Was ist ein Educamp? in 140 Wörtern

Ein Educamp ist eine Unkonferenz bei der der Schwerpunkt auf pädagogischen bzw. erziehungswissenschaftlichen Fragestellungen liegt. Der Fokus wird dabei meistens auf Medien und Bildung gesetzt.

Als Unkonferenz bezeichnet man Konferenzen, die offen und partizipativ gestaltet werden. Im Gegensatz zu traditionellen Konferenzen werden hier die Inhalte nicht vom Veranstalter, sondern von den Teilnehmern des EduCamps bestimmt und gestaltet. Der Veranstalter gibt nur ein Oberthema vor und ist für die gesamte Organisation zuständig. Jeder Teilnehmer kann in einem der vorgesehenen ca. 45 minütigen Sessionslots ein Thema seiner Wahl anbieten. Diesen Slot kann er dann ganz nach seinen Vorstellungen gestalten. Ob als Vortrag, Workshop, oder Diskussionsrunde die Entscheidung jedem selbst überlassen.

Teilnehmer des EduCamps sind normalerweise Wissenschaftler aus verschiedenen Bereichen, Lehrende, Studierende, Schüler, aber auch Vertreter kommerzieller Bildungsanbieter.

Das Ziel eines EduCamps ist es gemeinsam interessanter Themen zu bearbeiten.

THX to Kristina für den Text!

Mo & die Barcamps (der Vortrag)

Momentan habe ich eine leichte schreib Blockade, daher kommen meine Beiträge alle mit Verspätung.

Letzten Dienstag habe ich einen kleinen Vortrag über meine Reisen zu den verschiedenen BarCamps, DNAdigital usw. gehalten. Den Vortrag habe ich Aufgezeichnet und stelle es jetzt hier zur Verfügung. Neben meinem Reisebericht, habe ich am Anfang kurz erklärt was Twitter ist und was ein BarCamp ist. Natürlich habe ich hierzu Ressourcen aus dem Netz benutzt. Konkret heißt es, ich habe mehre Videos präsentiert. Falls jemand die Videos sich in besserer Qualität ansehen möchte hier sind diese verlinket und aufgeführt.

Der Vortrag ist folgendermaßen gegliedert:

  • Twitter
  • Barcamps
  • SLS
  • Scoyo
  • EduCamp2 Berlin #ec08
  • Barcamp3 Berlin #bcb08
  • ZooTool Vorstellung
  • CommunityCamp Berlin #ccb08
  • DNAdigital OpenSpace 1&2 Berlin #dna_d

Viel Spaß beim Video-Vortrag

Back – Zurück

I´m back. Zurück nach langer Abwesenheit. In der Zeit habe ich an einem neuen Release von mir gearbeitet. Nun ist es soweit, Release ist public. Es gibt nicht viele neue Features, aber einige Dinge sind überarbeitet worden und einige Funktionalitäten ausgebaut. So freue ich mich auf mein neues Release von mir. Gerade befinde ich mich in der Phase indem ich die Features für die nächste Version erarbeite. Diese werden im nächsten Zyklus von mir umgesetzt. Tipp: Wenn man sich selbst neu entwirft ist ein User-Centered-Design nicht schwer und ist sogar zu empfehlen.

Für die Leser, welche mir bei Twitter folgen, gibt es wohl in diesem Beitrag nicht viel Neues. Sie hatten die Möglichkeit meine Tätigkeiten der letzten Wochen sehr detailiert zu verfolgen, da ich jetzt auch mobile-twittere. Die Folge ist, dass sich die Anzahl meiner Post sich dramatisch erhöht hat. Über meine Erfahrungen mit dem mobilem Internet werde ich ein eigenen Beitrag schreiben. Im Folgenden werde ich im Wesentlichen die nächsten Beiträge, die ich schreiben möchte benennen. Das ist wichtig, damit ich nicht vergesse was ich schreiben wollte und ein Druck aufgebaut wird um diese sobald wie möglich zu bloggen.

In den letzen Wochen war ich einige Tage in Berlin. Das SLS, EduCamp 2 ( ec08 ), DNA-Digital Treffen ( dna_d ) und BarCamp Berlin 2008 ( bcberlin3 ) fanden alle in der Hauptstadt statt. Das sind eine Menge Veranstaltungen in kurzer Zeit. Liegt wohl daran, dass gerade Web-Wochen sind (hmm, könnte eine Aktion bei McDonnalds sein). Zu allem will ich noch etwas Bloggen, damit meine Erfahrungen und das Wissen was ich gewonnen habe nicht verloren gehen.

Zu meiner Freude habe ich auf den Veranstaltungen sehr interessante Personen kennen gelernt und ein paar bekannte wieder getroffen. Eine neue Erfahrung war, sehr viele “Virtuelle Freunde und Bekannte” im Realen zutreffen. Hinzu kommen noch die Personen die man von ihren Blogs oder Twitter kennt. Im vornherein hätte ich nicht gedacht, dass mein Mentales-Bild der Leute mit den realen Personen übereinstimmt. In den meisten Fällen sind die Personen so wie ich sie mir vorgestellt hatte oder “besser”. Diese Erfahrung zeigt mir, dass Authentizität ein wichtiger Punkt ist, bei den Bloggern und Twitterer denen ich folge. Authentizität wird in einem anderen Beitrag, wohl eine wichtige Rolle spiele.

Folgende Beiträge sind geplant als nächstes. Die Reihenfolge wird sicher nicht der Aufzählung hier entsprechen.

* SLS, Scoyo und die Rolle der privaten Wirtschaft in der Gesellschaft speziell in der Bildung

* EduCamp 2-008 kurzer Bericht

* Meine Session auf dem EduCamp und die Tools und Ideen die dort genannt wurden. (erscheint auch auf mixxt)

* Öffentliche Wissenschaft auf dem EduCamp

* DNA-Digital ein Bericht von dem OpenSpace

* BarCamp Berlin eine kurze Zusammenfassung meiner Eindrücke

* Mehre Artikel zu verschiedenen Tools und Sessions vom BarCamp Berlin, hier muss ich noch einige Tools testen.

* Weltverbesserung, öffentliche Wissenschaft, Neuronen und die Bankenkriese und wie sich daraus ein Bild ergibt.

Das sieht sehr stark nach viel Zeit die ich in der nächsten Woche in die Aufarbeitung der Reisen stecken muss. Es lohnt sich, für mich und eventuell auch für die Kollegen.

Blog nach Web2.0 von Tom Alby

Ich habe eine Mindmap über Blogs gemacht. Es soll einen Überblick sein von Blogs. Hierbei habe ich mich an das Blog Kapitelaus dem Buch Web 2.0 von Tom Alby gehalten.

Auf die MindMap clicken um diese zu vergrößern

Junior Prof goes Web2.0

Chrisp (Junior Professor) hat heute in seinem Blog geschrieben, dass er etwas Neues machen wird. Er geht mit seiner Arbeit als Wissenschaftler und Professor ins Web. D.h. er arbeitet in Wikis und lässt seine Arbeit von anderen diskutieren. Er schreibt über:”

  • Ich lege die didaktisch-methodischen Konzepte zu meinen Lehrveranstaltungen offen.
  • Ich reflektiere öffentlich meine Lehrerfahrungen.
  • Ich beschreibe meine Forschungstätigkeit und diskutiere neue Forschungsideen.”

Chrisp wird zum öffentlichen Wissenschaftler und wird damit Teil des Paradigmenwechsels an Universitäten. Ich muss sagen ich finde es sehr gut, dass jemand aus dem alten Paradigma (“Profilierung, Egozentrik, Hierarchie, Misstrauen und Angst vor Irrtum (das klingt jetzt sehr negativ – es ist sicher eine Überzeichnung, aber die Tendenz stimmt).” umsteigt.
Das Umsteigen ist nicht so einfach wie sich das anhört. Die eigene Arbeit offen zu Diskussion zu stellen braucht schon Nerven. Die Transparenz macht mehr Arbeit nehme ich an, aber sie bietet auch mehr Chancen für den einzelnen Prof. “Ich sehe dies als Möglichkeit, durch kollektive Wissenskonstruktion neue Ideenressourcen zu erschließen.” Und andere Wissenschaftler können von seiner Arbeit lernen und diese weiterentwickeln.
Hier sehe ich ein kleines Problem, dass es viele geben wird die einfach sammeln werden und nicht teilen werden. Die “Undankbaren”, nenne ich sie mal, sind ein Problem vom neuen Paradigma. Sie werden es dem offenen Wissenschaftler das Leben schwer machen. Die Undankbaren werden alles Gute für ihre Publikationen sammeln, aber nichts zurück geben an die jeweilige Community. Ich denke über einen etwas längeren Prozess wird sich das Problem beheben, aber kurzfristig wird es wohl zu Frust führen ab und an. Insgesammt werden sich die Probleme schnell lösen, wenn die Gruppe/Community der offenen Wissenschaftler wächst.
Chrisp hat einen guten Weg eingeschlagen und hoffe, dass noch mehr Wissenschaftler und Professoren dem folgen werden. Dieses ist auch ein Web2.0 Weg.

Lebensweisheit, Lebenserfahrung ist das alles?

Heute ist ein Beitrag von zwei Neuronen erschienen bei Blogpiloten.de. Wisdom… Lebensweisheit, Lebenserfahrung – unsere Ressourcen beschreibt wie Web2.0 dazu beigetragen hat, dass Erfahrung und Weisheit ausgetauscht werden können. Quasi die Erfahrenen unterstützen die Anfänger. Dieser Austausch kann in Netzwerken statt finden. Die beiden Autoren sind selbst Mitglied in einem Wissensnetzwerk: Neuronen-Netz. So berichten sie aus ihren positiven Erfahrungen mit der Zusammenarbeit und Kommunikation in einem Netzwerk.

Ich denke die weitergegeben Weisheiten und Erfahrungen müssen nicht um bedingt von großem Vorsprung sein zu denen von dem Empfänger. Kleine Informationseinheiten können auch helfen. Gerade, wenn die Informationen immer und überall zur Verfügung stehen. Für mich mache ich hier die Einteilung in Expertenwissen und Masseninformation. Beides denke ich sollte in „The wisdom of crowds“ vorhanden sein. Den damit kann jeder Mensch etwas zum Allgemeinem-Wissen (nicht zu verwechseln mit Allgemeinwissen) beitragen.

Mit dem neuem Verständnis fürs Internet was mit Web2.0 mit gekommen ist, haben sich Teile von Gesellschaften sich verändert. Leider sind nicht Alle dabei. Gerade die Älteren, von deren Weisheit eine Gesellschaft zerren kann, sind unterrepräsentiert im Web2.0. Durch Aktionen wie bloggerpatenschaften.de wird versucht eine Brücke zwischen den Netzwerken aus dem Netz und den Menschen außerhalb des Netzes zu schlagen. Solche Aktionen könnten helfen den “i-Gap” in der Gesellschaft zu überwinden.

Die Möglichkeiten die das Internet bietet müssen besser kommuniziert werden. Viel mehr NPOs (Non-Profit-Organization) müssen sich bilden und sich gegen kommerzielle Angebote durch setzen. Leider liegt es in der Natur der Sache, dass erfolgreiche Web2.0 Angebote von Unternehmen aufgekauft werden. Nichts desto trotz sollte die Partizipation im Internet positiv genutzt werden und nicht nur für Unterhaltung. Gegenüber dem Fernsehen, haben wir im Internet die Möglichkeit das Programm zu machen und sinnvolles mit unserer Zeit im Netzanfangen…natürlich nicht nur!

Jemehr Leute auch ihre Erfahrungen und Wissen, seien diese auch gering, mit ein bringen in Netzwerken erhält die Gesellschaft einen Mehrwert. So muss der nächste Schritt sein zu versuchen den “i-Gap” zu verkleinern oder viele Brücken darüber zu bauen. Jeder kann in seinem Umfeld Begeisterung für Web2.0 Tools und Netzwerke auslösen. Das wird schon helfen. An Schulen und Universitäten muss auch mehr gemacht werden um die “Zukunft” mit Netzsensibilität auszurösten. Gerade Kindern aus Bildungsfernen Familien könnte durch einen sinvollen Umgang mit dem Internet viele Türen geöffnet werden. Dafür müssen aber die Lehrer versuchen die Kinder und Jügendlichen übern den”i-Gap” zubringen.

Ich bin sehr gespannt auf die weitere Entwicklung der Gesellschaft durch die neuen Möglichkeiten die sie hat.

Blogging Bloggen für jeden

Bloggen wird immer mehr zum Thema. Gerade in Zusammenhang mit Web2.0 kommen Blogs oft vor. Ich glaube ich habe mich schon früher darüber beschwert, dass Web2.0 sehr oft auf Wikis, Blogs und Onlinetauschbörsen reduziert wird. Das soll erst mal egal sein. Es geht um Blogs. Sogar die VDI Nachrichten haben das Thema für sich entdeckt und in der Ausgabe Nr.15 von diesem Jahr mehre Beiträge mit dem Schwerpunkt Blogging veröffentlicht. Die VDI Nachrichten würde ich als konservativ und unternehmensnah bezeichnen von ihrer Tendenz her. So gestallten sich auch die Artikel. Blogger und Web-Junkies stehen sich sehr nahe für die Autoren. Sie stellen aber heraus, dass Corporate Blogs und Interne-Blogs sehr nützlich sein können für Unternehmen. Die Motivationen sind teilweise für mich etwas an der eigentlichen Blogging Idee vorbei. “brachenrelevante Blogs beobachten und auf kritische Beiträge reagieren. Besser noch, so Eck: ,Einen eigenen Corporate Blog starten und dort selbst Themen setzen ´” für mich hört sich es an wie Schadenbegrenzung2.0 oder Imagepulitur2.0. Man begibt sich auf das Spielfeld der Kritiker und hofft durch ein besseres Angebot von der Kritik ablenken zu können. Die Motivation Blogs fürs Wissensmanagement einzusetzen hingegen finde ich wesentlich besser. “Primär soll der Blog `transparent machen, wer an welchen Themen arbeitet und Wissen aggregieren’, sagt Scheuer.” Das ist eine gute Umsetzung für Interneblogs. Leider sind wohl einige Methoden die Mitarbeiter dazu zu motivieren fragwürdig. “Beim Münchner IT-Dienstleister Pentos AG ist Bloggen Teil der Zielvereinbarungen.” Das Problem sehe ich ähnlich wie der Einsatz von Blogs in der Lehre. Dort sind benotete Studentenblogs auch sehr fragwürdig in ihrer Authentizität und Zweckmäßigkeit. Immerhin wird auf Blog-Experten gehört und geschrieben: “Authentische Schreibe statt offiziöser Berichterstattung und bloß keine PR-Profis ans Werk lassen, lautet das Credo…”

Gerade im Beitrag “Spielregeln für Mitarbeiter einführen” domminiert die Angst vor Bloger. “Dass für Unternehmen im Web2.0 allerdings auch Gefahren lauern, liegt auf der Hand. Quelle dieser Gefahren sind nicht selten die eigenen Mitarbeiter.” Ich war sehr erschrocken als ich das gelesen habe. Wieso sollte man auch Mitarbeitern vertrauen? Oder seinen Kunden?…dieses Web2.0 macht beide Gruppen unberechenbar. Sie können sich vernetzen und kommunizieren, dass muss nicht immer gut sein fürs Unternehmen. Gelebte Demokratie ist immer gefährlich für bestimmte Gruppen in einer Gesellschaft. “ist es zweckmäßig, den Arbeitnehmern gegenüber klare Grenzen zusetzen und diese deutlich kommunizieren Die kann über Reglungen im Arbeitsvertrag, konkrete Hinweise an betroffene Arbeitnehmer bis hin zur Entwicklung von Blogging Richtlinien –in Abstimmung mit dem Betriebsrat- geschehen.” Ich frage mich, wieso es nicht so was früher gegeben hat? Es gab keine Klauseln, dass man für die Kirchenzeitung oder die Vereinszeitung schreiben darf. Die Meinungsäußerung soll klar geregelt werden. Mitarbeiter werden als Unmündig dargestellt. Jeder weiß, was Betriebsgeheimnisse sind und was er nicht ausplaudern darf. Das steht schon “immer” im Arbeitsvertrag. Jetzt die blogenden Mitarbeiter mit Richtlinien auf die die Firmentreue hinzuweisen halte ich für eine schlechte Entwicklung. Ich hoffe dieses macht keine Schule in den Unternehmen. Mir macht es etwas Angst, da der Beitrag in den VDI Nachrichten stand und bei vielen Lesern mit wenig Web2.0 Erfahrung für ein falsches Bild sorgen könnte. Das “Fazit: Das Web2.0 bringt auch Risiken. Um diese in den Griff zu kriegen, sollte man besonders Wert auf Prävention legen.” könnte auch sehr gut von der chinesischen Regierung sein!

Mein Moto ist: Aufklären statt Regulieren im Web2.0!

Nachwuchswissenschaftler und das alte Paradigma

“Nachwuchswissenschaftler und das alte Paradigma” war der Titel einer Session auf dem EduCamp2008 welche von Steffen Büffel Moderiert wurde. Ein tolles Thema, wie verändert sich die wissenschaftliche Arbeit an Universitäten. In meinem Beitrag Web Sience und Sience 2.0 habe ich schon drei Paper vorgestellt die sich mit der Veränderung von Wissenschaft im Zuge von Web2.0 beschäftigen. In der Session ging es mehr um das alte Paradigma an der Universität vor allem bei Geisteswissenschaften. Auf einer Seite kommen Universitäten technologisch nicht mit und auf der anderen Seite kommen Professoren mit der Umverteilung von Wissen nicht klar. Die Arbeits- und Denkweise muss sich in einigen Punkten ändern. Im alten Paradigma hat man Wissen schön bei sich gehortet und vielleicht in Bücher gegossen. Nun werden immer öfters Wissen und Informationen ins www gestellt. Dieses geschieht nicht immer von der Elite der wissensgesellschaft sonder von ganz normalen Leuten. Dieses Wissen steht dann auch für jeden bereit. Einige Professoren sind nicht sehr glücklich damit, dass ihre Studierenden Teile ihres Wissens aus dem www bilden. Natürlich gehört eine bestimmte Medienkompetenz dazu sich mit wertvollen und richtigen Informationen zu versorgen. Die Wertigkeit ist natürlich subjektiv.

Die Qualität des Wissens aus dem Internet wird oft bemängelt, dass diese nicht vergleichbar wäre mit Prereviewd Journals. In der Session zeigte sich, dass auch Professoren und Junior Professoren anderer Meinung sein können. Der Review-Prozess wird im www von viel mehr Leuten durchgeführt. Bei einer Einreichung eines Papers hat man meist eins bis drei zufällige Experten die ein Qualitätsurteil fällen. Natürlich ist der Review Prozess im www nicht formal, so muss der Suchende die schon erwähnte Medienkompetenz aufweisen. Dieser Prozess muss auch den Professoren verständlich werden, also diese sollten noch etwas an ihre Medienkompetenz arbeiten (weiterbilden).

Natürlich sollten Journals, Bücher usw. nicht wegfallen, aber Veröffentlichungen im Netz sollten mehr gefördert werden. Die Universitäten sollten auch den Wissenschaftlern die entsprechende Infrastruktur bieten. Diese sollten keine Angst vor Veränderung haben und immer Bremsen. Wenn eine Universität wie die RWTH Aachen keine Plattform für Blogs bietet müssen sich die Mitglieder der RWTH an andere Provider wenden. So geht die Identifikation die mit der RWTH möglich wäre verloren.

Durch das Verbreiten und Veröffentlichen des eigenen Wissens bietet man auch eine gute Plattform für Kooperationen. Die Wissensquelle (der Wissenschaftler) wird viel schneller gefunden von anderen Wissenschaftlern oder auch der Industrie. Auf dieser Weise können viel mehr fruchtbare Synergien entstehen. Die Ergebnisse sollten auch wieder in die Gemeinschaft zurück fließen.

Mit dem neuen Paradigma verschwimmen auch immer mehr die Grenzen zwischen den einzelnen Stufen bei den Wissensträgern. Dieses löst sicher im ersten Augenblick auch “Existenzangst” aus; da man überflüssig werden könnte als Wissensträger. Dieses führt dazu, dass die die Wissensquellen sind einen Vorteil haben vor denen die nur Wissensträger sind. Die Wissensquellen werden nie überflüssig werden, weil sie durch ihre Methodik und ihre Kreativität immer neues Wissen und Informationen produzieren werden. Es wird eng für die die sich “zu ruhe” gesetzt haben und sich auf frühere Taten ausruhen. Der Wechsel muss sich auch in der Lehre durchsetzen, so ist die Information nicht mehr wichtig, sondern die Kompetenz diese zu erwerben. Klar, das sagen Pädagogen und andere seit Jahren, aber jetzt ist der Zugriff auf Informationen sehr einfach. Diese Einfachheit ist jedem der Mal Google benutzt hat ersichtlich. Diese Medienkompetenz muss von Professoren vorgelebt und gelehrt werden an Hochschulen. Diese Kompetenzen werden die meisten Absolventen an ihren zukünftigen Arbeitsplätzen brauchen, denn viele Unternehmen reagieren schon auf diese Veränderungen. Hierfür muss man nur die Aktivitäten in der Gruppe “Web2.0 in Unternehmen” bei Xing verfolgen.

Einen Punkt sollte man sich bewusst machen beim neuen Paradigma. Nicht Ausgereifte oder noch Fehlerhafte Ideen und Informationen sind keine Schande. Durch die Gemeinschaft werden diese schon verbessert werden. Man verliert auch nicht im Ansehen. Gerade in meinem letzen Beitrag habe ich ein Stichwort nicht genannt gehabt, welches ich in meinen Notizen hatte, aber nicht für erwähnenswert hielt. Die Gemeinschaft hat aber schnell reagiert und in Kommentaren eine Verbesserung vorgenommen.

Leider ist mir kein “Protokoll” von der Session gelungen in diesem Beitrag; aber ich habe hier niedergeschrieben was ich aus der Session mitgenommen habe. Freue mich auf Kommentare und Verbesserungen J Die Session war gerad zum Ende des EduCamps2008 ein runder Abschluß und für mich sehr wertvoll. Jetzt gibt es Paradigma 1.0 und Paradigma 2.0 ! Was nocht fehlt ist der Prof2.0 …

Motivation beim Bloggen

Auf dem EduCamp2008 habe ich eine Session mit Christian Spannagel (Junior Prof. PH Ludwigsburg) und Tim Schmidt (Dipl. Pädagoge Uni Osnabrück) besucht. Das Thema war Motivation beim Bloggen an der Universität oder Bloggen ohne Benotung an der Universität. Natürlich konnte man auch den größten Teil der Unterhaltung auch für Bloggen an der Schule (Oberstufe) übertragen. Die Beiträge von den beiden Moderatoren waren sehr gut und haben sich gut ergänzt. Christian hat erst über Motivation gesprochen und hier auch zwei Motivationstheorien vorgestellt: das ARCS Modell und die Self-determination Theory (Deci & Ryan, 1993). Tim hat dann von der Praxis aus Osnabrück erzählt. Dort hat die Uni eine Serverfarm (Blogfarm), auf dem die Studierenden sich sehr leicht ein WordPress Blog anlegen können. Diese können dann privat genutzt werden. Die Motivation der Hochschule war hier, dass sie eine Gemeinschaft schafft über die Blogs. Es haben inzwischen 500 Studis sich ein Blog angelegt und ca. 10% sind auch immer recht aktiv bei der Sache. Ich habe einige Bedenken wegen Datenschutz, Haftbarkeit, unschöne Inhalte vor gebracht, aber Tim meinte, dass sie sich an der Uni da wenig Sorgen machen. Sie warten erstmals ab und reagieren, wenn es mal zu einem Vorfall kommen sollte. Ich finde es Vorbildlich von der Universität Osnabrück, dass Sie Ihre Studenten(m/w) solche Möglichkeiten zur Verfügung stellen und sie damit besser auf die Zukunft vorbereiten. Tim setzt Blogs auch in seinen Seminaren ein. Dort können studierenden die Dokumentationen von Langzeit Projekten erstellen. Weitere Infos findet man unter
http://www.blogs.uni-osnabrueck.de/

Was ich mit genommen habe aus der Runde ist, dass Studenten(w/m) ihre individuelle Doku zu einem Thema haben und können ihren Bezug und Affinität dazu darstellen. Dieses führt wohl in der Praxis auch zu mehr Kommunikation, da jeder Student(m/w) mehr erfährt über die Arbeiten seiner Kommilitonen. Dieser Austausch untereinander kann auch ein Ansporn für die jeweiligen Seminarteilnehmer sein.

Auf der anderen Seite ist auch sehr wichtig, dass der Lehrende(m/w) als Beispiel voran geht und auch selbst ein Blog führt. Er kann auch ein Blog zu einem Kurs führen, wo sie ihre Themen vorstellt oder die Inhalte beschreibt. So haben die Studis die Wahl ihre Kommentare zu den Inhalten zugeben. Eventuell kann man im Vorfeld einige Missverständnisse vermeiden und auch sich besser vorbereiten.

Klar, ist nicht alles was glänzt Gold, so gab es auch einige Stimme die das Bloggen im Unterricht nicht gut finden. Sie wissen nicht wieso sie es machen sollen. Der Sinn ist ihnen da nicht klar. Natürlich sollte man in einem Kurs die Möglichkeiten offen halten, so dass nicht Motivierte auch sich anders betätigen können, z.B. durch eine Hausarbeit. Die Aufgabestellung sollte auch offen genug sein, dass der Studierende(m/w) genug Raum hat sich in seinem Blog wieder zu finden. Von benoteten Blogs sollte man auch Abstand nehmen, dieses führt dazu, dass die Text nicht frei formuliert sind und der Studierende(m/w) seinen wahren Gedanken und Reflektionen nicht niederschreibt. Dieses ist nicht Ziel führend!

Nach einer richtigen Einführung und mit klaren und sinnvollen Aufgabenstellungen macht das Bloggen Sinn im Unterricht. Das schlechte an dem voran gegangen Satz ist, dass ich noch nicht weiß was richtige Einführung ist und auch klare uns sinnvolle Aufgaben. Es gibt Zahlreiche Best Praxis Beispiele, aber auch bestimmt genauso viele oder noch mehr Beispiele, wo Blogs nicht zum Erfolg im Unterricht beigetragen haben. So ist die Aufgabe jetzt, die Muster zu erkennen die einen Einsatz von Blogs im Unterricht ermöglichen.

Weiter Infos zu dem Thema unter der SessionsSeite auf dem EduCamp Wiki

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