Hobbyentwicklung BewerberVz

Seit heute ist eine neue Version von BewerberVz online. Es gibt zahlreiche Erneuerungen die der Benutzerfreundlichkeit zugute kommen. Es gibt einige neue Buttons die groß und rot sind, so dass diese sehr gut sichtbar sind. Das Design ist da eher bescheiden, aber das ist OK. Was bringt was hübsches was nicht benutzbar ist?

Auf  jeder Seite gibt es den Button “übernehmen”, damit man sich keine Sorgen machen muss, wenn man seine Daten eingegeben hat und zum nächtesn Punkt gehen will. Man kann ab jetzt auch Dateien hochladen unter den Punkt Dateien. Leider funktioniert diese Funktion bei mir nicht. Ich habe versucht Zeugnise hochzuladen, als PDF, JPG oder auch Word Dateien, aber nix ging. Verstehe nicht wieso, diese Funktion wieder ungetestet online ist….

Super ist, dass mein Vorschlag: “Baut doch eine Funktion “gesammt Ansicht” ein, so dass ich mir später alle Meine Angaben zusammen ansehen kann. Vor allem will man wissen, wie werden meine Daten dem “Arbeitgeber” präsentiert, so dass ich an der Struckturierung und Übersicht eventuell was ändern kann.” vom Blogeintrat “BewerberVZ und Ich” umgesetzt wurde. Der Punkt heisst “Profilansicht” hier kann man auch sein Photo und auch das Profil aktivieren.

Mit den neuerungen sind auch einige Fehler passiert, fast alle Sonderzeichen ü, ö, ä – usw. sind ducht %&/ oder so ersätzt worden. Das kotzt mich jetzt an, wenn ich es schreiben darf. Nun, muss ich alle Felder durch gehen und die Sonderzeichen ersetzen. Zum Glück, sind nur “ca. 90%” der Sonderzeichen betroffen. Das ist jetzt, das zweite oder dritte Mal, dass ich mein Profil überarbeiten muss. Das macht einfach kein Spaß. Langsam glaube ich, dass BewerberVZ so eine Hobbyentwicklung ist, mit wirklich niemandem der Ahnung von Softwareentwicklung hat. Frage mich wie lange die Unternehmen, sich mit so einer Hobbyseite identifizieren wollen?…solange es noch kostenlos ist???


 

Gestatten: ELITE

Es ist schon sehr lange her, dass ich ein Buch direkt an einem Abend durchgelesen habe. Gestern habe ich mir das Buch “Gestatten: Elite” von Julia Friedrichs gekauft. Das Buch hat alle meine Erwartungen erfüllt, so dass ich es direkt an einem Stück durch lesen musste. Wie komme ich auf dieses Buch, das am 14. Februar 2008 erschienen ist?

Die Arbeiten von Julia Friedrichs verfolge ich seit September 2006. Zu der Zeit habe ich ihren Beitrag “Traumjob Berater – Schein und Alltag einer Erfolgsbranche” bei Monitor gesehen (den Beitrag kann man noch Online sehen unter: http://www.wdr.de/tv/monitor/real.phtml?bid=827&sid=151 ). Durch den Beitrag inspiriert habe ich dann nach weiteren Artikel von ihr gesucht und bin dann auf den Zeitungsartikel “McKinsey und Ich” in der Zeit gestoßen von ihr (der Artikel ist noch Online verfügbar unter: http://www.zeit.de/2006/21/McKinsey_21?page=all ). Mir hat der Artikel sehr gut gefallen. Es brachte mich sehr zum Nachdenken über den Job des Beraters. Vor allem da ich selbst Überlege in die Beratung zu wechseln, aber das ist ja ein anderes Thema.

Durch ihre Recherchen bei McKinsey stellt sich Julia Friedrichs die Frage, was ist eigentlich Elite. Sie selbst wurde bei ihrer Recruiting Reise mit den Mcis, dort zum ersten Mal als Elite bezeichnet. In Ihrem Buch geht Sie auf die Suche nach der Elite und der Frage nach was ist eigentlich Elite. Internate, Business Schools und “elite” Kindergarten besucht Sie und führt Zahlreiche interessante Interviews mit Professoren, Aktivisten und Studenten.

Die Ergebnisse die sie präsentiert, stimmen genau mit denen überein die ich selbst in den letzen 18 Monaten gemacht habe. Meine Gespräche und Unterhaltungen waren nicht immer so zielgerichtet, aber diese gleichen sich sehr stark mit Julias Erzählungen. Ein gutes Beispiel sind die Eltern, die selbst früher Idealisten waren und eher links eingestellt, welche aber jetzt nichts dagegen hätten, wenn der Sohn oder die Tochter doch nun bei “groß Kapitalisten” anheuern würde, statt einen etwas unsicheren Job zumachen. Die Meisten meiner Freunde reagieren ähnlich wie ihre Freunde, wenn ich ihnen erzähle, dass ich mir einen Job, als Berater gut vorstellen kann. Die meisten meiner Freunde finden, man hat dann kein Leben mehr und das Geld sei dieses nicht Wert. Zu dem Thema habe ich ja im September in meinem Blog geschrieben gehabt: Geld oder Ehre? Gibt es überhaupt Geld und Ehre? Wobei ich jetzt statt Ehre sagen würde Ansehen oder Gesellschaftliches Ansehen.

Ich kann jedem das Buch empfehlen, weil es einen schönen Einblick in eine andere Welt gibt. Es zeigt, dass die Elite nicht Elite ist, weil sie viel kann und leistet, sondern auch weil schon ihre Eltern Elite waren und sie sich Elite leisten können. Klar, sind sehr viele fleißig die “Elite” sind, aber sie hatten andere Chancen. Andere Schüler und Studenten die denselben Fleiß an den Tag legen oder sogar mehr, werden es nie “so weit” bringen. Diese Erkenntnis ist keine Neuigkeit, aber das Buch zeigt sehr schön Beispiele hierfür.

Julia Friedrichs schimpft zu keinem Zeitpunkt auf die Elite, sie versucht nur zu verstehen und zu erklären. Ein großes Lob an Sie für das gut recherchierte Buch und der sehr angenehmen Erzählweise. Sie schreibt mit sehr viel Humor und Liebe zum Detail. Das Buch ist bei Hoffmann und Campe erschienen und kostet 17,95€. Ich freue mich auf weitere Arbeiten von Julia Friedrichs.

Datamining & BewerberVZ: Wie werde ich eigentlich gefunden?

Gerade durch die letzten Diskussionen um BewerberVz und anderen Portalen habe ich mir etwas mehr Gedanken gemacht um das Problem der Suche.

Das Prinzip klingt recht einfach: Du (Bewerber) stellest Dein Profil Online und ein Unternehmen (Arbeitgeber) findet Dich und gibt Dir ein Job. Wie aber findet die Personalerin Dich? Das Problem ist nicht trivial. In einem Portal befindet sich eine große Menge an Daten von Bewerbern. Ich nehme an in einem neuen Portal wie BVZ sollten es so 5000 bis 100000 Datensätze sein.

Jeder Personaler sucht die besten Studierenden, dass ist ein Problem! Z.B. wird ein Kandidat mit Abschlussnote 1.0 bis 1.5 gesucht. Das schließt schon eine Menge Leute aus. D.h. nur ein Bruchteil der Bewerber wird jemals von einem Personaler gesehen. Natürlich kommen Dinge wie Auslandsaufenthalt hinzu, dafür gibt es ja meistens diese Checkbox die man anklickt, ob eine Erfahrung als Auslandserfahrung zählt. So fallen noch mehr Leute heraus. Klar ist ja, dass der Personaler die große Menge an Profildaten irgendwie überschaubar machen muss für sich. Leider kann man seine individuellen Stärken so nicht präsentieren, weil diese auf Anhieb nicht gesucht werden.

Das Bewerberprofil ist meist sehr komplex, jeder hat studiert, Berufserfahrung und bestimmte andere Fähigkeiten & Eigenschaften. Leider wird die Vielfältigkeit nicht berücksichtigt in einem Portal. Da immer positive Anfragen nach einer Eigenschaft gibt und diese zu Ausschließung von Eurem Profil führen, kommen immer dieselben Top Profile durch. Ein Bewertungssystem wäre schön, welches auch andere Bewerber durch lässt. Leider ist die Implementierung nicht einfach. Hierfür braucht man Datamining Algorithmen, die auch Kandidaten als Ergebnissen liefern die kleine Makeln haben. Z.B. Normale Suchmaschinen benutzen spezielle Algorithmen um so Ihre Ergebnisse zu generieren. Google hat den besten Algorithmus und ist auch damit der Marktführer bei den Bewerberportalen. Die automatische Filterung nach bestimmten Werten ist sehr unzufriedenstellend für die meisten Bewerber, da Sie nie gesichtet werden und nur als Werbemasse für die Portale dienen. Reine Spezialisten und die Top 5% haben eine sehr gute Chance bei BewerberVZ und Co.

Da es wirklich schwer ist geeignete Bewerber zu finden, wird immer noch “per-Hand und Mausklick” bei Hobsons und Career-Venture gearbeitet. Bei diesen Portalen melden sich Absolventen zu einer bestimmten Veranstaltung an oder besser gesagt sie bewerben sich für eine Recrutining Event. Die Auswahl wird dann klassisch getroffen. Die Bewerber werden vorsortiert von den Mitarbeitern bei den Portalen und dann noch mal Ausgewählt von den Unternehmen die am Event teilnehmen. Man sollte beachten, dass die Menge der Bewerber für einen Event sich in Grenzen hält gegenüber den Bewerbern bei Monster oder BewerberVz.

Ich bin auf die ersten Erfahrungsberichten gespannt vom BewerberVz. OK, die Fake Beiträge z.B. in der StudiVz Gruppe von BVZ zähle ich mal nicht dazu.

Über eine Lösung des Bewerberproblems würde ich mich auch sehr freuen. Ähnliche Probleme gibt es ja auch bei anderen Portalen und Datenbanken. Vielleicht kennt ein Leser ein Link oder einen Artikel über das Thema. Bitte, tragt dies dann als Kommentar einfach ein.

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