee der einfachen kosten günstigen Realisierung von multi-Touch und den dazu gehörigen Interaktionen, hat er den Stein ins Rollen gebracht. Seine geniale doch einfache Idee und dessen Einfluss auf die Szene haben mich beeindruckt.

Hier ein kurzes Video von 2006. Ein ausführlichen Überblick bekommt man bei seinem TED Talk .Ich weiß nicht mehr wie oft ich dieses Video geschaut habe.

Der andere Rock Star ist für mich Jon Rubinstein. Sein Vortrag zum Palm Pre hat mir gut gefallen. Er erzählt am Anfang etwas über sich und wie er dazu gekommen ist jetzt bei Palm zu arbeiten. Das war richtig cool. Er ist definitiv ein Rock Star. Bevor er zu Palm gegangen ist war bei Apple, wohl führend beim IPod Team. Er ist definitiv ein Vorbild, ein Informatiker (computer scientist) der es ganz nach oben geschafft hat. Seine Erfahrung und Meinung zählen und er ist nicht der “typische” Geek. In den ersten paar Minuten des Videos zu Palm Pre ist er zu sehen.

So wer sind Deine Rock Stars. Es müssen keine Informatiker, Entwickler sein. In jeder Disziplin gibt es solche Rock Stars die etwas veränder haben. Forschende und Vorbilder die Dich beeindruckt haben. Vielleicht ist auch noch ein “lokaler Underground Star” wie Christian Spannagel, der momentan an den PHs und Schulen für Rock sorgt. Also schreib ein Blogbeitrag oder einfach ein Kommentar hier über Dein Rock Star!

P.S.: Man darf nicht vergessen, dass jeder Rock Star eine Band hat :-)

” The Evolution Of Google ” Vision nicht noch schneller?

Ich habe dieses coole Video bei edufuture.de gesehen.Die Vision die in dem Video beschrieben wird entspricht sehr genau auch meiner Vorstellung von unserer Zukunft. Schuat es euch an:


Die dargestellte Zukunft wird bloss viel schneller kommen als erwartet wird. Durch Picasa (Google-Foto-Portal)  und deren Gesichtserkennungssoftware wird Google uns alle viel schneller kennen, als wir denken. Die Funktion, dass unser Mobiltelefon andere Personen erkennt und ihre Daten direkt downloaded wird nicht lange auf sich warten lassen. Ein kleiner Schritt in die Richtung sind schon die Poken, die grade ein kleinen Hype in der BarCamp-Szehne erleben. Poken sind kleine Plastik-Tierschen die alle Informationen über die eignen Sozialen-Netzwerke (im Film Avatare genannt) enthalten. Man kann sein eigenes Poken gegen das Poken eines anderen halten und tauscht die Informationen über die Avatare aus. Die Kombination der verschiedenen Techniken ist nicht grade schwierig. Mobiletelefon + Gesichtserkennung +Avatar-Adressbuch wird wohl schon in den kommenden Jahren erfunden und nicht erst 2015/16 .

Die Schlußvision im Film ist noch etwas weit weg für mich, aber diese unterscheidet sich nicht sehr von dem, dass alle ein Neuron sind in einem großen Gehirn.

Was soll ich in der Freizeit machen? Stimme ab!

Momentan führe ich eine Umfrage durch auf http://twtpoll.com/axs2kj . Auf das Ergebnis bin ich sehr gespannt. Die Frage ist, ob ich wieder Basketballtrainer werden soll oder ob ich besser etwas anderes machen soll. Es gibt 6 Antwort Möglichkeiten von denen man eine wählen kann. Den Link habe ich gestern und heute Mittag über Twitter in die Welt gesendet. Gelichzeitig ist dieser auch als mein Facebook Statusmeldung eingegangen. Mal sehen wieviele Leute sich an der Umfrage beteiligen. Bis jetzt sind es 11 Personen. Eventuell werden es mehr Teilnehmer an der Umfrage nach diesem Blogbeitrag. Das Ergebnis der Umfrage ist direkt nach der Stimmabgabe sichtbar. Also geh auf http://twtpoll.com/r/axs2kj und stimme ab über meine Freizeit. Ich nenne das hier “Freizeitgestaltung 2.0″ J

DNADigital OpenSpace

Am 03.11.2008 war das große DNADigital OpenSpace. Eine gelungene Veranstalltung für unsere gemeinsame Zukunft an der ich teilnehmen durfte. Ich nehme an, dass das Program und die Form der Veranstalltung für die meisten Leser meines Blogs noch neu sind. So werde ich erst diese kurz einleiten. Die Leser die schon DNA Digital kennen können einfach die ersten paar Absätze überspringen und zu *** springen.

So was ist nun Thema bei DNA Digital? Wie der Name es sagt, es geht um DNADigital :-) also Digital Natives oder auch Net Generation genannt. Das ist die Generation die mit dem Internet, dem Handy und anderen digitalen Medien und Techniken aufgewachsen ist. Mir ist sehr wohl bekannt, daß zum Beispiel im eLearning die Begriffe für diese Genration umstritten sind. Im allgemeinen Kontext, sehe ich kein Problem Net Generation oder Digital Natives zu benutzen. Bei diesem Treffen wurden Digital Natives mit Top-Entscheidern aus der Wirtschaft zusammengebracht. Ein Beispiel für ein Top Entscheider, der mitgemacht hat ist Achim Berg (Vorsitzender der Geschäftsführung Microsoft Deutschland und Area Vice President International). Ziel war es den Führungskräften aus den Unternehmen, die Wünsche und Visionen der Digital Natives näher zubringen. Dieses passierte am Montag in Form eines OpenSpaces.

Ein OpenSpace ist als Veranstalltung ähnlich zu einem großem Workshop oder einem Ein-Tag-Seminar. Am Anfang kommen alle Teilnehmenden zusammen und lernen sich kennen. In unserem Fall wurden zweier Interviews zum Thema des Tages geführt: Enterprise 2.0 .Ein Digi und ein Wirti sollten dann als Partner zusammengehen. Nach 30 Minuten Dialog wurden dann ein paar Stichpunkte zu Enterprise 2.0, welche man sich in den Interviews gemacht hatte, an eine Metaplanwand angebracht.

So nun kommt man zu der Gruppenarbeitsphase des OpenSpaces. Bevor es los geht werden verschieden Themen von dem Teilnehmenden zusammengetragen, die bearbeitet werden sollen in kleinen Gruppen. Hier wurden

Kontrolle und Vertrauen
Offene Schnittstellen
Arbeitsplatz der Zukunft
Social Media Index
3 Kulturen
Programm DNAdigital (ZDF)
Produktfindung
Mehrwert von Onlineportalen
Ideenhaus / digital Zeitgeist
Bildung und Web 2.0
Geschäftsmodelle und Vertrauen
Brückenbau und wie geht es weiter…
Deutschland und Web 2.0 / E 2.0 im internat. Vergleich

als Diskussionspunkte vorgeschlagen.

In Bearbeitungsphase, gibt es ein paar Regeln die eine OpenSpace von typischen Workshops oder Seminaren unterschiedet. Der wichtigste ist, daß man solange bei einem Thema und Gruppe bleiben kann, solange man dort etwas beitragen kann oder etwas mitnimmt. Sobald man sich nicht richtig aufgehoben fühlt, ist es völlig in Ordnung sein Gruppe zu wechseln um woanders aktiv zu werden. Das nennt sich, das Gesetz der zwei Füße. So kommt mehr Dynamik in die Sache. Nach einer bestimmten Zeit, werden dann die Ergebnisse aus den Gruppenarbeiten allen präsentiert.

Mit den Ergebnissen sollen die Top-Entscheider und einige wenige Digital Natives zum IT-Gipfel fahren und diese dort Vorstellen und weitertragen. Beim IT-Gipfel wird Kanzlerin Merkel dabei sein, also ein Treffen von gewählten Mitgliedern der Gesellschaft mit den Top-Leuten der IT-Wirtschaft. Hier sollen Impulse gesetzt werden für den IT-Standort Deutschland (hoffe auf mehr wirkliche Impulse, als bei dem Bildungsgipfel).

*** So nun komme ich zu meinen Eindrücken und meine Meinung über das DNADigital OpenSpcae. Ich war überrascht wie viele Vertreter aus der Wirtschaft bei dem OpenSpace mitgemacht haben. Gut, wenn Microsoft und Telekom mitmachen, wollen eventuell andere nicht hinten anstehen. Eine genaue Liste der Teilnehmer und Teilnehmerinnen ist auf http://www.dna-Digital.de einzusehen. So waren tatsächlich die Hälfte der Partizipierenden aus den Führungsebenen der Wirtschaft und die andere hälfte waren Digital Natives im weitestem Sinne. Die Diskussionen und Ausarbeitungen in der verschiedenen Gruppen liefen auch sehr gut. Alle waren offen für andere Meinungen und haben gerne mitgemacht. Eine gewisse Zufriedenheit war bei den Top-Entscheidern zusehen, die ersichtlich Spaß an der Aktion hatten und auch viele bewegen wollen.

So sind am Ende auch einige Ergebnissen und Forderungen für den IT-Gipfel zusammen gekommen. Diese sind im Wiki der Mixxt-Platform zufinden: Link

Neben dem ganzen posotivem sind mir noch einige andere Punke aufgefalle. Bei einigen Themen und Digital Natives hatte ich das Gefühl, dass das eigen Intresse vertretten wurde. Ich empfand einige sehr wenige Digital Natives als zu sehr eigen fixiert und auf eigenem Profit auswaren. Dieses haben sie meist sehr gut als Allgemein-Interesse verkauft. Ich will dieses Verhalten nicht Bewerten, den sicher hat man selten die Möglichkeit so viel Aufmerksamkeit von Top-Entscheidern zubekommen.

Ich habe häufig zwischen den Verschiedenen Gruppen hin un her gewächselt und habe mir angehört was der “Zeitgeist” ist. Fast durchgehend wurden bei jedem Thema folgende Schlagworte angesprochen: Vertrauen, Ehrlichkeit, Angst, Kontrolle und Kommunikation. Daraus haben sich folgende Fragen abgeleitet: Wie bringe ich Ideen von Mitarbeitenden weiter ins Unternhemen und wie baue ich Mistrauen vertikal und horizontal in einer Organisationshirachie ab? Wie schließe ich die Kluft zwischen Digital Natives, Digital Imigrants und Digital Ignorants?

Ich bin fasziniert, dass ich überall mit diesen Fragen konfrontiert wurde. Scheinbar ist die nächste große Aufgabe Antworten auf diese Fragen zufinden, um eine Digitale Zukunft besser gestallten zu können für uns alle. Der Erfolg des OpenSpace wird sich an seine Auswirkungen messen lassen müssen. Es ist wünschens Wert, dass Projekte die aus den Ideen und Diskussionen vom DNA Digital entstehen auch an diese zurück gespiegelt würden. Gerade kleine Veränderungen in den Unternehmen die jetzt eventuell angestoßen werden, sollten mit allen geteilt werden. So würden die Top-Entscheider zeigen, dass sie die Prinzipien der Digital Natives verstanden haben. Es geht um Vertrauen und Kooperation über den den eigenen “Grenzen” hinweg. Gemeinsam in Netzwerken für sich und anderen das Beste bewirken sollte das Ziel sein.

13 Dinge die man beachten sollte wenn man sein Verhalten ändern will

Ich habe einen tollen Artikel gelesen 13 Things to Avoid When Changing Habits. Es geht um den Weg wie ich am besten mein Verhalten verändere oder eine Gewohnheit los werde. z.B. mit dem Rauchen aufhören, mehr Sport zu machen oder jeden Tag zu an der Diplomarbeit zu schreiben. Die Tipps die dort gegeben werden kann ich sehr gut nach vollzeihen. Viele der Dinge habe ich auch selbst so erlebt. Ich sehe es sehr Erfolgversprechend wenn man sich an diesen 13 Dinge hält. Ich habe unten das ganze Mal kurz zusammen gefasst auf Deutsch.

  1. Immer nur eine Gewohnheit verändern. Setze Dir nur ein Ziel gleichzeitig. Das erhört die Erfolgschancen drastisch. Ein Ziel nicht zwei oder mehr! 1!
  2. Mach Dir ein Plan. Schreibe Deine Ziele auf. Notiere das Start-Datum und wann es Endet. Wichtig: bring es zu Papier und halte Dich dran.
  3. Halte es lange durch, halte Dich lange an Deinem Plan. keine halben Sachen. Erzähl jedem von Deinem Vorhaben. Schreib ein Blog, sag es Deiner Mutter, Deinen Arbeitskollegen, Deinem Bäcker und der Frau aus der Mensa. Leg Dein Plan auf Dein Schreibtisch und häng es an den Kühlschrank.
  4. Besorg Dir Unterstützung. Du solltest mehr als einen Supporter haben. Lass Dich von einem Freund, von Deiner Schwester, von Deinem Chef oder von Deiner Freundin unterstützen. Schließ Dich einer Gruppe an, z.B. einer (online-)Community die dasselbe machen. Sag Ihnen, dass Du Dich meldest, wenn Du Hilfe brauchst. Notier das in Deinem Plan.
  5. Bevor es los geht, werde Dir über Deine Motivation klar. Warum willst Du die Gewohnheit änder? Was wird Dich auf Kurs halten? Intrinsische Motivation ist wohl besser als extrinsische Motivation. Schreibe diese in Deinen Plan.
  6. Erkenne die Hindernisse. Wo könnten stolper Steine sein? oder woran bist Du das letze Mal gescheitert? Wenn es das erste Mal ist, dann mach eine kleine Recherche um Dir klar zu werden über mögliche Hindernisse. Mach Dir einen Notfallplan für die möglichen Hindernisse. Notiere diese in Deinem Plan.
  7. Führe Buch über Deine Fortschritte. Ein Tagebuch erinnert Dich daran Konsequent zu sein. Es motiviert Dich, weil Du nur positives eintragen möchtest. Es macht Deinen Prozess für Deine Unterstützer/Gläubiger sichtbar.
  8. Mach Dein Ziel Messbar und lege diese offen. Man diese ins Tagebuch oder Deinem Blog eintragen oder einem Freund emailen. Du kannst diese auch täglich einen Freund berichten. Hauptsache Du baust Dir ein System, dass Dich dran erinnert.
  9. Kenne Deine Schalter/Auslöser. Werde Dir bewusst bei welchen Gelegenheiten Du Deiner Gewohnheit nach gehst. Was sind die Auslöser für Dein Verhalten? Um Deine Gewohnheit zu besiegen musst Du alle Auslöser kennen. Suche Dir eine Strategie was Du tust wenn ein Schalter betätigt wird, also was machst Du statt der alten Gewohnheit. Notiere diese in Deinem Plan.
  10. Mach Dich schlau. Bevor Du los legst mach Dich schlau über das Thema. Auch während dessen hilft es Dir motiviert zubleiben, wenn Du Dich mit dem Thema auseinander setzt.
  11. Nicht zu früh mit der Konzentration nach lassen. Das heißt mindestens 30 Tage am Ball bleiben und nur auf das eine konzentrieren. Auch wenn es schon nach 14 Tagen gut läuft weiter nur das eine Verfolgen.
  12. Mach keine Ausnahmen. Sei immer konsequent. Ein Mal ist ein Mal zu viel. Die Regel ein Mal ist kein Mal zählt nichts, denn dann macht man es immer wieder. Pass auf die Auslöser auf und halte Dich an Deine Strategie. Also keine Ausnahmen!
  13. Mach weiter auch nach einem Ausrutscher. Steig sofort wieder ein nach einem Ausrutscher, damit es nicht mehr wird. Halte Dich an Deinen Plan. Frage Dich warum Du einen Fehler gemacht hast, und versuche diesen ab jetzt zu vermeiden.

Ich empfehle auch jeden das Original bei Zen Habits zu lesen. Es ist wesentlich witziger und schöner geschrieben. Vor allem ist es Umfangreicher mit Beispielen. Viel Erfolg bei Euren Vorhaben.

Was ich mit 45000 mache!

Wie sehr sind wir von unserer Umwelt oder dem was wir lesen beeinflussbar? Leider weiß ich keine Antwort auf diese Frage; eigentlich bin ich froh, dass ich die Antwort nur abschätzen kann für mich. Vor einiger Zeit hatte ich in meinem Blog gefragt:45000 € was ist es Wert? Was kann man damit machen? Ich habe mich sehr gefreut über zahlreiche Kommentare zu dem Beitrag.

Die Frage die damit verbunden ist, war welchen Job ich als nächstes annehmen soll. 45000 Euro ist ca. der Netto Unterschied in der Bezahlung in den nächsten 2,5 Jahren, zwischen den Varianten. Die Entscheidung beschäftigte mich schon über ein Jahr. In Geld oder Ehre? Gibt es überhaupt Geld und Ehre? hatte ich einige meine Gedanken zum Thema Berufswahl zusammengefasst. Hauptsächlich ging es um Consulting, wissenschaftliche Tätigkeit an der Uni oder Einstieg in einem IT-Unternehmen/ Dienstleister. Seitdem habe ich Zahlreiche Bücher, Artikel gelesen und Firmenkontaktmessen besucht. Mich auf jeglichen Carrer-/Jobportal angemeldet. Sicher mit mehr als 100 Leuten Unterhaltungen zu dem Thema geführt. Ich war bei einigen Vorstellungsgespräche und Assessment-Center.

In der ganzen Zeit war ich auf der Suche nach der Frage was einen Menschen, in diesem Fall mich, glücklich macht. Dieses sollte natürlich auch Nachhaltig sein. Themen wie Familie, Freunde, Geld und Ansehen kommen bei meiner Entscheidung sehr stark vor. In diesem Zusammenhang habe ich mich auch mit den Top-Beratungen wie McKinsey, A.T. Kearney und BCG beschäftigt. Was mich unweigerlich zum Thema Elite und den Publikationen von Julia Friedrichs führte.

Jetzt komme ich zum Dilemma, ich weiß nicht wieso ich meine Entscheidung wirklich getroffen habe. Seit ich ca. 2002 eine Kienbaum Studie gelesen habe über die Chancen von nennen wir es deutschen mit Imigrationshintergrund, wollte ich es irgendwie anders machen als in dieser Studie. Nicht nur die Studie sondern auch einige andere Forscher haben festgestellt, dass die oben genannte Gruppe kaum Chancen auf sehr gute Positionen in der Industrie oder Wirtschaft hat. Dagegen hat sie in der Wissenschaft bessere Möglichkeiten. Ich wollte immer in der Wirtschaft mit dabei sein und irgendwie “Manager” werden, am besten irgendwo Vorstand bei einem DAX-Unternehmen. Leider musste ich einsehen, dass die meisten Positionen über Netzwerke und Klüngeln vergeben werden und nicht nach Leistung. Das heißt ich muss in eine Top-Beratung um überhaupt eine Chance zu haben um irgendwie und irgendwann ganz oben mit zumischen.

Probleme bei der Sache: Mein Abitur war nicht so gut: Danke an meine Lehrer die mir immer sagten: “Ach, auf Dein Abi schaut niemand später!” und ich war nicht im Ausland. Ich weiß, dass die Ansprüche hoch sind, immer hin habe ich alle Prüfungen in meinem Hauptstudium mit 1.0 gemacht, daher kann ich gewissen Illusionen haben. Na ja, ich habe es erst mal nicht in eine Strategie Beratung geschafft (ich muss sagen ich habe es nicht ehrlich versucht) aber ich konnte einige andere Angebote mir abholen. Zum Glück auch Top-Management Beratungen dabei. Die 45000 Euro Netto Differenz, erklären sich halt einfach daraus, dass die Angebote sehr gut waren, nicht McKinseys 65000 Euro pro Jahr Brutto Angebot aber nicht gerade sehr weit davon entfernt. Ich bin richtig stolz auf mich, denn die Angebote die ich hatte waren finanziell die besten von all meinen Freunden und Kommilitonen. Ich weiß es ist materialistisches Denken. Macht mir aber erst mal herzlich wenig aus, denn ein Ziel von meinem Studium war so ein Jobangebot. Das kann ich jetzt abhaken.

Nun weiß ich nicht, ob ich beeinflusst wurde oder nicht .z.B. von Julia Friedrichs. Ich habe mich gegen Consulting entschieden und für schlechte Mensa, kleine Wohnung usw. Oder wie ein Freund, Chrisp, sagte: “Nein, für Forschung, Idealismus und intellektuelle Herausforderungen!” Die Meisten meiner Freunde halten die Entscheidung gut passend für mich und viele haben es schon lange gewusst, dass ich mich so entscheide. Die 45000 Euro Netto könnt ich noch reinholen irgendwann, sagen sie. Ich passe jetzt wieder in die Statistik; das ärgert mich. Imigrationshintergrund à Wissenschaft…was hat mich zu der Entscheidung bewogen? der Imigrationshintergrund? die gut Mensch Artikel? die anti matirialistische Erziehung? die Einfachheit hier weiter zu forschen? die Neugierde für die Forschung? der Drang was Neues zu entdecken? der Dr. Titel? meine größenwahnsinnigen Ideen? die besseren Chancen mit dem Dr. in die Strategie Beratung ein zusteigen?

Was denkst Du wieso ich jetzt wissenschaftlicher Mitarbeiter werde an der Uni?

Was ist web2.0? oder Web2.0 wird zu 2.0 Zeitalter

Web2.0 Ist eins der wichtigsten Ausdrücke meines Lebens geworden in den letzen 20 Monate. Es ist überall. Vor allem 2.0 hängt an allem. Ich warte nur noch, dass mein Brot zu Brot2.0 wird. Nicht falsch verstehen, ich liebe Everything2.0. Everything2.0 trifft den Nagel glaube ich ganz gut auf den Kopf, so wie auch eine Gruppe bei Xing.com heißt. Für mich ist Web2.0 schon längst viel mehr, als von Tim O´Reilly beschrieben in What is Web 2.0. Web.20 ist schon längst nicht nur im Netz zu suchen. Das Verhalten von der Bürger hat sich verändert. Ich bin nicht mir sicher, ob ich sagen kann die Gesellschaft hat sich in ihrem Verhaltensmuster geändert oder nicht. Leider bin ich kein Soziologe. Ich wage mich doch zu schrieben: Web2.0 ist ein Zeitalter oder könnte für ein Zeitalter stehen. So wie auch die Industrialisierung ein Zeitalter ist. In den letzten Jahren habe ich oft von der Informationsgesellschaft gelesen als unser Zeitalter. Die Informationsgesellschaft ist nur die Vorstufe zu Web2.0, genau wie erst die Manufakturen mit Arbeitsteilung begannen, bevor es zu den Fabriken überging mit dem Einsatz von Maschinen und die Automatisierung von Arbeitsprozesse. Durch diese Veränderungen veränderte sich der Mensch in dem neuen Zeitalter. Das Selbstverständnis des Menschen, welches sich in seinem Handeln in der Gesellschaft verändert hat macht für mich ein Zeitalter aus. Mit Web2.0 verändern wir uns auch. Viele Prozesse und Werte habe sich in den letzen Jahren gewandelt. Durch diesen Wandel haben sich auch die Menschen als Teilnehmer an den Prozessen sich gewandelt oder angepasst. Der Arbeitnehmer wird zum Wissensarbeiter der immer mehr Knowledgemanagement in Kooperation und Kollaboration mit seinen Kollegen (Community) machen muss. Das Verständnis für Privatsphäre und Datenschutz verändert sich immer mehr. Es ist nicht nur die Selbstdarstellung oder der Umgang miteinander in Social Networks sonder auch das Verhalten bei anderen Dingen. Die freizügige Weitergabe von Daten beim Einkaufen mit der Payback-Karte oder der Treuekarte ist auch Web2.0. Der Käufer erstellt ein Einkaufsprofil von sich. Dieses ist öffentlich für die “Partner” der Karte die dafür zahlen, es funktioniert nicht viel anders als Googles AdSense oder personalisierte Werbung bei StudiVz.

Genau wie auch in anderen Epochen gibt es im Web2.0 eine neue Ressource die sehr viel Wert ist und auch umkämpft ist: Daten. Daten bilden die wichtigste Ressource in diesem Zeitalter. Das Sammeln von Daten ist zu ein großem Geschäft geworden. Jetzt sind es nicht bestimmte Länder die expandieren wollen jetzt, sondern Multi-Nationale Unternehmen. Google stellt hierbei das British Empire dar. Google hat es in einer Dekade geschafft die wertvollste (86 Milliarden Dollar) Marke auf der Welt zu werden. Ihr Geschäft sind Daten. Genau wie das Großbritannien andere Länder verschluckte ins British Empire, hält es auch Google. Es verschluckte viele Firmen: Orkut, Writely (jetzt Google Docs), Youtube usw. Alle diese Unternehmen bringen neue personalisierte Daten für Google mit. Nun versucht Microsoft mit Google mit zu kommen genau wie einige andere die sich auf das Datensammeln begeben haben.

Auch klassische Dienste des Staates stellen sich um. Was auch ein Kennzeichen für ein neues Zeitalter ist. Der Bundesnachrichtendienst (BND) stellt sich z.B. bei Jobmessen, als große Firma dar die einfach International Datensammelt, so unschuldig wie Google oder Yahoo. Das Datensammeln ist die beste Waffe, die den Bürgern einen Schutz vor Terrorismus bieten kann. Es gibt immer mehr Gesetze die den Umgang mit den Daten “regeln” sollen zum Schutz vor bösen Einflüssen. Hierbei ist aus einer Ecke der Begriff Stasi2.0 entstanden. Vorrats-Datenspeicherung betrifft auch die Oma die nichts mit Web2.0 zutun hat. Das zeigt, dass 2.0 nicht nur das Verhalten im Web betrifft, sonder eine Veränderung in der Gesellschaft beschreibt.

Zu User Generated Content kann ich sagen, dass ich schon lange bei Subway mein Sandwitch und bei Starbucks mein Café selbst generiere indem ich die einzelnen Zutaten bestimme. Gut den Content teile ich nicht mit der Welt, aber ich bestimme was passiert. Ich werde Teil des Prozesses. Nichts anderes passiert auch bei mymuesli.com, wo ich mein eigenes Müsli zusammen stelle und bestelle, halt web2.0.

Zum Glück bin ich mit der Idee nicht ganz allein, Tim O´Reilly sagte kürzlich zu dem Thema bei BBC: “It’s the most profound change since the advent of literacy. And it’s bigger than the industrial revolution.”

Ich sehe noch kein Ende der Veränderungen, die Dienste die unser Leben verändert haben, werden sich jetzt noch mobil machen. Es wird eine komplette ein Bettung in den Alltag statt finden. Wir verändern uns mit den Gegenständen um uns. Bin gespannt wann man über das 2.0 Zeitalter in den Geschichtsbüchern liest. (Falls da noch richtige Bücher gibt :-) )

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