„Buzz-Word“ Industrie 4.0 wird immer mehr mit Leben gefüllt

Im letzten Beitrag habe ich die „Definition“ von Industrie 4.0 nach Wikipedia zitiert. In dem Bereich tut sich aktuell einiges. Das „Buzz-Word“ Industrie 4.0 und die vierte industrielle Revolution werden immer mehr mit Leben gefüllt. Gerade war die CeBit und wir steuern direkt auf die Hannover Messe zu. Bei meinem Besuch der CeBit konnten ich mit unseren Freunden und Partner auf der Suche nach Industrie 4.0 das eine oder andere entdecken. Wir entdeckten, dass Industrie 4.0 ist im Kommen aber nicht (nur) getrieben von den Großen sondern von Start-ups und Neu-Gründungen. Unser Gefühl rund um Industrie 4.0 spiegelt sich auch in der Presse wieder. „Nach wie vor fehle eine klare Antwort, woher das Wachstum kommen solle,[…] „Allein durch Automobile und Maschinenbau wächst Europa nicht“. Eine junge IT-Industrie könne dieses Wachstum bringen.“[1] Das sieht gut aus für Start-ups die aus dem Software Engineering Bereich kommen. Die Forschenden und Gründer aus den praktischen Disziplinen der Informatik werden in den nächsten Jahren einen Boom erleben. „Big Data, Machine-to-Machine-Kommunikation, das Internet der Dinge, Industrie 4.0- die großen Reitzthemen der Messe machen eines deutlich: Die Fertigungsindustrie und die IKT-Branche umgaren einander wie Brautleute.“ Das wird von der Bitkom bestätigt „81% der IT-und Telekommunikationsunternehmen glauben, dass Industrie 4.0 ein wichtiges Geschäftsfeld wird“ sagt Martina Koedritz, Präsidiumsmitglied des Branchenverbands Bitkom. [1]
Das Thema wurde im Rahmen der CeBit von der Kanzlerin und anderen wichtigen Industrie Chefs auf die Agenda für die nächsten Jahre gesetzt. „‘Das Internet hat sich in der realen Industriewelt eingenistet‘, weiß die Physikerin und meint damit alles, was unter dem Stichwort „Industrie 4.0“ oder auch Internet der Dinge“ zusammengefasst wird.“ [2] Hier wurde ebenfalls der Fokus auf Start-ups und ihrer Innovationskraft gelegt. „Cloud-Computing stellt bereits Start-ups eine Rechenpower zur Verfügung, die bislang nur Global Player hatten. Crowdsourcing gibt ihnen die Möglichkeit, schnell und weltweit Entwicklungsteams zu bilden.[…] „Die IT-Industrie, besonders die Consumer-IT, setzt nun Maßstäbe. Deren Innovationen eröffneten anderen Branchen völlig neue Produktionsprozesse und Möglichkeiten.“ Tom Enders, Chef EADS. [...] Er rief zu einer branchenübergreifenden Zusammenarbeit auf, um die Innovationslücke zu verringern.“[2]
Nun bin ich gespannt was die Hannover Messe in diese Richtung für Impulse mit sich bringt.

[1]CeBit 2013: IT-Branche lädt Industrie zur Traumhochzeit VDI nachrichten 8.03.2013 rus
[2]Der neue Wirtschaftstrend: Shareeconomy VDI nachrichten 8.03.2013 Nr.10 rus/jdb/rb/har

Was ist Industrie 4.0?

Industrie 4.0 ist ein Zukunftsprojekt in der Hightech-Strategie der Bundesregierung, mit dem die Informatisierung der klassischen Industrien, wie z.B. der Produktionstechnik, vorangetrieben werden soll. Das Ziel ist die intelligente Fabrik (Smart Factory), die sich durch Wandlungsfähigkeit, Ressourceneffizienz und Ergonomie sowie die Integration von Kunden und Geschäftspartnern in Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse auszeichnet. Technologische Grundlage sind Cyber-physische Systeme und das Internet der Dinge.

Die Bezeichnung „Industrie 4.0“ soll die vierte industrielle Revolution zum Ausdruck bringen. Die erste industrielle Revolution bestand in der Mechanisierung, darauf folgten die Massenfertigung und daran anschließend der Einsatz von Elektronik zur Automatisierung der Produktion. Der Begriff wurde erstmals 2011 zur Hannovermesse in die Öffentlichkeit getragen. Im Oktober 2012 wurden der Bundesregierung Umsetzungsempfehlungen des Arbeitskreises Industrie 4.0 der Promotorengruppe Kommunikation der Forschungsunion unter Vorsitz von Siegfried Dais (Robert Bosch GmbH) und Henning Kagermann (acatech) übergeben.

Quelle: Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Industrie_4.0 (Permanenterlink http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Industrie_4.0&oldid=114828686)

Mehrere TK & Informatik HiWis gesucht

Dein zukünftiges Team:

Wir sind ein Forschungs- und Entwicklungs-Team, das sich mit Mobile & Cloud Software Engineering beschäftigt. Wir sind am Lehrstuhl Software Engineering (Informatik 3) angesiedelt. Aktuell beschäftigen wir uns mit:

  • Augmented Reality Anwendungen /Games (Android, Kinect, WP7)
  • Cloud Infrastrukturen für personalisierte mobile Dienste & Anwendungen
  • IT-Anwendungen & Services für Mobilität Konzepte der Zukunft
  • Secret Project

Wir suchen HiWis die jeweils verschiedene Interessen haben und unterschiedliche Aufgaben übernehmen sollen.

Deine möglichen Aufgaben:

  • Entwicklung von Applikation mit gängigen, sowie eigenen Tools und Frameworks
  • Design und kreative Gestaltung von Oberflächen und Interaktionen
  • Konzipierung und Realisierung von Apps und neuen Augmented Reality Anwendungen
  • Analyse und Erstellung von Nutzer- und Systemanforderungen
  • Erstellung und Durchführung von Nutzertests, Studien

Dein Profil:

Du willst Fähigkeiten in einem oder mehreren der folgenden Themen auf- & ausbauen:

  • Augmented Reality, Kinect, Computer Graphik, Bildbearbeitung
  • Konzipierung, Design von interaktiven mobilen und web Systemen
  • Entwicklung von Applikationen für Android, iOS, WP7, Cloud etc.
  • Requirement-Engineering

Damit wir uns im Team neben den Projekten auch unterhalten und Ideen entwickeln können, wäre es gut, wenn Du Interesse an einigen der hier genannten Dinge hast:

  • Herr der Ringe, Ritter der Kokosnuss, Game of Thrones
  • Big Bang Theory, How I Met Your Mother, Sex and the City, Dexter
  • Comics z.B. Batman, Punisher, Wolverine
  • Battlefield, GTA, CS, StarCraft
  • Star Trek, Star Wars
  • Fifa, ProEvo, Rock Band/ Guitar Hero

Unser Angebot:

  • Ab 10h pro Woche Arbeitszeit, flexible gestaltbar
  • Bei uns gibt es Club-Mate, Wasser und Nespresso usw.

Schicke Deine Bewerbung bitte an

Mostafa Akbari per E-Mail: akbari@cs.rwth-aachen.de

Ausschreibung als PDF hier

Die Stelle ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu besetzen. Die Eingruppierung richtet sich nach der Richtlinie für studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte. Die RWTH ist als familiengerechte Hochschule zertifiziert. Wir wollen an der RWTH Aachen besonders die Karrieren von Frauen fördern und freuen uns daher über Bewerberinnen. Frauen werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern sie in der Organisationseinheit unterrepräsentiert sind und sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen. Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Menschen sind ausdrücklich erwünscht.

BIl Cloud Computing http://en.wikipedia.org/wiki/Cloud_computing

Software-Entwicklung vs. Software Interaction/ Design

Dieser Beitrag dient der eigenen Reflektion und kann in der nächsten Zeit noch verändert und verbessert werden. Dieses ist quasi nur ein erster Entwurf des Textes. Trotzdem sind Kommentare erwünscht

Mir ist in den letzten Jahren immer mehr aufgefallen, dass wir in der Software-Entwicklung Probleme haben mit Wordings in dem Bereich. In den letzten Jahren haben sich neue Softwareentwicklungs-Methoden und das Bewusstsein für Usability und User Interface Design sich weiter durchgesetzt.

Eine etwas grobe Beschreibung des Vorgehens ist das Design Implement Analyse (DIA)-Cycle. Das ist bei einigen Informatik Lehrstühlen an der RWTH Aachen das Vorgehen bei den Diplomarbeiten. In einigen Fällen wird auch “nur” Design Prototype Evaluate Cycle (DPE) durchlaufen.

Diese Vorgehen sind vergleichbar mit den Entwicklungsstufen nach Logical User-Centered Interactive Design Methodology von Cognetics Coporation, Princton Junction, New Jersy (Kreitzberg, 1996):

Stufe 1: Entwicklung des Produkt-Konzeptes

Stufe 2: Durchführung von Forschungs- und Bedarfsanalysen

Stufe 3: Design-Konzepte und Prototypen mit zentral wichtigen Screens

Stufe 4: Wiederholung Design mit Verfeinerungen

Stufe 5: Implementierung der Software

Stufe 6: Sicherstellung des Supports beim Rollout

Diese Stufen sind angedacht für das ausrollen von Software in der “Wirtschaft” nach Ben Schneiderman.

Ich sehe nur ein Problem, dass Stufe 5 eine eigene komplexe Stufe ist, die Ihre eigene Methodik erfordert. Das heißt an der Stelle muss ein eigenes Vorgehen Methodisch eingeführt werden. Die Implementierung von Software besteht schon an sich aus mehreren Stufen.

Persönlich finde ich für Web und mobile Development z.B.: Feauter-Driven-Development, Test-Driven-Development usw. geeignet.

In vielen Abschlussarbeiten oder Projekten wird momentan meist nur DIA oder DPE als Methode angewendet oder eins der Software Entwicklungsmethoden. Eine sinnvolle Kombination findet meist nicht statt, weil sehr viele die sich für DIA oder DPE entscheiden, denken dass sie eine Software-Entwicklungsmethode anwenden.

Ich tendiere inzwischen zu Software Product Development als das Ganze zu betrachten, welches unterteilt ist in: Design und Software Entwicklung. Im Design sind Dinge wie Produkt-Idee, Software(Produkt)-Konzept, Erstellung von Szenarien und Personas, Interaction Design, User Interface Design, Usability-Testing usw. Im zweiten Feld sind Dinge wie Anforderungs-Analyse, Use-Case-Entwicklung, Software Architektur, Software-Implementierung, Software-Test angebracht.

In einigen Agilen-Software-Dev. Teams gibt es Überschneidungen in den einzelnen Tätigkeiten. Die jeweiligen Aufgaben sind auch nicht immer ganz sequenziell an zusehen. Usability-Tests können noch einmal mit dem fertigen Software-Produkt durchgeführt werden.

Wichtig ist, dass grade bei Abschlussarbeiten die Studierenden wissen an welchem Punkt sie mit ihrer Arbeit ansetzen und auch die Betreuer wissen, was sie von dem Studierenden wollen. Oft wird ein Mischmasch gemacht und als “evolutionäres” Vorgehen bezeichnet.

Hier sollte ein Blick in Unternehmen geworfen werden die momentan Software mit hoher Qualität und Joy of Use ausliefern. In diesen Firmen gibt es meist eine klare Trennung zwischen Konzept, Design und Implementierung. Für jeden Bereich werden Spezialisten eingesetzt. Informatiker sind meist oder durchgängig im Implementierungsbereich. Für die anderen Bereiche gibt es meist aus anderen Disziplinen begabtere und besser ausgebildete Menschen.

why the bridge building analogy fails and the war analogy succeeds from Effective UI Book

Ich habe ein kurzen Text aus einem Buch abgetippt. Es beschreibt die Situation/Prozess der Softwareentwicklung. Hier bei handelt es sich um Softwareentwicklung für Lösungen die von Menschen bedient werden. Das Buch Effective UI kann ich nur empfehlen bis jetzt. Es geht weniger um gutes Design, als gute Software. Grade im Bereich Web und Mobile kann das Buch einigen Entwicklerinnen und Entwicklern helfen. Das Besondere ist, dass es nicht wie andere Bücher bla bla nur über hochtrabende Methoden spricht und wie alles Apfel Like wird. Es behandelt das Thema schon recht pragmatisch und richtet sich an Entwicklungs-Teams in Unternehmen oder auch SE-Consultants.

To demonstrate how uncertainty and the unknown are inevitable components of a software development project, we`ll examine why the bridge building analogy fails and the war analogy succeeds. But even with the aid of analogies, it`s extremely difficult to explain why uncertainty and the unknown are unavoidable to someone who’s never been in the trenches of a software development project. Much of the understanding comes from seeing how design, creativity, and inspiration factor into every aspect of building an application. It also comes from having seen how false certainty, and the demand for it, can cause failure and lead to poorly designed products. It`s difficult to explain or prove this fact expect to state it this way for now: you understand your project far less than you think you do.

And so do your stakeholders, by the way. For your project to be successful, you need to cultivate in yourself and in your stakeholders a certain humility and a recognition that, for as much as you know, you know very little, and that the essence of the project is to investigate and solve a complex problem and not simply to implement a known solution. Embracing this humility of unknowing isn`t a resignation to defeat or admission of weakness, but rather is a state of wisdom required to allow you to succeed.

[…]

Everything required to design a bridge to a valley is knowable in advance and can be planned to an extremely high level of accuracy before construction begins. All of the important goals, variables, and constraints can be accurately obtained before design begins.

[…]

Once those key considerations have been discovered, the design of the project begins and can be entirely completed before construction starts. With accurate and complete design in hand, construction is then all about ensuring the pieces all come together as designed. Construction is not concerned with any remaining questions about design and isn`t burdened by the risk that the design will change during the course of construction.

By contrast, a general preparing for a battle can estimate the strength and disposition of his forces, the resources and capabilities available to him, the attitudes an aptitudes of his commanders in the field, the lay of the battlefield, the strategic goals of the battle, the state of the enemy`s forces, and the parameters for success. He also has history and personal experience to help him intuit how events will unfold. Based on this knowledge, he can formulate a plan for the battle.

But this plan, no matter how carefully devised, is inherently incomplete and imprecise. It is wholly premised on estimates of the conditions before the battle and entirely ignorant of the unforeseen conditions that arise during the battle. These unforeseen conditions are based as much on vagaries of weather, emotion, chance, and uncertainty as they are on even the best-laid plan. This reality is the basis for the famous quote:

No battle plan survives first contact with the enemy. – Helmut von Moltke

The same is true for software development. No matter how well you think you understand the domain and no matter how earnestly you`ve thought through the requirements, there is still great uncertainty in the original facts ans premises and a vast depth of the unknown still awaiting you. As with battle, the outcome will be determined at least as much by what comes during the course of the project as by what comes before it.

[…]

Hier der amazon Link: http://www.amazon.de/Effective-UI-Building-Experience-Software/dp/059615478X und noch der “native shop” oreilly.com/shop/

Cooler Job im eLearning Bereich

Das Lehr- und Forschungsgebiet Informatik 9 (LuFG i9) der RWTH Aachen sucht zum 01.09.2009 eine herausragende Persönlichkeit als wissenschaftliche-n Mitarbeiter-in (Promotionsstelle oder Postdoc). Wissenschaftliche Mitarbeiter-innen sind neben ihrer Forschung in die Lehre und Aktivitäten der akademischen Selbstverwaltung eingebunden. Wir bieten ein hervorragendes Umfeld mit sehr guten Arbeitsbedingungen und vorzüglichen Qualifikationsaussichten. Viele Rankings sehen die RWTH und die RWTH-Informatik als eine der Top-Universitäten in Europa.

Das Team des LuFG i9 beschäftigt sich in Lehre und Forschung mit den Themen eLearning, Webtechnologien, (mobile) Webanwendungen, user centered design und Didaktik der Informatik. Wir entwickeln Methoden, Werkzeuge und Programmkomponenten für computerunterstütztes Lehren und Lernen insbesondere mittels Web 2.0-Applikationen und social software sowie Werkzeuge für die systematische Entwicklung theoretisch fundierter, didaktisch motivierter Lerninhalte. Im Rahmen der von uns betreuten Lehramtsausbildung für Gymnasien und Gesamtschulen im Fach Informatik gestalten wir theoriegeleitet informatikdidaktische Konzepte und erforschen Unterrichtsmethoden für das Schulfach Informatik. In der fachdidaktischen Forschung liegt ein Schwerpunkt auf Ansätzen des Gendermainstreaming.

In der Lehre vertreten wir die Bereiche Programmierung, Softwaretechnik, eLearning, Webtechnologien sowie Fachdidaktik Informatik. Derzeit promovieren 8 wissenschaftliche Mitarbeiter-innen am LuFG i9: Forschen und Lehren im Team werden bei uns groß geschrieben.

Weitere Informationen finden Sie in der Jobbörse der RWTH Aachen oder in der Ausschreibung als pdf (18.70 Kb).

our rock stars are not your rock stars! Wer sind Deine Rock Stars?

Viele Wissenschaftlerinnen, Forscher und Entwickler arbeiten irgendwo etwas im Verborgenen. Selten bekommen wir mit wer was „gezaubert“ hat, was unser Leben eventuell etwas einfacher oder ein Stück besser macht.

Vor, zwei oder drei Wochen habe ich von einem Kollegen den Tipp bekommen mir die neue Intel Werbung an zu schauen. Für die, die es noch nicht kennen oder das Video mal auf englisch sehen wollen hier ist es:

Die Werbung hat mich sehr beeindruckt. Sehr gut! Es Zeigt sehr schön wie Forscher und Entwicklerinnen ihr eigenen Rock Stars haben. Viel zu selten finde ich kommt das zu Sprache oder wird in den Medien angesprochen. Die Leute, die tatsächlich etwas kreatives nützliches machen stehen oft in den Hintergrund für die Gesellschaft. Klar, sind die Forscherinnen und Entwickler nicht die typischen Super Stars, die dauernd in den populären Medien präsentiert werden. Eine bessere Kommunikation von diesen würde vielleicht helfen, dass der Fachkräftemangel in Deutschland im F&E nicht so groß werden würde.

Ich habe auch meine persönlichen Rock Stars aus dem IT Bereich. Der erste ist Jef Han (aka Jefferson Y. an). Er hat 2006 den low bugget multitouch display vorgestellt. Ich fand es unglaublich, wie er für unter 500 $ diesen Tisch zusammengesetzt hat. Hier zu kamen die coolen Applikationen. Mit seiner Vorstellung begann quasi diese Touch und Iphone Sache. Mit seiner Idee der einfachen kosten günstigen Realisierung von multi-Touch und den dazu gehörigen Interaktionen, hat er den Stein ins Rollen gebracht. Seine geniale doch einfache Idee und dessen Einfluss auf die Szene haben mich beeindruckt.

Hier ein kurzes Video von 2006. Ein ausführlichen Überblick bekommt man bei seinem TED Talk .Ich weiß nicht mehr wie oft ich dieses Video geschaut habe.

Der andere Rock Star ist für mich Jon Rubinstein. Sein Vortrag zum Palm Pre hat mir gut gefallen. Er erzählt am Anfang etwas über sich und wie er dazu gekommen ist jetzt bei Palm zu arbeiten. Das war richtig cool. Er ist definitiv ein Rock Star. Bevor er zu Palm gegangen ist war bei Apple, wohl führend beim IPod Team. Er ist definitiv ein Vorbild, ein Informatiker (computer scientist) der es ganz nach oben geschafft hat. Seine Erfahrung und Meinung zählen und er ist nicht der “typische” Geek. In den ersten paar Minuten des Videos zu Palm Pre ist er zu sehen.

So wer sind Deine Rock Stars. Es müssen keine Informatiker, Entwickler sein. In jeder Disziplin gibt es solche Rock Stars die etwas veränder haben. Forschende und Vorbilder die Dich beeindruckt haben. Vielleicht ist auch noch ein “lokaler Underground Star” wie Christian Spannagel, der momentan an den PHs und Schulen für Rock sorgt. Also schreib ein Blogbeitrag oder einfach ein Kommentar hier über Dein Rock Star!

P.S.: Man darf nicht vergessen, dass jeder Rock Star eine Band hat :-)

Gute Post

Jupi, heute Mal gute Post bekommen. In meinem Briefkasten war heute ein Brief von den Freunde und Förderer der RWTH Aachen e.V..
In dem Brief teilen sie mir mit dass “Als Anerkennung für Ihre herausragende wissenschaftliche Leistungen soll Ihnen die verliehene Springorum-Denkmünze im Rahmen einer Feierstunde ausgehändigt werden.”
Ich muss sagen ich habe mich sehr gefreut über diese Benachrichtigung. Die Springorum-Denkmünze erhalten Studierende der RWTH Aachen University die ihr “Examen” mit Auszeichnung abgeschlossen haben.
Leider bin ich am Tag der Verleihung auf dem IATEL (http://www.gkel.tu-darmstadt.de/iatel/). :-( Werde wohl diesen tollen Empfang nicht mitnehmen können. Ich hoffe ich erhalte die Münze trotzdem.
Ach was mir aufgefallen ist, ob es auch Freundinnen und Förderinnen der RWTH Aachen gibt? Gender & Diversity :-)

Neuronen Übung in Grundzüge der Software Entwicklung

Am letzten Dienstag (5. Mai 2009) habe ich unsere Übung zur Grundzüge der Software Entwicklung an der RWTH Aachen University etwas anders gestaltet, als diese üblich sind an unserer Universität. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass ich kein Lernen durch Lehren oder ein großartig neues didaktisches Prinzip angewendet habe. Ich habe nur versucht meinem Ziel jeden Studierenden jede Übung ein Stück besser zu machen gerecht zu werden .-) Bei der Vorbereitung habe ich mich an unsere Neuron Gedanken gehalten ( The class as brain / “neuron metapher” ) und an den methodische Aspekte einer Neuronenvorlesung von Christian Spannagel.

Die Übung findet im Rahmen der Veranstaltung “Grundzüge der Software-Entwicklung” (V1Ü2) statt. Die meisten Teilnehmende sind Studierende der Technik Kommunikation mit Schwerpunkt Informatik im zweiten Semester. An der Übung haben 30 Studierende teilgenommen, was knapp der Gesamtteilnehmerzahl an der Veranstaltung entspricht. Thema der Übung war die Erstellung eines Papierprototypen für ein Programm zum mobilen Blogging mit Photo Upload (MoBlogging-Tool). Die Studierende hatten zuhause in 3er Gruppen diese erstellt und mit gebracht. So nun beginnt die Übung:

Vorab kann ich sagen ich bin begeistert wie die 90 Minuten gelaufen sind. Das Verlauf der Übungsstunde hat meine Erwartungen übertroffen.

Die Übungsstunde war in vier Abschnitte eingeteilt:

  • Einführung
  • Marktplatz
  • Studierende reflektieren
  • Brainstorming als Vorbereitung der nächsten Aufgabe

Einführung

Als wir (mein skeptischer Kollege und ich) die Aula2 ( ein sehr großer Raum) betraten, hatte die Studierende sich im ganzen Raum verteilt. Von oben gesehen, sähe es aus wie zufällige gesprenkelt. Im ersten Schritt forderte ich die Studierenden auf einen Stuhlkreis ganz vorne zu bilden. Sie zögerten etwas, aber beim zweiten auffordern verstanden Sie, dass es wohl wirklich so gemeint ist. Nach kurzem Umräumen war es auch vollbracht und ich nehme an die Studierenden haben es etwas ungewohnt empfunden, aber haben sich wohlgefühlt. Zur Einführung habe ich ( wir saßen auch im Kreis) kurz etwas über Neuronen und dem Gehirn erzählt. Die wichtigsten Punkte waren: jeder ist ein Neuron; Kommunikation ist wichtig; jeder ist selbständig und selbstverantwortlich für sein Handeln. Wichtig war auch zu erwähnen, dass die Studierenden einfach alles sagen können, es gibt nichts falsches und es hat keine Auswirkung auf ihre Leistung was sie sagen oder nicht sagen.

Marktplatz

Beim Marktplatz ging es darum, dass die einzelnen Gruppen sich einen Tisch im Raum suchen, an dem sie ihren Prototypen vorstellen. Hierbei sollten die einzelnen Gruppen jeweils eine andere Gruppe besuchen. Für jeden Besuch war ca. 5 Minuten vorgesehen. So auch getan von den Studierenden, es gab zwei die am Kreis bleiben wollten, aber diese haben nach einer kurzen Aufforderung sich ein Tisch im Raum gesucht. Die Studierende unterhielten sich angeregt über Prototypen und führten diese vor. Hier bei bekamen sie immer Rückmeldung von der Besuchergruppe, was gut oder schlecht ist. In den Gesprächen wurden auch die Erfahrungen der einzelnen Gruppen ausgetaucht bezüglich ihren Prototypen oder des Erstellungprozesses (natürlich nicht so formal wie es sich jetzt hier liest). Mein skeptischer Kollege und ich liefen rum und haben hier und da nur zugehört.

Nach ca. drei Runden habe ich die Studierenden zusammen gerufen in den Kreis. An dieser Stelle gab es einen kleinen Input zu User-Testes. Es wäre besser, wenn die Studierenden Ihre Prototypen nicht vorstellen, sondern die anderen die Aufgabe ein Foto auf den Blog zu laden durch führen lassen mit dem Prototypen. Mit diesem Hinweis habe die Studierenden die nächsten Runden durchgeführt. Die User-Tests mit den anderen Gruppen liefen sehr gut und brachten den Studierenden viele Erkenntnisse auf die ich im Ergebnisabschnitt eingehen werde. Die Tests wurde nicht mit qualitativ hochwertiger Methodik durchgeführt, aber das Ziel ein Gefühl für die Nutzenden und ihren Mentalen Modellen zu bekommen ist zu 100% erreicht worden. So wurde den meisten Gruppen klar, dass sie z.B. nicht genügend Zustände modelliert hatten oder die Nutzenden andere Optionen und Pfade entlang gehen, als sie sich gedacht haben. Diese Erfahrung kann man sich nicht erlesen oder erzählt bekommen.

Studierenden Reflektion

Nach dem Marktplatz kamen die Studierende zurück in den Kreis. Nun sollten zwei Studierende nach vorne an die Tafel gehen um das folgende Gespräch zu moderieren und um Stichpunkte an die Tafel zu notieren. Zwei Freiwillige fanden sich schnell. Die Gruppe hatte die folgenden Leitfragen als Reflektionsgrundlage:

  • Was ist Euch aufgefallen als Ihr Eure Prototypen erstellt habt?
  • Welche Schwierigkeiten hattet ihr bei der Erstellung der Prototypen?
  • Was ist Euch generell an den Prototypen die Ihr gesehen habt aufgefallen?

Nach kurzer Stille motivierten die beiden Moderatoren ihre Kommilitonen und Kommilitoninnen zum mitmachen. Das Ergebnis der der Reflektion die ca. 30 Minuten dauerte lässt sich sehen. Die wichtigsten Aspekte des Prototypings und die häufig auftretenden Schwierigkeiten wurden erkannt. Während der Reflektionsphase haben der Skeptiker und ich außerhalb im Raum gesessen. Ich habe nur einmal erklärt, dass im Kreis immer Ruhe herrschen muss, und dass das Tafelbild abfotografiert wird und die Studierende keine Notizen sich machen müssen. Fast alle Studierende haben sich an der Diskussion beteiligt, einige mehr einige weniger. Ein kleines Problem war, dass es noch Schwierigkeiten gab, die Redebeiträge als Stichpunkt an die Tafel zuschreiben. Die wichtigsten Punkte wurden, aber immer festgehalten und genügend in der Runde besprochen. Es lief so gut, dass zum Schluss der Reflektionsrunde die Studierende an dem Punkt angekommen war, an dem die nächste Aufgabe für die darauf folgende Woche ansetzt (Anforderungsanalyse).

Brainstorming als Vorbereitung der nächsten Aufgabe

In den letzen ca. 15 Minuten sollte die nächste Aufgabe besprochen werden. D.h. es sind zwei andere Freiwillige Studierende (dieses Mal hat es etwas gedauert bis zwei sich gefunden hatten) nach vorne gegangen um das Brainstorming auf zu schreiben. Das Brainstorming lief etwas schleppend voran, da die Aufgabe (natürlich sprachliche Anforderungsanalyse) etwas unklar war. Nach kurzem nachdenken, sind die Studierende darauf gekommen, dass genau dieses das Problem ist und sie Wege finden müssen um mehr Informationen zu bekommen. Im Ergebnis lief das Brainstorming als Vorbereitung der nächsten Aufgabe sehr gut.

Insgesamt haben die Studierende alle Lernziele erreicht und haben diese selbständig, selbstverantwortlich und praktisch gelernt und erfahren. Hier zu gehörten z.B.:

  • mehr Funktionalität vs. Einfachheit der Bedienung
  • “Design” kann sehr unterschiedlich verstanden werden von verschiedenen Akteuren in einem Projekt
  • es gibt verschiedene Level eines Prototypen
  • man kann/ sollte sein Prototypen wegwerfen
  • Benutzende denken anders als die Entwickler selbst
  • Benutzende und Auftraggeber müssen im Entwicklungsprozess eingebunden sein/werden
  • Die Anforderungsanalyse ist sehr wichtig J
  • usw.

Natürlich ist die Form nicht optimal für alle Studierende. Es gab Studierende die nicht im 2. Semester sind, die eine Unterschriftenliste haben wollten um ihre Anwesenheit zu bestätigen. Waren überrascht, dass es keine Pflicht ist anwesend zu sein. Mir ist es egal ob jemand kommt oder nicht, die Studierende müssen verstehen, dass sie selbst verantwortlich sind für ihr Handeln. Wir können nur versuchen ein gutes Angebot für sie auf die Beine zustellen, dass die Studierenden mit Spaß zu unseren Veranstaltungen kommen und viel Lernen bei uns.

HiWis für Programmierung (Service) gesucht

Lehr- und Forschungsgebiet Informatik 9Computerunterstütztes Lernen

Prof. Dr.-Ing. Ulrik Schroeder

HiWis für Programmierung (Service) gesucht

Wir suchen studentische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Lehrbetrieb (früher TutorInnen) für das Wintersemester 2008 /2009 zur Unterstützung unserer Lehrveranstaltung “Programmierung Service ( JAVA für Alle)”.

Ihre Hauptaufgabe ist die Leitung von Übungsgruppen, in denen Sie mit Ihren Studiereden aktiv Inhalte erarbeiten und Fragen zu den wöchentlichen Übungen klären. Das beinhaltet insbesondere die Korrektur von eingereichten Übungen, wobei unser Schwerpunkt immer auf qualitativem Feedback liegt (was ist gut? was könnte besser sein? Wo kann ich es nachlesen? Welches Missverständnis liegt vor? …).

Neben hoher fachlicher Qualifikation (objekt-orinetiertes Programmieren) sollten Sie vor allem Interesse und Talent haben, Ihren Mitstudierenden etwas beizubringen.

Die Arbeitszeit wird individuell nach Anzahl der betreuten Übungsgruppen und weiteren Tätigkeiten im Rahmen der Lehrveranstaltung zwischen 10h/Woche und 16h/ Woche liegen.

Bei Interesse bitte eine eMail mit kurzen Angaben zur Person und Studium an akbari@informatik.rwth-aachen.de

Es besteht die Möglichkeit der Weiterbeschäftigung in anderen Hiwi-Postionen nach Ablauf der Vorlesung.

Mit freundlichen Grüßen

Mostafa Akbari

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